Blick auf den Stellplatz. Etwas rechts von der Bildmitte: Ich 🙂
Hier haben wir gestanden:
Stellplatz:
Wohnmobilhafen am Nationpark Eifel
Ort:
Gemünd / Schleiden
Adresse:
Pfarrer-Kneipp-Straße 3
53937 Schleiden
Preis pro Nacht:
10 € / Strom verfügbar (Daten vom 12.04.2025)
Zusatzinfo:
Ein wunderbarer Ort: Komplette Infrastruktur und nur drei Schritte in die Natur.
Seit 15 Jahren bin ich – mit vielen Unterbrechungen – auf Deutschland-Tour. Mehr als 1.300 Orte habe ich bereits besucht, auf mehr als 600 Wohnmobil-Stellplätzen übernachtet. Doch es gibt nur einen Stellplatz, den ich regelmäßig aufsuche: den Wohnmobilhafen am Nationalpark Eifel in Gemünd.
Hier komme ich hin, wenn ich arbeiten oder studieren will. Morgens und abends wird mit Doxi schön gewandert, dazwischen Yoga praktiziert und am Computer gearbeitet. Immer mit herrlichem Blick auf den Kurpark und dem Buchenwald des Kermeters gleich hinter mir. Ich liebe diesen Platz!
Jetzt war ich wieder zehn Tage dort, habe Statistik gepaukt, das Voranschreiten des Frühlings genossen und bei herrlichem Sonnenschein meine neue Drohne ausprobiert. Das folgende Video ist dabei entstanden.
Ganz Deutschland wartet auf den Frühlingsregen. Seit Anfang März hat es in den meisten Landesteilen nicht mehr nennenswert geregnet. Der Rhein und der Bodensee auf Tiefstand, Pflanzen und Sträucher ohne tiefes Wurzelwerk ächzen in der starken Frühlingssonne.
Auch in der Eifel spürt man das Regendefizit allenthalben. Die Urft als einziger Zufluss der Urfttalsperre führt kaum Wasser. Und im Wald liegt das Laub noch hoch wie im Herbst.
Bei jedem Schritt raschelt es unter meinen Füßen, als hätten wir November oder Dezember. Mangels Feuchtigkeit ist da bislang noch nichts richtig zusammengepappt. Das habe ich Mitte April auch noch nicht erlebt.
Zum Abschluss unserer Eifeltour drehe ich mit Doxi eine zehn Kilometer lange Runde hinauf in den Kermeter und wieder hinunter zur Urft.
Es herrscht herrliches Frühlingswetter, doch ab Morgen sollen atlantische Tiefausläufer endlich Regen bringen. Hoffentlich wird es nicht zu wenig.
Zehn Tage war ich mit Doxi täglich im großen Kermeter hinter Gemünd unterwegs. Dort konnte ich beobachten, wie der Frühling auch im Wald langsam Einzug hält. Jeden Tag ein kleines Stückchen mehr.
In den Wipfeln der Buchen sprießt es noch nicht, doch dafür tut sich darunter einiges: Die Bodendecker erblühen, der Bärlauch wagt sich aus dem Boden und die kleinen, bodennahen Stäucher und Bäume zeigen ein erstes zartes Grün. Schön ist das anzusehen.
Blick hinunter auf Gemünd
Unterwegs entlang der Urft Richtung Kall
Blick von der Kuckucksley ins Oleftal
Oberhalb von Gemünd
Herrlich, diese Frühlingssonne
Blick hinüber zum Olefer Kirchwald
Der Bärlauch sprießt
Brückenheiliger am Zusammenfluss von Urft und Olef
Nahe der Deutsch-Belgischen Grenze zwischen Schleiden und Monschau gibt es einige Bachtäler mit großen Beständen von wilden Narzissen.
Dort, wo der Fuhrtsbach und der Perlenbach bei Alzen zusammenfließen, waren Doxi und ich heute auf einer 10 km langen Wanderung unterwegs, um das Gelb-Grüne Schauspiel zu bewundern.
Jetzt, zur Hochblütezeit der Narzissen, ist dort richtig viel los. Insbesondere an Wochenenden sieht man teilweise die Narzissen vor lauter Besuchern gar nicht mehr. Deshalb sind wir früh an einem Wochentag von unserem Stellplatz in Gemünd aufgebrochen. Und tatsächlich sind wir um diese Uhrzeit noch allein unterwegs.
Es ist schön zu beobachten, wie sich die Blütenköpfe der aufsteigenden Sonne entgegenstrecken – auf den Wiesen, an den Wasserläufen und teilweise sogar in schmalen Felsritzen am Wegesrand. Haben wir genau die richtige Zeit erwischt.
Neu aus der KI auf meiner Festplatte: Frisch imaginierte Bilder im Stile von Gustav Klimt (1862-1918).
Während ich mit dem Wohnmobil zwar gemütlich und mit schönem Ausblick in der Eifel stehe, aber täglich vor allem mit dem trockenen Studienthema „Statistik für Psychologen“ beschäftigt bin, war mir der Sinn zwischendurch nach etwas Kunst und Kreativität. Vielleicht als Ablenkung von der schnöden Mathematik, vielleicht auch ein wenig als Sublimation.
Vor einer Weile hatte ich hier auf bloxi.de schon einmal KI-Werke im Stile von Klimt präsentiert. Den Superstar des Wiener Jugendstils beherrscht die von mir favorisierte Bilder-KI erstaunlich gut. Deshalb ich jetzt einige weitere Motive erstellt. Ich liebe das Experimentieren mit Midjourney, auch wenn sicher nicht jedes Werk gleich ein Hit ist.
Blick von meinem Studienplatz in den Kurpark von Gemünd
Ich bin für ein paar Tage mit dem Wohnmobil in die Eifel gekommen, um mein neues Studiensemester einzuleiten.
Ging es im letzten Semester vor allem um das Pauken von Grundlagen der Psychologie (man war das viel), dreht sich nun alles um Statistik. Es wird also reichlich mathematisch.
Ich bin zum ersten Mal wieder auf dem Stellplatz in Gemünd, seit dort während meines letzten Aufenthalts im Oktober 2024 völlig überraschend die Stellplatzbetreiberin verstorben ist.
Über die Jahre hatten wir uns angefreundet und wenige Stunden vor ihrem Tod noch länger miteinander gesprochen, ohne dass es ihr offensichtlich schlecht ging. Im Gegenteil. Es ist schon ein komisches Gefühl, dass die Karin jetzt einfach nicht mehr da ist. Und es ist traurig, dass sie all ihre Träume nicht mehr verwirklichen konnte.
Außerdem spüre ich, dass meine geliebte Doxi nun wirklich alt geworden ist. In wenigen Wochen vollendet sie ihr zwölftes Lebensjahr. Die ganz großen Wanderungen sind jetzt nicht mehr drin. Aber immerhin: sieben bis acht Kilometer Strecke inklusive des Aufstiegs aus dem Urfttal auf die umliegenden Höhen, das schafft sie noch. Und bei uns im Flachland auch mal zehn oder zwölf Kilometer.
Durch die Höhenlage hinkt der Frühling im Vergleich zum Rheinland hier um mindestens zwei bis drei Wochen hinterher. Die Narzissen und Forsythien blühen bereits, aber im Wald tut sich noch nicht viel. Doch das kann nicht mehr lange dauern, denn es herrscht herrlicher Sonnenschein. Der sorgt auch dafür, dass sich der Womo-Stellplatz zum Wochenende hin komplett füllt. Aber unter der Woche haben wir wieder Ruhe. Gut zum Studieren 🙂
So schön einsam stehen wir hier nur unter der Woche
Doxis Art, den Womo-Stellplatz zu begrüßen
Morgen-Yoga im Sonnenschein
Ein Gruß an die Narzissen
Schön, dass die Farben zurückgekehrt sind
Wenig Wasser in der Urft
Die große Jugendherberge am Rand von Gemünd
Im Wald zeigen sich die ersten Bodendendecker
Wilde Narzissen an einem Südhang
Noch sind die Bäume kahl und erlauben scshöne Fernblicke
Oberhalb des Braubachtals
Alles sehnt sich nach dem Frühling
Blick über das Urfttal in Richtung Vogelsang
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