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Fotoserien von László Moholy-Nagy

Fotoserien von László Moholy-Nagy
Moyland, 3. Juni 2026

László Moholy-Nagy, Spirals (Licht-Raum-Modulation), 1945

Als die Kunstbegeisterung mich in meinen frühen Zwanzigern so richtig packte, war der Ungar László Moholy-Nagy (1895-1946) einer meiner ersten Helden. Ich glaube, ich habe seine Arbeiten damals in einem Kunstbuch über den Konstruktivismus entdeckt und war total fasziniert.

Kein Wunder also, dass ich gleich ‚On‘ war, als ich am Wochenende bei meinem Besuch auf Schloss Moyland im Basement auf fotografische Arbeiten von Moholy-Nagy gestoßen bin. Die ausgestellten Werke im Besitz des Museums gehen auf die leidenschaftliche Sammlertätigkeit der Brüder Hans (1929–2002) und Franz Joseph (1933–2020) van der Grinten zurück, deren Engagement den Grundstein für das heutige Museum legte.

Die teilweise bereits 95 Jahre alten Fotos, die in Teilen dem Konstruktivismus zuzurechnen sind, haben für mich etwas Historisches und gleichzeitig ganz modernes. Sie werden auf Moyland zusammen mit Fotografischen Arbeiten von Hildegard Weber gezeigt, die 1964 Aufnahmen zur Aufführung von „Part of Sextett“ an der staatlichen Kunstakademie, Düsseldorf, erstellt hat. Die Begegnung mit diesen Werken hat meinen Besuch auf Moyland noch einmal zusätzlich versüßt.

( Michael Tischer )

Die Kunst des Armin Mueller-Stahl

Die Kunst des Armin Mueller-Stahl
Moyland, 1. Juni 2026

Armin Mueller-Stahl im Interview zu seiner Werkgruppe mit den Portraits jüdischer Persönlichkeiten

Armin Müller-Stahl, vielfach geehrter Schauspieler mit Ost-Westdeutscher Biografie, ist heute 95 und immer noch bemerkenswert rüstig und geistig super präsent. Vor 20 Jahren, 2006, hat er seine Filmtätigkeit offiziell beendet und sich nach eigenen Worten einen neuen Beruf gesucht: Als Maler und Zeichner.

Das Schloss Moyland zeigt derzeit eine umfangreiche Ausstellung seiner Werke, die auch sein Filmschaffen und die biografischen Hintergründe des künstlerischen Multitalents (Schauspieler, Musiker, Maler) nicht ausspart.

Mueller-Stahl selbst kommt in einigen Videos zu Wort, in denen er die Hintergründe ausgewählter Werkgruppen beschreibt, beispielsweise die bemerkenswerten Portraits herausragender jüdischer Künstler, Intellektueller und Persönlichkeiten.

Mich hat diese Ausstellung mit starken Gefühlen zurückgelassen. Nicht nur, weil mir viele Werke von A.M.S und sein Malstil ausgezeichnet gefallen. Es rührt mich, einen so alten Menschen zu erleben, der noch voll da ist, die Potenziale seines Menschseins bis zuletzt verwirklicht und dabei weiterhin Großes schafft. Ganz großen Respekt und auch ein Stück weit Bewunderung für dieses ausgefüllte Leben!

( Michael Tischer )

Bezauberndes Moyland

Bezauberndes Moyland
Moyland, 1. Juni 2026

Schloss Moyland umringt von Pavillons der „Frühlings-Partie“

Immer wieder ein Genuss, Schloss Moyland mit seinen herausragenden Ausstellungen, dem imposanten historischen Gebäudeensemble und dem tollen Park mit Skulpturen namhafter Künstler zu erleben.

Bei meinem Besuch der Ausstellung von Armin Mueller-Stahl lief im Park gleichzeitig die „Frühlings-Partie“ mit zahlreichen Ausstellern und Anbietern von Garten- und Mode-Acessoires bis hin zu Gemälden und lokalen Spezialitäten von nah und fern.

Mich hat das alles nicht so wahnsinnig interessiert, und trotzdem habe ich die Veranstaltung gerne mitgenommen, als bunte Umrahmung meines Kunstbesuchs. Schön, dass ich nach fünf Jahren wieder einmal auf Moyland war.

( Michael Tischer )

Joseph Beuys und die Schamanen

Joseph Beuys und die Schamanen
Bedburg-Hau, 17. Juli 2021

Schamanisch inspirierte Objekte von Anatlo Donkan im Schloss Moyland

Das Museum Schloss Moyland beherbergt den weltweit größten Bestand an Werken von Joseph Beuys und das umfangreiche Joseph Beuys Archiv, das von den Gebrüdern Grinten zusammen getragen und gestiftet wurde.

Viele der berühmten Werke sind derzeit an die große Beuys-Ausstellung in Düsseldorf ausgeliehen. Sie feiert das Werk des Kunstprofessors und Künstlers anlässlich seines einhundertsten Geburtstags.

Dafür zeigt Schloss Moyland die interdisziplinäre Ausstellung „Joseph Beuys und die Schamanen“. Erstmalig werden dort Werke von Joseph Beuys mit Objekten schamanischer Lebenswelten aus dem eurasischen Raum zusammen gebracht.

Joseph Beuys thematisierte in frühen Werken immer wieder Schamanen und die Kontexte, in denen diese agieren. Die Figur des Schamanen verkörperte für ihn die auf Künftiges ausgerichtete Idee von Transformation und Ganzheit.

Ein Teil der Ausstellung ist Werken zeitgenössischer Künstler gewidmet, die in ihrem Schaffen schamanischem Denken und Handeln nachgehen. Eigens für die Ausstellung geschaffene Installationen sowie Plastiken, Arbeiten auf Papier und Filme von Melanie Bonajo, Marcus Coates, Anatol Donkan, Unen Enkh, Lili Fischer und Igor Sacharow-Ross werden gezeigt.

Die Werke spannen einen Bogen von der Beschäftigung mit der Schamanenfigur durch Beuys bis in die Gegenwart. Sehr interessant, wie ich finde.

( Michael Tischer )

Wunderschöner Park Moyland

Wunderschöner Park Moyland
Bedburg-Hau, 17. Juli 2021

Zufahrt von Schloss Moyland

Der Park rund um das neugotische Wasserschloss Moyland ist einfach eine Pracht! Barocke Elemente wie das Alleen- und Grabensystem bestimmen noch heute die Grundstruktur des Gartens.

Zeitgleich mit der neugotischen Umgestaltung des Schlosses legte man im ausgehenden 19. Jahrhundert einen Garten im „gemischten Stil“ an.

Darin verbinden sich Partien im Stil des „englischen Gartens“ mit Strukturen des „architektonischen Gartens“ zu einer abwechslungsreichen Park- und Gartenlandschaft.

Neben einem Kräuter- und einem Blumengarten bestimmen Kunstobjekte auf den großen Rasenflächen des Parks den Eindruck.

Derzeit sind es vor allem die großformatigen Eisenskulpturen des Künstlers Robert Schad, die einen faszinierenden Kontrast zwischen Natur und Kunst schaffen.

Die Gartenanlagen von Schloss Moyland sind außerdem bekannt für ihre prächtigen Hortensien, die derzeit blühen. Mehr als 2000 Pflanzen aus über 530 Sorten sind in der historischen Gartenanlage beheimatet, darunter die neue Sorte „Schloss Moyland“.

Bei diesem herrlichen Wetter ist es wirklich ein Vergnügen, im Schlosspark zu wandeln und diese einzigartige Verbindung aus Landschaft, Natur und Kunst zu genießen. Das ist schon etwas ganz Besonderes.

( Michael Tischer )

Rund um Schloss Moyland

Rund um Schloss Moyland
Bedburg-Hau, 17. Juli 2021

Blick vom Nordturm des Schloss Moyland zum Katzenbuckel mit dem Moyländer Wald

Heute wollen wir Schloss Moyland und seine Kunstausstellung besuchen. Und weil wir Doxi dabei haben, starten wir erst einmal mit einer Wanderung rund um das Schloss und den schönen Moyländer Wald.

Hinter dem Schloss laufen wir durch eine Allee mit prächtigen Eichen, die als Sichtachse vom Schloss wegführt. In der Verlängerung führt diese Allee als Wanderweg von Schloss Moyland bis zur Schwanenburg in Kleve.

Dann biegen wir in den Moyländer Wald ab, der sich auf dem „Katzenbuckel“, einer Endmoräne der Saale-Eiszeit, westlich von Schloss Moyland erhebt. Der Wald wird von mächtigen Buchen gesäumt, die an diesem sommerlichen Tag wunderbar Schatten spenden.

Dort im Wald läuft auch der Voltaire-Weg, ein alter Postweg, der im 18. Jahrhundert vom brandenburgischen Königsberg über Berlin bis ins rheinische Kleve führte.

Auf diesem Weg soll einst der berühmte Philosoph Voltaire nach Moyland gekommen sein, um sich dort im September 1740 mit dem Preußenkönig Friedrich der Große zu treffen.

Vorbei am Naturschutzgebiet Moyländer Bruch gelangen wir in den Heidkamp. Dort gibt es im Wald hinter dem Entsorgungszentrum Moyland einen idyllischen Waldsee. Wir umrunden den See auf schmalen Uferpfaden und laufen dahinter zurück zum Schlossparkplatz, wo wir nach rund zwei Stunden wieder eintreffen.

( Michael Tischer )