Frost von außen, Feuer von innen

Frost von außen, Feuer von innen
Büttgen, 4. Januar 2026

Endlich mal wieder Dal und Kirchererbsen mit Spinat

Passend zum kalten Wintertag kochen wir heute ein feuriges indisches Dal aus gelben Linsen mit Kreuzkümmel, Chili, Kurkuma und Garam Marsala. Dazu gibt es eine Pfanne mit Kirchererbsen und Spinat in einer cremigen Kokossauce, serviert an köstlichem Basmati-Reis. Das wärmt so richtig schön von Innen.

Frost von außen, Feuer von innen

Es ist angerichtet

( MITI )

Der Winter ist da

Der Winter ist da
Liedberg, 2. Januar 2026

Winterwolken verdecken die Sonne beim Blick Richtung Dyck

Pünktlich zum Start des neuen Jahres hat auch der Winter in ganz Deutschland Einzug gehalten. In fast allen Landesteilen liegt ein wenig Schnee, nur bei uns, ganz im Westen, ist es lediglich eine dünne Schicht Raureif. Dabei ist es windig und eisig kalt. Daran werden wir uns in den kommenden Wochen wohl gewöhnen müssen.

( MITI )

Einhundert Jahre Tonhalle

Einhundert Jahre Tonhalle
Düsseldorf, 1. Januar 2026

Neujahrskonzert der Düsseldorfer Symphoniker unter der Leitung von Axel Kober

Im Jubiläumsjahr der Düsseldorfer Tonhalle komme ich zu meinem ersten symphonischen Neujahrskonzert überhaupt. Meine Schwiegermama ist leider verhindert, und so sitze ich an ihrer statt an der Seite meines Schatzes im Oberrang mit hervorragendem Blick auf das Orchesterpodium (noch einmal besten Dank für die Karte!).

Das 1926 als größtes Planetarium der Welt eingeweihte Haus direkt am Rheinufer gilt heute als wichtiges Bauwerk des Backsteinexpressionismus. Nur durch Zufall hat der markante Kuppelbau des Architekten Wilhelm Kreis den Zweiten Weltkrieg überstanden.

Die vollständige Restauration der Außenfassade inklusive Ausbau des Innenraums zu einem akustisch hervorragend klingenden Konzertgebäude erfolgte in den Jahren 1975 bis 1978.

Heute sind unter dem Dach der grünen Kuppel die Düsseldorfer Symphoniker zu Hause. Außerdem gastiert in dem bis zu 2.000 Besucher fassenden Saal ein breites Spektrum zeitgenössischer Künstler – von Helge Schneider bis Helen Grimault.

Nun höre ich zwar regelmäßig Klassische Musik, aber bei einem Blick auf das Programm das Neujahrskonzerts war ich schon ein wenig skeptischZu viel Operette, zu viel Leicht-Beschwingtes in großer Besetzung. Und so kam es dann auch.

Doch als Laienmusiker habe ich immer großen Respekt vor den Profis. Von daher war es auch für mich ein durchaus interessanter Nachmittag mit viel Tamtam, Musik und Gesang in diesem ehrwürdigen Haus, das nun ein ganzes Jahr lang seinen einhundertjährigen Geburtstag feiert.

( MITI )

Mein Jahresrückblick 2025

Mein Jahresrückblick 2025
Büttgen, 31. Dezember 2025

Regenbogen auf dem Weg Richtung Neuss

2025 wird mir als ein anstrengendes Jahr in Erinnerung bleiben. Und als ein Jahr, in dem die Aussicht auf das Älterwerden etwas mehr in den Vordergrund gerückt ist. Noch sind wir alle da, aber die Uhr tickt: Doxi, meine Mom, ich selbst. Letztendlich sind wir alle nur ein Durchgang durch die Zeit.

Für mich war in den vergangenen 12 Monaten mein Studium der Psychologie das beherrschende Thema. Und so richtig glücklich bin ich damit gerade nicht. Einfach weil es doch sehr fordernd ist, sofern man einigermaßen zügig durchkommen möchte. Nachgeworfen wird einem da jedenfalls nichts. Auch wegen des Studiums war ich in 2025 nur noch halb so viel mit dem Wohnmobil unterwegs wie in den Jahren zuvor. Ich glaube, das hat mir nicht so wirklich gutgetan.

Hier waren wir 2025 unterwegs

Dennoch waren in 2025 erneut wunderbare Touren dabei: durch die Ober- und Niederlausitz, durch die Pfalz und die Mitte Deutschlands, durch den Schwarzwald und den Nordwesten der Niederlande. Dass ich mir dabei in Den Helder das Wohnmobildach an dem Kanonenrohr eines niederländischen Kriegsschiffs aufgerissen habe, wird sicher noch eine Weile in lebhafter Erinnerung bleiben.

Langweilig war es jedenfalls nie. Dass in 2025 wieder eine Menge passiert ist, lässt sich vielleicht an einer Zahl festmachen. 376 neue Blog-Beiträge sind in den vergangenen 12 Monaten entstanden. 376 mal Texte, Bilder, Action. Und erneut habe ich mehr als 200 Mal Yoga praktiziert, auch wenn ich mich dafür manchmal ganz schön antreiben musste.

Sogar ein fünftes, aber vermutlich letztes Jahr in Folge bin ich erneut mehr als 3.000 km gewalkt. Das sind 8,3 km an jedem Tag des Jahres. Auch meine Uni-Klausuren, Vorprüfungsleistungen und Quizze habe ich allesamt bestanden (hört, hört). Aber da war insgesamt zu viel Kampf und zu wenig Leichtigkeit im Spiel.

Vielleicht ist es an der Zeit, meine Ziele an mein Lebensalter anzupassen. Aber vielleicht geht es in 2026 ja auch einfach von allein wieder ein klein wenig aufwärts. Auf Regen folgt Sonnenschein, hinter dem Gipfel wartet das Licht und beim Absturz in die Delle holt man neuen Schwung. Ich meine, hoffen darf man ja. Deshalb: 2026 let`s go.

Hier meine ganz persönlichen Bilder des Jahres 2025, verbunden mit einem Riesenschmatz an meinen one-and-only Schatz

( MITI )

Frostwanderung am Lampertsbach

Frostwanderung am Lampertsbach
Mirbach, 27. Dezember 2025

Doxi vor Wachholderheide auf Kalkmagerrasen im Lampertsbachtal

Einen weiteren Tag mit strahlend klarer Frostluft nutze ich für eine Wanderung in der schönen Eifel-Toskana zwischen Ripsdorf und Mirbach an der Landesgrenze von Rheinland-Pfalz und NRW.

Von der imposanten Erlöserkirche in Mirbach steige ich mit Doxi über den Baumberg hinab ins Lampertstal, wo der Lampertsbach die meiste Zeit des Jahres heimlich, still und leise in seinem Bachbett versickert und im Kalkgestein verschwindet.

Nur nach starken Regenfällen bleibt an der Oberfläche genügend Wasser zurück, damit der Bach seinen Weg durch das Tal Richtung Dollendorf fortsetzen kann.

An den Talhängen sorgt der kalkhaltige Untergrund für eine markante Flora aus Magerwiesen, die mit solitären Lorbeersträuchern bewachsen sind.

Doch nicht überall kann die tief stehende Dezembersonne die Hänge vollständig erreichen. In schattigen Zonen klebt der weiß glitzernde Nachtrost noch in den frühen Nachmittagsstunden auf den herbstlich vergilbten Wiesen. Schön sieht dieses Wechselspiel der Farben aus.

( MITI )

Winter-Weihnachtscamping Eifel

Winter-Weihnachtscamping Eifel
Schleiden, 26. Dezember 2025

Nicht viel los auf dem Wohnmobilstellplatz in Gemünd, wo es sich sonst regelmäßig knubbelt

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Eigentlich wollte ich die Weihnachtsfeiertage im Ashram von Yoga Vidya bei Detmold verbringen. Nach einem anstrengenden Herbst etwas runterkommen, schön Yoga praktizieren, den Bauch mit lecker Gemüse und veganen Weihnachtskeksen vollschlagen – so hatte ich mir das vorgestellt.

Doch zwei Tage vor Abreise habe ich mir beim Aufstellen des Weihnachtsbaums für meine Mom furchtbar die Hüfte gezogen. Eine falsche Bewegung, schon war an Yoga erst einmal nicht mehr zu denken. Alle Hüftbeugen rechts, einfach nur: aua, aua, aua.

Als es nach ein paar Tagen endlich besser wurde, bin ich zumindest noch für zwei, drei Tage zum Wintercamping in die Eifel aufgebrochen. Fast fünf Monate war ich schon nicht mehr mit dem Womo unterwegs.

Erst hatte ich mir übel das Womo-Dach am Kanonenrohr eines niederländischen Kriegsschiffs aufgerissen, dann ging es Doxi nicht gut, schließlich hatte ich anhaltend zu viel mit Arbeit und Studium zu tun. Deshalb war es jetzt echt überfällig. Wenigstens mal wieder woanders lernen, als immer nur zu Hause.

Mein letztes Wintercamping bei Nachts unter minus 5 Grad liegt zwar schon eine Weile zurück, aber was soll schon schief gehen? Wenn es zu kalt wird, trete ich einfach die Heimreise an. Aber bis dahin genieße ich noch ein wenig das herrlich sonnig-kalte Hochdruckwetter.

( MITI )