Tag 6Bei meinem Stadtbummel durch das historische Andernach stoße ich auf einige sehenswerte Türen und Portale. Sogar der Eingang zum früheren Hafenkran am Rhein ist prächtig gestaltet. Daran prangen die Hochwassermarken der letzten zweihundert Jahre. Wahnsinn, wie hoch der Rhein hier steigen kann.
Blick von den Moselhöhen zur Moselschleife bei Minheim/Piersport
Klausen, 29. Oktober 2021
Hier haben wir gestanden:
Stellplatz:
Stellplatz am Zentralparkplatz
Ort:
Klausen
Adresse:
Trierer Straße 8
54524 Klausen
Preis pro Nacht:
kostenlos / kein Strom verfügbar (Daten vom 29.10.2021)
Zusatzinfo:
Kleiner Parkplatz unterhalb der Wallfahrtskirche. Guter Ausgangspunkt für Wanderungen. Keine Infrastruktur.
Tag 5Von Wittlich bin ich rund 15 km in südwestlicher Richtung in das Pilgerdorf Klausen gefahren, eine der letzten Stationen auf dem Eifel-Camino nach Trier. Wenn man die bekannte Marien-Wallfahrtskirche in Klausen erreicht hat, sind es nur noch wenige Kilometer bis zur Mosel.
In Klausen gibt es einen kleinen kostenlosen Wohnmobilstellplatz unterhalb der Kirche. Dort ist es derzeit allerdings nicht sehr gastlich, weil die Hälfte des Platzes als Lager und Anlaufpunkt für die Baustellenfahrzeuge dient, die bei der aktuellen Verlegung von Glasfaser im Ort im Einsatz sind. Entsprechend laut geht es dort zu .
Aber wir wollen ja zunächst einmal wandern. Ich habe eine schöne Tour herausgesucht, die Eifel- mit Moselblicken kombiniert. Also laufen wir zur Kirche hinauf und dann aus Klausen heraus in Richtung der Moselhöhen.
Durch schönen bunten Herbstwald steigen wir auf. Mit jedem Schritt weitet sich der Blick zurück in die Eifel. Als wir die Pilgerkapelle von Minheim ganz oben auf dem Kamm der Moselhöhen erreichen, reicht der Blick zurück bis nach Wittlich, wo wir heute Morgen noch standen.
Wir wandern weiter auf den Kammhöhen in südlicher Richtung. Durch den noch belaubten Herbstwald erhaschen wir erste Blicke auf die Mosel, doch viel sieht man durch das dichte Blattwerk noch nicht.
Dann kommt eine faustdicke Überraschung: Wir erreichen einen wunderbaren Aussichtspunkt oberhalb der Mosel und mir wird schlagartig klar, hier war ich doch schon einmal.
Tatsächlich liegt dort unten die Gemeinde Piesport, wo ich vor drei Jahren bei einer Moseltour Station gemacht habe. Damals bin ich durch die Weinberge in den steilen Moselhängen exakt bis zu diesem Aussichtspunkt oberhalb der Moselschleife von Minheim/Piesport aufgestiegen und habe den herrlichen Panoramablick genossen.
Seinerzeit habe ich mich gefragt, was wohl im Hinterland der Weinberge liege. Nun bin ich genau von dort gekommen und kann die Frage beantworten, wie lustig. Damit hätte ich wirklich nicht gerechnet.
Wanderkarte unserer Tour
Marien-Wallfahrtskirche Klausen
Pilger-Raststätte unterhalb der Kirche
Ehemaliges Kloster gegenüber der Kirche
Wohnhaus in Klausen
Alter Bauernhof in Klausen
Aufstieg durch bunten Herbstwald
Viele Wanderwege laufen hier zusammen
Unten liegt Klausen
Blick zurück in Richtung Klausen
Pilgerkapelle auf dem Kamm der Moselhöhen oberhalb von Minheim
Dort unten liegt die Mosel, auch wenn man noch nicht viel davon sieht
Oh, hier hat es einen armen Jäger erwischt. Ein Baum ist auf seinen Hochsitz gestützt.
Marienkapelle oberhalb von Piesport auf dem Kamm der Moselhöhen
Blick ins Hinterland der Mosel
An der Moselbrücke unten liegt links Minheim und rechts Piesport
Herrlich, dieser Ausblick, und wie lustig, dass ich hier schon einmal auf einer ganz anderen Tour gestanden habe
Blick vom Aussichtspunkt stromaufwärtws
Wieder-Annäherung an Klausen
Panoramablick zurück in die Eifel
Panoramablick vom Aussichtspunkt oberhalb der Moselschleife von Minheim/Piesport
Bei meinem Spaziergang durch Wittlich habe ich einige markante und sehenswerte Türen entdeckt, darunter auch solche, die gar nicht mehr da sind und nur noch als Abdruck aus der Vergangenheit existieren. Siehe unten …
Wittlich verfügt über einen toll gelegenen Womo-Stellplatz vor den Toren der Stadt zwischen der Lieser und den Weinstöcken am Portnersberg. Von dort mache ich mich am späten Nachmittag auf zu einer 6 km langen Wanderung hinauf in die Weinberge und entlang des Flusses.
Aus den Weinbergen hat man einen herrlichen Blick hinunter nach Wittlich und in die umliegende Moseleifel. Je höher man kommt, desto mehr weitet sich das Panorama.
Bis auf wenige Ausnahmen ist die Weinlese für dieses Jahr bereits abgeschlossen. Aber die Weinstöcke sind noch nicht beschnitten und tragen nun ihr wunderbar leuchtendes Herbstgelb.
Nach dem Abstieg durch den Wald oberhalb der Weinberge erreichen wir bald den Lieserpfad und die historischen Bastenmühle. Von dort sind es nur noch wenige Schritte bis zu unserem Stellplatz, von dem wir direkt in die Weinberge blicken können. Ganz bezaubernd ist das.
Womo-Stellplatz Wittlich
Blick aus dem Wohnmobil zu den Weinstöcken am Portnersberg
Naturbelassene Lieser an der Bastenmühle
Die historische Bastenmühle an der Lieser
Blick aus den Weinbergen hinunter nach Wittlich
Hinter den Bergen am Horizont beginnt das Moseltal
Blick vom Portnersberg zu unserem Stellplatz
Blick vom Waldrand hinunter zur Bastenmühle
Wildblumen rund um ein Insektenhotel in den Weinbergen
Blick nach Westen zum großen Krankenhaus oberhalb von Wittlich
Schöner ruhiger Stellplatz mit toller Aussicht auf Rasen und Schotter unmittelbar unter den Weinbergen am Portnersberg. Wenige Schritte zur Lieser, etwas mehr als einen Kilometer in die Innenstadt. V/E vorhanden.
Tag 4Auf meinen Besuch in Wittlich hatte ich mich bereits gefreut, denn der 20.000-Einwohner-Stadt an der Lieser eilt der Ruf voraus, über eine hübsche Altstadt zu verfügen. Außerdem ist Wittlich ein Zwischenziel vieler Pilger bei uns aus dem Rheinland auf ihrem Weg über den „Eifel-Camino“ nach Trier.
Wittlich liegt in einem Seitental der Mosel am nördlichen Rand der Wittlicher Senke. Die Region wird im Westen durch die Moseleifel und im Osten durch das Moseltal begrenzt. Nördlich der Stadt erheben sich Weinberge, die vom milden Klima in der Region profitieren.
In der Altstadt rund um den Marktplatz mit dem historischen Rathaus treffe ich tatsächllich auf einige sehenswerte Gebäude.
Nicht mehr existent ist das Schloss, das 1761 von Kurfürst und Erzbischof Johann IX. Philipp von Walderdorff an der Stelle der alten Burg Wittlich errichtet wurde. Das Schloss wurde 1794 von französischen Revolutionstruppen zerstört. An seiner Stelle steht heute ein Einkaufszentrum oberhalb der Altstadt am Schlossplatz.
Überregional bekannt ist auch die Haftanstalt von Wittlich, 1902 errichtet und heute mit 1.000 Insassen die größte Einrichtung ihrer Art in Rheinland-Pfalz. Schon von weitem ist der riesige Gebäudekomplex sichtbar, wenn man sich der Stadt über die Autobahn A60 aus Nordwesten nähert.
Nach den vielen kleinen Orten, die ich auf meiner Reise duch die Vulkaneifel besucht habe, bin ich froh, mal wieder in einer richtigen Stadt zu sehen. Gefällt mit gut hier.
Plan der Altstadt von Wittlich
Rastplatz am Rande der Altstadt an der Lieser
Ein Segment der früheren Berliner Mauer an der Lieser
Hübsche Wonhäuser nahe der Lieser am Rand der Altstadt
Herbstbuntes Spalierobst an einer Häuserfassade
Ehemalige Synagoge in der Himmeroder Straße
Ensemble am Marktplatz
Haus am Markt
Seitenportal des Rathauses am Markt
Historische Schankwirtschaft in der Altstadt
Historische Straßenbeleuchtung in der Altstadt
Heutiges Jugendzentrum am Schlossplatz
Streetart am Jugendzentrum
Denkmal für das frühere Wittlicher Schloss am Schlossplatz
Das frühere Casino
Historische Schankwirtschaft gegenüber der Kirche St. Markus
kostenlos / kein Strom verfügbar (Daten vom 28.10.2021)
Zusatzinfo:
Großer PKW- und Busparkplatz auf Asphalt am Kreisverkehr hinter der Stadtverwaltung. Guter Ausgangspunkt für Wanderungen und Stadtbesichtigung. Wohnmobile stören dort nicht. Keine Infrastrruktur.
Tag 4Es gibt sie, diese Orte, an denen man die Pracht der Vergangenheit noch erahnen kann, bei denen im Hier und Jetzt aber nicht mehr viel geht. Kyllburg scheint mir ein solcher Ort zu sein.
Die kleine Stadt rund um einen exponierten Bergsporn oberhalb der Kyllschleife erlebte bis in die 1960er Jahre ein blühendes Tourismusgeschäft. Der beliebte Eifeler Hof und die Geschäfte auf der Hohestraße waren gut frequentiert. Auch viele Niederländer fanden den Weg nach Kyllburg. Dann begann der langsame Abstieg.
In diesem Jahr wurde der Ort auch noch vom Hochwasser der Kyll bei der Regen-Flutkatastrophe im Juli 2021 heimgesucht. Der beliebte Camping-Platz am Flussufer unterhalb der ehemaligen Burg wurde komplett zerstört.
Als Wandergebiet ist Kyllburg nach wie vor interessant, nur haben wir heute das Pech, im totalen Nebel bei nur 6 Grad anzureisen.
Deshalb bleibt es bei einer kleinen Tour rund um den Stiftsberg mit der katholischen Stiftskirche, der ehemaligen Burg (1912 durch einen Schulhausbau ersetzt, heute Wohnhaus) und der einstmals belebten Einkaufstraße, in der heute kein einziges Geschäft mehr geöffnet hat. Und der Eifeler-Hof ist auch geschlossen. Die Corona-Krise und das Hochwasser haben ihm den Rest gegeben.
Als wir aus Dauderfeld abreisen, scheint dort noch die Sonne, aber der Nebel lautert bereits in der Ferne
Kyllschleife rund um den Stiftsberg
Wald am Kyllhang
Ausgrabungsstätte einer früheren Keltensiedlung auf dem Stiftsberg
Stiftskirche auf dem Kyllberg
Stiftsberg Bildungs- und Freizeitzentrum
Der mächtige 23 m hohe Bergfried der Kyllburg
Die Burg befindet sich in Privatbesitz und ist heute eine Wohnanlage
Katholisches Pfarrhaus
Haus des Gastes
Farbenprächtiger Baum im Stadtwald Hahn oberhalb der Kyll
Geschlossenes Geschäft auf der Hochstraße
Typische Architektur aus der Zeit rund um 1900
Der Eifeler Hof, früher das prächtigste Hotel im Ort
Blick von der früheren Sonnenterrasse des Eifeler Hofs hinauf zur Burg
Blick in das Kylltal vom Stiftsberg
Das Gelände des zerstörten Camping-Platzes an der Kyll wird gerade eingeebnet
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