Jutta und ich haben die ruhigen Tage zwischen Weihnachten und Neujahr genutzt, um mit Bloxi und Bellis ein wenig in der Nordeifel zu wandern. Die beiden Hovis hatten viel Spaß beim Schnüffeln, Laufen, Herumtoben und dem Sich-gegenseitig-Necken. Wildschweinfährten und langsam fließende Gewässer am Wegesrand haben es ihnen besonders angetan.
Auf dem Weg in die Eifel quietschen uns die Beiden anhaltend die Ohren voll, weil sie so voller Energie und Vorfreude sind. Spätestens auf der Rückfahrt machen die Damen dann aber ganz leise, weil vom Wandern, Spielen und Dauerschnüffeln reichlich ermattet.
Bei der heutigen FH2-Prüfung des RZV in Dortmund-Applerbeck hat sich Bloxi 90 Punkte erschnüffelt und mit diesem Ergebnis den Sieg errungen.
Als Preis durfte Claudia den massiven Fährtenwanderpokal der „Karl Heinz Schmidt-Prüfung“ mit nach Hause nehmen.
Der Pokal wird seit 1999 vergeben. Bloxi ist der achte Sieger, der auf diesem Pokal mit einer Plakette geehrt wird. Bloxi fand den Pokal auch super – weil einhundert Leckerchen drinstecken.
Wir sind zurück nach vier Tagen auf Juist. Wie immer um diese Jahreszeit hatten wir den 10 Kilometer langen Sandstrand fast für uns alleine. Bloxi hatte viel Spaß beim Frisbeejagen und bei der Suche nach Fisch- und Robbenkadavern am Strand.
Trotz der vielen Seevögel auf der ständigen Suche nach Fressbarem hat sie tatsächlich die Reste einer verendeten Robbe gefunden und sich darauf ganz genüsslich mehrmals hin- und her gewälzt.
Bei der Rückkehr ins Hotel möchte man Bloxi dann am liebsten in eine geräumige, aber hermetisch verschlossene Fischdose packen, damit es nicht überall so penetrant nach Fisch stinkt. Shampoonieren nützt auch nichts, weil es dem Ganzen nur eine weitere kontrastreiche Duftnote hinzufügt. Man erhält dann eine Mischung aus vergammelter Fischfrikadelle und Oleander. Das braucht doch niemand ;-))
An diesem Wochenende bin ich mit Bloxi bei der Bundessiegerprüfung für Fährtenhunde IPO-FH des DVG in Zülpich gestartet. Der DVG ist der größte Hundesportverband in Deutschland, in dem alle Rassen und Mischlinge geführt werden.
Für die Qualifikation zu dieser Prüfung waren zwei erfolgreiche FH-Prüfungen mit der Mindestnote „Vorzüglich“ und einer entsprechend hohen Punktewertung notwendig. Die 30 besten Teams aus ganz Deutschland waren hier am Start.
Das Gelände war recht anspruchsvoll u. a. durch einen schweren Boden, der bei schnell verdichtete. Viele Fährten begannen außerdem parallel zur Straße mit den Zuschauern und Fahrzeugen. Da mussten die Hunde ihre Fährtensicherheit unter Beweis stellen.
Ich hatte mit Bloxi die vorletzte Fährte des Tages gezogen. Bloxi suchte sich sicher durch das Gelände, aber die Gegenstände waren an diesem Tag nicht ihre Stärke. Am Ende waren es für uns leider nur 85 Punkte.
Der Sonntag blieb trocken, nur der Wind blies ziemlich heftig. Ich startete vormittags mit Bloxi und erzielte 91 Punkte. Am Ende landeten wir auf einem guten 16. Platz.
Meinem Begleiter Roland Schirling mit seinem Hovawart „Willi“ war dagegen der Sieg bei dieser hochkarätig besetzten Veranstaltung vergönnt. Sicher eine gute Empfehlung der Rasse Hovawart für diese Sportart.
Eine schöne Nachricht erreicht uns aus Italien. Bloxis Tochter Amanda (gen. Afra) hat am 10.10. acht Welpen geworfen. Vier Rüden (1 * blond, 1 * schwarzmarken, 2 * schwarz) und vier Hündinnen (3 * blond, 1 * schwarzmarken). Den Welpen und der Mutter geht es sehr gut.
Unsere Glückwünsche und unsere besten Grüße gehen an Roberto und Patrizia und ihre gesamte Hundefamilie.