Ein beliebtes Gericht der französischen Küche ist Straßburger Auflauf mit Nudeln, Hackfleisch und Gewürzen, das wir heute zum ersten Mal zubereitet haben.
Man kocht zunächst Bandnudeln oder Spirelli in Salzwasser und brät parallel dazu Hackfleisch in Öl mit gehackten Zwiebeln an. Wir haben dabei veganem Hackfleischersatz den Vorzug gegeben, was sich nicht nachteilig auf den Geschmack ausgewirkt hat.
Dann gibt man einige Esslöffel Tomatenmark dazu, fügt Salz, Pfeffer und Thymian nach Geschmack bei und mischt die Nudeln unter. Das Ganze nun in eine gefettete Auflaufform geben, wo man einen Becher Schlagsahne darüber verteilt und hernach alles mit geriebenen Käse abdeckt.
Anschließend das Gericht im Ofen bei 200 Grad ca. 25 Minuten überbacken, bis der Käse eine goldbraune Färbung angenommen hat, et voilà: Fertig ist der köstliche Straßburger Auflauf, den man beispielsweise wunderbar mit einem frischen Tomatensalatkombinieren kann.
Blick in die barocke Maxkirche, früher Teil des Franziskanerklosters
Das Maxhaus ist eine katholische Begegnungs- und Veranstaltungsstätte im Stadtteil Carlstadt am Rande der Düsseldorfer Altstadt. Es ist nach der benachbarten Maxkirche benannt, mit der es einen Gebäudekomplex bildet. Neben religiösen Veranstaltungen wird im Maxhaus ein gastronomisches, künstlerisches und musikalisches Programm angeboten.
Das Haus befindet sich in den umgebauten Räumen des ehemaligen Franziskanerklosters Düsseldorf. Der architektonische gelungene und mit zahlreichen Architekturpreisen gewürdigte Umbau wurde im Jahr 2006 eingeweiht.
Im Keller des Gebäudes residiert die Dauerausstellung „Das verborgene Kloster“, in der die Baugeschichte des Klosters und die Geschichte der Franziskaner in Düsseldorf dargestellt werden. Dort war der Startpunkt einer hochinteressanten Führung durch die Geschichte des Klosters und der Maxkirche, die ich am vergangenen Wochenende besucht habe.
Die Anlage wurde ursprünglich innerhalb der Zitadelle Düsseldorf, einer im 16. Jahrhundert erbauten Bastion errichtet und 1661 fertiggestellt. Das Grundstück, auf dem zuvor das Anwesen des Festungsgouverneurs von Norprath lag, war den Franziskanern von Herzog Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg geschenkt worden, nachdem er ihnen 1651 die Erlaubnis zur Ansiedlung in Düsseldorf erteilt hatte.
Niemand wurde in der Kirchengeschichte schneller heiliggesprochen: Franziskanermönch Antonius von Padua mit Jesuskind
Die Maßnahme des zum katholischen Glauben konvertierten Landesherrn zielte darauf ab, in seiner Hauptstadt der Herzogtümer Jülich-Berg, die Rekatholisierung zu fördern.
Im Rahmen der französischen Besetzung des Rheinlands und der unter Napoleon energisch betriebenen Säkularisation verlor das Gebäude 1803 seine Funktion als Kloster. Es wurde in ein Lyzeum umgewandelt, das in den Jahren 1807 bis 1814 auch von Heinrich Heine besucht wurde.
Der überdachte, hell durchleuchtete Innenhof des heutigen Maxhaus wird vom historischen Kreuzgang des Klosters umschlossen, in dem sich noch einige Relikte aus der Klosterzeit erhalten haben. Dazu zählt auch die prächtige Stuckdecke im Antoniussaal, die u.a. das Wappen der Franziskaner und Szenen aus dem Leben des Franziskanerheiligen Antonius von Padua zeigt.
Historischer Stadtplan von Düsseldorf aus dem 17. Jahrhundert
Stadtansicht von 1641 (hier gespiegelt von rechts nach links)
Herzog Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg erlaubte den Franziskanern die Ansiedlung in Düsseldorf
Modell der Maxkirche. Daneben das Maxhaus mit den erhaltenen Greundmauern des Klosters
Chor der Maxkirche
Orgelempore der Maxkirche
Opferstock
Innenhof des Maxhaus, umfasst vom ehemaligen Kreuzgang
Stuckverzierung im Antoniussaal
Antonius von Padua in Stuck
Wappen der Franziskaner
Franziskaner-Heilige im ehemaligen Kreuzgang
Ausstellung im Keller des Maxhauses
Singende Franziskaner in den Kellergewölben unter dem ehemaligen Kreuzgang
Im späten Mittelalter in Düsseldorf angesiedelte Orden
Großes Himmelsschauspiel am heutigen Abend von Island bis zu den Balearen: Zum ersten Mal seit 1999 erlebt das europäische Festland eine Sonnenfinsternis, weil sich der Mond vor die Sonne schiebt.
Über Island und Spanien war es sogar eine „Totalität“, d.h. die Sonne wurde zu 100 % verdeckt, wodurch der spektakuläre „Tag-zu-Nacht“-Effekt eintrat – plötzlich wurde es tagsüber richtiggehend dunkel und nach einer Weile wieder hell. Über Mallorca sogar unmittelbar vor dem Sonnenuntergang über dem Meer, was hunderttausende von Besuchern anzog.
Bei uns und in anderen Teilen Europas war zwischen 19:20 und 20:30 eine partielle Sonnenfinsternis mit einer Abdeckung von knapp 90 % in der Spitze zu erleben, wodurch es am Himmel und über Land etwas dunkler wurde.
Die entsprechenden Brillen mit Lichtschutz zur Beobachtung des Spektakels waren hierzulande schon seit Tagen ausverkauft, so groß das Interesse an diesem lange erwarteten astronomischen Ereignis.
Wir waren zu spät dran für den Brillenkauf und deshalb ohne Sichtschutz auf Abendrunde im Feld unterwegs, wo man die Lichtveränderung aber auch ohne direkten Sonnenblick auf den abgemähten Kornfeldern sehr gut wahrnehmen konnte. Auf der sonst menschenleeren Runde saßen und standen nun alle paar hundert Meter Menschen mit Brillen, die gebannt auf die Sonne starrten.
Auch uns wurde ein Blick durch eine solche Brille angeboten. Ohne die darin verbauten dunklen Folien wäre das viel zu gefährlich für die Netzhaut gewesen, wie im Vorfeld vielerorts berichtet wurde.
Doch nicht jeder wollte auf die Warnungen hören. Allein in Berlin wurden an diesem Abend mehr als zwanzig Menschen in Augenkliniken eingeliefert, weil sie ungeschützt in die Sonne geblickt hatten.
Spannend auch: In Europa wurden im Zeitraum der Verdunkelung fast 10 Gigawatt (10.000 Megawatt) weniger Solarenergie aus Photovoltaik produziert und in die Netze eingespeist. Hätten die Netzbetreiber nicht viele Jahre Zeit gehabt, sich auf dieses Ereignis vorzubereiten und den zusätzlichen Betrieb von Gas- und Kohlekraftwerken für diesen Moment entsprechend zu disponieren, es wäre in Europa sicher zu Netzausfällen gekommen.
Meinen Besuch auf dem Open-Air-Kunstmarkt „klein Montmartre“ habe ich für einen Rundgang durch die historische Altstadt von Kaiserswerth genutzt, einem Nobel-Vorort von Düsseldorf mit langer und traditionsreicher Geschichte, denn hier stand einst eine heute nur noch in Ruinen erhaltene Pfalz von Kaiser-Barbarossa unmittelbar am Rhein.
Aufgrund seines gehobenen, aber immer noch dörflichen Flairs, der Lage direkt am Rhein und einem hervorragenden gastronomischen Angebot ist Kaiserswerth ein beliebtes Ausflugsziel.
Am historischen Markplatz mit vielen Barockhäusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert entdecke ich an diesem belebten Samstagnachmittag Kfz-Kennzeichen von nah und fern.
Aber auch mit den Ausflugsschiffen der Weißen Flotte kann man von Düsseldorf hierherkommen – wenn der Rhein nicht gerade zu niedrig steht, so wie im Moment.
Am historischen Stiftsplatz, angeblich einer der schönsten baumbestandenen Plätze in NRW, steht die romanische Pfeilerbasilika St. Suitbertus, in der die Gebeine des Heiligen Suitbertus in einem vergoldeten Schrein ruhen.
Wenige Schritte weiter befinden sich die architektonisch markanten Gebäude der 1836 gegründeten Kaiserswerther Diakonie, die heute ein Krankenhaus beherbergen. Das 19. Jahrhundert war auch die Zeit, in der viele der reichen Textilfabrikanten aus dem nahe gelegenen Krefeldhier ihre Villen errichten ließen. Sie prägen bis heute das Stadtbild von Kaiserswerth und verleihen dem Ort stellenweise einen noblen Charakter.
Historische Kaiserpfalz in Düsseldorf-Kaiserswerth: Zwei Tage lang ein Openair-Verkaufsort für Kunst.
An diesem Wochenende hat sich die historische Kaiserpfalz in Düsseldorf-Kaiserswerth in einen Open-Air-Kunstmarkt verwandelt. In Anlehnung an den ikonischen Platz auf einem Hügel in Paris, an dem sich Kunstbegeisterte treffen und fliegende Künstler ihre Werke anbieten, nennt der ausrichtende Verein das Event und sich selbst „Klein Montmartre“.
Dort, wo einst Kaiser Barbarossa herrschte, bieten nun 50 lokale Kunstschaffende ihre Arbeiten an – Originale und Seriegrafien. Besucher können die Kunstwerke in dieser ganz besonderen Kulisse entdecken, mit den Künstlern ins Gespräch kommen oder einfach nur den geschichtsträchtigen Ort vor den Toren der Landeshauptstadt genießen.
Eine wirklich gelungene Veranstaltung, wie ich finde, auch wenn die Künstler an diesem Wochenende bei starkem Sonnenschein und hohen Temperaturen ganz schön ins Schwitzen gekommen sind. Einige der Aussteller waren deshalb auf die schattige Allee hinter dem Burghof ausgewichen.
Frei nach einem Liedtext von Udo Lindenberg, der mich seit Monaten in sentimentalen Momenten begleitet:
Der Winter kommt, der erste Schnee, der fällt
Auf unser heißes Herz, das hab ich nicht bestellt
Polare Zeiten nahen, das ist nicht meine Welt
Ey, tu mir das nicht an, ich krieg ja so ’nen Hals
Egal was ich auch sag, alles verstehst du falsch
Dabei möcht ich so gern …
Wir sind doch beide vom selben Stern
Was hat die Zeit mit uns gemacht?
Das kann doch echt nicht unser Ding sein
Was hat die Zeit mit uns gemacht?
Den ganzen Blues zieh‘ ich mir nicht rein
Was ist denn bloß aus uns geworden?
Ein eisiger Wind treibt uns nach Norden
In so ein Land wo weit und breit
Nichts ist als Schweigen oder Streit
Da will ich nicht hin, das macht mich kaputt.
Was hat die Zeit mit uns gemacht?
Was haben wir beide falsch gemacht?
Haben unsre Liebe umgebracht
Ich lieb dich immer noch
Was hat die Zeit mit uns gemacht?
Wir sind doch nicht so wie die andern
Die sich mal lieben und dann weiterwandern
Ey, das weißt du doch
Ich lieb dich immer noch
Diese Website benutzt Cookies. Wenn du die Website weiter nutzt, gehen wir von deinem Einverständnis aus.