Feiner Stellplatz mit abgeteilten Plätzen am Stadtsee, wenige Gehminuten ins Zentrum.
Tag 6Von Verden an der Aller geht es noch einmal in 50 km in südwestlicher Richtung nach Sulingen.
Die fruchtbare Gegend zwischen Diepholz im Westen und Nienburg (Weser) im Osten war schon früh besiedelt, wie archäologische Funde zeigen. Etwa ein Griffzungenschwert aus der älteren Bronzezeit um 2000–800 v. Chr. oder ein Einbaum aus der Eisenzeit zwischen 400 und 300 v. Chr.
Im Jahre 1719 brannte fast der vollständige Ort nieder. Die schönen weißen Fachwerkhäuser, die heute das Stadtbild prägen, stammen aus der Zeit danach.
Besonders markant sind die Alte Superintendentur Sulingen neben der ev. Pfarrkitche von 1721, die Alte Bürgermeisterei von 1753, die Raths-Apotheke von 1737, das später als Zeitungshaus genutzte Fachwerkgebäude von 1727 und weitere.
Neben der Superintendentur wird die alte Lüningsche Wassermühle durch den Bach angetrieben, der kurz darauf in den hübschen Stadtsee mündet. Nicht viel los hier, scheint mir, aber alles sehr lieblich anzuschauen.
Stellplatz auf Schotter am Rande der Altstadt nahe bei der Aller. Komplette V/E.
Tag 6Fünfundzwanzig Kilometer südwestlich von Rotenburg (Wümme) liegt Verden an der Aller. Der 200 km lange Fluss kommt aus Sachse-Anhalt, fließt nördlich an Hannover vorbei und mündet in Verden in die Weser.
Der Stadtname stammt von „Furt“ oder „Fähre“. Der Zusatz „Aller“ hat sich zu einer Zeit eingebürgert, als im deutschsprachigen Raum für die heute französische Stadt Verdun ebenfalls der Name „Verden“ gebräuchlich war.
Verden trägt als Zentrum der Pferdezucht und des Pferdesports den Beinamen Reiterstadt. Die Stadt hat knapp 30.000 Einwohner und eine sehenswerte Altstadt mit vielen gut erhaltenen historischen Bauten aus verschiedenen Epochen.
Historikern ist die Stadt ein Begriff, weil hier 782 n. Chr. die Unterwerfung der Sachsen durch Karl den Großen beim sogenannten „Verdener Blutgericht“ einen grausamen Höhepunkt fand. Angeblich 4500 Bewohner der damals dünnbesiedelten Region wurden hingerichtet,
Die Stadtsilhouette wird von mehreren Kirchen geprägt, darunter der Dom mit dem ältesten romanischem Backsteinturm in Norddeutschland. Das hübsche Rathaus am Marktplatz residiert in einem Barockbau aus dem 18. Jahrhundert, der später um einen neubarocken Turm ergänzt wurde. Gefällt mir alles gut, hier
Tag 6Im Anschluss an unseren Stadtspaziergang durch Rotenburg (Wümme) unternehmen wir eine Wanderung im Naturschutzgebiet Großes und Weißes Moor südlich der Stadt.
Das ausgedehnte Hochmoorgebiet wurde zwar entwässert, um Teile landwirtschaftlich nutzbar zu machen. Bis auf wenige Handtorfstiche blieb es jedoch von extensiven Abtorfungen verschont.
Ein Teil des Gebietes ist mit Moorwäldern bewachsen. Im Zentrum befinden sich mehrere Kolke. In den Randbereichen sind Waldflächen zu finden, im Norden und Westen auch Grünlandflächen für die Viehzucht.
Am Rand des Gebiets liegen der Kleine Bullensee und der Große Bullensee, der auch der Naherholung dient und als Badesee genutzt wird.
Wie es sich für ein Moorgebiet gehört, steht das Grundwasser sehr hoch. Die Wanderwege sind mit Mulch ausgelegt und nach unten mit Dachpappe abgedichtet, wie man an manchen Stellen sehen kann.
Dennoch sind die Wege ziemlich weich und an einigen Stellen kann man sich nur über Stege trockenen Fußes fortbewegen. Es sind sehr viele Vögel auf den verschiedenen Flächen unterwegs, aber – was mich gewundert hat – kaum Mücken. Das macht das Wandern sehr angenehm.
Tag 6Heute möchte ich mich über mehrere Stationenin der Mitte von Niedersachsen in auf die Landesgrenze von NRW zubewegen. Den Auftakt macht früh am Morgen Rotenburg an der Wümme.
Die Kreisstadt mit etwas mehr als 20.000 Einwohnern befindet sich, grob gesprochen, im Dreieck zwischen Bremen, Hannover und Hamburg. Eine ausgesprochene Schönheit ist sie, so viel kann ich nach unserem einstündigen Stadtspaziergang sagen, nicht.
Was mir fast noch am besten gefallen hat, sind mehrere Skulpturen im öffentlichen Raum sowie einige wenige historische Gebäude. Ist das Stadt oder kann das weg, möchte man etwas ernüchtert fragen.
Spannend fände ich, was beispielsweise der Schriftsteller Benjamin von Stuckrad-Barre (*1975) dazu sagen könnte, denn der ist in Rotenburg an der Wümme aufgewachsen. Bleiben wollte er hier auf jeden Fall nicht.
Die Wümmer am Rande des Zentrums
Die Cohn-Scheune
Bronze Figur auf der Groüen Straße
Bronze-Gruppe Drei Generationen von Carsten Eggers auf der Großen Straße
kostenlos / Strom verfügbar (Daten vom 21.06.2024)
Zusatzinfo:
Sechs ausgewiesene Stellplätze auf einem gepflasterten PKW-Parkplatz. Recht eng, aber Zentrumsnah.
Tag 5Als ich im Anschluss an die Heidewanderung bei Wesel weitergefahren bin nach Sittensen, komme ich in die erste Drogenkontrolle meines Lebens. Denn, was ich nicht wusste: Wir befinden uns an diesem Freitagvormittag auf dem Hauptanfahrtsweg zum Hurricane-Musikfestivel mit 70.000 Besuchern.
Und diese Gelegenheit möchte sich die Niedersächsische Polizeinicht entgehen lassen. Haben extra eine große Kontrollstelle mitten im Ort aufgebaut und winken jede Menge ortsfremde Fahrzeuge heraus. Uns auch.
Als ich den Beamten versichere, dass ich mit meinem Hund gar nicht zum Hurricane-Festival möchte und sie drogentechnisch bei mir leider 25 Jahre zu spät kommen, gucken sie ganz freundlich. Dann lassen sie mich nach einem kurzen Plausch über die neu vom Bundestag verabschiedeten Cannabis-Grenzwerte ziehen.
Andere hat es nicht so entspannt erwischt. Ich sehe mehrere Männer, die zur Urinprobe gebeten werden. Andere müssen ihre Arme ausstrecken, um zu dokumentieren, dass sie nicht zittern. In weiteren Fahrzeugen sind bereits die Drogenspürhunde am Werk. Uns tangiert das alles glücklicherweise nicht.
Sittensen ist ein größerer Heideort an der Autobahn A1 auf halber Strecke zwischen Bremen und Hamburg. Das Ortszentrum hat sich in den letzten einhundert Jahren etwas nach Norden verlagert.
Im alten Ortszentrum sieht es aus wie in einem Heimatmuseum: Eine historische Wassermühle an einem Bach, davor ein Mühlenteich mit Wasserfonäne in einem Park, daran angrenzend historische Bauernhäuser und Scheunen. Und genau neben der Wassermühle befindet sich auch der kostenlose Womo-Stellplatz. Wenn es nicht den halben Tag regnen und blitzen würde, wäre es einfach total romantisch hier. Liebe Gemeinde Sittensen, vielen Dank dafür.
Tag 5Ich mag Heidelandschaften, deshalb bin ich mit Doxi hier in der Lüneburger Heide genau richtig. Diesmal habe ich eine Wanderung bei dem kleinen Ort Wesel im nördlichen Bereich des Heidegebiets herausgesucht. Das Wetter ist heute nicht perfekt, aber egal.
Die 6 km lange Runde geht durch das leicht hügelige Terrain der Weseler Heide und auch an einigen Wasserflächen vorbei. Am Horizont erheben sich die Hanstedter Berge in einem größeren, durchgängigen Waldgebiet
In der Heide zeigen einige Frühjahrsblüher noch ihr gelbes Prachtkleid, doch die Heidekräuter blühen noch nicht. Das beginnt frühestens in sechs Wochen.
Dafür treffen wir auf eine große Schafherde, die sich an einem Wasserloch gestärkt hat. Der Schäfer sitzt mit seinen beiden Hunden im Auto und macht Frühstückspause, die Herde zieht langsam äsend durch die Landschaft.
Alle Schafe sind bereits geschoren und sehen gerade ziemlich nackig aus, weil noch nicht viel Fell nachgewachsen ist. Die Herde schlägt eine Schneise, sodass Doxi und ich entspannt passieren können. Der Schäfer grüßt uns aus dem Auto und guckt auch ganz entspannt – alles easy. So stellt man sich die Heide vor.
Wanderkarte unserer Tour
Infotafel am Wanderparkplatz
Da blüht noch was Gelb
Unterstand für Bienenkörbe in der Zeit der Heideblüte
Großer Schafstall in der Heide
Großer Schafstall in der Heide
Doxi hat was links im Wald gehört
Schafherde entspannt am Äsen
An diesem Wasserloch hat die Schafherde gerade getrunken
Doxi hat einen schönen Tümpel entdeckt …
… und steigt natürlich gleich hinein
Panoramabild aus der Heide
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