Auf der Dreiborner Hochfläche


Panoramaufnahme der Hochfläche

Heute ist der vorerst letzte Tag mit sonnigem, kaltem Winterwetter – ideal, um noch einmal eine schöne große Runde zu wandern. Von Gemünd sind wir acht Kilometer weiter in Richtung Westen auf die Dreiborner Hochfläche gefahren.

Nördlich des Ortes Dreiborn befindet sich ein ehemaliger Truppenübungsplatz der belgischen Armee, der heute zum Nationalpark Eifel gehört. Die Hochfläche ist vor allem mit Gras und Ginster bewachsen. Außer in drei Taleinschnitten fehlen Bäume fast völlig, so daß der Blick an vielen Stellen ungestört in die Ferne schweifen kann. Östlich schließt sich an die Hochfläche die Burg Vogelsang  und dahinter der Rur- bzw. Uftstausee an, nördlich und westlich wird die Hochfläche von Wäldern begrenzt, die zur Rur hin abfallen.

Wir parken am Wanderparkplatz bei der Hirschempore am nördlichen Ortsausgang von Dreiborn. Von der Hirschempore hat man einen wunderbaren Blick über die Hochfläche und kann vor allem während der Brunftzeit im Oktober zahlreiche Hirsche beobachten, die auf der Hochfläche und in den angrenzenden Wäldern leben.

An diesem kalten Vormittag ist vom Rotwild aber nicht viel mehr als seine Hinterlassenschaften auf den Wanderwegen zu sehen. Wir wandern einmal kreisförmig über die Hochfläche und genießen dabei die Sonne und die herrlichen Fernblicke in der kalten, klaren Luft. Über den zehn Kilometer entfernten Rursee und die sich daran anschließenden Höhenzüge hinweg kann man in der Ferne die Dampfwolken aus den Kraftwerken im Rheinland sehen. Ein toller Anblick.

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Sonne und Kälte in der Nordeifel

Am Morgen ist die Landschaft von Raureif überzogen

Am Morgen ist die Landschaft von Raureif überzogen

Minus sieben Grad Celsius – seit mehr als zehn Jahren war es bei uns im Rheinland in einer Novembernacht nicht mehr so kalt. Aber dafür ist es tagsüber auch wunderbar sonnig.

Wir stehen mit dem Wohnmobil am Kurpark von Gemünd. Am Morgen ist die große Wiese und alle umliegenden Bäume von Raureif überzogen. Wir nutzen das schöne Wetter und wandern am Vormittag und am Nachmittag jeweils rund zehn Kilometer durch den Nationalpark Eifel.

Die Buchen haben mittlerweile alle ihre Blätter abgeworfen. Die Wege sind hochvoll mit Laub und der Wald ist total licht geworden. Man sieht dadurch viel mehr Rotwild als sonst. Doxi findet das super. Ich auch. Ein herrlicher Tag.

( MITI / )

Spass im Herbstlaub

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Doxi liebt es, sich durch das trockene Herbstlaub zu wälzen. Wir sind für ein paar Tage im Nationalpark Eifel unterwegs. In den Buchenwäldern hier gibt es zur Zeit mehr als genug frisches Laub für Doxi. Und wie schön das raschelt und knistert. Aber seht selbst …

( MITI / )

Emmerich im Vollnebel

Die Rheinbrücke ist kaum zu sehen, obwohl nur wenige hundert Meter entfernt

Die Rheinbrücke ist kaum zu sehen, obwohl nur wenige hundert Meter entfernt

Heute war ich am oberen Niederrhein unterwegs, um mir einige Womo-Stellplätze zwischen Goch und Emmerich anzuschauen. Während in Düsseldorf bei plus 8 Grad noch freundliches Wetter herrschte, wurde es Richtung Norden immer kälter und diesiger. Als ich schließlich an der Rheinpromenade in Emmerich aus dem Auto steige, um mit Doxi eine Runde durch die Innenstadt zu drehen, herrscht dort Vollnebel bei minus 0,5 Grad. Puh ist das kalt. Und entsprechend wenig los.

 

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Blick in den Tagebau Garzweiler II

Man, ist das ein Loch

Man, ist das ein Loch

Auf dem Rückweg aus der Eifel kommen wir am Tagebau Garzweiler II zwischen Bedburg, Grevenbroich, Jüchen und Mönchengladbach vorbei. Die Sonne steht tief und leuchtend rot über dem Horizont. Ich bin gespannt, wie der Tagebau in diesem Licht wirkt. Also steuere ich die Besucherplattform bei Jackerath, gleich neben der Autobahn A61, an.

Vor mir öffnet sich ein riesiges Loch von nahezu fünf Kilometern Länge, das bereits mehrere Dörfer „verschluckt“ hat. Ich zähle sieben Riesenbagger, die gleichzeitig damit beschäftigt sind, das Erdreich abzutragen, um an die Flöze mit der begehrten Braunkohle zu gelangen. Leider steht die Sonne doch schon zu tief, um den Grund des Loches noch richtig zu erleuchten. Beeindruckend ist der Anblick aber dennoch.

Garzweiler II besitzt nach geologischen Schätzungen Reserven von 1,3 Milliarden Tonnen Braunkohle. Diese sind im Laufe von etwa 25 Millionen Jahren aus der Verrottung von weitflächigen Wäldern und Mooren entstanden. Teilweise erreichen die Flöze eine Dicke von bis zu 100 Metern.

Bis zum Jahre 2045 soll hier gebaggert werden, sofern die Energiepolitik der CO2-intensiven Braunkohleverbrennung nicht schon vorher den Garaus macht. Anschließend soll der Tagebau mit Wasser verfüllt werden, damit ab dem Jahre 2100 Wassersport auf dem riesigen Areal betrieben werden kann. Aber das werde ich und meine Generation wohl nicht mehr erleben.

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Auf der Burg Nideggen

Luftbild der Burg Nideggen (Foto Wolkenkratzer)

Luftbild der Burg Nideggen (Foto Wolkenkratzer)

Im Anschluss an unsere Wanderung durch die Drover Heide sind wir ins zehn Kilomenter weiter westlich gelegene Nideggen gefahren, um die Burg Nideggen zu besichtigen. Die rechteckige Höhenburg im Naturpark Hohes Venn-Eifel war einst Sitz der mächtigen Grafen und Herzöge von Jülich. Sie wurde ab dem Jahre 1177 im strategisch wichtigen Grenzgebiet zur damaligen Herrschaft Monschau errichtet und sollte das geerbte Gebiet der Grafen gegen die Interessen des Erzbischofs von Köln sichern.

Die Burg befindet sich westlich der Kernstadt von Nideggen auf einem nach Westen gerichteten Felssporn oberhalb der Rur. Aufgrund ihrer exponierten Lage genoss sie im frühen Mittelalter den Ruf, uneinnehmbar zu sein.

Das änderte sich jedoch mit dem Aufkommen immer leistungsfähigerer  Artelleriegeschütze. Im Dritten Geldrischen Erbfolgekrieg (auch bekannt als Jülicher Fehde), wurden Burg und Stadt 1542 durch kaiserliche Artilleriegeschütze erstmals zerstört. 1689 wurde sie im Zuge des Pfälzischen Erbfolgekrieges von Truppen Ludwigs XIV. ein weiteres Mal ausgeplündert und niedergebrannt. Erdbeben in den Jahren 1755 und 1878 taten ihr Übriges. Die Burg verfiel zu einer Ruine und wurde erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wieder aufgebaut. Heute ist sie einer der größten touristischen Anziehungspunkte in der Region.

Wir haben Glück, dass dort an diesem kalten Freitagnachmittag wenig los ist. So kann ich ungestört einige Aufnahmen machen, während Doxi sich im Schlosshof austobt. Der Blick von der Burg hinunter ins Rurtal ist wirklich beeindruckend.

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In der Drover Heide

Herbstliche Heidelandschaft

Herbstliche Heidelandschaft

Während meiner Pilotenausbildung in Weilerswist bin ich einige Male über die Drover Heide zwischen Kreuzau und Vettweiß südlich von Düren geflogen. Von oben hebt sich die Heide als ein markantes Rechteck in Nord-Süd-Richtung vom Umland ab. Sie eignet sich deshalb gut für die Orientierung aus der Luft.

Damals habe ich mich gefragt, wie diese einzigartige „Trockenlandschaft“ in unmittelbarer Nähe zur Eifel wohl von unten aussieht. Tatsächlich ist die Drover Heide erst seit 2004 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich, nachdem sie fast einhundert Jahre lang als Truppenübungsplatz genutzt wurde.

Heute war ich mit Doxi zum ersten Mal dort. Wir haben eine schöne 14 Km-Wanderung durch das Naturschutzgebiet und das angrenzende Umland unternommen. Das Terrain der Drover Heide ist eine flache Scholle, die sich gegenüber der Umgebung markant abhebt und Richtung Süden leicht ansteigt.

Im Hinblick auf ihre Vegetation erinnert die Drover Heide sehr an die rund 40 Km weiter östlich gelegene Wahner Heide bei Köln. Was die Drover Heide einzigartig macht, ist die Tatsache, dass die Römer sie vor beinahe 2.000 Jahren untertunnelt haben. Der Drover-Berg-Tunnel ist mit einer Länge von 1.660 Metern das längste bekannte römische Tunnelbauwerk nördlich der Alpen. Heute wird angenommen, dass darin das Wasser einer Quelle („Heiliger Pütz“) quer durch den Berg, die Drover Heide, zu einer römischen Villa geleitet wurde. Der Tunnel beginnt südlich von Drove und endet südlich von Soller.

Von der Erdoberfläche wurden in geringen Abständen annähernd 100 senkrechte Schächte abgeteuft, um unten in beide Richtungen graben zu können. Die Schächte erreichten eine Tiefe von rund 26 m an der höchsten Stelle der Drover Heide. Dabei wurde nicht ganz gerade gebaut, sondern in leichten Bögen, um Geländevorteile durch Eintiefungen an der Oberfläche nutzen zu können.

Nach Abschluss der Baumaßnahme wurden die senkrechten Schächte mit Ton aufgefüllt, damit kein Niederschlagswasser einsickern konnte. Über die Jahrhunderte sackte die Verfüllung jedoch nach unten, so dass sich an der Oberfläche charakteristische kegelförmige Mulden bildeten. Dadurch ist der Tunnelverlauf auch heute noch zu erkennen. Und das alles ist komplett ohne Maschinen entstanden – Wahnsinn!

( MITI / )