Ein von zahlreichen Wasserflächen im Park, gespeist von der Erft
Einmal im Quartal besuche ich die Museumsinsel Hombroich, um das Landschaftsbild im Wechsel der Jahreszeiten zu beobachten. Jetzt im Herbst zeigt sich so manche Stelle im Park in Ampelfarben – Rot, Gelb und Grün. Wenn dann noch die Sonne auf die zahlreichen Wasserflächen scheint, taucht sie die Landschaft in eine fast magische Farbigkeit.
Heute habe ich mir eine spannende Variation zum Thema Rosenkohlauflauf zubereitet. Denn bei diesem Gericht kommt der gekochte und mit angebratenen Zwiebeln und veganem Hack vermengte Rosenkohl auf einem Bett aus gekochter Hirse zu liegen.
Und als Sauße bzw. zum Überbacken wird obenauf eine Mischung aus Schmand, Milch, Emmentaler Reibekäse, sowie gehackten Nüssen und zerstoßener Banane gegeben. Das ganze natürlich ordentlich mit Salz und Pfeffer gewürzt.
Vor allem bezüglich der Banane war ich doch etwas skeptisch, aber ich muss sagen: Das bildet eine ganz interessante, leicht süßliche Note im Kontrast zum Muskat, mit dem ich den Rosenkohl intensiv gewürzt habe. Ich bin begeistert.
Parallel zur viel besuchten Richter-Ausstellung zeigt der Düsseldorfer Kunstpalast derzeit Werke aus der umfangreichen Schenkung von Florian Peters-Messer, die der Viersener Sammler anlässlich seines 60. Geburtstags tätigt.
Die Ausstellung mit dem Titel „too much future“ umfasst eine pointierte Auswahl politischer Werke, die die gesellschaftlichen Umbrüche unserer Zeit kritisch aufgreifen.
Die Arbeiten zeitgenössischer Künstler kommen mal mit beklemmender Direktheit, mal mit expressivem Gestus oder mit konzeptueller Schärfe daher.
Neben einer Vielzahl raumgreifender Installationen gehören dazu Malerei, Zeichnung, Fotografie und Videokunst.
Die Sammlung verbindet dabei bekannte Positionen der Gegenwartskunst wie John Bock, Sophie Calle und Thomas Hirschhorn mit Werken junger Künstler*innen, darunter Rebekka Benzenberg, Harry Hachmeister, Henrike Naumann, Murat Önen, Ulrike Schulze und Sophia Süßmilch.
Nichts davon ist einfach nur „schön“, doch wenn man sich mit den Arbeiten ein wenig auseinandersetzt, begreift man, wie viel dahinter steckt und dass nichts von all dem zuföllig oder beliebig ist.
Ich hatte in den letzten zwei Wochen den Eindruck, die Herbstfärbung der Bäume sei in diesem Jahr etwas später dran, als sonst. Aber weit gefehlt. Es geht bereits voll los.
Bei einem ausgedehnten Spaziergang rund um mein Heimatdorf habe ich in den Baumschulen und an den Wegen schon zahlreiche rote, gelbe und orange gefärbte Bäume entdeckt. Dazwischen noch ganz viel Grün, doch das lässt die bunten Töne nur intensiver hervortreten.
Land Art inspiriert vom englischen Künstler Andy Goldsworthy
Anfang der 2000er Jahre habe ich zum ersten Mal die Werke des englischen Natur-Künstlers Andy Goldsworthy in einem Kunstbuch entdeckt.
Damals war ich völlig hingerissen von seiner Vorgehensweise, in der Natur aus vor Ort gefundenen Materialien wie Steine, Blütenblätter oder Holz vergängliche, aber ausdrucksstarke Kunstwerke zu schaffen. Und das ganz ohne künstliche, vom Menschen erschaffene Hilfsmittel.
Seine Arbeiten kann man nur als Fotografien bewundern, denn es ist nicht seine Intention, Spuren in der Natur zu hinterlassen. Vielmehr gibt er die Artefakte der Natur wieder zurück.
Goldsworthy führt uns die Schönheit der Natur vor Augen, indem er ihre Formen und Farben für wenige Stunden zu harmonisch komponierten Objekten vereint, sie dann aber der natürlichen Zerstörung überlässt.
Auch die verborgene Mystik des Ortes spielt für Goldsworthy eine große Rolle. Er lässt sich von seiner Umgebung beeinflussen und will auch den Ort selbst als Kunstwerk erleben.
Jetzt habe ich zum ersten Mal mit Hilfe einer Bilder-KI Kunstwerke in der Art von Andy Goldsworthy erschaffen. Es bedurfte einer gewissen Ausdauer und Experimentierfreude, um die richtigen Prompts (Ansagen) für die KI zu formulieren, doch ich finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Der Oktober ist schon halb vorüber und wir haben noch gar nicht richtig was vom Herbst gehabt. Fast immer nur Wolken, Regen und Grau. Von praller Sonne keine Spur. Und dabei müssen wir doch alle noch etwas Licht tanken, bevor der Winter kommt.
Aber heute ist es endlich mal richtig schön. Da lasse ich doch glatt mein Studium für ein paar Stunden sausen und laufe mit Doxi 9 km durch die Felder zwischen Büttgen-Vorst und Willich-Schiefbahn. Herrlich ist das! Bitte mehr davon.
Wanderkarte unserer Tour
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