Erste Womo-Tour 2026

Sonnenaufgang über dem Kurpark von Gemünd

 Stellplatz Gemünd, 3. März 2026

Meine erste Womo-Tour des Jahres führt mich nicht weit weg von zuhause, denn ich muss erst einmal schauen, was mit Doxi noch geht, wie ich sie mit ihrer wackeligen Hüfte ins Womo bekomme und wieder hinaus und ob sie noch an ihren Lieblingsliegeplatz unter dem Motorblock krabbeln kann und zurück.

Deshalb bin ich zunächst einmal nur die 100 km nach Gemünd in den Nationalpark Eifel gefahren. Hier stehen wir sicher, ich kann Doxi auch mal für eine mehrstündige Wanderung alleine draußen unter dem Wohnmobil lassen und es gibt gutes WLAN, sodass ich arbeiten kann.

Die gute Nachricht ist, es geht mit Doxi. Die schlechte: Die Duscharmatur hat sich über den Winter einen Frostschaden zugezogen und leckt, sobald ich die Wasserpumpe anschalte. Dadurch kann ich auch die anderen Zapfstellen in Küche, Bad und Toilette erst einmal nicht nutzen. Ja, geht immer was kaputt am Womo. Muss ich ein paar Tage mit Wasser aus dem Eimer leben, so ist es halt.

Aber ich freue mich, endlich mal wieder unterwegs zu sein, und das Wetter in dieser Woche ist einfach perfekt: jeden Tag 11 Stunden Sonne bei 17 Grad. Komisch, dass der Womo-Stellplatz unter der Woche trotzdem so leer ist. Heute stehen hier nur fünf Fahrzeuge, wo es an Wochenenden bis zu 60 sein können. Ist aber nicht unangenehm.

( MITI )

Erich Kästner: Der März

Das letzte Aufbäumen des Winters?

 Büttgen, 2. März 2026

von Erich Kästner, 1955

Sonne lag krank im Bett.
Sitzt nun am Ofen.
Liest, was gewesen ist.
Liest Katastrophen.

Springflut und Havarie,
Stürme und Lawinen –
gibt es denn niemals Ruh
drunten bei ihnen.

Schaut den Kalender an.
Steht drauf: „Es werde!“
Greift nach dem Opernglas.
Blickt auf die Erde.

Schnee vom vergangenen Jahr
blieb nicht der gleiche.
Liegt wie ein Bettbezug
klein auf der Bleiche.

Winter macht Inventur.
Will sich verändern.
Schrieb auf ein Angebot
aus andern Ländern.

Mustert im Fortgehn noch
Weiden und Erlen.
Kätzchen blühn silbergrau.
Schimmern wie Perlen.

In Baum und Krume regt
sich’s allenthalben.
Radio meldet schon
Störche und Schwalben.

Schneeglöckchen ahnen nun,
was sie bedeuten.
Wenn Du die Augen schließt,
hörst Du sie läuten.

( MITI )

Raus aus den Straßen von L.A.

Das grelle Licht und seine Schattenspiele in den Straßen von L.A.

Fast drei Jahre hingen bei mir oben im Flur Bilder, die Schattenspiele in den Straßen von L.A. symbolisieren sollen. Jetzt war es an der Zeit für einen Wechsel. Die neuen Bilder repräsentieren typische Motive aus Asien. Gerade weiß ich noch nicht, welche Serie mir besser gefällt, aber dank der Galerieschienen an der Wand lässt sich ja jederzeit im Handumdrehen umdekorieren. Vielleicht kommen die alten Bilder bald wieder zurück. Mal sehen.

( MITI )

Parkleuchten Grugapark Essen

Zahlreiche Bäume auf dem riesigen Parkgelände werden jetzt bunt angestrahlt, dazu gesellen sich künstlich geschaffene Lichtobjekte

 Essen, 28. Februar 2026

Am letzten Abend des Essener Parkleuchtens habe ich es doch noch zum Grugapark geschafft, und mit mir tausende weiterer Besucher. War aber auch lange nicht das Wetter dafür und speziell bei mir auch nicht die Zeit, weil ich so viel für die Klausurvorbereitung (Prüfung gestern) lernen musste. Aber dieses Thema ist nun erst mal durch, hurra!

Für mich ist es das erste Grugaparkleuchten ever, aber nicht die erste Lichtveranstaltung überhaupt. Regelmäßig besuchen wir das jährliche Lichterfestival im Gartenpark von Schloss Dyck sowie das Glow!-Festival im niederländischen Eindhoven.

Im Vergleich dazu erstreckt sich das Gelände in Essen über eine noch größere Fläche, so kommt es mir zumindest vor. Allerdings sind hier etwas weniger spektakuläre und bislang ungesehene Lichtinstallationen im Start. Vieles ist ein wenig Standard der Lichtkunst: Bunt angestrahlte Bäume, dazu leuchtende, künstlich geschaffene Pflanzen und Tiere. Aber das soll keine Kritik sein. Der Bummel durch den illuminierten Park macht wirklich Freude und ich kann beobachten, dass die Veranstaltung viele Menschen begeistert – von ganz jung bis ganz alt.

( MITI )

M6a geschafft!

Fragebögen sind als Diagnose-Instrument aus der psychologischen Arbeit nicht wegzudenken

 Büttgen, 27. Februar 2026

Man, das war ein krasses Wintersemester 2025/26 für mich. Eigentlich wollte ich zwei Module bewältigen, M3a und M6a. Doch dann war ich einfach zu viel mit anderen Dingen beschäftigt: Für meine Kunden als selbständiger Autor, mit Projekten am Haus, mit Fasten und dem unbedingten Wunsch (ist es eine Sucht?), die 3.000 Wanderkilometer pro Jahr ein letztes Mal doch noch vollzumachen. War wohl alles ein wenig viel, und dann wurde ich auch noch krank, was selten vorkommt. Vielleicht kein Zufall.

Kurz vor Weihnachten hatte ich schließlich das deprimierende Gefühl, ich packe die zwei Module in diesem Semester nicht. Es ist mir nicht leicht gefallen, aber ich habe den Abschluss in M3a (kognitive Psychologie) auf das kommende Semester verschoben und mich voll und ganz auf M6a (Fragebogenkonstruktion) konzentriert.

Ich glaube, das war die richtige Entscheidung, und es hat auch gut funktioniert. Denn bei der heutigen Prüfung war ich mit den 120 Fragen bereits nach 36 Minuten durch, obwohl wir volle 90 Minuten Zeit hatten. So sehr floss alles einfach aus mir heraus. Tatsächlich war ich noch nie so schnell, und deshalb habe ich die Hoffnung auf eine ordentliche Note. In einigen Wochen werden wir sehen. Ich bin gespannt.

( MITI )

Elfenmaar vor Frühlingsbeginn

Eine von zahlreichen Wasserflächen im Elfenmaar

 Nierderkrüchten, 26. Februar 2026

Noch einen Tag bis zur Klausur in M6a, der Countdown läuft. Weil mir das „Wandern und Lernen“ im Dycker Ländchen vorgestern so gutgetan hat, mache ich heute damit weiter. Diesmal im Elfenmaar an der deutsch-niederländischen Grenze kurz vor Roermond.

In dem hübschen Naturschutzgebiet auf niederländischer Seite sind wir regelmäßig unterwegs. Ein Besuch in der mit Heide- und Wasserflächen durchsetzten Landschaft lohnt sich zu jeder Jahreszeit. Heute habe ich zwar mal etwas weniger Augen für die Natur, dafür klebe ich mit den Ohren an meinen Uni-Aufzeichnungen, die ich mir vom Smartphone vorlesen lasst. Aber egal: Sich nach dem langen, dunklen Winter endlich wieder die Sonne ins Gesicht scheinen zu lassen, tut einfach gut.

( MITI )