Neue Bilder im Format 120×90. Da staunt sogar Harry, der Hirsch.
Vor zwei Wochen hatte mein ohnehin günstiger Lieblings-Leinwanddrucker eine seiner legendären 50%-Rabattaktionen. Da habe ich bei den Großformaten gleich mit einigen KI-Motiven und Fotografien aus Museen zugeschlagen.
Okay, ich habe zwar eigentlich schon genügend Kunstwerke für alle Wände im Haus, aber ich möchte ja auch regelmäßig wechseln. Und solange mein Kellerlager noch nicht randvoll ist, treibe ich das Spiel noch etwas weiter. Ich stehe einfach zu sehr auf moderne Kunst.
Mein Studium-Quizsystem in Aktion (oben links) und der Programmcode, der dahinter steckt
Seit bald 50 Jahren programmiere ich am Computer. Heute nicht mehr für Geld, sondern wie zu Teenager-Zeiten wieder als Hobby. Es ist eine Beschäftigung mit hoher Selbstwirksamkeit, bei der man leicht in einen kreativen Flow gerät und die Zeit dabei völlig vergisst.
Derzeit wird das Feld der Software-Entwicklung durch das Thema künstliche Intelligenz mächtig durchgeschüttelt. Einfach, weil entsprechend trainierte KI-Systeme mittlerweile in der Lage sind, Programmcode nach Ansage der gewünschten Funktionsweise selbständig zu generieren.
Software-Entwicklersetzen ihre Programme dann aus KI-produzierten Teilelementen zusammen, ergänzen eigenen Code, testen aus und beheben Fehler – denn auch die KI ist bekanntlich nicht perfekt. Das hat das Potenzial, die Software-Entwicklung radikal zu beschleunigen.
Nun habe auch ich zum ersten Mal mithilfe künstlicher Intelligenz kodiert, mit der Google-KI „Gemini“. Es ging um ein Projekt, das mich im Studium unterstützen soll: ein Quiz-System zum Testen von Vorlesungsinhalten. Denn regelmäßige Selbsttests gelten als eine der effektivsten Methoden, frisch erworbenes Wissen längerfristig in unserem Gehirn zu verankern.
Oben im grauen Kasten meine Ansage an Google Gemini, darunter Hinweise zum erzeugten Programmcode und der Code selbst
Knapp drei Tage habe ich mit der KI für mein kleines Studi-Quiz-System benötigt, und was soll ich sagen? Es war immer noch ordentlich Handarbeit und Wissen bei der Entwicklung erforderlich. Trotzdem hätte ich ohne KI sicherlich doppelt so lange für das Projekt benötigt. Und das ist doch schon ein bedeutender Fortschritt. Ich bin begeistert!
Die Ausstellung in der Langen Foundation zeigt rund 80 Werke des Künstlers, hier die Untere Galerie 1
Adam Pendleton (*1984) ist ein schwarzer US-amerikanischer Konzeptkünstler, der für seine multidisziplinäre Praxis bekannt ist, die Malerei, Siebdruck, Collage, Video, Performance und Wortkunst umfasst.
Viele von Pendletons Arbeiten sind vom Konzept des „Black Dada“ durchdrungen, das der Künstler beschreibt als „eine Möglichkeit, über die Zukunft zu reflektieren, während man über die Vergangenheit spricht. Es ist unser gegenwärtiger Moment.“ Der Begriff stammt aus dem Gedicht „Black Dada Nihilismus“ von Amiri Baraka aus dem Jahr 1964. Er dient Pendleton als Bezugsrahmen, mit dem er die Schnittstellen von Blackness, Abstraktion und den historischen Avantgarden untersucht.
Pendleton war bereits mit Ausstellungen in renommierten Museen vertreten. Werke von ihm sind u.a. im Museum of Modern Art, dem Solomon R. Guggenheim Museum, der Tate Gallery sowie die Pinakothek der Moderne in München zu sehen. Zu seinen bekanntesten Sammlern zählen Steven A. Cohen, Leonardo DiCaprio und Venus Williams.
In der Langen Foundation, Neuss, werden derzeit 80 Arbeiten von ihm gezeigt, die ein breites Spektrum seines Schaffens abdecken. Abstraktion erscheint hier als eine aktive, produktive Kraft – fähig, Geschichte, Politik und Wahrnehmung in einer dynamischen Spannung zusammenzuhalten. Im Dialog mit der wunderbar reduzierten Museumsarchitektur von Tadao Ando kommen die Werke Pendletons hervorragend zu Geltung, wie ich finde.
Seit bald drei Jahrzehnten lasse ich das Frühstück ausfallen und beginne erst Mittags mit dem Essen. Jüngste Forschungsergebnisse legen nahe, dass das gravierende negative Folgen für den Metabolismus haben kann, für Blutdruck und Zuckerspiegel. Einfach, weil es den Tag-Nach-Biorhythmus unseres Körpers nachhaltig durcheinander bringt.
Aus diesem Grund habe ich mir eine Veränderung meiner Essgewohnheiten vorgenommen: Morgens nach dem Aufstehen mit einem über Nacht eingeweichten Haferfrühstück beginnen, abends nicht mehr so spät essen und vor allem nicht so viel. Ich hoffe, dann wird auch mein Schlaf wieder besser.
Man darf gespannt sein, ob mir das gelingt und welche inneren Widerstände ich dabei zu überwinden habe. Aber ich glaube, dieser Veränderung muss sein. Heute geht’s los.
Das Teehaus im Zentrum des Japanischen Gartens Leverkusen
Im vergangenen Jahr habe ich zum ersten Mal den bezaubernden Japanischen Garten im Carl-Duisburg-Park Leverkusen besucht. Damals war ich drei Wochen früher dran, als jetzt, und das macht für die Frühjahrsblüte durchaus einen Unterschied.
Während seinerzeit noch die Japanischen Kirschen in voller Blüte standen, sind es nun die Rhododendren und Azaleen, die alle Blicke auf sich ziehen.
Und natürlich das knapp bekleidete Manga-Girl in fantasievoller Verkleidung, das begleitet von einem Fotografen im Park posiert, als ich dort eintreffe.
Bei so viel Freizügigkeit können die im Park verteilten Buddha-Figuren nicht mithalten – optisch zumindest. Spirituell liegen sie dafür ganz weit vorne, versteht sich 🙂
Der Park wurde vom Bayer-Konzern angelegt und wird aufwändig gepflegt. Nirgendwo eine verwelkte Blüte am Boden, alle Sträucher und Gehölze perfekt kupiert, die Skulpturen, Wege und Brücken top in Schuss. Wer noch nie da war, dem kann ich die Anlage wärmstens empfehlen. Einfach wunderschön dort.
Der Obstweg Witzhelden stellt Streuobstwiesen in den Mittelpunkt
Keine 15 km entfernt von den beliebten Obstwanderwegen am Rand von Leverkusen und Leichlingen hat auch der kleine Ort Witzhelden einen Obstweg ausgeschildert. Zwar wurden hier nicht extra Obstbäume alter Sorten in die Landschaft gesetzt, dafür führt der Weg an einigen Streuobstwiesen vorbei.
Die 11 km lange Wanderungstartet an der Halbachtalsperre unterhalb von Diepental, einem beliebten Freizeitrevier. Zunächst folgt die Tour dem etwas nördlich gelegenen Weltersbach durch das schöne Naturschutzgebiet bis zum Diakoniewerk Weltersbach mit zahlreichen Wohnheimen, einem liebevoll angelegten Bibelgarten und der Christuskirche.
Immer weiter ansteigend geht es nun parallel zum Weltersbach bis zum Ort Witzhelden, dem höchsten Punkt der Tour. Am hübschen Markt von Witzhelden mit der ev. Kirche und einer Reihe denkmalgeschützter Fachwerkhäuser habe ich ein Deja-Vu: Dort bin ich schon manches Mal mit dem Auto entlang gekommen wenn ich auf dem Weg zu Wandertouren tiefer im Bergischen Land war. Doch nie hatte ich Gelegenheit, spontan zu parken und einige Fotos zu machen. Jetzt aber.
Die Hälfte der Strecke ist damit passiert. Nun dreht der Wanderweg wieder Richtung Süden ab. Am Ortsrand von Witzhelden bieten sich tolle Fernblicke hinunter ins Rheinland nach Leverkusen und Köln in ca. 25 km Entfernung. Deutlich kann man einige Landmarken wie den Kölner Funkturm Colonius ausmachen.
Dann geht es in den Wald am Liesendahls Bach. Die Sonne strahlt durch die frisch ergrünten Buchen, und intensives Vogelgezwitscher aus allen Richtungen begleitet mich – einfach herrlich.
Als ich im kleinen Ort Oberwietsche den schmalen Pfad am Wersbach erreiche, trifft mich das zweite Deja-Vu auf dieser Tour: Hier bin ich letztens schon einmal gelaufen, als ich auf einer ganz anderen, deutlich südlich gelegenen Wanderung rund um Burscheid unterwegs war. Lustig!
Am Ende des Wersbachtals sind es nur noch 1,5 km bis zu meinem Startpunkt an der Halbachtalsperre. Mein Fazit: Wahnsinnig viele Obstbäume habe ich auf dieser zweieinhalbstündigen Wanderung nicht gesehen, und für die Obstblüte war ich auch sein ein wenig spät dran, aber landschaftlich war die Tour ganz hervorragend gestaltet.
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