Endlich! Nach einem langen grauen Winter ist das Rheinblau wieder zurück. So leuchtend habe ich den Fluss seit Monaten nicht mehr gesehen. Bei unserer Hunderunde auf der Ölgangsinsel in Neuss, staune ich, wie weit der Frühling bereits gediehen ist, während ich zweieinhalb Wochen mit dem Wohnmobil unterwegs war. Bitte mehr davon.
Die Flora Köln ist ein 1864 eröffnetes palastartiges Gebäude nördlich der Altstadt, das ursprünglich als Palmenhaus mit einem halbrunden Glasdach errichtet wurde. Als Vorbild diente u. a. der berühmte Crystal Palace in London. Der auffällig historisierende Architekturstil der Flora verbindet arabische und maurische Stilelemente mit romanischen Rundbögen und Anleihen aus der Renaissance.
Das imposante Gebäude befindet sich im Botanischen Garten von Köln, gleich gegenüber des Kölner Zoos. Es erstreckt sich über eine Gesamtfläche von fast 2000 m². Dazu gehört auch ein prächtiger Festsaal für bis zu 900 Besucher sowie eine beliebte Außengastronomie.
Ich bin heute in die Flora gekommen, um das angeschlossene Subtropenhaus zu besuchen, in dem zwischen Januar und April über 400 Sorten von blühenden Kamelien zu bewundern sind. Im Außenbereich werden winterharte Sorten präsentiert.
Die Königin der Winterblumen stammt aus Ostasien. Ihr ursprünglicher Lebensraum erstreckt sich vom chinesischen Yunnan über Japan bis nach Indonesien.
Die Pflanze aus der Familie der Teestrauchgewächse (Theaceae) verzaubert zu Jahresbeginn mit ihrer Blütenpracht, je nach Sorte von weiß über rosa bis tiefrot. Mehr als 30.000 Sorten sind über die Jahrhunderte gezüchtet worden. Heutzutage gibt es Kamelien sogar in Gelb. Die verschiedenen Arten werden nach der Form ihrer Blüten eingeteilt: einfach, halbgefüllt, gefüllt, rosenfömig, anemonenförmig und päonienförmig.
Das Subtropenhaus der Flora beherbergt die größte Kameliensammlung in Deutschland. Jetzt zur Blütezeit entfaltet sich darin eine unvergleichliche Pracht. Ich bin begeistert.
Übersichtsplan
Südfassade der Flora mit Restauration
Nordfassade der Flora bei Nacht
Der große Festsaal in der Flora
Narzissen am Florateich
Florateich
Wasserspiel
Derzeit wg. Rennovierung geschlossen: Die Gewächshäuser
Kamelien im Außengelände
Kamelien im Außengelände
Kamelien im Außengelände
Eingang in das Kamelien-Gewächshaus
Die grundlegenden Kamelien-Sorten
Die grundlegenden Kamelien-Sorten
Rundgang durch das Kamelien-Haus
Eine große Palme darf neben den vielen Kamelien wachsen
Ich bin nach Bonn gekommen, um die berühmte Kirschblüte in den Straßen der Altstadt zu bewundern. Doch leider bin ich drei oder vier Tage zu früh dran. Anders als bei uns zeigen sich die Zierkirschen hier noch nicht in voller Pracht. Hätte ich vorher vielleicht besser mal ins Internet geschaut.
Also begnüge ich mich mit einer kleinen Bummeltour durch das schöne Poppelsdorf. Eine perfekte Gelegenheit, sich mal wieder an einer Falaffeltüte in der legendären „Kichererbse“ an der Poppelsdorfer Allee zu erfreuen. Lecker, lecker.
Kein Kunstwerk im Spiegelteich vor der Langen Foundation – das ist selten
In meiner Umgebung rund um Düsseldorf, Neuss und Mönchengladbach gibt es einige markante Punkte, an denen man die Kirschblüte im Frühling wunderbar erleben kann.
Einer dieser Orte ist die ehemalige Raketenstation Hombroich kurz vor Neuss, wo heute die Langen Foundation beheimatet ist.
Nachmittags und am Abend drängen sich hier teilweise die Besuchermassen, doch am frühen Morgen Vormittag sind Doxi und ich noch alleine in der architektonisch sehr interessanten Anlage unterwegs.
Blick hinauf durch die Turmhaube zur Spitze des Südturms
Nach mehr als vierzig Jahren bin ich heute zum zweiten Mal im Leben auf die Spitze des Kölner Doms gestiegen. Beim ersten Mal am Anfang der 1980er Jahre war ich ein Teenager und mit meinem Daddy hier, ich erinnere mich genau.
Der Aufstieg über insgesamt 532 Stufen vom Untergrund der Dom-Platte ist durchaus anspruchsvoll. Einen Aufzug gibt es nicht.
Vor mir zwei amerikanische Touristen, die beherzt lossprinten. Ich denke noch: geht lieber nicht zu schnell, das ist wie bei einem Berg, da stehen die Beiden nach einem Fünftel des Aufstiegs im Treppenhaus keuchend vor mir und müssen erst einmal ein Päuschen einlegen.
Ich gehe ruhig weiter, ohne Atemnot, aber ins Schwitzen komme ich schon auch. Hier oben in den offenen Türmen ist herrlich klare Luft, vielleicht ein wenig früh am Tag, um gute Fotos zu schießen, denn die Sonne steht noch recht tief. Aber es tut gut, von oben ein Gebet in Richtung Himmel zu schicken.
Nach dem Abstieg besuche ich noch den Kirchenraum, dessen Pracht und Luftigkeit im dichten Gedränge der Touristen ein wenig untergeht. Im Herzen des Doms die Reliquien der Heiligen Drei Könige. Der Schrein stammt aus dem 13. Jahrhundert und stellt die größte mittelalterliche Goldschmiedearbeit in ganz Europa dar. Es war diese Reliquie, die Köln im Mittelalter zum Anziehungspunkt für Pilger aus vielen Ländern machte und den Grundstein für den Wohlstand der Stadt legten.
Modell des 157 m hohen Doms
Frontsicht auf den Dom (Westfassade)
Seitenansicht von Süden mit den markanten gotischen Außenstreben
Da will ich hoch
Blick nach Nordosten beim Aufstieg
Petersglocke (Dicker Pitter) im Südturm
Ab hier geht es über eine Stahlkonstruktion weiter nach oben
Blick nach Osten mit dem Hauptbahnhof (links) und dem Kunstmuseum Ludwig (rechts)
Blick nach Süden Richtung Siebengebirge
Turmhelm mit der Spitze des Südturms
Portal am Südturm
Blick in den Hochchor mit dem Vierungsaltar (vorne)
Schrein mit den Gebeinen der Heiligen Drei Könige hinter dem Hochaltar am Chorumgang
Altar der Schmuckmadonna
Antwerpener Retabel: Der 6,80 Meter breite Agilolphusaltar
Gesamtkunstwerk: Achskapelle in neugotischer Ausstattung (1892–1908)
Schrein für den Märtyrer St. Engelbertus
Seitenaltar mit der Grablage Christi
Grablage eines von 33 Bischöfen, die im und unter dem Dom bestattet sind
Die Osterglocken sind voll erblüht, dabei ist Ostern erst in zweieinhalb Wochen
Während ich zwei Wochen mit dem Womo in den Neuen Bundesländern unterwegs war, ist bei uns im Rheinland die Natur regelrecht explodiert.
Im Osten war davon noch nichts zu spüren. Schon gar nicht in den Mittelgebirgen wie der Oberlausitz oder im Fichtelgebirge auf 500 bis 600 Metern Höhe u.N.N. Dort lag an schattigen Hängen stellenweise sogar noch Schnee.
Aber bei uns geht es gerade richtig ab. Sogar die Magnolie in unserem Garten ist erblüht, in diesem Jahr mit einem großen Elsternest in der Spitze. Deshalb sieht sie in der Mitte wohl auch lichter aus als sonst, weil die Elstern die kleineren Äste abgerissen und für den Nestbau verwandet haben.
Im vergangenen Jahr war der Frühling zwei Wochen früher dran als sonst, aber heuer liegt er wieder im durchschnittlichen Mittel. Schön, dass wir den Winter hinter uns gelassen haben und dass nun endlich wieder richtig Farbe ins Leben kommt.
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