Rote Linsen, rote Bete

Rote Linsen, rote Bete
Büttgen, 18. Februar 2026

Sieht nicht nur unglaublich gesund und lecker aus, sondern ist es auch

Dieser Tage habe ich ein Rezept entdeckt, das zwei meiner Lieblingsgemüse zusammenbringt: Rote Linsen und Rote Bete. Ist eigentlich als kühler Salat gedacht, aber funktioniert auch warm sehr gut, wie wir jetzt ausprobiert haben.

Zunächst etwas gutes Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Linsen darin mit Kreuzkümmel und Curry etwas andünsten. Das Ganze mit Gemüsebrühe ablöschen und ca. 12 bis 15 Minuten köcheln lassen, bis die Linsen die gewünschte Bissfestigkeit erreicht abhaben. Dann alles in ein Sieb abgießen. Wenn man den Salat warm genießen möchte, anschließend zurück in den Topf geben und beiseite stellen.

Die vorgekochten Rote Bete abtropfen lassen und in kleine Stücke schneiden. Anschließend Lauchzwiebeln waschen, putzen und in Ringe schneiden. Petersilie zupfen und grob hacken.

Nun geht es ans Dressing, das aus Senf, Honig, Essig, Salz, Pfeffer und Öl angerührt wird. Erst jetzt die Linsen mit Rote Bete und Lauchzwiebeln vermengen. Das Dressing und die Petersilie untermengen und mit Pfeffer und Salz abschmecken. Und wer mag, kann noch etwas Fetakäse oder Ziegenkäse in Stücken unterheben. Fertig ist ein wunderbar vitamin- und proteinreiches Wintergericht.

( Michael Tischer )

Langen Foundation im Winter

Langen Foundation im Winter
NE-Holzheim, 15. Februar 2026

Künstlerbau auf der Langen Foundation bei Neuss

Für Architekturfotos ist der Winter oftmals eine gute Zeit. Wenn die Sonne tief steht und die Laubbäume ohne ihr Blattwerk selbst wie bionische Architektur wirken, gelingen regelmäßig schöne Aufnahmen. Heute habe ich den schönen Sonnenschein für eine 15 km Walkingrunde zur Langen Foundation bei Neuss genutzt, um dort die markante Architektur zu fotografieren.

Das von der Sammlerin Marianne Langen initiierte und gestiftete Ausstellungshaus liegt auf einer ehemaligen NATO-Basis inmitten der niederrheinischen Landschaft. Für dieses Gelände entwickelte der Sammler Karl-Heinrich Müller ab 1994 ein visionäres Projekt, bei dem Kunst und Natur zu einer einmaligen Synthese zusammengebracht wurden.

Einige Bauten wie das ikonische Museumsgebäude der Langen Foundation, wurden von dem berühmten japanischen Architekten Tadao Ando entwickelt. Charakteristisch für viele Bauten des Pritzker-Preisträgers ist die sichtbare Struktur der verbauten Schaltafeln aus geglättetem Beton. Sie orientieren sich an der Größe von Tatami-Matten und ergeben zusammen mit den Löchern der Schalungsanker ein markantes Bild. In dem Gebäude der Langen Foundation sind diese Strukturen durchgehend, zum Teil auch im Inneren, sichtbar.

( Michael Tischer )

Ankochen gegen den Winter

Ankochen gegen den Winter
Büttgen, 13. Februar 2026

Hier entstehen Zitronen-Spaghetti mit Riesengarnelen

So anhaltend grau und kalt habe ich lange keinen Winter mehr erlebt. Sonnentage Mangelware. Da wird es Zeit, die warme Jahreszeit auf dem Herdfeuer herbei zu beschwören. Am Besten mit einem Essen, das intensiv nach Sommer duftet und schmeckt, genauer gesagt nach mediterraner Zitrone.

Bei uns gibt es heute Zitronen-Spaghetti mit Riesengarnelen, ein ganz einfaches, aber wirkungsvolles Rezept. Die Spaghetti normal kochen und nach dem Abseihen im Topf mit Sahne, geriebener Zitrusschale, Zitronensaft und geriebenem Parmesankäse vermengen. Dann noch etwas frisch gemahlenen Pfeffer und Chiliflocken dazugeben.

Obenauf kommen die Riesengarnelen, die wir in einer Pfanne mit gutem Olivenöl, gehacktem Knoblauch, Petersilie und frischem Rosmarin kurz und scharf angebraten haben. Das schmeckt, als säße man bei einer frischen Brise im Schatten eines duftenden Zitronenheins ganz nah am Meer und ließe es sich sommerlich gutgehen.

Ankochen gegen den Winter

( Michael Tischer )

Voll am Drücker

Voll am Drücker
Büttgen, 12. Februar 2026

Unglaublich praktisches Werkzeug beim Hören und Lernen mit dem Smartphone unterwegs

Noch zwei Wochen bis zur nächsten Semester-Klausur, dann ist das Wintersemester 2025/2026 endlich Geschichte. Doch bis dahin muss ich noch ordentlich pauken, unter anderem auf meinen Walkingrunden.

Bewegung und Lernen, das passt gut zusammen, wie ich im Psychologie-Studium zunächst theoretisch erfahren und dann auch ganz praktisch erlebt habe. Und es ist auch nicht verkehrt, wenn man dabei die Sinne auf das Wesentliche fokussiert. Deshalb besser beim Walking im Dunkeln lernen, als im Hellen.

Voll am Drücker

Wer steht denn da nachts so einsam in der Gegend rum?

Auf meinen Abendrunden lasse ich mir dazu meine Aufzeichnungen und Merksätze aus dem Studium vom Smartphone vorlesen. Und damit ich zwischendurch leicht pausieren und zurückspulen kann, habe ich mir einen kleinen, feinen Drücker besorgt, der per Bluetooth angebunden ist. So lässt sich das Abspielen bequem steuern, während das klobige Smartphone in der Hosentasche bleibt.

In der linken Hand den Drücker, in der rechten Hand die Taschenlampe, so kann man mich jetzt immer spätabends rund um mein Heimatdorf antreffen. Ist allerdings außer mir um diese Uhrzeit niemand mehr unterwegs. Obwohl, das stimmt nicht ganz: Die Schneeglöckchen sind auch noch am Start, wie ich heute im Schein der Taschenlampe entdeckt habe. Und im Chor flüstern sie mir leise zu: Halt durch, es lohnt sich ganz bestimmt. Na, ich hoffe, ihr behaltet Recht 🙂

( Michael Tischer )

Erich Kästner: Der Februar

Erich Kästner: Der Februar
10. Februar 2026

Heuer ziehen die Narren Mitte Februar in die Alemannische Fastnacht

Nordwind bläst. Und Südwind weht.
Und es schneit. Und taut. Und schneit.
Und indes die Zeit vergeht
bleibt ja doch nur eins: die Zeit.

Pünktlich holt sie aus der Truhe
falschen Bart und goldnen Kram.
Pünktlich sperrt sie in die Truhe
Sorgenkleid und falsche Scham.

In Brokat und seidnen Resten,
eine Maske vorm Gesicht,
kommt sie dann zu unsren Festen.
Wir erkennen sie nur nicht.

Bei Trompeten und Gitarren
drehn wir uns im Labyrinth
und sind aufgeputzte Narren
um zu scheinen, was wir sind.

Unsre Orden sind Attrappe.
Bunter Schnee ist aus Papier.
Unsre Nasen sind aus Pappe.
Und aus welchem Stoff sind wir?

Bleich, als sähe er Gespenster,
mustert uns Prinz Karneval.
Aschermittwoch starrt durchs Fenster.
Und die Zeit verläßt den Saal.

Pünktlich legt sie in die Truhe
das Vorüber und Vorbei.
Pünktlich holt sie aus der Truhe
Sorgenkleid und Einerlei.

Nordwind bläst. Und Südwind weht.
Und es schneit. Und taut. Und schneit.
Und indes die Zeit vergeht,
bleibt uns doch nur eins: die Zeit.

( Michael Tischer )

Happy Birthday to me :-)

Happy Birthday to me :-)
Büttgen, 8. Februar 2026

Geburtstagstisch am 59ten Geburstag

59er Geburtstag, oh wei oh wei. Das Alter rückt näher, man siehts. Doch mein Schatz hat mir heute einen wunderbaren Tag bereitet. Mit einem liebevoll gestalteten Geburtstagstisch, feinen Geschenken und einem wunderbaren Kuchen. Vielen Dank dafür und auch an alle, die heute an mich gedacht haben.

( Michael Tischer )