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Herbst in den Kämpen

Herbst in den Kämpen
Düsseldorf-Urdenbach, 17.12.2019

Unberührte Reste des Altrheins in den Urdenbacher Kämpen

Herbststimmung am Rhein in den Urdenbacher Kämpen im Süden von Düsseldorf. Mit meiner Wanderfreundin Gabi bin ich auf einer 15 km langen Wanderung zwischen den Stadtteilen Benrath, Urdenbach und Garath unterwegs, die am Rande des Parks von Schloss Benrath startet.

Es ist viel zu warm für diese Jahreszeit heute, fast 15 Grad, und das wenige Tage vor Weihnachten. Wir laufen am Rheinufer entlang in südlicher Richtung und bemerken sofort, dass der Rhein ordentlich Hochwasser führt.

Bald müssen wir auf den Rheinwiesen dem Hochwasser ausweichen und schlagen uns durch Brombeerhecken in Richtung der Rheinfähre Zons durch.

Anschließend geht es auf Feldwegen über das historische „Haus Birgel“ in Richtung der Urdenbacher Kämpen, einem verwilderten Altrheinarm, in dem viele Wasservögel zu Hause sind.

Jetzt, nachdem die Bäume ihre Blätter abgeworfen haben, kann man die Vögel auch aus der Distanz von den wenigen Wegen aus gut beobachten. Mehrmals begegnen uns „Bird-Spotter“ mit ihren teuren Kameras und riesigen Objektiven.

Auch wir entdecken Fischreiher und Kormorane, die oberhalb der Wasserflächen auf abgestorbenen Baumstämmen sitzen und auf Beute lauern. Irgendwie passt die Stimmung hier sehr gut zu den letzten Tagen des Herbstes, die nun angebrochen sind.

( MITI )

Schloss Eller

Schloss Eller
Düsseldorf, 11. Oktober 2019

Das 2010 komplett sanierte Schloss Eller befindet sich heute im städtischen Besitz

Ein Schloss mitten in Düsseldorf, das ich noch nicht kenne, ja gibt’s das denn? Mit Doxi war ich heute im schönen Schlosspark Eller unterwegs. Eller liegt im Südosten Düsseldorfs und war bis 1909 eine eigenständige Gemeinde. Durch den Stadtteil fließt der südliche Arm der Düssel, der der Stadt ihren Namen verliehen hat.

Schloss Eller ist ein 1826 an Stelle einer mittelalterlichen Wasserburg errichtetes Herrenhaus im klassizistischen Stil.

Das Schloss wird von einigen mittelalterlich anmutenden Wirtschaftsgebäuden umgeben, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts im historisierenden gotischen Stil errichtet wurden. Die Obergeschosse sind als sichtbares Fachwerk konstruiert und mit Türmen und Erkern ausgestaltet.

Die einstige Burg war Keimzelle des Dorfes Eller, das früher weit vor den Toren Düsseldorfs in ländlich geprägter Umgebung lag. Heute bildet das Areal eine grüne Insel inmitten großstädtischer Bebauung.

Die Schlossanlage wird von einem großen Weiher umgeben, an dem sich der Schlosspark Eller anschließt. Der englische Landschaftspark bildet eine der größten Parkanlagen in Düsseldorf und ist ideal geeignet, um meiner Doxi mal richtig Stöckchen zu schmeißen. Hier waren wir nun zum ersten, aber sicher nicht zum letzten Mal unterwegs.

( MITI )

Urdenbach, Garath und Benrath

Urdenbach, Garath und Benrath
Düsseldorf-Benrath, 25. Mai 2019

Doxi in den überfluteten Rheinwiesen bei Schloss Benrath

Jetzt ist der Starkregen der vergangenen Woche in Süddeutschland als Hochwasser bei uns am Niederrhein eingetroffen. Als ich am Morgen mit Doxi bei Düsseldorf-Benrath und -Urdenbach am Rhein unterwegs bin, sind die Rheinwiesen größtenteils überflutet. Doxi stapft vergnügt durch das Wasser, während ich mich bemühe, keine nassen Füße zu bekommen.

Wir wandern immer an der Wasserkante entlang durch die Urdenbacher Kämpen bis zur Rheinfähre Zons-Urdenbach. Dahinter laufen wir in östlicher Richtung auf das Haus Bürgel zu, einem mittelalterlichen Lehensgut zwischen Monheim und Urdenbach, das auf ein römisches Kastell zurückgeht.

Weiter geht es durch die Feldflächen zum Urdenbacher Altrhein und weiter durch einen Grüngürtel zwischen Düsseldorf-Garath und -Hellerhof.  Wir unterqueren die Autobahn A59 und laufen durch Garath bis zum Garather-Wald an der Stadtgrenze zu Hilden.

Wir kommen am Schloss Garath vorbei und laufen weiter durch den Wald in nördlicher Richtung. Dann unterqueren wir wieder die Autobahn A59 und laufen hinein nach Benrath bis zum großen Schlossweiher vor dem Schloss Benrath.

Wir durchqueren den schönen Schlosspark und erreichen dahinter nach knapp vier Stunden und 16 Wanderkilometern wieder unseren Startpunkt am Rhein. Das war ein schöner Mix aus Flusspanorama, Wiesen- und Waldflächen und urbaner Bebauung. Und das alles gerade einmal 20 Kilometer von unserem Zuhause entfernt.

( MITI )

Im Schlosspark Benrath

Im Schlosspark Benrath
Düsseldorf-Benrath, 12. November 2018

Skulpturen auf der Rückseite von Schloss Benrath

Seit drei Tagen regnet es bei uns im Rheinland endlich mal wieder. Das war auch bitter nötig. Eine kurze Regenpause am Vormittag nutze ich heute für einen Rheinspaziergang mit Doxi.

Wir sind am Rheinbogen in Düsseldorf-Benrath unterwegs. Es ist für den November so außergewöhnlich warm, dass ich meine Jacke ausziehe und im T-Shirt am Rheinufer entlang schlendere.

Gleich neben dem Rhein liegt das zwischen 1755 und 1773 im Auftrag des Kurfürsten Karl Theodor von der Pfalz errichtete Barockschloss Benrath. Das denkmalgeschützte Ensemble von Lustschloss, Jagdpark, Weihern und Kanalsystem gilt als bedeutendes architektonisches Gesamtkunstwerk von Düsseldorf.

Der große Park mit seinen sternförmigen Sichtachsen ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Doch gerade jetzt, wo Buchen, Akazien und Ginkgos ihr herbstlich-buntes Farbenspiel präsentieren, macht die Parklandschaft besonders viel her. Ein Traum in Gelb, Orange und Rot.

( MITI )

Kirmes in Düsseldorf

Kirmes in Düsseldorf
Düsseldorf, 15. Juli 2018

Blick von der Rhein-Knie-Brücke auf die Düssedorfer Kirmes

Morgens wandern, abends Rad fahren – unter diesem Motto waren wir heute am Vormittag zunächst bei Erkrath auf Schusters Rappen unterwegs, um am Abend mit dem Fahrrad zur Düsseldorfer Kirmes zu radeln.

Zuvor haben wir das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft in Russland geschaut, das Frankreich gegen Kroatien mit 4:2 Toren doch relativ eindeutig gewonnen hat.

Nach der Hitze des Nachmittags ist es kurz vor dem Sonnenuntergang richtig schön mild geworden. Auf der Kirmes ist entsprechend viel los. Die Menschen drängen durch das Gelände, die Stimmung ist heiter und gelöst.  So lasse ich mir einen Abend auf der Kirmes gefallen.

( MITI )

In der Ilvericher Altrheinschlinge

In der Ilvericher Altrheinschlinge
Meerbusch, 21. Februar 2018

Die Flughafenbrücke der Autobahn A44 grenzt an das Naturschutzgebiet

Sonne und Kälte prägen zurzeit unser Wetter. Dick eingepackt mit Handschuhen und Mütze sind wir heute an der Ilvericher Altrheinschlinge bei Meerbusch unterwegs. Das Naturschutzgebiet umfasst die einzige vollständig geschlossene Altarmschlinge in unveränderter Geomorphologie am Niederrhein.

Es handelt sich um eine Auenlandschaft mit Sumpfgewässern, extensiv genutzten Feuchtwiesen und Ackerflächen, Rainen und Bruchwaldgebieten, mit einer reichhaltigen Fauna und Flora.

Das Gebiet entstand vor rund 3000 Jahren, nachdem ein Altarm des Rheins vollständig verlandet war.

Die 200 bis 500 Meter breite Schlinge liegt links des heutigen Rheinlaufs. Früher diente sie als Überschwemmungsgebiet des Rheins bei Hochwasser.

Heute ist das Gebiet durch einen Deich vom Rhein abgetrennt und wird von zahlreichen Fahrradfahren, Joggern und Spaziergängern zur Naherholung genutzt. Direkt angrenzend verläuft die Autobahn A44 mit der Düsseldorfer Flughafenbrücke. In zwei Tunneln unterquert die Autobahn das geschützte Gebiet der Rheinschlinge.

Wir drehen hier bei herrlichem Sonnenschein eine neun Kilometer lange Runde. Nur auf den Passagen am Rhein und auf dem Rheindeich ist eine Menge los. Auf den teils äußerst matschigen Feldwegen sind wir weitgehend alleine unterwegs, sieht man einmal von einigen Rehen ab, die Doxi aber glücklicherweise weder gesehen noch gewittert hat 😉

( MITI )