Jetzt rollen die Erntewagen wieder durchs Feld: Die Herbstkartoffeln werden eingebracht. Und was zurückbleibt, das darf man aufsammeln. Eben schlummerten die braunen Knollen noch in der Erde, nun brutzeln sie als Kartoffelpuffer fröhlich vor sich hin. Lecker!
Auf der Suche nach den abgeernteten Kartoffelfeldern
In den Siebzigern prangten auf dem geheimnisvollen Häuschen noch keine Graffitis.
Als Kind habe ich mich oft gefragt, was sich wohl in dem fensterlosen Klinkerbau verbirgt, vor dem wir regelmäßig gespielt haben. Ständig drang ein merkwürdiges Brummen aus dem geheimnisvollen Klotz, dessen massive Stahltürenimmer verschlossen blieben.
Nun, kaum ein halbes Jahrhundert später, bin ich dem Rätsel endlich auf die Spur gekommen: Es handelt sich um eine Trafostation, die die ankommende Spannung von 10.000 Volt für die angrenzenden Straßen und Haushalte auf 220 Volt herunterbricht. Etwas in der Art hatte ich in späteren Jahren schon vermutet. Aber hineinblicken in das geheimnisvolle Häuschen durfte ich tatsächlich erst jetzt, als ich die Türen offen stehen sah und bei den gerade dort beschäftigten Handwerkern freundlich nachgefragt habe.
Mehr als einen knappen Schritt in das Innere wurde mir allerdings verwehrt: zu gefährlich für Unautorisierte angesichts der lebensbedrohlichen Hochspannung. Die Unterverteilungen für die einzelnen Straßen sind deshalb auch in separierten Metallkäfigen untergebracht, die ein wenig an Arrestzellen erinnern. Damit man nur ja nicht zu nah herankommt. Und in der Ecke brummt ein großer Transformator, der Lautgeber, den wir als Kinder immer gehört haben. Spannend, dass ich das doch einmal in Erfahrung bringen konnte. Geheimnis gelüftet 🙂
In den Käfigen: Die Unterverteilung für ganze Straßenzüge
An der Wand: Die Anschlüsse für jeweils mehrere Haushalte
Dem Insider verrät diese Außenantenne: Die Umspannstation ist bereits digitalisiert.
Was Foodblogger gerne verschweigen: So manches Gericht sieht ja auf den Bildern wunderbar aus, schmeckt aber tatsächlich überhaupt nicht. Zu viel Salz, die Zwiebeln angebrannt, im Gewürzregal daneben gegriffen – Ursachen für einen schlechten Beigeschmack gibt es viele. Aber das sieht man einem schönen Kochfoto natürlich nicht an.
Genau so ist es mir heute ergangen, als ich versucht habe, ein indisches Rezept für ein exotisches Ananas-Curry mit Tofu nachzukochen. Der Fehler lag in den Gewürzen. Erst habe ich den Ingwer und die Senfkörner anbrennen lassen, dann auch noch eine Handvoll Reis nicht genügend pulverisiert, sodass er sich in der Gewürz-Melange nicht wie ein feines Mehl auflösen konnte.
Der Kontrast zwischen der bitterscharfen Soße mit den bissfesten Reisstückchen und der süßen Ananas geriet dadurch nicht wie gewünscht lieblich, sondern einfach nur unangenehm. Eine kleine Portion des Essens habe ich zwar brav verköstigt, den Rest aber weggeschmissen. Tja, ist manchmal so. Also demnächst auf ein Neues, getreu dem Motto: Aus Fehlern wird man klug.
Da freute ich mich noch auf ein exotisches Ananas-Curry
Neu aus der KI auf meiner Festplatte: Frisch imaginierte Bilder in der Art von Marc Chagall (1887-1985).
Bei uns in Düsseldorf lief im Frühjahr eine große Ausstellung mit Werken Chagalls. Ich hatte gar nicht damit gerechnet, dass mir seine von religiöser Symbolik und der Herkunft aus einem jüdischen Schtetl in Weißrussland geprägten Bilder so gut gefallen würden. Aber dann habe ich die Ausstellung tatsächlich mehrmals besucht, weil ich so fasziniert war.
Nun, ein halbes Jahr später, habe ich Bilder im Stile von Marc Chagalldurch eine Bilder-KI erstellen lassen. Ich bin wirklich überrascht, wie gut die KI Chagalls unterschiedlichen Stile, seine breitgefächerten Motive und ihre typischen Bilddetails trifft.
Auf den letzten Drücker haben wir es doch noch zum alljährlichen Lichtfestival auf Schloss Dyck geschafft. Am letzten Abend der zweiwöchigen Veranstaltung ist dort noch einmal richtig viel los: Alle Parkplätze gut gefüllt mit Besuchern aus nah und fern.
Auch das Wetter spielt mit: Um 22:00 ist es noch spätsommerlich warm und gleichzeitig bereits herbstlich dunkel. Ein passendes Setting für den Übergang in die nun anstehende dunkle Jahreszeit.
Wir haben den Eindruck, dass in diesem Jahr weniger zahlreiche und auch weniger spektakuläre Lichtinstallation im großen Schlosspark zu sehen sind. Aber da mag auch ein gewisser Gewöhnungseffekt im Spiele sein, wenn man die Veranstaltung Jahr für Jahr besucht. Vielleicht ist man da auch schon ein wenig verwöhnt.
Dennoch ist es wie immer schön, zu später Stunde auf den spärlich beleuchteten Parkwegen zu flanieren und zu erkunden, was den Besuchern an den verschiedenen Stationen geboten wird.
Neu aus der KI auf meiner Festplatte: Frisch imaginierte Bilder im Stil von Wade Guyton (*1972).
Guyton gehört zur ersten Generation US-amerikanischer Künstler, die ihre Bilder am Computer erstellen und dann mit großformatigen Tintenstrahldruckern auf Leinwand bringen.
Der im Mittleren Westen aufgewachsene und in New York lebende Künstler erzielt mit seinen Arbeiten schon seit 2013 regelmäßig Preise von mehr als 1 Million Dollar. Seine Werke hängen in berühmten Museen wie dem Museum of Modern Art, New York, dem Centre Pompidou in Paris, dem Kunstmuseum Basel, der Pinakothek der Moderne in München oder dem Museum Ludwig in Köln.
Dort fand 2019 auch eine große Einzelausstellung des Künstlers statt, die ich seinerzeit besucht habe. Damals hätte ich absolut nicht vermutet, dass man sich schon in wenigen Jahren Kunst á la Guyton selbst mit Hilfe einer KI erstellen kann.
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