Littardkuhlen – Schaephuyser Höhen

Schloss Bloemersheim im Staatsforst Rheurdt/Littard

Heute waren wir bei plus 2 Grad Celsius im schönsten Schneematsch am nördlichen Niederrhein westlich von Neukirchen-Vluyn unterwegs. Auf dem ersten Stück der 17 Km langen Wanderung folgen wir dem europäischen Wanderweg E8, der von Irland nach Bulgarien führt. Durch dichten Laubmischwald laufen wir im Staatsforst Rheurdt/Littard auf Schloss Bloemersheim zu, das von einem schönen Schlossweiher umgeben ist.

Das heutige Schloss geht auf eine mittelalterliche Fluchtburg zurück, in die sich die Bauern aus der Umgebung in Kriegszeiten flüchteten. Über Jahrhunderte verlief die Grenze zwischen dem Herzogtum Geldern und der Grafschaft Moers mitten durch das Burggelände und die Küche im Haupthaus. Erst unter preußischer Herrschaft wurde der Grenzverlauf im Jahre 1724 so angepasst, dass das gesamte Burggelände zum Fürstentum Moers gehörte.

Hinter Schloss Bloemersheim wandern wir durch die Schaephuysener Heide in den Wald an den Littardkuhlen. Diese schmalen, langgestreckten Seen gehören zur „Niep“, einer verlandeten Altstromrinne des Rheins. Als sumpfige Niederung zieht sie sich von Krefeld nach Vluyn und weiter hinauf bis nach Issum. Entlang der Rinne reiht sich eine Vielzahl kleinerer und größerer Tümpel und Seen aneinander, die durch Bäche und Gräben locker verbunden sind.

An der Meenenkaule verlassen wir den Wald, durchqueren den Ort Rheurdt und steigen am Ortsrand bei der alten Rheurdter Turmwindmühle hinauf auf die Rheurdter Höhen. Gemeinsam mit den sich anschließenden Schaephuysener Höhen bilden sie eine der wenigen natürlichen Erhebungen in der flachen Landschaft des Niederrheins, entstanden als eine Endmoräne in der Saaleeiszeit.

Wir folgen dem schmalen Höhenrücken in südlicher Richtung, vorbei am Schardenberg, Saelhuyser Berg und Hahnenberg bis zum Windberg, wo wir in östlicher Richtung abdrehen und erneut auf den Europäischen Wanderweg E8 treffen.  Dann geht es wieder in den Staatsforst Rheurdt/Littard hinein, wo wir nach knapp vier Stunden erneut unseren Ausgangspunkt erreichen.

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Durch den Schnee von Büttgen nach Neuss

Doxi liebt den Schnee – und ihre Stöckchen

Schneechaos im Rheinland. Über Nacht hat es auch in den tiefen Lagen richtig fett geschneit. Auf den Autobahnen geht nicht mehr viel. Deshalb machen wir uns am Morgen von zu Hause zu einer 20 Km-Wanderung in unserer Region auf.

Wir laufen von Büttgen nach Neuss, folgen zunächst dem Nordkanal durch den Neusser Stadtpark und biegen dann zum Neusser Münster ab, um einen kurzen Blick auf den Weihnachtsmarkt zu werfen. Anschließend geht es zum Obertor, dem letzten erhaltenen der sechs mittelalterlichen Stadttore von Neuss.

Kurz dahinter treffen wir auf das jüngst rekonstruierte „Epanchoir“, einer wasserbautechnischen Meisterleistung aus napoleonischer Zeit, als der im Auftrag des französischen Kaisers errichtete Nordkanal eine Wasserverbindung von Neuss am Rhein nach Antwerpen schaffen sollte, um England zu schwächen.

Wir folgen der Obererft in Richtung Neuss-Selikum, überqueren auf einer unglaublich steilen und heute sehr rutschigen Fußgängerbrücke die Eisenbahnstrecke Neuss-Köln und biegen bald auf den mittelalterlichen Eselspfad ein, der uns wieder Richtung Norden führt. Durch die Felder bei Neuss-Grefrath laufen wir zurück nach Büttgen, wo wir nach fünf Stunden wieder unser Zuhause erreichen.

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Grafenberg – Aaaper Wald – Knittkuhl

Blick auf die Galopprennbahn Grafenberg

Heute waren wir am nordöstlichen Rand von Düsseldorf an der Grenze zu Ratignen und Mettmann unterwegs. Wir starten am Wanderparkplatz nahe der Rennbahn Grafenberg und laufen gleich in den Aaper Wald hinein, wo an diesem Donnerstagvormittag nach meinem Geschmack unglaublich viele Menschen mit ihren Hunden und ihren Pferden unterwegs sind. Aber vielleicht ist das hier immer so, weil die Großstadt Düsseldorf in Relation zu ihrer Einwohnerzahl über sehr wenig Waldfläche verfügt.

Wir steigen durch den Wald zum Gut Wolfsaap hinab, laufen durch ein kleines Tal und kommen am Waldcafe „Bauenhaus“ vorbei. Über den Mauspfad, einer mittelalterlichen Handelsroute, steigen wir alsbald wieder auf die Höhen mit Blick in Richtung Ratingen hinauf. Auf der Höhe kommen wir an Gut Knittkuhl vorbei und biegen in Richtung des Hofes Grüters Aap ab,

Dahinter erreichen und überqueren wir ein großes Wiesengelände, das früher als Truppenübungsplatz diente und heute in der Saison vom Düsseldorfer Aero-Club als Segelflugplatz genutzt wird. Dem Wanderweg A4 folgend, steigen wir ins Pillebachtal hinab, wo sich Doxi erst einmal an einem kleinen Teich stärkt. Wir passieren Gut Grosseforst und dahinter die ersten Häuser am Rand von Düsseldorf-Gerresheim.

Wieder geht es in den Wald und am Wildpark Grafenberg vorbei. Leider haben Hunde dort keinen Zutritt. Wir erreichen den Rand des Golfplatzes und laufen bald zwischen dem Golfplatz auf der rechten Seite und der Rennbahn auf der linken auf das von einem großen Park umgebene Haus Roland zu. Hier stand seit dem Spätmittelalter das Barock-Schloss Roland, das im Jahre 1883 einem repräsentativen Neubau im Stile des Historismus weichen musste.

Kurz darauf erreichen wir nach knapp drei Stunden und elf Wanderkilometern wieder unseren Startpunkt am Rande der Grafenberger Galopprennbahn. Schon oft habe ich mich gefragt, wie es im Aaper Wald und rund um die Rennbahn Grafenberg wohl ausschauen mag. Jetzt weiß ich es.

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Von Mülheim um die Sechs-Seen-Platte

Am Wildförstersee

Unsere heutige Wanderung führt uns in das Waldgebiet zwischen Mülheim und Duisburg, das von der Autobahn A3 durchschnitten wird. Wir starten an einer kleinen Waldsiedlung in der Saarner Mark mit dem schönen Straßenname „Weidmannsheil“ und laufen durch den Steinder Forst in Richtung Westen.

An der Autobahnraststätte Entenfang überqueren wir die A3 und laufen durch den Alteichelskamp auf das große Bahnwerk am Rande von Duisburg zu. Hier werden Bahnschienen und Bahnschwellen in großer Menge gelagert und verladen.

Durch die Grindsmark laufen wir entlang das Haubachs nun auf die Sechs-Seenplatte zwischen den Duisburger Staddteilen Groeenbaum und Wedau zu. Zunächst kommen wir an einem großen Nudisten-Campingplatz im Wald vorbei, dem „LBN Duisburg“.

Wir wandern am Haubachsee vorbei und umrunden gerade den Wildförstersee, als unter enormem Getöse ein Rettungshubschrauber über dem angrenzenden Böllertsee hereinschwebt und in tiefem Flug zwischen mehreren großen Gebäuden verschwindet. Später sehe ich, dass es sich dabei um die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Duisburg handelt.

Wir laufen wieter und kommen am Freibad Wolfssee vorbei, bevor wir in südwestlicher Richtung abdrehen. Über eine hochgezogene Fußgängerbrücke queren wir am Sportboothafen den Übergang zwischen dem Masurensee und dem Wolfssee und erreichen am Haltepunkt Duisburg-Entenfang die große Eisenbahn-Werkstatt der DB. In einer Art überdimensionalem Sandkasten erlernt dort gerade eine Gruppe künftiger Gleisbauer das Pflastern.

Wir wandern am großen Campingplatz „Entenfangsee“ vorbei und überqueren erneut die Autobahn A3, um wieder in die Saarner Mark zu gelangen. Entlang des Rottbachs laufen wir zu unserem Startpunkt zurück, den wir nach dreieinhalb Stunden und 15 Wanderkilometern wieder erreichen. Oft schon habe ich die Duisburger Seen auf der Karte gesehen. Jetzt waren wir endlich einmal dort.

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Auf der Fischbachhöhe bei Bergheim

Güterzug mit Braunkohle für die Kraftwerke Oberaussem, Neurath bzw. Frimmersdorf am Rande der Fischbachhöhe

Was ist denn das für ein Wetter heute? Es will gar nicht richtig hell werden. Trotzdem brechen wir am Morgen zu einer Wanderung am Rande von Bergheim-Oberaussem auf. Unser Ziel ist die Fischbachhöhe, eine der künstlichen Höhe des Rheinischen Braunkohlereviers, die den Abraum aus dem Braunkohletagebau aufnehmen.

Wir starten am Haller Hof unterhalb der Glessener Höhe, die unmittelbar an die Fischbachhöhe grenzt. Die beiden Höhen werden durch eine zweigleisige Eisenbahnstrecke getrennt, die ausschließlich der Versorgung der Braunkohlekraftwerke Oberaussem, Neurath und Frimmersdorf mit Brennstoff dient.

Über mehrere Kilometer laufen wir immer geradeaus am Rande der in das Gelände versenkten Bahnstrecke entlang. Im Viertelstundentakt hören wir die schweren Güterzüge mit Braunkohle an uns vorbeifahren.

Dann steigen wir auf die Fischbachhöhe auf, deren Fläche landwirtschaftlich genutzt wird. Außerdem ist hier ein Neubau des Gestüts Schlenderhan angesiedelt, dem ältesten privaten Rennstall in Deutschland. Wir überqueren die mehr als drei Kilometer lange Hochfläche und steigen anschließend wieder zur Bahnstrecke zwischen der Glessener Höhe und der Fischbachhöhe hinab.

Nach drei Stunden und rund 13 Kilometern Wanderstrecke erreichen wir schließlich wieder unseren Start- und Zielpunkt am Haller Hof. Kurz vor dem Parkplatz treffen wir auf einen Hovawart-Rüden, den Doxi gleich enthusiastisch zum Spielen auffordert. Und der Herr lässt sich nicht lange bitten. Unsere einzige Begegnung mit anderen Spaziergängern auf der gesamten Tour.

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Duisburg: Alte und neue Hüttenwerke

Der Landschaftspark-Nord in Duisburg

Heute waren wir im Norden von Duisburg zwischen dem Landschaftspark an der 1985 stillgelegten Meidericher Eisenhütte und dem modernen Stahlwerk von Thyssen-Krupp im Stadtteil Bruckhausen unterwegs.

Der mehr als 200 Hektar große Landschaftspark-Nord bietet zahlreiche Freizeitmöglichkeiten wie Klettern in alten Erzbunkern und Tauchen in einem früheren Gasometer. Er dient darüber hinaus als Spielstätte für vielfältige Kulturveranstaltungen. Abends verwandelt eine Lichtinszenierung des britischen Künstlers Jonathan Park das ehemalige Hüttenwerk in ein buntes Lichtspektakel.

An schönen Tagen ist hier jede Menge los, denn der Landschaftspark-Nord ist nach dem Kölner Dom die meist besuchte Sehenswürdigkeit in Nordrhein-Westfalen. Doch an diesem verregneten Dezember-Morgen haben wir den Park fast für uns alleine.

Wir folgen dem Flussbett der Alten Emscher durch den Landschaftspark, laufen an dem seit 2014 geschlossenen und im Juni 2017 abgebrannten Delta-Musikpark vorbei und durchqueren das Gelände der ehemaligen Zeche Friedrich Thyssen 4/8. Die Grube lieferte früher die Kohle und den Koks für das alte Meidericher Stahlwerk und wurde im Jahr 1959 als erste Großschachtanlage im Ruhrgebiet stillgelegt. Heute erinnert auf dem Gelände fast nichts mehr daran, dass hier mehr als 60 Jahre eine Zeche stand.

Nach einer längeren Passage durch ehemalige Zechensiedlungen erreichen wir das Gelände des modernen Stahlwerks von Thyssen-Krupp in Duisburg-Bruckhausen. Hier beginnt unser Rückweg durch Parks und dicht besiedelte Stadtteile zum Landschaftspark-Nord, den wir nach dreieinhalb Stunden und 13 Wanderkilometern wieder erreichen.

Es war wirklich kein schönes Wanderwetter heute und die Tour hatte für meinen Geschmack etwas zu viel Asphalt, aber egal. Es ist auf jeden Fall interessant, diese Gegend einmal gesehen zu haben. Denn vieles hat hier hat sich noch immer den Schimanski-Charme der Achtziger Jahre erhalten.

 

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Stadtwanderung durch Köln

Die Kranhäuser am Alten Hafen von unten

Schon drei volle Tage waren wir nicht mehr wandern. Das geht ja gar nicht 🙂 Doch für die Eifel oder das Bergische ist das Wetter zu kalt, zu feucht und zu diesig. Also brechen wir zu einer großen Stadtwanderung durch Köln auf.

Wir starten in Köln-Nord am prall gefüllten Wohnmobil-Stellplatz kurz hinter der Mühlheimer-Brücke und laufen zunächst sieben Kilometer immer am Rhein entlang bis nach Köln-Süd. Dann geht es durch die Stadt zurück.

Ich kann gar nicht fassen, wie viele Weihnachtsmärkte es hier gibt: Am Alten Hafen, am Heumarkt, in der Altstadt, vor dem Dom – und das waren sicher noch nicht alle. Und überall ist an diesem Samstagmittag richtig was los, Wahnsinn. Nur gut, dass man immer außen herum laufen kann, um den Menschenmassen aus dem Weg zu gehen.

So schlendern wir mehr als 4 Stunden durch Köln, entdecken das Eine oder Andere, was wir noch nicht kannten, und legen am Ende mehr als 16 Kilometer zurück. Eine feine Tour.

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Einmal rund um Zülpich

Das Münstertor und rechts dahinter die Landesburg

Auf dem Rückweg von unserer Wanderung bei Bürvenich machen wir in Zülpich halt, um uns die alte Römerstadt mit dem klangvollen Namen „Tolbiacum“ ein wenig anzuschauen. Schon von weitem ist die Zülpicher Landesburg zu sehen, mit der die Kölner Erzbischöfe ihre Macht über die Region sicherten und zum Ausdruck brachten.

In die Geschichtsbücher ist die Stadt durch die „Schlacht von Zülpich“ im Jahr 496 n. Chr. eingegangen, bei der die Rheinfranken unter Sigibert von Köln mit der Hilfe der Salfranken unter Chlodwig I. gegen die angreifenden Alamannen siegreich blieben. Als Dank für den Sieg bekannte sich König Chlodwig anschließend zum Christentum und ließ sich taufen.

Das alte Zülpich wurde durch eine Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert eingefasst, die heute noch fast vollständig erhalten ist. Die mittelalterliche Ringmauer steht zum Teil auf den Resten einer römischen Mauer. Auch die vier Stadttore, das Kölntor, das Bachtor, das Weiertor und das Münsterror sind noch erhalten.

Für die Landesgartenschau im Jahre 2014 hat sich die Stadt mächtig herausgeputzt. Das ist auch heute, drei Jahre später, unverkennbar. Schön, das einmal gesehen zu haben.

 

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Eifelblicke über die Zülpicher Börde

Doxi im Naturschutzgebiet am Bürvenicher Berg

Wow, ist das ein Panorama! An einem trockenen und sonnig-kalten Novembermorgen stehen wir am Waldrand hinter dem Örtchen Bürvenich und können es kaum fassen, wie weit der Blick von hier ins Rheinland reicht. Die Infotafel signalisiert, es sind fast 140 Grad.

Ganz links sehen wir im Norden die Sophienhöhe bei Jülich, ganz rechts im Süden den Michelsberg in der Eifel. Und dazwischen die Kraftwerke bei Bergheim, die Industrieanlagen bei Wesseling, die Ville,  Zülpich, Euskirchen und das Siebengebirge.

So lässt sich unsere 13 Kilometer lange Wanderung am Übergang zwischen der flachen Zülpicher Börde und dem Hügelland der Voreifel gut an.

Wir durchqueren zunächst das Naturschutzgebiet am Bürvenicher Berg, lassen das Gipfelkreuz hinter uns, steigen hinunter zum Bergbach und laufen auf Feldwegen, bis wir den Römerweg erreichen. Wir folgen einem Hohlweg und gelangen bald zur „Mathias Stele“ zwischen den Orten Floisdorf, Schwerfen und Eicks, die den verstorbenen Pilgern auf dem Jakobsweg gewidmet ist. Auch hier haben wir wieder einen grandiosen Blick in die Zülpicher Börde.

Weiter geht es über die alte Römerstraße in Richtung Eicks. Wir kommen an der alten Eickser Mühle vorbei und wandern parallel zum Rotbach bis zum Wasserschloss Eicks. Danach geht es in nordwestlicher Richtung wieder aus Eicks hinaus, bis wir den Mehlenbach überqueren und diesem auf einem langgestreckten Feldweg durch das Wasserschutzgebiet folgen.

Bergan geht es dann in nördlicher Richtung bis zum Ort Berg und von dort erneut hinauf zum Naturschutzgebiet am Bürvenicher Berg. Nach dreieinhalb Stunden erreichen wir wieder unseren Ausgangspunkt am Waldrand – ein wenig durchgefroren, aber auch sehr zufrieden wegen all dieser schönen Ausblicke, die uns diese Tour geboten hat.

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Rureifel: Zwischen Blens und Hausen

Mächtige Buntsandsteinfelsen oberhalb der Rur

Heute waren wir im Nationalpark Eifel an der Rur zwischen den Ortsteilen Blens und Hausen unterwegs, die beide zur Stadt Heimbach gehören.  Bei der Annäherung an unseren Startpunkt in Blens fallen schon von weitem die hohen Buntsandsteinfelsen am Ortsrand auf. Sie tragen die schönen Namen „Jufferlei“, „Breideslei“ und „Engelslei“ und waren früher ein beliebtes Ziel von Bergsteigern. Doch seit 1990 dürfen sie nicht mehr bestiegen werden.

Unsere heutige Wanderung nennt sich „Blenser Zickzack“, weil auf einer relativ kleinen Fläche durch zahlreiche Wendungen des Weges eine 13 Kilometer lange Strecke mit 450 Höhenmetern zustande kommt. Immer wieder geht es rauf auf die Höhen und dann wieder hinunter zur Ruhr. Auffällig sind die zahlreichen großen Camping-Plätze, die sich hier an die Rur schmiegen. Und die vielen von Wildschweinen zerwühlten Flächen auf den Lichtungen im Wald.

Wir haben Glück mit dem Wetter. Nach dem vielen Regen der vergangenen Tage scheint heute zumindest hier in der Rureifel wieder die Sonne. So lassen sich auch die relativ niedrigen Temperaturen gut aushalten. Eine wirklich angenehme Wanderung.

 

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Zwischen Erkrath und Unterbach

In den Düssel-Auen bei Gödinghoven

Puh, ist das ein Wetter heute. In der Eifel und im Bergischen Land schneit es oberhalb von 400 Metern bei orkanartigen Winden. Also bleiben wir im Rheinland und drehen nur eine kleine Runde im „niederbergischen“ an Ostrand von Düsseldorf.

Unsere zehn Kilometer lange Wanderung startet auf den ersten Hügeln am Rande von Erkrath, wo wir gleich einen weiten Blick in die Kölner Bucht haben. Über Hilden, Leichlingen und Leverkusen hinweg geht der Blick bis ins 40 Kilometer entfernte Köln. Die Sicht ist diesig, dennoch sind der Colonius und die Hochhäuser in der Kölner Innenstadt zu erkennen.

Wir wandern über Felder und durch Wald entlang des alten Römerweges in westlicher Richtung am Rand von Düsseldorf-Unterbach vorbei. Kurz vor Düsseldorf-Gerresheim drehen wir ab und wandern durch die Düssel-Auen bei Gödinhoven zurück nach Erkrath. Wir durchqueren das Ortszentrum und erreichen nach zweieinhalb Stunden wieder unseren Startpunkt am Ortsrand.

Eine hübsche kleine Wanderung. Für unsere Verhältnisse fast „nur“ ein Spaziergang. Aber egal. Der Sonntag ist damit gerettet 🙂

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Von der Zeche Zollern nach Castrop-Rauxel

Seitenansicht auf das Haus Bodelschwingh

Wieder einmal sind wir im Ruhrgebiet unterwegs, diesmal zwischen Dortmund-Lütgendortmund und Castrop Rauxel. Dies 15 km lange Wanderung führt durch abwechslungsreiche Natur und an schönen Herrenhäusern bzw. Schlössern vorbei.

Wir starten am Industriemuseum Zeche Zollern II/IV und laufen durch ein Naturschutzgebiet zum Haus Dellwig, einem Wasserschloss in der hügeligen Moränenlandschaft des Dellwiger Bachtals. Wir streifen den Ortsteil Westrich und laufen auf Frohlinde zu. Dort queren wir den Golfplatz Castrop und wandern dahinter durch den schönen Bodelschwingher Wald mit alten Rotbuchen.

Im Ortsteil Bodelschwingh werfen wir einen Blick auf das Wasserschloss Bodelschwingh, die größte und repräsentativste Schossanlage im Dortmunder-Stadtgebiet. Dort wird gerade der kommende Weihnachtsmarkt vorbereitet. Zutritt leider nicht gestattet.

Ein Stück weiter stoßen wir im Bodelschwingher Wald auf den „Tempel der Ruhe“ mit dem Friedhof der Verstorbenen Adeligen aus dem Hause Bodelschwingh. Bald erreichen wir das Haus Dorloh, eine denkmalgeschützte Unternehmer-Villa, die zwischen 1869 und 1872 in neugotisch-klassizistischem Stil errichtet wurde, und von einem weitläufigen Landschaftspark umgeben ist.

Über offenes Feld bewegen wir uns nun auf den Ortsrand von Shwerin zu, einem Stadtteil von Castrop-Rauxel. Schon von weitem ist der Hammerkopfförderturm über dem Wetterschacht 3 der ehemaliges Steinkohle-Bergwerks „Zeche Erin“ zu sehen. Von dort sind es nur noch wenige Kilometer bis zu unserem Start- und Zielpunkt an der Zeche Zollern II/IV, den wir nach rund dreieinhalb Stunden wieder erreichen.

Erneut durften wir erleben, wie abwechslungsreich das Ruhrgebiet doch sein kann. Eine wirklich schöne Tour bei besseren Wetter als erwartet.

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In Cochem an der Mosel

Blick von der Moselbrücke auf die Altstadt von Cochem und die Reichsburg

Heute waren wir bei stürmischem Herbstwetter rund um Cochem an der Mosel unterwegs. Bei der abwechslungsreichen,16 km langen Wanderung haben wir auch die beiden bekanntesten Burgen an der Mosel passiert: Die Reichsburg Cochem aus dem 11. Jahrhundert und die hoch über dem Moseltal gelegene Ruine der Winneburg aus dem 13. Jahrhundert.

Der Wetterbericht hatte Wolken und Sonne versprochen, und so kam es auch: Wir hatten auf der Tour vier Stunden und zwanzig Minuten einen dunkelgrauen. wolkenverhangenen Himmel über uns und genau zehn Minuten Sonne. Dafür aber mit einem wunderbarem Regenbogen, als wir gerade auf den Moselhöhen aus dem Ort Faid herauskamen und auf das enge Faitschtal zusteuerten.

Während rund um Cochem in der Tourismussaison wahnsinnig viel los ist, sind wir heute nicht ein einziges Mal anderen Wanderern begegnet. Dabei herrschte in Cochem geschäftiges Treiben. Dort rüstete man sich gerade für den Weihnachts- und Adventsmarkt, der morgen startet. Sind wir ja genau richtig gekommen …

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Chester besteht SPR1 und FPR1

Bitte kräftig zubeißen: Chester bei Schutzdienst.

Am 2. April hatte der blonde Chester aus unserem C-Wurf einen großen Prüfungstag bei der RZV-Übungsgruppe in Mönchengladbach-Haard. Unter Führung seiner Besitzerin Heike legte er erfolgreich die Fährtenhundeprüfung FPR1 und die Schutzdienstprüfung SPR1 ab. Der Leistungsrichter Gerhard Kessler gab ihm 88 Punkte für seine Fährtenarbeit und 84 Punkte für seine Leistungen beim Schutzdienst.

Es wurde deutlich, dass der hübsche „Ches“ von seiner Mutter Bellis nicht nur das Blond, sondern auch die feine Nase und den notwendigen Biss geerbt hat. Wir freuen uns über diesen Erfolg und sagen herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Leistung!

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Von Roetgen ins Venn

Im Staatsforst Oberweser. Überall Wasser hier.

Den schönen Herbsttag heute haben wir für eine abenteuerliche Wanderung im Hohen Venn bei Roetgen genutzt. Die 15 km lange Tour führt in der ersten Hälfte auf schmalen, wurzeligen und vielfach total vermatschten Pfaden immer am Wasser entlang stetig bergan durch dichten Wald im Staatsforst Oberweser.

Es ist wirklich beeindruckend, wie viel Wasser die Heidelandschaft des Venns speichern und in Form zahlloser Bäche auch wieder abgeben kann. Immer wieder müssen wir beherzt über kleine Zuläufe springen, um keine nassen Füße zu bekommen. Der Weg ist wirklich nicht  einfach zu gehen, aber im zweiten Teil der Tour wird es besser.

Wir kommen an den Übergang zwischen Wald und Vennheide und laufen über breite Waldwege auf die Reste des ehemaligen Reinartzhofes zu. Das große Gehöft mitten im Venn wurde in den 1960er Jahren aufgegeben. Heute sind nur noch wenige Mauerreste vorhanden.

Weiter geht es durch den Wald zurück Richtung Roetgen, wo wir nach viereinhalb Stunden wieder unseren Startpunkt erreichen. Gerne würde ich die Tour vielleicht im nächsten Jahr noch einmal laufen. Dann aber im Frühling oder im Sommer nach einer Trockenperiode, wenn die Wege nicht so matschig sind.

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