Leipzig ist berühmt für seine zahllosen klassizistischen Wohnbauten. Viele davon haben die Zerstörungen des Zweiten Weltkrieg überstanden oder sind nach der Wiedervereinigung wieder aufgebaut, bzw. instand gesetzt worden. Nur ganz wenige Bauruinen sind noch darunter.
Auf unserer großen Stadtwanderung durch den Osten und das Zentrum von Leipzig kommen wir an zahlreichen beeindruckend klaren und schönen Bauten aus dieser Zeit vorbei. Hier eine kleine Auswahl.
Nachdem wir uns das Völkerschlachtdenkmal angeschaut haben, mache ich mich mit Doxi auf eine 26 km lange Stadtwanderung durch Leipzig.
Die Tour mit dem schönen Titel „Parks und Kieze im Osten von Leipzig“ bringt uns vom Völkerschlachtdenkmal im Südosten des Zentrums bis in den Stadtteil Mockau im Nordosten.
Die Tour führt vorbei an vielen architektonischen Perlen des in Leipzig überall präsentieren Klassizismus, durch zahlreiche schöne Parksund den Kiez, wo sich ein Döner-Restaurant an des nächste reiht und schlecht rasierte Araber in Trainingsanzügen wild gestikulierend in ihre Handys brüllen.
Der Rückweg der Tour soll eigentlich per Straßenbahn erfolgen, doch wir laufen zurück ins Zentrum und schauen uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt an. Eine tolle, aber auch ein wenig anstrengende Tour, auf der wir ganz viel von Leipzig gesehen haben.
Karte unserer Stadtwanderung
Das berühmte Signet der Leipziger Messe am Einang zum alten Messegelände
Moderne Architektur an der Dependance der Bundesbank und des Staatsarchivs
Die orthodoxe Russische Gedächtniskirche
Wiese vor der Dependance der Bundesbank
Ehemaliger Russischer Pavillon in der Messehallte 12 des alten Messegeländes mit vergoldetem Turm
Die Kastanienbäume im Friedenspark sind bereits erblüht
Doxi inmitten der Studentinnenstatue im Friedenspark
Der frühere Bahnhof der Sächsisch-Bayerischen Staatseisenbahn
Das Rote Haus an der Phillip-Rosenthal-Straße
Die Peterskirche
Seitenblick auf die Peterskirche
Portal der Peterskirche
Schiller-Denkmal
Das Hahnemann-Denkmal am Eingang zur Innenstadt
Das Alte Rathaus am Markt
Die Thomaskirche an der Thomaswiese mitten im Zentrum
Vorne der Richard-Wagner-Platz mit dem Pusteblumen-Brunnen, hinten das Hotel-Fuerstenhof und die Evangelisch-Reformierte Kirche von Leipzig
Blühende Obstbäume auf der gut besuchten Thomaswiese vor der Thomaskirche
Sankt Lukaskirche
Wunderbar duftende, blühende Kirschbäume
Prächtiger Bau des Bundesverwaltungsgerichts
Michaelskirche am Nordplatz in der Nähe des Zoos
Viel los heute am Eingang zum Leipziger Zoo
Das berühmte Gewandhaus Leipzig
Der Mendebrunnen vor dem Gewandhaus und der Universitätskirche
Die berühmte Nicolai-Kirche – hier begann das Ende der DDR
Die Universitätskirche Leipzig neben dem Gewandhaus
Das Völkerschlachtdenkmal in der untergehenden Abendsonne
Hier haben wir gestanden:
Stellplatz:
P+R Parkplatz im Wilhem-Külz-Park (kein offizieller SP)
Ort:
Leipzig
Adresse:
Str. des 18. Oktober
04103 Leipzig
Preis pro Nacht:
kostenlos / kein Strom verfügbar
Zusatzinfo:
Pakrplätze in breiter Asphaltstraße gegenüber dem Völkerschlachtdenkmal mitten in einem Park.
Heute ist Karfreitag. Mit dem ersten Sonnenlicht bin ich früh am Morgen in Erfurt aufgebrochen, um zeitig am Völkerschlachtdenkmal in Leipzig einzutreffen – bevor die großen Besuchermassen anrücken.
Gleich gegenüber dem Denkmal, in einer breiten Sackgasse, die den Wilhem-Külz-Park durchschneidet, habe ich einen kostenlosen Parkplatz für mein Wohnmobil ausgemacht. Und tatsächlich erweist sich dieser Ort als wunderbarer Ausgangspunkt für die Entdeckung von Leipzig.
Das 1913 eingeweihte Völkerschlachtdenkmal ist wirklich riesig. Mit einer Höhe von 91 zählt es zu den größten Denkmälern Europas.
Es gehört zu den Wahrzeichen von Leipzig und bildet eine weithin sichtbare Landmarke mit markanter Silhouette. Fast eine Million Besucher werden jährlich gezählt.
Unmittelbar vor dem Völkerschlachtdenkmal befindet sich der künstlich angelegte See der Tränen. Er soll die Tränen der Völker symbolisieren, die um ihre Gefallenen der Schlacht trauern.
Der historische Bezugspunkt für dieses Monument ist die im Oktober 1813 vor den Toren von Leipzig ausgetragene Völkerschlacht, die Teil der napoleonischen Befreiungskriege war.
Sie führte zu einer Niederlage Napoleons gegen die Truppen Russlands, Österreichs, Preußens und Schwedens. In der Schlacht, die bis zum Ersten Weltkrieg als die größte der Geschichte galt, kämpften Deutsche auf beiden Seiten.
Die Bauzeit des Denkmals betrug 15 Jahre. Mehr als 26.000 Natursteinblöcke wurden dabei verbaut. Im Innern des Denkmals erhebt sich eine Kuppelhalle mit einer Innenhöhe von 68 Metern. Exakt fünfhundert Stufen führen vom Fuß des Denkmals hinauf zum Eingang der Kuppelhalle. Die überlebensgroßen Wächterfiguren in der Halle haben eine Höhe von 10 Metern. Ein wirklich gewaltiges und beeindruckendes Bauwerk, wie ich finde.
Infotafel vor dem Denkmal
Annäherung an das Denkmal in der frühen Morgensonne
Aufgang zum Denkmal
Seitenblick auf das Denkmal
Fünfhundert Stufen führen vom Fuß des Denkmals zum Eingang der Kuppelhalle
Der Erzenglel Michael im Fuß des Denkmals
Mit einer Höhe von 91 Metern gehört das Völkerschlachtdenkmal zu den größten Denkmälern Europas
Die nächste Station auf meiner Womo-Tour durch Mitteldeutschland ist Erfurt. Von Weimar ist es dorthin nur ein Katzensprung. Ich besuche meine lieben Verwandten in der Nordstadt von Erfurt und verbringe mit ihnen einen schönen Tag.
Am Morgen laufe ich mit meinem Onkel Ojay und Doxi eine kleine Runde entlang der Gera raus aus der Stadt in Richtung Gispersleben. Nach dem Mittagessen fahren wir in die Gartenlaube meiner Lieben, wo gerade die Tulpen in den schönsten Farben blühen – bunt wie Ostereier.
Und abends laufe ich mit Doxi von der Nordstadt ins Zentrum von Erfurt. Wir kommen am Dom vorbei, wo gerade viele Fahrgeschäfte aufgebaut sind, passieren den Fischmarkt mit dem Alten Rathaus und laufen zur Krämerbrücke. An den Wasserflächen links und rechts der Gera sitzen viele junge Leute und genießen die Frühlingssonne. Leichtigkeit und Heiterkeit liegen in der Luft. Schön ist das.
Karte unseres Fußmarschs durch Erfurt
Süßes Graffiti an den Helios-Kliniken im Norden von Erfurt
An der berühmten Domtreppe
Hübscher Brunnen auf dem Weg vom Dom zum Fischmarkt
Das Alte Rathaus am Fischmarkt
Prachtvolle Häuser am Fischmarkt
Historische Fachwerkhäuser am Zugang zur Krämerbrücke
Seitenblick auf die Krämerbrücke
Ein Schalk auf einem Balkon oben rechts auf der Krämerbrücke
Weil man aufgrund des großen Andrangs im Neuen Bauhausmuseum auch nach dem glücklichen Erwerb einer Karte noch mehrere Stunden auf den Einlass warten muss, kann man mit dem Ticket auch andere Museen in Weimar besuchen.
Ich nutze diese Gelegenheit, um mir neben der Bauhaus-Ausstellung auch die drei Ausstellungen im Neuen Museum Weimar anzuschauen. Außerdem entdecke ich bei meinem Stadtbummel interessante Kunstobjekte im öffentlichen Raum. Hier meine Impressionen zum Thema „Kunst in Weimar“.
Skulptur vor dem Neuen Museum
Die mechanische Bauhausbühne – Video in der Bauhaus-Ausstellung in Weimar
Wir sind noch immer in Weimar. Am späten Nachmittag mache ich mich mit Doxi zu einer Wanderung zum Schloss Belvedere oberhalb der Stadt auf.
Weimar ist reich gesegnet mit Parks und Grünanlagen und so gelingt es uns, die sechs Kilometer lange Strecke bis zum Schloss fast komplett durchs Grüne zu laufen.
Besonders eindrucksvoll ist der langgezogene „Park an der Ilm“, der am Rande der Altstadt beginnt und entlang der Ilm in südöstlicher Richtung aus der Stadt hinausführt.
Mitten im Park liegt Goethes früheres Gartenhaus, ein unverzichtbarer Besuchspunkt für alle, die auf Goethes Spuren in Weimar wandeln wollen.
Später geht es über die langgezogene Belvederer Allee, die von der Innenstadt in gerader Linie zur Anhöhe „Eichenleite“ mit dem Schloss Belvedere und seinem großzügigen Park führt.
Als wir uns der Eichenleite nähern, bin ich zunächst etwas irritiert. Denn unterhalb des Schlosses haben die Russen nach dem Zweiten Weltkrieg einen Friedhof für ihre gefallenen Soldaten angelegt. Inklusive rotem Stern und den Symbolen von Hammer und Sichel in schwerem Eisen. Und dieser Friedhof besteht bis heute.
Das Schloss und seine Nebengebäude erstrahlen mittlerweile wieder in altem Glanz und sind ein echtes Schmuckstück zeitgenössischer Barockarchitektur.
Das Anwesen ist eine üppig gestaltete Lustschlossanlage, die zu den schönsten Residenzen Thüringens zählt. Mitsamt des Parks gehört sie als Teil des Ensembles „Klassisches Weimar“ seit 1998 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Die barocke Schlossanlage wurde in den Jahren 1724 bis 1744 als Residenz für Herzog Ernst August I. von Sachsen-Weimar erbaut. Als Vorbild diente das berühmte Schloss Belvedere in Wien.
Mir haben es vor allem die großzügigen Parkanlagen angetan. Ein wirklich wunderschöner Ort und eine sehr angenehme Wanderung bei herrlichem Frühlingswetter.
Karte unserer Tour zum Schloss
See im Weimarhallenpark in der Nähe unseres Womo-Stellplatzes
Die Ilm strömt durch den Park auf das Zentrum von Weimar zu
Goethes Gartenhaus im Park an der Ilm
Die Villa Haar im Park an der Ilm
Ruine des 1945 durch einen Bombenangriff zerstörten Tempelherrenhauses
Hübsche Häuser am Ende des Parks an der Ilm
Blick über den Sowjetischen Soldatenfriedhof mit dem Schloss Belvedere im Hintergrund
Einen sowjetischen Soldatenfriedhof ohne roten Stern – den gibt es nicht
Frontseite des Schlosses Belvedere
Nebengebäude vor dem Schloss
Rückseite des Schlosses Belvedere
Blick zur Orangerie
Gebäude neben der Orangerie
Blick in den Park hinter dem Schloss Belvedere
Teich neben dem Schloss mit Blick zwischen den Bäumen hinunter nach Weimar
Künstlich geschaffene Ruine im Schlosspark
Wasserfontäne im Park Belvedere
Panorama vom Schlossvorplatz
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