
Gipfelkreuz oben auf der Halde
Heute möchte ich das Josef Albers Museum in Bottrop besuchen und zuvor eine Wanderung in der Region unternehmen, damit sich der weite Weg ins nördliche Ruhrgebiet auch lohnt. Dazu habe ich mir eine 11 Kilometer lange Tour herausgesucht, die am früheren Steinkohlebergwerk Prosper Haniel beginnt, dort dem 1995 eingeweihten Kreuzweg zur Spitze der angrenzenden Halde folgt und schließlich in einer großen Schleife durch den Köllnischen Wald wieder zurück zum Startpunkt führt.
Die 15 Stationen des Kreuzwegs werden von Bergbaugerätschaften der Zeche Prosper-Haniel flankiert, die allegorisch den Leidensweg Christi zeigen. Tafeln mit Zitaten aus der Arbeitswelt verbinden die Bibelgeschichte mit der Moderne und zeigen die enge Beziehung zwischen Bergbau und Kirche in der Region.Ergänzend gibt es an jeder Station eine traditionelle Darstellung der Passion auf Kupfertafeln. Gestaltet wurden sie nach Rohrfederzeichnungen der Ordensschwester und Künstlerin Tisa von der Schulenburg. Das Wetter heute ist grau und kalt, der Himmel hängt tief, kaum ein Laut ist zu vernehmen und die Natur zeigt sich noch winterlich kahl. Das passt also alles zu einem Kreuzweg.
Oben angekommen eröffnet sich ein weiter Blick ins Ruhrgebiet, das hier seinen nördlichen Abschluss findet. Nach Süden dominieren städtische Siedlungsräume mit Industrieanlagen, Halden und Wohnsiedlungen, soweit das Auge reicht. Nach Norden folgt erst einmal nur noch Wald. Ein spannender Kontrast.








