Auf dem Eifelsteig über dem Rurtal

Herbstlich bunter Mischwald an der Wanderhütte „Weißes Krezuz“ über dem Rurtal

Heute bin ich mit Bellis und Doxi bei wunderschönem Wetter eine durchaus anspruchsvolle Runde in der herbstlich bunten Rureifel gelaufen. Die Tour 13 aus dem Rother Wanderführer „Eifel“ startet in Eicherscheid und führt zunächst hinab in das wildromantische Belgenbachtal. Dort stoßen wir auf die alte Belgenbacher Mühle mit angrenzender Kapelle, in der an diesem Sonntagmorgen gerade ein Gottesdienst gelesen wird. Da wollen wir natürlich nicht stören.

Im weiteren Verlauf kommen wir an mehreren Gedenkkreuzen vorbei. Das Meier-Kreuz erinnert an den 1875 irrtümlich erschossenen königlichen Förster. Das Alsdorfer Kreuz auf der Weidehüsjes Lei am Steilhang des Belgenbachtals gedenkt der 271 Toten beim verheerenden Grubenunglück in Alsdorf im Jahre 1930.

Wir steigen hinunter zur Mündung des Belgenbachs in die Rur und folgen dann der wild rauschenden Rur entlang des Eifelsteigs. Bald geht es wieder aufwärts auf die Höhen über dem Rurtal, wo wir an der Wanderhütte „Weißes Kreuz“ einen herrlichen Talblick in Richtung des Ortes Widdau genießen.

Dann geht es durch schönen Mischwald erneut hinunter zur Rur in Richtung des beliebten Campingplatzes beim Ort Hammer. Eigentlich macht die Tour ab hier noch einen großen Schlenker auf die andere Seite der Rur und dort hinauf zum Ort Dedenborn. Doch die alte Dame Bellis wirkt auf mich schon ein wenig angestrengt von dem vielen auf und ab.

Spontan entschließe ich mich, uns den Schlenker zu ersparen und die 19 Kilometer lange Tour ein wenig abzukürzen. Trotzdem werden es am Ende 14 Kilometer und 680 Höhenmeter, bis wir wieder unseren Startpunkt in Eicherscheid erreichen. Auf der Rückfahrt sind die beiden Hunde kaum zu vernehmen. Und nicht nur Bellis und Doxi sind k.o. Ich auch.

 

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Von Vossenack durch das Kalltal

Blick hinunter nach Simonskall im Kalltal

Eifel statt Schwarzwald. Eigentlich wollte ich gerade zwei Wochen im südlichen Schwarzwald unterwegs sein. Doch aufgrund eines Defekts meines Wohnmobils bin ich nach nur 36 Stunden zurück im Rheinland. Das Wetter ist so schön heute, da gehen wir halt in der Eifel wandern.

Und zwar im Kalltal auf der 16 km langen Tour 2 aus dem Rother Wanderführer „Eifel“ von Vossenack über Simonskall zur Mestrenger Mühle. Eine sehr schöne Tour entlang der Kall und durch viel Wald oberhalb des Tales mit wunderbaren Fernblicken. Kaum zu glauben, dass in dieser Gegend kurz vor dem Ende des zweiten Weltkriegs noch mehr als 60.000 deutsche und amerikanische Soldaten bei der Schlacht im Hürtgenwald starben.

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Offenburg in der Ortenau

Das historische Rathaus von Offenburg

Als ich am zweiten Tag meiner Schwarzwald-Tour von Kehl nach Bernau weiterreisen will, bleibe ich aufgrund eines elektrischen Defekts mit dem Wohnmobil liegen. Mit Hilfe des ADAC schaffe ich es noch bis zu einer Fachwerkstatt ins 15 Kilometer entfernte Offenburg. Doch da endet meine schöne Wohnmobilreise bereis nach 36 Stunden. Zu komplex der Fehler, zu voll der Terminkalender der Werkstatt, als dass in den kommenden Tagen mit einer erfolgreichen Instandsetzung zu rechnen wäre. Genau das Richtige an einem Freitag dem 13.

Nur gut, dass ich ADAC-Plus-Mitglied bin. Der Schutzbrief hat mir einen kostenlosen Leihwagen für die Rückreise nach Hause eingebracht. Und die Zusicherung, dass der ADAC mein Wohnmobil mit Hilfe einer Spedition zurück ins Rheinland überführen wird.

Alles ganz schön doof. Aber immerhin hat mir dieser Defekt einen Ausflug in das schöne Offenburg am Rande des Schwarzwalds beschert. Während ich auf die Diagnose der Werkstatt warte, laufe ich mit Doxi drei Stunden durch Offenburg. Erst durch die historische Altstadt, dann an der Kinzig entlang über Wiesen und Felder in Richtung Kehl.

Auf dem Weg in die Innenstadt, höre ich in der Ferne so etwas wie Seemannslieder erklingen. Und bald schon steigt mir ein eigenartiger Geruch in die Nase, Tatsächlich komme ich genau richtig zum Fischmarkt-Fest auf dem Marktplatz. Inklusive zahlreicher Fischbuden, einem Freddy Quinn-Imitator im Seemannshemd und einer rollenden Bar in Form eines ausgewachsenen Segelboots. Die Einheimischen finden es toll, dass die mehr als 800 Kilometer entfernte Nordsee bei ihnen vorbei schaut. Mir kommt es vor dem Hintergrund dieser Schwarzwaldidylle jedoch alles ein wenig unwirklich vor. Ist es aber vermutlich gar nicht …

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Abendtour durch Straßburg

Die Ill im historischen Stadtkern

Nach meinem Besuch des Staßburger Münsters schaue ich mir den sehenswerten Stadtkern von Straßburg an. Die Stadt mit 270.000 Einwohnern ist die Hauptstadt der Region „Grand Est“ sowie Sitz der Präfektur des Départements „Bas-Rhin“. Darüber hinaus residiert hier das Europaparlament, der Europarat, der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte und das Eurokorps. Daher schmückt sich Straßburg gern mit dem Titel „Hauptstadt Europas“.

Die Stadt liegt am Fluss Ill, der sich im Stadtgebiet verzweigt und früher zahreiche Mühlen antrieb. Auf der von beiden Illarmen umflossenen Großen Insel („Grande Île“) liegt die historische Altstadt. Die östlichen Stadtteile mit dem Hafen grenzen an den Rhein. Am gegenüberliegenden östlichen Rheinufer liegt auf deutscher Seite die Stadt Kehl.

Im Mittelalter gehörte Straßburg zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Davon zeugen noch heute die vielen Fachwerkhäuser in der Altstadt, die im Süddeutschen-Allemannischen Stil errichtet wurden,  Und die mittelalterlichen deutschen Straßenamen, die auf vielen Straßenschildern unter den modernen französischen Straßennahmen aufgeführt werden.

1770/71 studierte Johann Wolfgang Goethe in Straßburg. In diesen Jahren wurde die Stadt ein Anziehungspunkt für die Dichter der „Sturm und Drang“-Bewegung. In der Zeit der französischen Revolution ließen sich viele Deutsche Republikaner in der Stadt nieder.

Um die Altstadt herum gruppieren sich Viertel, die in den verschiedenen Perioden französischer Herrschaft entstanden sind. Dort gibt es viele repräsentative Bauten im klassizistischen Stil, darunter das Theater, die Universität und die Regionalpräfektur.  Insgesamt ergibt sich so ein interssanter Stilmix, der Straßburg zu einem beliebten Ausflugsziel macht. Auch ich war bestimmt nicht zum letzten Male hier.

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Im Straßburger Münster

Nordfassade des Straßburger Münsters

Lange schon hatte ich mir vorgenommen, das Straßburger Münster besuchen, nachdem ich auf Arte eine spannende TV-Dokumentation über dessen Entstehungsgeschichte gesehen hatte. Jetzt habe ich es endlich geschafft.

Von Kehl bin ich mit dem Fahrrad nach Straßburg gefahren und habe als erstes den Kirchplatz vor dem Liebfrauenmünster angesteuert, wie die Kirche auf Deutsch offiziell heißt (französisch „Cathédrale Notre-Dame de Strasbourg“). Das imposante Bauwerk aus rosa Vogesensandstein wurde zwischen 1176 und 1439 an der Stelle eines abgebrannten Vorgängerbaus errichtet.

Die neue Kirche entstand zunächst im romanischen und später im gotischen Stil. Bis zum Jahre 1874 war das Münster mit seinem 142 Meter hohen Nordturm das höchste Bauwerk der Menschheit. Weiterhin gilt es als das höchste im Mittelalter errichtete Gebäude.

Zu seinen berühmtesten Elementen im Innenraum gehören die Astronomische Uhr, der sogenannte „Engelspfeiler“, die Schwalbennestorgel sowie die großen bunten Bleiglasfenster aus dem 14. Jahrhundert. Markant ist die asymmetrische Form der Türme, denn der Südturm wurde nie gebaut, obwohl in den Bauplänen immer vorgesehen.

Nach dem Aufstieg auf den Nordturm genieße ich den wunderbren Blick über die Stadt. Im Osten erheben sich die Vogesen, im Westen der Schwarzwald. Ein tolles Panorama, für das sich der Aufstieg über die insgeamt 333 Treppenstufen absolut gelohnt hat.

 

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Im Garten der zwei Ufer

Die Brücke „Passerelle des Deux Rives“ verbindet die beiden Seiten des Pasks auf deutscher und französischer Seite

Am Rheinufer zwischen Kehl und Straßburg ist es besonders schön. Hier verbindet der Garten der zwei Ufer („Jardin des deux rives“) auf beiden Seiten des Flusses die zwei Länder miteinander. Eine architektonisch sehr ansprechende Brücke mit dem Titel „Passerelle des Deux Rives“ ermöglicht seit 2004 einen bequemen Übergang von Ufer zu Ufer.

In den Parks gibt es Wasserspiele, Skulpturengärten und auf deutscher Seite den 44 Meter hohen „Weißtannenturm“.  Dessen Aussichtsplattformen bieten einen fantastischen Blick über Kehl und hinüber nach Staßburg. Der Turm besteht aus drei einzelnen, rieisgen Stämmen, die aus einem Forst im Shwarzwald stammen und von einem filigranen Stahlnetz stabilisiert werden.

Musste ich natürlich gleich hochlaufen und ein paar Bilder schießen. Nach Westen ist im Hintergrund das Staßburger Münster zu sehen, auf der anderen Seite sieht man bei schönem Wetter die Höhen des Schwarzwaldes. Toll ist das.

 

 

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Der Blaue Weg durch Kehl

Blick vom Weißtannenturm auf den Altrheinarm und die Innenstadt von Kehl

Wir sind auf dem Weg in den Hochschwarzwald. Doch zunächst machen wir am Rhein in Kehl halt. Die Stadt unmittelbar gegenüber von Straßburg ist rund 70 Km von Karlsruhe im Norden entfernt. Bis Freiburg im Süden sind es rund 80 Km.

Kehl blickt auf eine wechselvolle Geschichte im Kräftespiel zwischen Frankreich und Deutschland zurück. Als Brückenkopf zu den rechtsrheinischen Gebieten Frankreichs war Kehl häufig Schauplatz kriegerischer Handlungen. Mehrfach wurde die Stadt im Laufe ihrer Geschichte zersört und anschließend wieder aufgebaut.

Unter König Ludwig XIV. gehörte die Stadt zu Frankreich, später dann wieder zu Baden und auch eine zeitlang zu Österreich. Das Logo der modernen Stadt Kehl ist als Bezug auf den Rhein in Blautönen gehalten. Deshalb ist der sehr interessante Stadtrundgang als „Blauer Weg“ ausgeschildert.

Gleich nach unserer Ankunft mache ich mich mit Doxi auf diesen Weg. Wir haben auf der Fahrt vom Rheinland ins Badische fast fünf Stunden im Womo verbracht, da tut es gut, sich endlich wieder zu bewegen.

Tatsächlich macht die Innenstadt und die angrenzende Rheinpromenade einen sehr einladenden Eindruck. Zwischen dem Rhein und einem Altrheinarm erstreckt sich die Kommissionsinsel mit prächtigen Wohnhäusern, Verwaltungsgebäuden und einem schönen Park. Gleich daran schließt sich die Innenstadt mit ihrer großen Fußgängerzone rund um den Marktplatz an.

Ich freue mich sehr darauf, Straßburg zu besuchen, aber das Zentrum von Kehl ist auch sehr hübsch, das kann man nicht anders sagen.

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Allwetterrunde Hilden – Garath – Langenfeld

Schloss Garath, Frontansicht

Heute habe ich mit Doxi eine Runde durch die Natur zwischen Hilden im Osten, Düsseldorf-Garath im Westen und Langenfeld im Süden gedreht. Wir starten am Rande von Hilden und laufen in nördlicher Richtung über freies Feld zunächst auf den Itterbach zu, dem wir alsbald nach Westen in Richtung Düsseldorf-Garath folgen.

Wir laufen ein Stück weit durch Garath und kommen dann über die Garather Schlossallee auf das Schloss Garath und dessen Park zu. Das ursprüngliche „Haus Garath“, das auf einen Rittersitz aus dem 9. Jahrhundert zurückgeht und zwischen dem 16. und dem 18. Jahrhundert zu einem Schloss erweitert wurde, wurde Anfang des 20. Jahrhunderts abgerissen. An seiner Stelle entstand in den Jahren 1912 und 1913 die heute existierende Anlage, die nach dem zweiten Weltkrieg lange von den britischen Streitkräften genutzt wurde und sich mittlerweile im Besitz der Stadt Düsseldorf befindet.

Wir folgen dem Rietrather Bach am Rande des Garather Forstes in südlicher Richtung, bis wir am Nordrand von Langenfeld den Landschaftspark Fuhrkamp erreichen. Nun geht es in nördlicher Richtung wieder auf Hildener Stadtgebiet, wobei wir mehrere Baggerseen passieren, darunter auch das Naturschutzgebiet am Oerkhaussee.

Entlang der Bahnstrecke Köln-Düsseldorf laufen wir nun zurück zur unserem Startpunkt, den wir nach rund zweieinhalb Stunden und elf Wanderkilometern wieder erreichen. Keine spektakuläre Runde, aber doch interessant, einmal hier im Dreieck zwischen Düsseldorf, Hilden und Langenfeld unterwegs zu sein.

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Römische Baudenkmäler bei Nettersheim

Der 2014 geschaffene Wanderweg „Archäologie entdecken“ führt zu zahlreichen römischen Baudenkmälern rund um Nettersheim

Heute waren wir in der schönen Eifellandschaft rund um Nettersheim im Kreis Euskirchen unterwegs. Leider zeigte sich der Herbst von seiner grauen und windigen Seite, doch dafür gibt es rund um Nettersheim eine Menge zu entdecken. Bemerkenswert sind vor allem die vielen archäologischen Bodendenkmäler aus römischer Zeit, die von einem eigens geschaffenen Wanderweg erschlossen werden.

Durch die Gemeinde fließt die Urft, in die in Nettersheim der Genfbach mündet, sowie die Erft, die im Ortsteil Holzmülheim entspringt. Wir starten am Bahnhof und laufen zunächst am Genfbach entlang. Nach einem Aufstieg auf die Hochfläche nördlich von Nettersheim geht es am „Grünen Pütz“ durch schönen Buchenwald hinab in das Urfttal.

Dort befindet sich die am weitesten von Köln entfernte Quellfassung der römischen Eifelwasserleitung mit rekonstruierter Brunnenstube. In der schönen Talaue drehen wir Richtung Süden ab und erreichen einen Kilometer südlich von Nettersheim die Überreste der Römischen Handwerkersiedlung „Vicus Marcomagus“ an der alten römischen Fernstraße Köln–Trier (Via Agrippa).

Zu dieser Siedlung gehören auch die Görresburg, ein gallo-römischer Tempelbezirk, und der sogenannte Steinrütsch. Inerhalb des Vicus ist zwischen Görresburg und Steinrütsch eine 8 m breite Straße archäologisch nachweisbar. Auf der Görresburg befand sich ein Tempelbezirk, in dem die Matronae „Aufaniae“ verehrt wurden. Am Steinrütsch befinden sich u.a. Überreste eines Kleinkastells. Sehr interessant, das einmal zu sehen und sich vorzustellen, wie die Römer in dieser fruchtbaren Landschaft vor zweitausend Jahren gelebt haben.

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Rund um Gerresheim

Die Basilika am Gerricusplatz in Düsseldorf-Gerresheim

Heute am Tag der Deutschen Einheit haben wir eine Wanderung rund um Gerresheim im Osten von Düsseldorf unternommen. Die ehemals eigenständige Stadt grenzt an die Randhöhen des Niederbergischen Landes, die nach der letzten Eiszeit das Flussbett des Urrheins begrenzten.

Die Ursprünge von Gerresheim liegen in einem Frauenstift für Adligen Damen aus dem 9. Jahrhundert. Dessen Überreste sind heute in die Basilika St. Gerricus in der Orstmitte integriert. Dort starten wir unsere Wanderung mit einem Spaziergang durch die hübsche kleine Altstadt von Gerresheim.

Anschließend geht es in östlicher Richtung am Waldfriedhof vorbei auf die Gerresheimer Höhen und von dort hinunter in das schöne Rotthäuser Bachtal. Wir folgen dem Lauf des Rotthäuser Baches in nördlicher Richtung und erklimmen alsbald wieder die Gerresheimer Höhen, um auf der westlichen Seite nach Gerresheim hinab zu steigen. Eine unspektakuläre, aber dennoch nette kleine Wanderung nur 25 Km von unserem Zuhause entfernt.

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Ein Mann sieht rot

In der Baumschule am Golfplatz „Rittergut Birkhof“

Der Herbst ist da! Bei uns in der Nachbarschaft, aber mehr noch in den Baumschulen rund um unser Dorf, leuchten die ersten Bäume in kräftigen Herbstfarben. Die Farbe Gelb ist noch nicht so häufig vertreten, aber das Rot sehr wohl. Und was für ein intensives Rot. Wahnsinn. Ein echter Hingucker.

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Auf der Halde Haniel

Heute war ich mit Doxi rund um die Halde Haniel in Bottrop an der Grenze zu Oberhausen unterwegs. Die Halde ist ein Panorama der Route der Industriekultur und bietet eine herrliche Aussicht über das nordwestliche Ruhrgebiet. Wir folgten dabei der Tour 31 aus dem Rother Wanderführer „Ruhrgebiet“.

Die Halde gehört mit einer Höhe von 159 Metern zu den höchsten des Ruhrgebiets. Sie wurde durch den Abraum der daneben liegenden Steinkohlezeche Prosper-Haniel in Form zweier Spiralen aufgetürmt. Im Norden schließt sich die Halde Schöttelheide an. Der auf den Halden abgeladene Abraum stammt aus den Schichten des Karbon und enthält daher teilweise fossile Abdrücke von Pflanzen aus diesem Erdzeitalter vor 300 Millionen Jahren.

Auf unserer 13 km langen Tour stiegen wir vom Fuß der Halde über zahlreiche Serpentinen zunächst bis zu ihrer Spitze auf. Auf dem Plateau der südlichen Spirale erhebt sich das Gipfelkreuz, das anlässlich des Besuches von Papst Johannes Paul II. am 2. Mai 1987 angefertigt wurde.

Es ist Teil eines Kreuzwegs mit 15 Stationen, der eine Verbindung zwischen menschlicher Arbeit und dem Leidensweg Christi herstellt. Der Kreuzweg wird durch einen Bergbaulehrpfad mit typischen Maschinen und Geräten aus dem Bergbau ergänzt.

Unterhalb der Haldenspitze befindet sich die Bergarena, ein Amphitheater mit 800 Plätzen. Dort finden regelmäßig Kultur- und Theaterveranstaltungen statt. Von der Bergspitze hat man einen beeindruckenden Blick hinunter in die Anlage.

Nach dem Abstieg von der Halde passierten wir zunächst das Gelände der ehemaligen Zeche Prosper-Haniel mit seinem markanten Förderturm und bogen dann in das Naturschutzgebiet Köllnischer Wald ein. Am Rande des Waldes liefen wir entlang der Halden und umrundeten diese. Im Bereich des Fernewaldes ging es ein Stück weit über feuchten Waldboten quer durch den Wald. Hier beschreibt die Tour einen Weg, den es offensichtlich nicht mehr gibt.

Am Freizeitzentrum Grafenmühle stießen wir auf zahlreiche Biker, die in der „Chopperbar“ zum Sonntagsfrühstück eingekehrt waren. Kurz darauf erreichten wir nach etwas mehr als drei Stunden wieder unseren Startpunkt. Eigentlich war die Tour nicht sehr anspruchsvoll, dennoch war ich am Ende durchaus erschöpft, denn heute ist mein fünfter Fastentag, aber egal 🙂

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Rund um Schloss Hülchrath

Schloss Hülchrath nahe der Erft zwischen Grevenbroich und Neuss

Heute ist unser vierter Fastentag. Jutta und ich sind ganz schön schlapp, aber voll motiviert. Deshalb habe ich für uns heute mal nur eine kleine Wanderung nicht weit weg von unserem zu Hause heraus gesucht. Es geht rund um Schloss Hülchrath an der Erft entlang in Richtung der Museumsinsel Hombroich kurz vor Neuss.

Schloss Hülchrath ist eine ehemalige kurkölnische Landesburg im Grevenbroicher Stadtteil Hülchrath, rund einen Kilometer vom Flußlauf der Erft entfernt. Das am Gillbach gelegene Wasserschloss geht auf eine Burg aus dem 12. Jahrhunderts zurück und hat einen großen Teil seiner mittelalterlichen Bausubstanz bewahrt. Im Mittelalter zählte die Anlage zu den wuchtigsten Burgen im Rheinland und war ein auf Machtdemonstration und zugleich Repräsentation ausgelegtes Bauwerk der Kölner Erzbischöfe.

Vor den Toren der Burg liegt der süße kleine Ort Hülchrath mit einem gut erhaltenen historischen Ortskern rund um die Pfarrkirche St. Sebastianus. Wir wandern zunächst durch den Ort und am Schloss vorbei hinüber zu dem nur einen Kilometer entfernten Kloster Langwaden. Von dort geht es auf Wald- und Feldwegen parallel zur Erft in Richtung der Museumsinsel Hombroich.

Dort erreichen wir den „Strategischen Bahndamm“, eine 1904 begonnene, aber niemals fertiggestellte Eisenbahnstrecke zwischen dem Ruhrgebiet und der Südwestgrenze Deutschlands. Der namensgebende Teil dieser Eisenbahnstrecke ist ein Bahndamm zwischen Neuss und Rommerskirchen, der für das nördliche Teilstück der Strecke gebaut wurde. Heute ist dieses Teilstück als Wanderweg auf dem Jakobsweg begehbar.

Der Bahndamm führt uns wieder an den Rand von Hülchrath zurück, das wir nach gut zweieinhalb Stunden und zehn Wanderkilometer erreichen. Wieder einmal sind wir verblüfft, was für schöne Wanderungen doch in unserer näheren Umgebung möglich sind. Toll war das, auch wenn unsere Mägen zwischendurch ganz vernehmlich geknurrt haben.

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Eine Woche in Cala d’Or

Am frühen Morgen ist noch gar nichts los im Yachthafen von Cala d’Or

Zum ersten Mal seit vier Jahren sind wir wieder in meiner zweiten Heimat im Südosten von Mallorca. Und leider konnte Doxi nicht mitkommen. Ich bin kein großer Freund davon, Hunde in einer Box im Frachtraum eines Flugzeugs mitzuführen. Man kann das natürlich machen, aber in der Regel muss man ihnen dann etwas Valium verabreichen, damit sie die ganze Prozedur nicht so sehr stresst. Außerdem herrscht um diese Jahreszeit noch striktes Hundeverbot an den Stränden.

Deshalb sind Jutta und ich ohne Hund auf der Insel. Zu Hause passt meine Mutti auf Doxi auf (vielen Dank dafür!).

Auf Mallorca herrscht gerade noch Spätsommer mit Temperaturen knapp unter 30 Grad. Wir genießen das schöne Wetter, gehen jeden Tag wandern oder joggen, praktizieren Yoga und schwimmen schön im Meer. Am liebsten in unserer Hausbucht, der Cala Esmeralda. Die wird abends auch von vielen Einheimischen besucht, wenn ein Großteil der Touristen zum Essen in ihre Hotels entschwunden sind.

Das Wasser dort ist so klar und man kann wunderbar schnorcheln. Unter einem ziehen große Schwärme kleiner Fische vorbei. Und wenn man bis zum Grund taucht und etwas Sand im Wasser verteilt, kommen gleich die größeren Fische an, weil sie Futter wittern. Herrlich ist das.

Als ich das letzte Mal auf Mallorca war, waren die Folgen der Finanzkrise von 2009 noch überall spürbar. Doch durch den erneuten Tourismusboom der letzten Jahre hat sich die Insel spürbar erholt. Es wird wieder gebaut und viele Häuser wurden renoviert und frisch gestrichen. Sieht alles wieder ganz proper aus, auch wenn es den Einheimischen mit den vielen Touristen langsam fast schon zu viel wird.

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Zehn Tage im Moin-Moin-Land

„Moin Moin“ so grüßt man sich hier zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Gerade sind wir von einer zehntägigen Womo-Tour durch Ostfriesland zurückgekehrt. Wir hatten großes Glück mit dem Wetter. Als wir kamen, endete gerade eine Schlechtwetterperiode, und als wir die Region wieder verließen, kam der Regen zum ersten Mal wieder zurück.

Wir waren an der Küste und sind schön durch das Watt gestapft, wir haben beeindruckende Städte besucht und viel Kunst gesehen. Und zwischendurch waren wir auch noch für ein paar Tage in einem Yoga-Zentrum, um Yoga und Meditation zu praktizieren.

Die Tour war geprägt von den Sommerfarben Ostfrieslands: Blau, Weiß und Grün. Blau der Himmel, die Siele und das Meer, Grün die Deiche und die Wiesen und Weiß die Schafe und die nach ihnen benannten Wolken.

In den Küstenorten war es mitunter etwas schwierig, schöne lange Wanderungen mit Doxi zu unternehmen, denn die Deiche sind in der Regel für Hunde gesperrt. Gut, dass ich den Fahrradanhänger dabei hatte, denn so konnten wir losgelöst vom Womo auch etwas entferntere Ziele ansteuern, um dort ausgiebig mit Doxi zu laufen.

Unsere Stationen auf dieser Reise:  Leer, Wymsdorfer Kolk, Emden, Aurich, Horumersiel, Minsen, Schellig, Hooksiel, Jever, Hohenkirchen, Wilhemshaven, Oldenburg, Dangast und Varel. Alle Beiträge und viele schöne Fotos aus Ostfriesland gibt es hier.

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