Die Welt der Hominiden – im Museum am Ausgang des Neandertals
Am Ausgang des Neandertals südlich von Mettmann, dort, wo man 1856 Knochen des Vormenschen entdeckt hat, steht das Neandertal-Museum. Das futuristisch anmutende Haus ist der Ur- und Frühgeschichte des Menschen und seiner kulturellen Entwicklung gewidmet.
Mit zahlreichen Exponaten wird die Geschichte des Fundes, seine wissenschaftliche Erschließung und das heutige Wissen über die Geschichte der Hominiden erschlossen.
Die Ausstellungsgegenstände sind teils chronologisch nach Epochen der Menschwerdung, teils nach sozialen und kulturellen Themengebieten angeordnet. Viele Stationen sind kindgerecht aufbereitet.
Zusätzlich gibt es vertiefende Audiobeiträge, die man sich über Kopfhörer erschließen kann, die jeder Besucher erhält.
Interessant finde ich, dass schon ein Jahrzehnt vor den Funden im Neandertal ähnliche Funde in Gibraltar gemacht wurden. Doch damit konnte damals niemand etwas anfangen.
Erst die zeitliche Nähe des Neandertal-Fundes zum Erscheinen von Darwins „Über die Entstehung der Arten“, ließdie Vorstellung von einer schrittweisen Entwicklung vom Affen zum Vormenschen zum heutigen Homo Sapiens aufblühen. So kam der Neandertaler zu seinem Namen, wie er bis heute gebräuchlich ist.
Auf einer schönen Wanderung durch die leicht hügelige Landschaft das Niederbergischen war ich heute mit Doxi zwischen Homberg (Stadt Ratingen) und Metzkausen (Stadt Mettmann) unterwegs.
Auf der 12 km langen Wanderung folgen wir zunächst dem Schwarzbachtal und später dem Meisenbachtal. Wir laufen an schönen Bauernhöfen vorbei, erreichen bei Hoferhäuschen die Höhen zwischen Metzkausen und Homberg mit schönem Fernblick in Richtung Nordwesten.
Am Horizont blinkt etwas und bei genauerem Hinsehen stelle ich fest, das ist der Tower des Flughafens Düsseldorf in rund 10 Kilometer Entfernung.
Entlang des Krumbachs laufen wir weiter zum schönen Spiekerhof und anschließend auf einem Stück des Neanderlandsteigs quer durch den Golfplatz Grevenmühle. Nach rund drei Stunden erreichen wir schließlich wieder unseren Startpunkt in Homberg.
Wanderkarte unserer Tour
Bauernhof im Schwarzbachtal
Schwarzbachauen an der alten Grevenhauser Mühle
Altes Bauernhaus am Schwarzbachhof
Landschaft am Schwarzbach unterhalb des Schellbergs
Blick in die Hauptstraße von Gruiten-Dorf mit vielen gut erhaltenen Fachwerkhäusern
Heute habe ich mit Heike das bezaubernde kleine Dorf Gruiten (gesprochen: Grüten) besucht, einen Stadtteil von Haan im Kreis Mettmann. Die Siedlung mit vielen gut erhaltenen Fachwerkhäusern liegt am Zusammenfluss von Düssel und Kleiner Düssel am Anfang des berühmten Neandertals.
Die Entstehung von Gruiten wird auf die Zeit um das Jahr 1000 datiert. Im wirtschaftlichen Mittelpunkt stand über Jahrhunderte der Kalkabbau. Kleinere Gruben und Steinbrüche sind weiterhin in der Landschaft und im Düsseltal zu erkennen. Unübersehbar ist die große Grube 7, heute ein Naturschutz- und Naherholungsgebiet.
Die einstige Bedeutung des Kalkabbaus für Gruiten hat viele weitere Spuren hinterlassen. So bestehen viele Gebäude in Gruiten ganz oder teilweise aus behauenem Dolomit (kalkhaltiges Gestein). Wirklich bezaubernd ist das hier.
Eine sehr schöne Wanderung habe ich heute mit Heike rund um das Neandertal im Kreis Mettmann unternommen. Dabei haben wir auch die berühmte Fundstelle des Neandertalers passiert.
Ausgangspunkt der 16 km langen Wanderung war das Neandertal-Museum am Zusammenfluss von Mettmanner Bach und der Düssel. Wir folgen zunächst auf naturnahen Wegen dem Mettmanner Bach in östlicher Richtung.
Bald erreichen wir den Ortsrand von Mettmann und drehen in südlicher Richtung ab, um über die unbewaldeten Höhen in Richtung des Düsseltals zu schlendern. Die Sonne scheint, überall hört man die Vöglein zwitschern – ein wunderbarer Hauch von Frühling liegt in der Luft.
Dann erreichen wir die Düssel im östlichen Neandertal. Nun geht es über mehrere Kilometer an dem kleinen Fluss entlang, der später bei Düsseldorf in den Rhein mündet und der heutigen Hauptstadt von Nordrhein-Westfalen ihren Namen verliehen hat.
Wir laufen an einem eiszeitlichen Wildgehege vorbei und erreichen kurz vor dem Talende die berühmte Stelle, an der die ersten Knochen des Vormenschen gefunden wurden, der heute nach dieser Fundstelle als Neandertaler bezeichnet wird.
Gut, dass wir so früh am Morgen gestartet sind, denn genau als wir wieder unseren Startpunkt erreichen, beginnt es zu regnen. Das hat doch perfekt gepasst!
Das Schwarzwaldhaus am Mettmanner Bach
Wir folgen dem Mettmanner Bach
Blick hinunter zum Mettmanner Bach
Pferdehof am Mettmanner Bach
Doxi an der Düssel
Ehemalige Mühle an der Düssel
Ehemalige Mühle an der Düssel
Einer von ehemals zahlreichen Kalköfen im Neandertal
Die zahlreichen Stürme der letzten Zeit haben an der Düssel ihre Spuren hinterlassen
Hübscher Hof mit großem Pfau an der Düssel
In diesem Baum brüten mehrere Paare von Fischreihern
Nach einer langen und anhaltenden Hitzeperiode ist heute der erste Tag mit erträglichen Temperaturen. Den wollen wir für eine entspannte Wanderung rund 35 km von unserem zu Hause entfernt nutzen. Auf dem Wanderweg A1 geht es durch das schöne Neandertal zwischen Mettmann und Erkrath-Hochdahl.
Wir starten auf dem Wanderparkplatz oberhalb der Winkelsmühle und laufen am Hitzberg hinunter in das lauschige Tal der Düssel. Nachdem wir dem Fluss ein Stück weit gefolgt sind, steigen wir hinauf zum Wildgehege für Auerochsen und Wisente.
Zwei urtümliche Wisente weiden direkt am Zaun. Ich versuche mich ihnen langsam zu nähern, doch der Bulle gibt mir unmissverständlich zu verstehen, dass Zweibeiner hier unerwünscht sind. Ist ja gut, Brauner.
Wir steigen wieder hinab in das Tal der Düssel und treffen kurz vor dem Neandertal-Museum auf die markierte Stelle, an dem der erste Urmensch im Jahre 1856 gefunden wurde. Nach der Fundstelle wurde die Gattung als Neandertaler bekannt.
Hinter dem futuristischen Museumsgebäude laufen wir in das Tal des Mettmanner Baches und folgen diesem durch schattigen Buchenwald über mehrere Kilometer in östlicher Richtung. Am Ortsrand von Mettmann drehen wir nach Süden ab und laufen durch Feldflächen auf die waldlose Hochebene bei Diepensiepen. Gut, dass der Himmel heute teilweise bewölkt ist, denn sobald sich die Sonne zeigt, wird es gleich wieder richtig warm.
Dahinter geht es wieder hinab in das Tal der Düssel, der wir bis zu unserem Startpunkt folgen. Nach knapp drei Stunden und 13 Wanderkilometern erreichen wir wieder unser Auto. Und wir sind ausnahmsweise einmal gar nicht so verschwitzt. Super!
Wanderkarte unserer Tour
Die alte Winkeslmühle an der Düssel
Infotafel am Wildgehege
Wisente sind wirklich Wildtiere. Und das zeigen sie auch.
Eine Herde von Auerochsen
Hübsche Blumen am Rand des Wildgeeheges
Wir überqueren die Düssel kurz vor der Fundstelle des Neandertalers
Infotafel am Wanderparkplaz im Neandertal
Großer Hof am Mettmanner Bach
Hübsche Graffitis unter der Straßenbrücke auf der die B7 das Neandertal kreuzt
Ich sehe dich!
Das Neandertal-Museum am Ausgang des Neandertals. Unterhalb trifft der Mettmanner Bach auf die Düssel.
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