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Paddeln auf dem Unterbacher

Paddeln auf dem Unterbacher
Düsseldorf, 19. Juni 2022

Hier hat jemand das gemietete Tretboot am Ufer zurück gelassen – einen Wasser-Ferrari

Erneut sitze ich im Faltboot und bin auf einem der beliebten Bade- und Wassersportreviere im Rheinland unterwegs – heute auf dem Unterbacher See im Süden von Düsseldorf an der Stadtgrenze zu Hilden.

Der 84 ha große See ist zwischen 1926 und 1973 durch die Ausbaggerung von Sand und Kies entstanden. Er wird ausschließlich durch Grundwasser gespeist.

Seit den 1950er Jahren wird der See als Naherholungsgebiet genutzt. Heute gibt es dort zwei Strandbäder, zwei Campingplätze, eine Marina, Bootsverleih, Gastronomie, Surfschule und Kletterpark.

Eigentlich wollte ich schon gestern auf den See, doch bei Temperaturen von fast 35 Grad war auf und rund um den See die Hölle los.

Am Morgen danach liegt der See bei nur noch 25 Grad ruhig und beinahe menschenleer da. Ich genieße es, zwei Stunden auf dem See zu paddeln.

Rund um den See leben viele Wasservögel, die sich von der reichlich sprießenden Unterwasservegetation ernähren. Dort wächst so viel, dass ein spezielles Ernteschiff, die Seekuh („SeeQ 2.0“), im Sommer regelmäßig damit beschäftigt ist, die obersten Schichten der Vegetation abzuweiden.

( MITI )

Schlosspark Heltorf

Schlosspark Heltorf
Düsseldorf-Angermund, 5.09.2021

Einlaufweiher im Park Heltorf

Zwischen Düsseldorf-Angermund und Duisburg-Rahm befindet sich das Schloss Heltorf mit einem großen englischen Landschaftsgarten, der seit einigen Jahren der Öffentlichkeit zugänglich ist.

Der 1803 angelegte Waldpark beinhaltet auf einer Fläche von 54 Hektar einige seinerzeit exotische Gehölze, darunter die zweitälteste Rhododendrenpflanzung in Deutschland.

Leider sind die Rhododendren jetzt, Anfang September, bereits verblüht. Dennoch ist der Park, der vom Angerbach umflossen wird, aufgrund seines alten Baumbestands absolut sehenswert.

Das Schloss befindet sich seit dem 17. Jahrhundert im Besitz der Grafen von Spee, die von dort heute ihre umfangreichen Besitztümer in Düsseldorf und im südlichen Ruhrgebiet verwalten.

An das im frühen 19. Jahrhundert im klassizistischen Stil erbaute Herrenhaus schließt sich die 1862 im neugotischen Stil errichtete Schlossbibliothek an. Sie beinhaltet eine umfangreiche Sammlung alter Bücher, die Gräflich von Spee’sche Bibliothek.

( MITI )

Pfingsten am Parlamentsufer

Pfingsten am Parlamentsufer
Düsseldorf, 23. Mai 2021

Brücke über die Hafeneinfahrt von Düsseldorf mit Blick zum Parlamentsufer. Im Hintergrund: Die ikonischen Gehry-Bauten.

Pfingsten, normalerweise wären wir und Millionen Deutsche jetzt auf Kurzurlaub unterwegs, wenn nicht Corona wäre. Doch in diesem Jahr ist ja alles anders. Auch wenn das Impfen der Bevölkerung mittlerweile zügig voran schreitet und die Inzidenzen derzeit täglich sinken: vorbei ist der Spuk noch nicht.

Also begnügen wir uns mit einem großen Pfingstspaziergang am Rhein in Düsseldorf. Dort, wo wir vor vier Monaten durch das Winterhochwasser gewatet sind, blüht und grünt es nun auf den Rheinwiesen.

Wir laufen von Düsseldorf-Hamm aus einmal komplett um den Hafen und das Rheinknie, vorbei an Funkturm, Landtag, Rheinuferpromenade und durch die Altstadt und den Medienhafen wieder zurück.

Fast dreieinhalb Stunden sind wir auf diese Weise unterwegs. Es ist ziemlich windig und anfangs auch noch ein wenig kalt, aber die Sonne setzt sich immer mehr durch.

Wir wundern uns, dass für einen Feiertag doch gar nicht so viel am Rhein und in der Altstadt los ist, aber das kommt bestimmt noch. Vielleicht sind wir einfach zu früh dran.

( MITI )

Rheinhochwasser im Sonnenschein

Rheinhochwasser im Sonnenschein
Düsseldorf, 31. Januar 2021

Die Rheinwiesen sind größtenteils überflutet, hier bei Hamm

Der graue und nasse Januar verabschiedet sich mit dem ersten Rheinhochwasser des Jahres – und mit den ersten Sonnenstrahlen gefühlt seit Weihnachten.

Wir laufen von der Kardinal-Frings-Brücke am Düsseldorfer Rheinufer entlang bis zum Funkturm. Die Rheinwiesen stehen größtenteils unter Wasser, aber hier und da bleibt  noch ein kleiner grüner Streifen, dem wir auf unserem Weg Richtung Zentrum folgen.

Es ist eisig kalt, doch wir genießen die Sonne und die kräftigen Farben, denn davon hatten wir in den letzten Wochen wirklich viel zu wenig.

( MITI )

Der verschwundene Camping-Platz

Der verschwundene Camping-Platz
Langst-Kierst, 28. November 2020

Blick vom Rheinufer hinüber nach Kaiserswerth

Upps, wo sind denn die ganzen Wohnwagen geblieben? Dicht gedrängt stehen sie sonst auf dem beliebten Camping-Platz an der Rheinfähre Langst-Kierst, unmittelbar gegenüber der historischen Kulisse von Düsseldorf-Kaiserswerth.

Doch nun ist kaum zu erkennen, wo hier auf den Rheinwiesen, nur wenige Meter vom Fluss entfernt, sonst ein Camping-Platz sein soll. Man sieht zunächst nur Wiese, Büsche und Bäume.

Erst auf den zweiten Blick wird klar, dass der Camping-Platz nicht etwa verschwunden ist, sondern einfach komplett geräumt wurde. Möglicherweise, um den regelmäßigen Rheinhochwassern in Winter-Halbjahr aus dem Weg zu gehen.

So schlendern wir ungestört über das ansonsten eingezäunte Gelände hinunter zum Rheinufer mit seinem breiten Kiesstrand. Mit Blick auf das schöne Kaiserswerth und das sich anschließende Wittlaer laufen wir mehrere Kilometer flussaufwärts in Richtung Krefeld.

Es ist kalt, aber die Sonne strahlt in den Mittagsstunden von einem blauen Himmel kraftvoll auf uns herab. Überall sind Vögel zu hören und so könnte man meinen, der Winter wolle schon dem Frühling weichen. Dabei geht es gerade erst richtig los mit der kalten Jahreszeit. Aber wunderschön ist es heute hier, nur rund 20 km von unserem Zuhause entfernt.

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Drei-Seen-Runde Dussi

Drei-Seen-Runde Dussi
Düsseldorf-Unterbach, 25.11.2020

Blick vom Aussichtsturm auf den Elbsee

Im Südosten von Düsseldorf an der Stadtgrenze zu Erkrath und Hilden liegen mit dem Unterbacher See und dem Elbsee zwei wichtige Naherholungsgebiete für den Großraum Düsseldorf. Dort war ich heute mit Heike und Doxi auf einer 12 km langen Wanderung unterwegs, die uns fast ausschließlich am Wasser entlang führte.

Wir starten am Unterbacher See, ein durch Auskiesung entstandener Baggersee, der ausschließlich aus Grundwasser gespeist wird. Am See gibt es zwei Freibäder, Campingplätze, Gastronomie und einen Hochseilgarten.

Am südwestlichen Seerand unterqueren wir die Autobahn A46, die den Unterbacher See vom etwa gleich großen Elbsee trennt.

Auch dieser See ist durch Auskiesung entstanden und dient heute vor allem dem Wassersport. Große Teile des Seeufers sind offiziell nicht zugänglich und ermöglichen damit eine artenreiche Flora und Fauna.

Angrenzend an den See befinden sich weitere Wasserflächen, darunter der Dreiecksweiher und der Menzelsee. Im Winter sind die Seen ein bedeutender Lebensraum für durchziehende, rastende und überwinternde Vogelarten. Mehr als 70 davon, darunter seltene und gefährdete Arten, wurden beobachtet.

Wir umrunden den Elbsee, bis wir wieder zur Autobahn gelangen, und laufen dann am Rande des Autobahnzubringers unter ohrenbetäubenden Verkehrslärm wieder hinüber zum Unterbacher See. Obwohl man die Autobahn am südlichen Seeufer immer deutlich vernimmt, ist hier zu jeder Jahreszeit eine Menge los. Denn so viele vergleichbare Naherholungsgebiete gibt es im Osten von Düsseldorf einfach nicht …

( MITI )