
Silke Leverkühne (*1953) ist eine Malerin aus Düsseldorf, frühere Meisterschülerin von Alfonso Hüppi an der hiesigen Kunstakademie und bis 2020 selbst Professorin am Institut für Kunst und Kunsttheorie der Universität zu Köln.
Unter dem schönen Titel „Farbe trägt Licht“ präsentiert das Maxhaus in Düsseldorf derzeit knapp zwei Dutzend ausgewählte Werke von ihr, die häufig Alltagsszenen und Naturmotive zeigen, aber auch architektonische Details in detaillierter Betrachtung.
Ihre Themenauswahl hat etwas angenehm Unaufgeregtes, die verschiedenen Bildelemente behandelt sie stets gleichrangig – Bedeutungshoheiten vermeidet sie. Das schafft eine kontemplative Grundstimmung, die von flirrendem Licht getragen wird.
Der räumliche Eindruck erwächst dabei nicht aus der Einhaltung perspektivischer Grundsätze, sondern durch das nebeneinander, ineinander und übereinander von Farben. So erschafft die Künstlerin regelmäßig einen Zustand im Fluss. Leicht kann man glauben, ein davor und danach in ihren Bildern zu erspüren. Sehr schön finde ich das.






