Alles wie in 2025 (siehe unten), oder doch nicht ganz?
Irgendwann am Anfang eines neuen Jahres kommt immer der Tag, an dem ich zum ersten Mal draußen im Garten Yoga praktizieren kann. Heuer war es der 25. Februar und wie ich gerade bei einem Blick in meine Aufzeichnungen feststelle, im letzten Jahr auch, wie lustig. Hat sich die Natur etwa beim Wetter wiederholt? Es wird ein Zufall sein, aber er darf im kommenden Jahr gerne wiederkehren.
So sah die Szene am selben Tag im Jahr 2025 aus. Erkennst Du die Unterschiede?
Meine vornehmste Aufgabe in der studienfeien Zeit zwischen dem Ende des Sommersemester 2025 und dem Beginn des Wintersemester 2025/26: Die Sanierung unseres Gartenteichs. Mein Daddy hatte ihn in den Achtziger Jahren mit viel Aufwand und Liebe angelegt, doch über die Jahrzehnte war die Betonwanne an den Seiten rissig und undicht geworden, sodass der maximale erreichbare Füllstand immer weiter absank.
Der Plan: Den Teich leeren, alle Pflanzen raus, angebrochene Betonstücke rausmeißeln und anschließend neu aufmauern, dann die gesamte Fläche mit Filz und Teichfolie auslegen, die Folie über den Rand ziehen und im Übergang zum Rasen verbuddeln.
Erster Fülltest: bestanden!
Anschließend den Teich wieder füllen und bepflanzen, aber nicht mehr mit Grundwasser, sondern nur noch mit Leitungswasser, damit sich Doxi beim Trinken nicht weiter an der viel zu hohen Nitrat- und Nitritbelastung des Wassers (durch den Kunstdüngereinsatz bei uns in der Landwirtschaft) vergiften kann.
Nun hatte ich aber noch nie Mauerwerk mit dem Bohrmeißel weg gestemmt, geschweige denn Beton angemischt oder Teile einer Teichwand neu aufgemauert. Und auch keine vier mal sechs Meter große und überraschend schwere Teichfolie ausgelegt. Aber egal. Hat alles irgendwie geklappt, wenn auch mit viel mehr Aufwand als gedacht. Doch dafür lässt sich der Teich endlich wieder komplett füllen, und es gibt jetzt eine süße kleine Teichfontäne.
Wenn nun noch die Seerosen und der Schilf nachwachsen und wir den schwarzen Folienrandmit Hilfe von Bodendeckern etwas verschwinden lassen können, dann sieht alles spätestens im Frühjahr bestimmt wieder nett aus. Und schon jetzt haben wir kein schlechtes Gewissen mehr, wenn Doxi literweise Wasser aus dem Teich schleckt. Das ist fast schon die Hauptsache. Mission accomplished 🙂
Die warme Jahreszeit neigt sich dem Ende entgegen. In den kommenden Wochen wird der Altweibersommer sicher noch einmal anklopfen, doch aktuell fühlt es sich eher nach April an: immer wieder Wolken und Regen, dazwischen etwas Sonnenschein bei nur noch mittleren Temperaturen.
Gar nicht einfach, bei diesem Wetter ein trockenes Zeitfenster für meine obligatorische Abendrunde zu erwischen. Zum ersten Malseitdrei Monaten bin ich wieder mit langer Hose unterwegs. Schirm und Regenjacke sind auch dabei.
Als der Himmel nach einer dicken Schauer kurz aufklart, laufe ich los. Doch die nächste Regenwolke aus Westen ist bereits im Anmarsch. Und die beschert mir heute einen wunderschönen Regenbogen. In der untergehenden Abendsonne mit Blickrichtung Düsseldorf sieht das wirklich magisch ist. So komplett von einem Ende zum anderen habe ich dieses Naturschauspiel lange nicht mehr erlebt. Im wahrsten Sinne des Wortes himmlisch!
Heute will die Sonne westlich des Rheins gar nicht herauskommen. Über der Landschaft liegt eisige Nebelluft bei -2,1 Grad und 97 % Luftfeuchtigkeit. Das zähe Grau verschluckt alle Geräusche und überzieht die Pflanzen mit Reif. Hat auch was Schönes und passt irgendwie zu einem ruhigen Januar-Sonntag.
Fachliteratur, mehr ist im ersten Studiensemester nicht drin
Herbstzeit ist Lesezeit. Der Rückzug in meinen kuscheligen Lesesessel, eine Decke über den Beinen, eine warme Tasse Tee auf der Heizung, und zusehen, wie es draußen früh dunkel wird – ich liebe es!
Vor einem Jahr habe ich an dieser Stelle einige Romane vorgestellt, deren Lektüre mir in Herbst und Winter viel Freude bereitet hat. Im Regal warten schon die nächsten Bestseller, ausgewählt aus den Gewinnerlisten des Deutschen Buchpreises der vergangenen drei Jahrzehnte und gekauft für kleines Geld im Gebrauchtbuchhandel.
Doch erst einmal ist ganz anderer Lesestoff angesagt. Im ersten SemesterPsychologie werden wir dermaßen vollgeknallt mit den Inhalten aus diversen Standardwerken, dass für Belletristik aber auch gar keine Zeit bleibt.
Im Gegenteil, man kommt kaum nach in der Wissensflut aus Psychologie, Statistik, Forschungsethik, kultureller Vielfalt und weiteren Themen, die man uns da vorsetzt. Was soll ich sagen? Ich habe es mir so ausgesucht, und so ist dieser Bücherherbst ein ganz anderer, als zuvor. Nur die Dunkelheit ist so wie immer.
Ich hatte in den letzten zwei Wochen den Eindruck, die Herbstfärbung der Bäume sei in diesem Jahr etwas später dran, als sonst. Aber weit gefehlt. Es geht bereits voll los.
Bei einem ausgedehnten Spaziergang rund um mein Heimatdorf habe ich in den Baumschulen und an den Wegen schon zahlreiche rote, gelbe und orange gefärbte Bäume entdeckt. Dazwischen noch ganz viel Grün, doch das lässt die bunten Töne nur intensiver hervortreten.
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