
Anne Dean Truitt (1921-2004) war eine US-amerikanische Bildhauerin und Schriftstellerin, die als Pionierin des Minimalismus gilt und derzeit in einer großen Ausstellung im K20, Düsseldorf, gewürdigt wird.
Präsentiert werden Truitts bahnbrechende Skulpturen der frühen 1960er-Jahre, ihre farbig leuchtenden Arbeiten auf Papier, ihre Weiß-auf-Weiß Malerei und ihre tiefschwarzen Piths, eine ihrer letzten Bildserien.

In ihren Arbeiten verzichtete Truitt auf die Kälte der industriellen Minimal Art und transformierte Farbe und Form stattdessen zu Bedeutungsträgern für ihre persönlichen Erfahrungen und Gefühle.
Manche ihrer Bilder sind so reduziert, dass ich spontan an die Geschichte von „des Kaisers neue Kleider“ denken musste. Vielleicht ist da ja in Wirklichkeit gar nichts. Doch wenn man näher herantritt (soweit die Saalwächter das zulassen), entdeckt man auch in ihren fast wie monochrome Flächen wirkenden Werken feine Strukturen.
Ich finde, man muss sich ein wenig darauf einlassen, um in den reduzierten Formen und Farben der Werke von Truitt Schönheit zu entdecken. Aber es funktioniert.







