vor einer Woche:
Danke, Mister Trump

Entwicklung der Diesel-Preise in den vergangenen 3 Jahren
Die Kapriolen der Spritpreise seit dem Beginn des USA-Iran-Krieges spiegeln sich in meiner privaten Spritpreis-App eins-zu-eins wider. Zur Erinnerung: Jede Viertelstunde fragt die App die Dieselpreise an vier repräsentativen Tankstellen in meiner Umgebung via Internet ab. Bei Tag und bei Nacht, sieben Tage in der Woche, durchgängig seit Anfang 2023.
Die Visualisierung der Preisentwicklung in der App zeigt eindeutig: Straße von Hormus dicht – der Spritpreis geht brutal in die Höhe. Hoffnung auf ein baldiges Ende des Krieges – der Spritpreis sinkt ein wenig. Der Verlauf aus den vergangenen drei Jahren zeigt sehr schön, in welcher Extremsituation wir uns derzeit befinden. So gut wie Trump hat es nicht einmal Putin mit dem Ukraine-Krieg hinbekommen.
Gleichzeitig haben die Maßnahmen der Bundesregierung zur Preisanpassung zu einem völlig veränderten Tageschart in der App geführt. Jetzt, wo die Preise nur noch einmal am Tag um 12:00 erhöht werden dürfen, steigen sie dort schlagartig um bis zu 17 cent an.
Anschließend rutschen sie im Laufe der folgenden 24 Stunden meist langsam ab, weil die Tankstellen dann nicht mehr erhöhen dürfen. Für die Verbraucher bedeutet dies ganz automatisch: Den günstigsten Sprit gibt es immer in der Zeit kurz vor 12:00. Aber besser nicht zu knapp vor 12:00 in der Schlange anstellen. Sonst läuft man vielleicht in die 12-Uhr-Erhöhung rein und ärgert sich gewaltig.
vor zwei Wochen:
Tourabschluss am Toeppersee

Blick aus dem Wohnmobil auf den See
Hier wollte ich immer schon einmal mit dem Wohnmobil stehen: Auf dem kostenlosen Besucherparkplatz am nördlichen Toeppersee, zwischen Duisburg-Rumeln und Rheinhausen gelegen, hat man nicht nur einen wunderbaren Blick in die Natur, sondern auch eine viel genutzte Wakeboard-Anlage direkt vor der Nase. Im Sekundentakt rasen die Wakeboarder durchs Wasser und vollziehen teils akrobatische Sprünge. Ein wunderbarer Ort, gerade einmal 30 km von meinem zu Hause entfernt.
vor zwei Wochen:
Zarte Blüten versus harter Stahl

Stahl hält hundert Jahre, Kirschblüten nicht einmal zehn Tage
Immer wieder ein beliebtes Ausflugsziel: Der Landschaftspark Nord rund um das stillgelegte Hüttenwerk in Duisbug-Meiderich. Bei der Umgestaltung in den 1990-er Jahren hat man auf den Freiflächen zwischen den Schloten und Kraftwerksanlagen unter anderem japanische Zierkirschen gepflanzt.
Wenn diese wie jetzt im Frühjahr blühen, ergibt das ein ganz bezauberndes Bild. Es ist der Kontrast aus perfekt weißen, zerbrechlichen Blüten und den vor sich hin rostenden Stahlungetümen, der sofort ins Auge springt. Schön sieht das aus.
vor drei Wochen:
Ostern im Ashram

Unser Stellplatz am Baumpark Sylvaticum
Die Karwoche habe ich in diesem Jahr als Individualgast im Ashram von Yoga-Vidya in Ostwestfalen verbracht. Gerade sind Semesterferien und ich war schon mehr als ein Jahr nicht mehr hier. Eine gute Gelegenheit, um mich mal wieder ein wenig spirituell aufzuladen.
Ich bin mit dem Wohnmobil und Doxi in die ehemalige Kurklinik von Horn-Bad Meinberg gekommen, praktiziere täglich zweimal Yoga, besuche den Satsang und weitere Veranstaltungen.Dazwischen laufe ich mit Doxi mehrmals täglich eine kleine Runde durch den schönen Baumpark Sylvaticum. Der an den Park angrenzende Wohnmobilstellplatz ist derzeit gut belegt und zum Osterwochenende wird es auch in den Seminarhäusern von Yoga-Vidya richtig voll.
Das Programmangebot ist entsprechend reichhaltig: Es werden Yoga-Stunden verschiedenster Art angeboten, außerdem Vorträge, Klangreisen, Rituale, Live-Konzerte und dazu täglich zweimal ein reichhaltiges Vollwertbuffet aus der veganen Ashram-Küche.
Nach dem Mittagessen laufe ich regelmäßig eine 6 km lange Runde durch die fruchtbare Hügellandschaft am Rande des Eggegebirges und genieße die Fernblicke. Leider kann Doxi nicht mit, weil ihre Beine das nicht mehr schaffen. Aber sie liegt ganz entspannt unter dem Wohnmobil und lässt sich den Wind um die Nase wehen.
Schade, dass das Wetter in dieser Woche nicht so toll ist, wo doch gerade die rosa Zierkirschen auf dem Womo-Stellplatz und rund um die drei verbundenen Seminarhäuser in voller Blüte stehen. Toll sieht das aus, insbesondere wenn zwischendurch mal die Sonne zwischen den Wolken hervorlugt.
vor einem Monat:
Jazz: Düsseldorf/Palermo

Plakat zum 6. Deutschen Amateur Jazz-Festival in Düsseldorf 1960
Jazz in Düsseldorf, das sind für mich vor allem die mitreißenden Konzerte in der Jazz-Schmiede, wo ich seit bald 20 Jahren Vereinsmitglied bin, aber auch die kostenlosen Hofgarten-Konzerte im Sommer oder die pulsierende Jazz-Rallye. Dass die Geschichte viel länger zurückreicht, zeigt derzeit eine Sonderausstellung im Stadtmuseum Düsseldorf, die den Jazz in den Partnerstädten Düsseldorf und Palermo feiert.
Vor der Naturkulisse des Speeschen Grabens erzählen zahlreiche Exponate aus Malerei, Grafik, Fotografie, Musikinstrumente, Video und Audio urbane Jazz-Geschichten. Kostenlose Live-Konzerte jeweils donnerstags 18:00 machen die Ausstellung einmal im Monat zur Bühne.Jazz war in Düsseldorf seit Mitte der 1920er Jahre präsent und stieß als musikalische Revolution in der live-gespielten Tanzmusik vor allem beim jungen Publikum auf enthusiastische Begeisterung.
In den Wilden Zwanzigern hieß das vor allem Feiern, Tanzen, Alkohol, Drogen und sich gehen lassen, wie es auch in den Bildern des italienischen Malers Alessandro Bazan zum Ausdruck kommt.
Doch nach 1933 verschwand der von den Nazi als ‚undeutsch‘, ‚entartet‘ und ‚Negemusik‘ diffamierte Jazz wieder aus der Öffentlichkeit, um erst nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wiederzukehren.

Mit dem 1955 begründeten Amateur Jazz-Festival legte Düsseldorf den Grundstein für eine bis heute anhaltende Tradition regelmäßiger Veranstaltungsformate im Jazz. Dazu gehört der kostenlose Jazz im Hofgarten (seit 1988) oder die eng mit Klaus Doldinger verbundene Jazz-Rally (ab 1993).
Seit 1995 hat der Jazz in der mit Unterstützung der Stadtverwaltung begründeten Jazz-Schmiede auch von Amts wegen eine feste Adresse in Düsseldorf. In der Spielzeit bin ich ganz oft einmal in der Woche dort, um einem live-Konzert zu lauschen. Ich liebe es!
vor sechs Monaten:
Bevor die bunten Blätter fallen

Linden-Allee bei Schloss Dyck
Ein letztes Mal bäumt sich das Jahr auf, um mit der Kraft der Farben Dunkelheit und Dauergrau fernzuhalten. Die Anstrengung wird vergeblich sein, so viel darf man vorwegnehmen. Und doch verdient sie es, gepriesen zu werden. Hier einige meiner schönsten Herbstmotive aus den letzten zwei Wochen, aufgenommen an diversen Stellen im Rhein-Kreis-Neuss.
vor neun Monaten:
Jazz-Sommer eröffnet

Cacha Mundinho auf der Bühne im Hofgarten
Von nun an gibt es wieder an vier Samstagen kostenlosen Draußen-Jazz und Weltmusik im Düsseldorfer Hofgarten zu genießen, organisiert von der Jazz-Schmiede. Den Anfang machten heute Karolina Strassmayer und Drori Mondlak gemeinsam mit zwei Mitstreitern, sowie das protugiesisch-niederländische Quartet Cacha Mundinho.
Die Wiese vor der Bühne im Hofgarten war wie immer gerammelt voll. Diesmal bei herrlichem Wetter mit angenehm sommerlichen Temperaturen, unter einer dichten Bewölkung, sodass niemand in der prallen Sonne ausharren musste. Ein wunderbar luftiges Konzert.
vor einem Jahr:
Westwallmuseum Gerstfeldhöhe

Unterirdische Kapelle im Stollensystem der Gerstfeldhöhe
Den Westwall, das angebliche „Verteidigungsbollwerk“ der Nazis gegen den Erbfeind Frankreich, habe ich bei Familienausflügen in die Nordeifel schon als Kind kennengelernt. Dort sieht man die Panzersperren aus aufgerichteten Betondreiecken („Drachenzähne“) noch heute an ausgewählten Stellen, wie sie sich als markantes drei- oder vierreihiges Band durch die hügelige Landschaft ziehen.
Bei Kriegsbeginn 1939 erstreckte sich der Westwall von der französischen Grenze bei Weil am Oberrhein bis hinauf nach Kleve am Niederrhein.Auch alle Durchstöße – Straßen, Bäche und Flüsse – waren gegen das Anrennen feindlicher Panzerarmeen gesichert. Dabei waren es doch die Nazis, die längst den Angriffskrieg Richtung Westen geplant hatten.
Was ich bislang nicht wusste: Neben den Panzersperren umfasste der Westwall auch eine Vielzahl von Bunkern und unterirdischen Verteidigungsstellungen, vergleichbar mit der französischen Maginot-Linie.
Das meiste davon wurde von den alliierten Siegermächten zerstört, doch einige wenige Großanlagen sind erhalten geblieben, wie das Festungswerk Gerstfeldhöhe bei Pirmasens.
Dort sollten im Endausbau bis zu drei Wehrmachts-Kompanien tief unter der Erde stationiert und auch unterirdisch mit einer Lorenbahn schnell zur französischen Grenze befördert werden. Doch dazu kam es nie.
In einem Teil der kilometerlangen Anlage ist heute das Westwallmuseum untergebracht. Bei konstant 8 Grad Celsius und hoher Luftfeuchte werden im Berg neben Informationen zum Westwall und zur Stellung Gerstfeldhöhe auch Kriegsmaterial aus dem Zweiten Weltkrieg präsentiert. Dabei versteht sich die Ausstellung ausdrücklich als Mahnmal gegen den Krieg, wie die Betreiber – ein öffentlicher Verein – immer wieder betonen.
Alles sehr interessant, sofern man geschichtlich interessiert ist, aber irgendwie auch ein wenig beklemmend und spooky. Hier möchte man nicht für Wochen oder Monate eingesperrt sein.
vor einem Jahr:
Pirmasens am Pfälzerwald

Auf dem alten Exerzierplatz geht der Markttag langsam zu Ende
Mein erstes Ziel auf dieser Reise ist der Pfälzerwald, eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Deutschlands. Ich bin vom Rheinland über die Vulkaneifel und den Hunsrück aus Richtung Nordwesten angereist und stoße am Westrand des Pfälzerwaldes zunächst auf die Stadt Pirmasens mit rund 40.000 Einwohnern.
Einem geflügelten Wort zufolge sei Pirmasens – ähnlich wie Rom – auf sieben Hügeln erbaut worden. Tatsächlich zählt man sieben Erhebungen im Bereich der Kernstadt, es geht fast ständig rauf und runter, die Straßen sind vielfach steil.Bei meinem Stadtbummel mit Doxi entdecke ich schnell: Der Stadt geht es aktuell nicht so gut – viel Leerstand und vor sich hin gammelnde Ecken. Die goldenen Zeiten sind definitiv vorbei.
Dabei erlebte Pirmasens als Garnison- und Residenzstadt im 18. Jahrhundert und später als deutsche Schuhmetropole im 19. und 20. Jahrhundert eine Blütezeit. Davon zeugen eine Reihe schöner Altbauten und Plätze, die zwischen 1870 und 1914 entstanden. Bis zu seiner großflächigen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg bestand das Stadtbild deshalb fast ausschließlich aus Bauten der Gründerzeit.
Zwischen den Blütephasen gab es immer wieder tiefgreifende wirtschaftliche Krisen. Auch heute befindet sich die Stadt nach der weitgehenden Verlagerung der Schuhproduktion ins Ausland noch in einem anhaltenden Strukturwandel.
Geblieben sind einige prächtige Bürgerhäuser und die alten Schuhfabriken, die in der Zeit des Wohlstands als regelrechte Prachtbauten des Modernismus errichtet wurden. Wenn man sich auf diese Stadtelemente fokussiert, macht Pirmasens einen richtig netten Eindruck.
vor einem Jahr:
Eisenbahnpark der Großdampfloks

Drehscheibe vor dem Lokschuppen
Heute habe ich einen bemerkenswerten Ort im Hunsrücker Hochwald nahe der Landesgrenze zwischen dem Saarland und Rheinland-Pfalz besucht: das privat betriebene Eisenbahnmuseum Hermeskeil. Die Ausstellung auf dem Gelände eines ehemaligen DB-Betriebswerks ist der Rost-gewordene Traum des Eisenbahnenthusiasten Bernd Falz.
50 Großdampfloks sowie einige Diesel- und E-Loks ruhen auf dem Gelände neben dem früheren Bahnhof. Viele rotten im Freien dicht an dicht auf den Gleisen vor sich hin, werden von Regen und Pflanzen langsam zersetzt. Moose und Flechten wuchern, Löcher klaffen, die Stahlhaut wirft Schuppen.Man fragt sich unwillkürlich: Ist das jetzt ein Museum oder doch eher ein Friedhof? Wohl etwas von Beidem, denn selbst der Verfall kann das Majestätische der schweren Zugmaschinen mit ihren riesigen Kesseln und Motoren nicht überdecken. Die rostigen Riesen tragen ihre Patina mit Würde.
Außerdem stehen die größten Schätze des Museums gut erhalten und geschützt im Lokschuppen hinter der noch immer funktionstüchtigen Drehscheibe. Die älteste Zugmaschine ist eine preußische T3 aus dem Jahr 1913, eine der jüngsten eine Diesellok aus sowjetischer Produktion, die ab 1975 bei der Deutschen Reichsbahn in der DDR im Einsatz war. Spitzname der viel gefahrenen Baureihe 132/232: Ludmilla.
Was all diese Loks vereint, ist ihre ungeheure Größe. Man ist wirklich erstaunt, wenn man neben diesen riesigen Ungetümen steht oder einen der Führerstände erklimmt. Einige der Loks sind deutlich über 20 Meter lang und teilweise mehr als vier Meter hoch. Und sie wiegen bis zu 180 Tonnen.
Ihr Standort, das aufgegebene und heute zum Museum umfunktionierte Bahnbetriebswerk in Hermeskeil, wurde im Jahr 1888 errichtet. Einrichtungen wie diese waren im Zeitalter der Dampflokomotiven weit verbreitet und für den reibungslosen Eisenbahnbetrieb enorm wichtig. Die Dampfloks wurden hier gewartet und für den Betrieb vorbereitet. Dazu wurden die stählernen Ungetüme mit Wasser, Kohle und Bremssand befüllt, die Schlacke wurde entfernt, die Rauchkammern gereinigt, kleinere Reparaturen durchgeführt.
Durch den Traktionswechsel auf Diesel- und Elektroloks verloren die Bahnbetriebswerke immer mehr an Bedeutung. Ab 1956 löste die Deutsche Bundesbahn die meisten von ihnen auf.
Im Jahre 1976 begann Bernd Falz, Lokomotiven zu sammeln – keine Modelleisenbahnen, sondern echte. Zunächst von der Deutschen Bundesbahn ausgemusterte Dampfloks. Nach der Wende kamen Zugmaschinen aus den Beständen der Deutschen Reichsbahn hinzu, ebenso Loks der rumänischen und bulgarischen Eisenbahnen.
50 Exemplare stehen in Hermeskeil, 100 weitere Zugmaschinen aus seiner privaten Sammlung sind im brandenburgischen Falkenberg/Elster deponiert, 90 Kilometer südlich von Berlin. Beide Sammlungen können in den Sommermonaten besichtigt werden. Für Eisenbahnfans eine echte Augenweide.
vor zwei Jahren:
(Fast) Alles schon ergrünt

In einer Baumschule bei Büttgen
„Der Mai ist gekommen , die Bäume schlagen aus“ heißt es in dem berühmten Frühlingsgedicht von Emanuel Geibel aus dem Jahr 1841.
Wenn ich heuer in die Wälder, Wiesen und Baumschulen rund um mein Heimatdorf blicke, muss man wohl eher konstatieren, „Der April ist gekommen, die Bäume schlagen aus“.
Denn die Bäume sind größtenteils bereits voll ergrünt, mindestens drei Wochen früher als im langjährigen Durchschnitt. Das ist schon eine merkliche Verschiebung, die mit der menschengemachten Erderwärmung ihren Lauf nahm.
Aber davon konnte der Dichter im Jahre 1841 natürlich noch nichts ahnen. Schließlich hatte die industrielle Revolution da noch gar nicht richtig Fahrt aufgenommen.
vor drei Jahren:
Speeddating mit Sittard

Marktplatz von Sittard
Nach unserer Wanderung im Selfkant bei Waldfeucht fahre ich zehn Kilometer weiter in der erste größere niederländische Stadt, nach Sittard.
Für die Bewohner des deutschen Selfkants ist dies die nächste größere Einkaufsmöglichkeit mit allen Arten von Geschäften und viel näher gelegen als beispielsweise Aachen oder Mönchengladbach.Da ich ein wenig unter Zeitdruck stehe, wird es ein Speeddating mit Sittard. Ich parke zentral in der Nähe des Marktes und laufe in einer halben Stunde schnellen Schrittes das historische Zentrum ab.
Für die Menschen in meiner Heimatregion zwischen Düsseldorf und Mönchengladbach ist Sittard ein wenig eine Unbekannte, weil der Weg Richtung Westen viel einfacher und direkter nach Venlo oder Roermond führt.
Aber Sittard ist auch total hübsch, sehr belebt und mit vielen Einkaufsmöglichkeiten ausgestattet, wie ich nun feststelle.
Der Ort ist in karolingischer Zeit zwischen 700 und 1000 entstanden. Er gehörte lange zu Herzogtum Limburg, wurde aber um 1400 an das Herzogtum Jülich verkauft, bei dem es bis zum Einmarsch der Franzosen 1794 verblieb. Erst seit 1839 gehört die Stadt zu den Niederlanden.
vor fünf Jahren:
Wasserreiches Eifgenbachtal

Unterwegs im Eifgenbachtal
Diese Wanderung hatte ich lange schon auf meiner Wunschliste: Bei Wermelskirchen läuft der Eifgenbach in südwestlicher Richtung malerisch durch ein langgestrecktes Tal.
Aus zahlreichen Seitentälern streben dem Bach weitere Wasserläufe entgegen. Und mehrere alte Mühlen – heute als Wohnhäuser oder Restaurants genutzt – säumen den Bachlauf. Die älteste davon, die Coenenmühle, wurde bereits 1382 erstmals urkundlich erwähnt.
Die 15 km lange Tour startet an der Neuemühle und folgt dem Eifgenbachtal, um dann einmal den Ort Dabringhausen zu umrunden. Dabei folgt der Weg dem Tal der Linnefe.
Anschließend geht es über die Höhen bei Grünwald und Stumpf wieder zurück in das Eifgenbachtal. Eine bezaubernde Runde mit ganz vielen murmelnden Bächen, Wiesen, Wald und überall Singvögeln in den Bäumen.
vor zwölf Jahren:
Cato legt BH-Prüfung ab

Jan mit Cato auf dem Hundeplatz in Gummersbach
Am heutigen Tag haben Jan mit Cato aus unserem C-Wurf erfolgreich die Begleithundeprüfung bei der Hovawart-Übungsgruppe in Gummersbach abgelegt. Die Beiden machten es dabei durchaus spannend.
Ein Teil der Prüfung besteht darin, dass ein Hund an einer vorgegebenen Stelle des Hundeplatzes abgelegt wird und dort alleine ruhig verweilt, bis der Hundeführer ihn wieder abholt. Während dieser Zeit läuft ein anderes Team die Übungen in der Unterordnung. Dummerweise beendete Cato diese „Ablage“ selbständig.
Anschließend wurde getauscht. Diesmal zeigte Jan mit Cato die Übungen in der Unterordnung. Und das so gut, dass sie trotz des vorangegangenen Patzers für den nachfolgenden „Verkehrsteil“ zugelassen wurden.
Dazu gehören u. a. Begegnung mit Hunden, Joggern und Radfahrern. Auch diesen Part meisterten die Beiden souverän. Am Ende hieß es deshalb „Herzlichen Glückwunsch – Prüfung bestanden“.
Zur Belohnung durfte Cato abseits des Platzes mit einer Hündin ausgelassen spielen, was Beide sehr genossen. Dass Jan an diesem besonderen Tag auch noch Geburtstag hat, erfuhren wir ganz nebenbei. Hat ihm Cato ein schönes Geschenk gemacht. Wir gratulieren!
[Update vom 10.05.: Eine Woche später hat Cato auch die Zuchttauglichkeitsprüfung bestanden. Jetzt fehlt ihm nur noch ein gutes Ergebnis bei einer Schau sowie ein Ausbildungskennzeichen, dann kann er als Deckrüde in der Zucht eingesetzt werden. Da würden wir uns natürlich freuen. ]
