Rte du Quai Freycinet 3 Môle 1
F - 59140 Dunkerque
Geo-Koordinate:
N51.03758, E2.36688
Preis pro Nacht:
kostenlos / kein Strom verfügbar (Daten vom 1.03.2023)
Zusatzinfo:
Großer kostenloser Parkplatz an der Mole 1. Keine Infrastruktur, aber man stört dort auch niemanden, wenn man sich etwas weiter hinten platziert.
Tag 16Unsere letzte französische Stadt auf dieser Reise ist Dünkirchen (Dunkerque) an der Opalküste, nur wenige Kilometer von der belgischen Grenze entfernt.
Die Kriegsereignisse im Mai 1940, als die deutsche Werhmacht fast eine halbe Millionen alliierter Soldaten in Dünkirchen einkesselte und dann nach England abziehen ließ, haben der Stadt einen Eintrag in den Geschichtsbüchern gesichert.
Nach den schweren Bombenangriffen des Zweiten Weltkriegs gibt es im Zentrum nur noch wenige historische Bauten.
Dafür wurden rund um den alten Hafen viele neue interessante Gebäude geschaffen, als Wohnraum und für die Universität von Dünkirchen.
Und der Strand ist wirklich phänomenal und so geschichtsträchtig. Auf Schritt und Tritt trifft man auf Hinweistafeln, die die Geschehnisse aus dem Jahre 1940 wieder lebendig werden lassen.
Für die Gegner Deutschlands war dieses Ereignis eine Schmach, die sich in einen Triumph verwandelte, an den man sich bis heute erinnert.
Tag 16Wir waren so lange am geschichtsträchtigen Strand von Dünkirchen unterwegs, dass ich fast vergessen habe, mich in der Stadt nach schönen Türen und Portalen umzuschauen. Doch dann habe ich auf unserem Rückweg zum Womo doch noch einige entdeckt. Gott sei Dank 🙂
Ich glaube, ich habe noch nie so viele Strandläufer auf einmal gesehen
Calais (F), 1. März 2023
Tag 16Bevor wir Calais verlassen, laufen wir noch drei Stunden am endlosen Strand in der aufgehenden Sonne Richtung Westen.
Der Zufall will es, dass wir genau in die große Morgenprozession der Strandläufer an der Wasserkante geraten. Da wollen wir natürlich nicht stören. Wir ziehen uns vorsichtig zurück, um das Spektakel mit gebührendem Abstand zu betrachten.
Und während wir so laufen und laufen, schaue ich aufs Meer und glaube auf der anderen Kanalseite die Kreidefelsen von Dover aufleuchten zu sehen. Etwas daneben meine ich die Silhouetten von Gebäuden zu erkennen. Kein Zweifel, das sind keine Schiffe, das ist die englische Küste. Wie spannend!
Rathaus mit Belfried, davor das Denkmal für die tapferen Bürger von Calais
Calais (F), 28. Februar 2023
Hier haben wir gestanden:
Stellplatz:
Esplanade Jaques Vendroux (kein offizieller SP)
Ort:
Calais
Adresse:
Esplanade Jacques Vendroux
F - 62100 Calais
Geo-Koordinate:
N50.95943 / E1.84439
Preis pro Nacht:
kostenlos / kein Strom verfügbar
Zusatzinfo:
Parkplätze in langer Wohnstraße an der ehemaligen Zitadelle in Hafennähe. Für Fahrzeuge bis 6m Länge. Keine Infrastruktur, aber man stört dort auch nicht.
Tag 15Durch dichtes Schneegestöber sind wir von Arras nach Calais gefahren, zur engsten Stelle des Ärmelkanals an der Opalküste. Bis zur Südküste Englands sind es von hier nur 34 Kilometer. Bei guter Fernsicht sind die Kreidefelsen von Dover erkennbar.
Neben Boulogne sur Mer ist Calais der wichtigste Hafen für den Schiffsverkehr mit Großbrittanien, ständig legen Fähren aus England und Irland an oder fahren ab. Ganz in der Nähe liegt das französische Portal zum Eurotunnel.
Immer wieder stand Calais im Brennpunkt europäischer Geschichte. Von hier startete Julius Caesar 55 und 54 v. Chr. seine Feldzüge nach Britannien.
1347 eroberten die Engländer die Stadt und nutzten sie zweihundert Jahre lang als schwer befestigten Brückenkopf für ihre Aktivitäten auf dem europäischen Kontinent.
Im Ersten Weltkrieg diente Calais als Haupthafen der englischen Armee in Frankreich. Im Zweiten Weltkrieg wurde es von der Wehrmacht erobert und sowohl von den Deutschen als auch von den Engländern schwer bombardiert. Einen Wiederaufbau der historischen Innenstadt gab es kaum.
Das moderne Calais ist deshalb nicht wirklich ansehnlich, von einigen historischen Bauten abgesehen, wie etwa dem Rathaus mit dem prächtigen Belfried.
Nachdem sich das Schneegestöber am späten Nachmittag endlich gelegt hat, mache ich mich auf mit Doxi zu einer Tour durch die Stadt. Erst geht es zum Hafen und an den Strand, dann laufen wir ins Zentrum. Hier meine schönsten Aufnahmen.
Denkmal für Tom Souville („Capatin Tom“), ein berühmter französischer Korsar im Kampf gegen die Enländer
Das ehemalige Fort Risban an der Hafeneinfahrt
Irland-Fähre kurz vor dem Andocken am Quai
Hafenmeisterei an der Einfahrt in den Fährhafen
Blick über das Hafenbecken zum Fort Risban
Keine Wasservögel, sonder Bojen für akernde Privatyachten
Touritenattraktion: Fahrbarer Riesen-Dino in seinem Winterquartier
Leuchtturm von Calais
Kirche Notre Dame de Calais
Kirche Notre Dame de Calais
Tour de Guet – verbliebener Rest der ehemaligen Stadtmauer
Tag 15Seit dem Mittag sind wir in Calais, doch dichtes Schneetreiben verhindert über mehrere Stunden, dass ich mich auf die Suche nach schönen Türen und Portalen begeben kann. Als es dann endlich losgeht, naht bereits der Sonnenuntergang. Aber ein paar Aufnahmen gelingen mir doch noch …
Feiner Stellplatz auf Asphalt mit kompletter Infrastruktur. Fußläufig 12 Minuten ins Zentrum.
Tag 14Wir beenden den Tag in Arras auf halbem Weg zwischen Amiens und Lille. Es ist die dritte Stadt mit dem Anfangsbuchstaben A heute, nach Abbeville und Amiens.
Arras liegt in der Region Hauts-de-France und ist Verwaltungssitz des Départements Pas-de-Calais, rund 50 km südlich von Lille.
Die Stadt lebte lange vom Handel sowie dem Anbau und der Verarbeitung von Zuckerrüben. Große Bedeutung hatte auch die Tapisserie-Herstellung, deren Erzeugnisse bis heute unter dem Namen „Arrazzi“ vertrieben werden.
Überregional bekannt wurde die Stadt im Mittelalter durch ein schlimme Phase von Denunziationen, Ketzer- und Hexenjagden, die der polnische Schriftsteller Andrzej Szczypiorski in seinem Roman „Eine Messe für die Stadt Arras“ verarbeitete.
Im Zentrum der Stadt beeindruckt vor allem das prächtige historische Rathaus mit einem riesigen Belfried, sowie zwei große Plätze, die Grande Place und die Place des Héros.
Beide sind von einem Ensemble restaurierter barocker Gebäude umgeben und sehen wirklich chic aus. Außerdem gibt es eine spätbarock-klassizistische Kathedrale, die zwischen 1778 und 1833 erichtet wurde.
Spannend ist aber auch, was man nicht sieht, denn 10 Meter unterhalb der Stadt erstreckt sich mit den „Boves“ ein gut erhaltenes Tunnelnetz, das ab dem 10. Jahrhundert erbaut wurde.
Ziel war es, die Keller aller Einwohner durch Tunnel miteinander zu verbinden. Der Aushub wurde zum Bau weiterer Häuser verwendet.
Während der Weltkriege wurden die Boves als unterirdischer Bunker genutzt, um dort Soldaten, Bewohner und wertvolle Gegenstände vor Bomben zu schützen. Das bewahrte die Stadt im Ersten Weltkrieg vor der Eroberung durch deutsche Truppen.
Seitlicher Blick auf das Rathaus
Rückseite des Rathauses am Grand Place
Rückseite des Rathauses mit Häusern am Grand Place
Häuser am Grande Place
Häuser am Grande Place
Häuser am Place de Heros
Häuser am Place de Heros
Häuser am Place de Heros
Kirche Saint Jean-Baptiste
Kirche Saint Jean-Baptiste
Portal der Kathedrale von Arras
Seitlicher Blick auf die Kathedrale
Mächtige Seitentür an der Kathedrale
Ich krieg‘ Dich
Panoramabild vom Place de Heros
Panoramabild vom Grande Place
Diese Website benutzt Cookies. Wenn du die Website weiter nutzt, gehen wir von deinem Einverständnis aus.