
Eines von Smithsons bekanntesten Werken: Broken Circle and Spiral Hill, Emmen, Niederlande
Als ich in meinen frühen Zwanzigern begann, mich für Kunst zu interessieren, war einer meiner erste Heroen der englische Landart-Künstler Andy Goldsworthy (*1956), der in der Natur vorkommende Materialien zur Erstellung seiner meist schnell vergänglichen Werke einsetzt und diese Arbeiten mit Hilfe der Fotografie dokumentiert. Goldsworthy gilt heute als einer der wichtigsten Vertreter der Natur-Kunst, einer Variante der Land-Art.
Begründet hat diesen Zweig der modernen Kunst der aus den USA stammende Robert Smithson (*1938), der 1973 im Alter von nur 35 Jahren bei einem Flugzeugabsturz tragisch ums Lebe kam. Seinem Werk ist nun eine Ausstellung im Museum Josef Albers in Bottrop gewidmet.
Smithson konstruierte seine Objekte in der Landschaft mit Spiegeln, Scherben, Neonröhren, Asphalt und Steinen. Aus Elementen dieser Kunstorte schuf er wiederum Objekte für Galerien und Museen. 1968 reiste er nach Deutschland, wo er zusammen mit Bernd Becher das Ruhrgebiet besuchte. Im selben Jahr veröffentlichte er seinen Aufsatz „A Sedimentation of the Mind: Earth Projects“, in dem er seine Kopnzeption der Land Art festschrieb.
Die Ausstellung in Bottrop zeigt Fotos und Videos von Smtihsons bekanntesten Werken, aber auch seine theoretischen Schriften und Konzeptzeichnungen. Es ist eine Ausstellung, für die man sich etwas Zeit nehmen muss, aber wer moderne Landart mag, wird hier eindrucksvoll an die Wurzeln dieser Kunstrichtung herangeführt.
