Endloser Usedom-Strand

Endloser Usedom-Strand
Heringsdorf, 12.06.2024

Strand beim Ortsteil Baring

Im Nordosten von Usedom erstrecken sich auf einer Länge von mehr als zehn Kilometer feinster Ostseestrand bis zur Deutsch-polnischen Grenze bei Swinemünde (Swinoujscie).

In diesem Abschnitt liegen die Urlaubsorte Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck, die seit 2005 als Seebad Heringsdorf gemeinsam auftreten und agieren.

„Die drei Schwestern“, wie sie früher gerne bezeichnet wurden, sind mit Swinemünde über eine zwölf Kilometer lange Strandpromenade verbunden.

Tatsächlich folgt der rund 40 Meter breite Sandstrand dem Küstenverlauf sogar noch weitere 30 km nordwestwärts bis Peenemünde.

Doch nur diese „Kaiserbäder“ sind geprägt durch sehenswerte Ensembles der Bäderarchitektur, die oftmals Hotels und Ferienwohnungen beherbergen. Manche Etablissements stehen schon seit fast einhundert Jahren für gediegenen Luxus.

Für mich ist das alles eher nichts, und trotzdem finde ich es spannend, sich einmal einen Eindruck davon zu verschaffen. Einmal reicht dann aber bitte gerne 🙂

( MITI )

Im Herzen von Usedom

Im Herzen von Usedom
Stadt Usedom, 12. Juni 2024

Überfahrt auf die Insel Usedom vorbei an gefluteten Bäumen, kurz vor der Zecheriner Brücke

Usedom ist eine heute bedeutender Tourismusmagnet im äußersten Nordosten Deutschlands. Doch der Ort, der der Insel ihren Namen verliehen hat, bekommt davon vergleichsweise wenig ab.

Denn die Stadt Usedom liegt ein Stück weit im Landesinneren, geschützt vor den Sturmfluten der Küsten. Aber eben auch fern der begehrten Strände.

Dennoch lohnt sich ein Besucht dort, weil er zeigt, wie die Inselbewohner vor dem großen Tourismusboom gelebt haben.

Die Landstadt Usedom liegt im südwestlichen Teil der Insel, im sogenannten Achterland am Nordwestufer des Usedomer Sees, einer Bucht des Stettiner Haffs. Im Westen und Norden wird das Stadtgebiet vom Peenestrom umspült.

Am Rande des Ortes erhebt sich ein Schlosshügel, auf dem heute nur noch ein großes steinernes Kreuz errichtet ist. In früher Vorzeit sollen an diesem Ort die ersten slawischen Siedler das Christentum angenommen haben. Später stand dort eine mittelalterliche Burg, die aber bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts bereits weitgehend verfallen war.

Für internationales Aufsehen sorgte das Städtchen Anfang des 20. Jahrhunderts, als Berichte auftauchten, der Bürgermeister sei im März 1913 im Anschluss an eine Kreistagssitzung verschwunden und Wochen darauf in Algier als Mitglied der französischen Fremdenlegion wieder aufgetaucht.

Ein halbes Jahr darauf stand der Bürgermeister wieder vor seiner Haustüre und hinterlies der Welt einen autobiographischen Kurzroman, in dem er seine Erlebnisse schilderte.

( MITI )

Tor zur Insel Usedom

Tor zur Insel Usedom
Anklam, 12.06.2024

Blick über die Peene zur Innenstadt

Wir verbringen den Vormittag in der schönen Hansestadt Anklam am Übergang zur Halbinsel Usedom. Von hier stammt der berühmte Luftfahrtpionier Otto Lilienthal, dem die Stadt ein Museum gewidmet hat.

Anklam liegt am Fluss Peene, wenige Kilometer vor dessen Mündung in den zur Ostsee fließenden Peenestrom.

Östlich von Anklam befindet sich mit der Zecheriner Brücke eine von zwei Straßenbrücken über den Peenestrom auf die Insel Usedom. Die Andere verläuft weiter nördlich bei Wolgast.

Bereits im ersten Jahrhundert v. Chr. wanderten Germanen in das Peeneurstromtal  ein. Im 7. und 8. Jahrhundert ist eine erste Slawenansiedlung im Bereich des heutigen Pferdemarktes nachweisbar. Stadtrechte erhielt Anklam etwa um das Jahr 1250.

Im Zweiten Weltkrieg gehörte Anklam neben Eberswalde und Freiburg i.B.  zu den drei einzigen deutschen Städten, die von der eigenen Luftwaffe bombardiert wurden, um den Gegner aufzuhalten.

Aber auch durch die Angriffe der Alliierten war bei Kriegsende vom historisch vielfältigen Bauensemble der Stadt aus Backsteingotik, Barock und Fachwerk nahezu alles zerstört.

Die DDR errichtete in den entstandenen Baulücken fast ausschließlich Plattenbauten, von denen eine ganze Reihe – etwa die am Marktplatz – nach der Deutschen Wiedervereinigung wieder niedergerissen wurden. Damit wurde einer gefälligeren Bebauung Platz gemacht, die mehr an das historische Anklam erinnert. Und damit wirkt Anklam heute durchaus einladend.

( MITI )

Friedland in der Uckermark

Friedland in der Uckermark
Friedland, 11.06.2024

Neubrandenburger Tor, im Hintergrund die Marienkirche

Wir beenden den Tag auf einem wunderbaren und noch dazu kostenlosen Stellplatz am Mühlensee vor der Toren der Stadt Friedland. Die Stadt liegt im östlichen Teil des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte.

Die ursprüngliche Siedlung entstand im 12. Jahrhundert an einem Wegekreuz alter Handelsstraßen am Rande der großen Niedermoore der Uckermark.

Um 1300 entwickelte sich ein gitterförmiges Straßenraster in einem ellipsenförmigen Stadtgrundriss, den man noch heute an der gut erhaltenen Stadtmauer nachvollziehen kann.

Mit dem gotischen Anklamer Tor und dem Neubrandenburger Tor enstanden in den folgenden Jahrhunderten massive Stadttore. Hinzu kam der runde Fangelturm, der 1911 zum Wasserturm umfunktioniert wurde und heute als Aussichtsturm dient.

Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurden große Teile der Altstadt zerstört bzw. von Rotarmisten niedergebrannt.

Seit 1965 im Altstadtbereich errichtete DDR-Neubauten prägen heute das Stadtbild. Dass diese Bauten für die Einwohner damals eine große Errungenschaft waren, vergisst man heute nur allzu leicht ob ihrer Uniformität und einem Hauch von Tristesse.

( MITI )

Kurzhalt in Strasburg

Kurzhalt in Strasburg
Strasburg / Uckermark, 11. Juni 2024

Stadtkirche St. Marien

Ein Srrasburg gibt es nicht nur im Elsass. Auf dem Weg von Woldegk nach Friedland komme ich durch den Ort Strasburg in der Uckermark und mach dort kurz am belebten Marktplatz halt.

Strasburg ist die einzige Gemeinde der Uckermark, die nicht in Brandenburg liegt, sondern zu Mecklenburg-Vorpommern gehört.

Doch zu sehen gibt es hier nicht viel: Eine mächtige Kirche, ein kleines Rathaus, verfallene Häuser, die vermutlich schon zu DDR-Zeiten unbewohnbar waren. Da fahren wir doch zügig weiter.

( MITI )

Windmühlenstadt Woldegk

Windmühlenstadt Woldegk
Woldegk, 11. Juni 2024

Museumsmühle Woldegk (Erdholländer)

Woldegk ist eine Stadt im Südosten von Mecklenburg-Vorpommern am Rande der Helpter Berge. Mit über 100 m ü.N.N. zählt Woldegk zu den höchstgelegenen Orten Mecklenburgs.

Diese exponierte Lage prädestinierte Woldegk schon im Mittelalter für die Ausnutzung der Windkraft – der Zeit entsprechend durch Windmühlen.

Auf dem Mühlenberg oberhalb des Ortes entstand 1587 eine erste Bockwindmühle. 1635 waren in Woldegk bereits vier Windmühlen verzeichnet, bis 1745 wuchs ihre Zahl auf sieben.

Zwischen 1859 und 1893 wurden sechs dieser Bockwindmühlen abgerissen und an ihrer Stelle Erdholländer-Windmühlen erbaut, die bis heute existieren.

Mit Doxi laufe ich erst zum Mühlenberg hinauf und anschließend noch ein wenig durch den Ort zur Fröhlckeschen Mühle am Ortsrand. Schön zu sehen, dass die Mühlen hier so gut erhalten sind.

( MITI )