Tag 17Als letzte Spessart-Wanderung auf dieser Womo-Reise will ich mit Doxi die 22 km lange Tour 3 aus dem Rother-Wanderführer „Spessart“ laufen. Da es heute wieder richtig warm werden soll, starten wir bereits um 6:30 Uhr.
Von der anderen Mainseite kommend, führt uns die Wanderung zunächst unterhalb des Schlosses am Mainufer entlang, dann über den Bahnhof in die nordwestlichen Stadtteile.
Kurz vor dem Nordfriedhof unterqueren wir die Autobahn A3. Dahinter endet die Bebauung und wir tauchen am Strietwald in den Spessart auf den Höhen über Aschaffenburg ein.
Wir laufen einen großen Bogen, passieren die Orte Rosenberg und Rauenthal und steigen dann in das Afferbachtal ab, das uns nach Unterafferbach führt.
Im Wald geht es am Rande von Goldbach nach Glattbach und dahinter nach Pfaffenberg. Erneut unterqueren wir die Autobahn A3 und tauchen dahinter wieder in das Stadtgebiet ein. Nun sind es nur noch wenige Kilometer bis zu unserem Stellplatz, den wir nach fünf Stunden und 22 km reichlich verschwitzt wieder erreichen.
Gut, dass wir so früh gestartet sind. Zwei Stunden später und die lange Tour wäre in der Mittagshitze richtig anstrengend geworden.
Wanderkarte unserer Tour
Blick von der Willigesbrücke zum Schloss
Blick von die Willigesbrücke in den Yachthafen am Main
Dieser Skipper ist früh dran
Blick vom Mainufer hinauf zum Schloss
Weinberg unterhalb der Stiftsbasilika
Durch das Tal des Afferbachs läuft eine Starktstromtrasse
Bick von der Willigesbrücke über den Main zur Altstadt
Aschaffenburg, 17. Mai 2022
Hier haben wir gestanden:
Stellplatz:
Stellplatz an der Willigisbrücke
Ort:
Aschaffenburg
Adresse:
Am Main
63739 Aschaffenburg
Preis pro Nacht:
8 € / Strom verfügbar
Zusatzinfo:
Feiner Platz auf Schotte direkt am Main, teilweise unter Bäumen. Nur wenige hundert Meter von der Altstadt entfernt. Kostenloses WLAN.
Tag 16Nach unserer schönen Wanderung rund um Rothenbuch verlasse ich mit Doxi am späten Nachmittag den Hochspessart. Wir fahren weiter nach Aschaffenburg. Die Stadt liegt am Westrand des Spessarts und ist nach Würzburg die zweitgrößte Stadt im Regierungsbezirk Unterfranken. Dort mündet die Aschaff in den Main.
Wir stellen uns auf den schönen Womo-Stellplatz an der Willigesbrücke unmittelbar am Main und gegenüber der Altstadt. Von der Brücke hat man einen tollen Blick auf das Schloss Johannisburg, dem Wahrzeichen von Aschaffenburg am Rande der Altstadt.
Es ist wahnsinnig warm und da wir heute schon 17 km gelaufen sind, sparen wir uns die Abendwanderung. Doxi hätte ohnehin keine Lust mehr.
Stattdessen drehe ich in der Abenddämmerung mit dem Fahrrad eine Runde durch die Altstadt. Jetzt ist dort bei weitem nicht mehr so viel los, wie noch am späten Nachmittag, und so kann ich mir die Sehenswürdigkeiten der Stadt in Ruhe anschauen.
Im Vergleich zum heutigen Stadtgebiet ist die Altstadt nicht groß, aber absolut sehenswert, auch weil sie im Zweiten Weltkrieg keinen Schaden genommen hat. Das hatte ich bei meinem ersten Besuch hier vor sechs Jahren gar nicht in vollem Umfang wahrgenommen.
Modell des mittelalterlichen Aschaffenburgs
Mainufer von der Willigesbrücke gesehen
Schloss Johannisburg vom gegenüberliegenden Mainufer gesehen
Frontseite des Schlosses
Fachwerkhäuser in der Dalbergstraße
Fachwerkhaus in der Dalbergstraße
Fachwerkhaus in der Dalbergstraße
Frontseite des Naturwissenschaftlichen Museums
Innenhof des Naturwissenschaftlichen Museums
Häuser am Stiftsplatz vor der Basilika
Detailansicht der Löwenapotheke am Stiftsplatz
Aufgang zur Stiftsbasilika
Portal der Stiftsbasilika St. Peter und Alexander
Seitenblick auf den Turm der Stiftsbasilika St. Peter und Alexander
Eulenbrunnen in der Stiftsgasse vor dem Dekenatshof
Kelterhaus des Dekanatshof
Werkstatt/Galerie am Dekanatshof
Haus an der Ecke Fürstengasse/Pfaffengasse
Christuskirche
Bachsaal
Stadttheater vor der Kirche „zu unserer lieben Frau“
Von Hecken eingerahmter Schotterparkplatz am Ortsrand. Guter Ausgangspunkt für Wanderungen, ruhig gelegen. Komplette V/E.
Tag 17Von Schöllkrippen sind wir noch etwas tiefer auf engen und kurvigen Straßen in das Herz des Spessarts vorgedrungen. Tatsächlich gehört unser Zielort Rothenbuch zu den ältesten und bedeutendsten Orten des Innerspessarts. Bereits 1318 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt.
Wer gerne allein im Wald unterwegs ist, kommt rund um Rothenbuch voll auf seine Kosten. Außer einem Schäfer und seiner Herde begegnen wir auf unserer fünfstündigen 20 km-Wanderung tatsächlich niemandem.
Vom Wohnmobil-Stellplatz am Ortsrand bei den Sportanlagen steigen wir zunächst zum Tiergartenberg auf und genießen von dort den Blick auf die Wälder und Wiesen rund um Rothenbuch.
Dann geht es stetig bergauf durch den Wald, bis wir die Bundesstraße 26 am „Sieben Weg“ kreuzen. Auf einem dieser sieben Wege laufen wir anschließend hinab zum verwunschenen Kaltengrundsee mitten im Wald.
Dahinter öffnet sich vor uns das Lohrbachtal, in dem fleißige Biber den Lohrbach an verschiedenen Stellen aufstauen. Wir folgen dem Talweg durch die Auenlandschaft und erreichen kurz vor dem Ort Neuhütten einen schönen Freizeitsee.
Nach der Ortsdurchquerung von Neuhütten laufen wir parallel zum Schwarzhüttengrund stetig geradeaus und immer weiter steil aufwärts, bis wir am Niklaskreuz erneut die B26 kreuzen. Durch einen lauschigen Hohlweg leitet uns der Spessartweg weiter nach Rothenbuch, wo wir nach fünf Stunden wieder eintreffen.
Durch die vielen Höhenmeter und die starke Sonneneinstrahlung war die Tour ordentlich anstrengend, aber auch sehr schön. Spessart „at its best“, sozusagen.
Ganz feiner Platz auf Rasen am Ortsrand unterhalb des Naturerlebnisbads und direkt an einem Bach. Komplette V/E.
Tag 16Von Alzenau am Mittellauf der Kahl sind wir weiter zum Oberlauf der Kahl gefahren, nach Schölkrippen. Dort stehen wir auf einem wunderbaren Stellplatz am Ortsrand zwischen Sportplatz, Bach und Naturfreibad.
Hier startet unsere heutige Morgenwanderung rund um Schöllkrippen und Kleinkahl, bei der wir der Tour 6 aus dem Rother Wanderführer „Spessart“ folgen.
Vorbei am Naturfreibad laufen wir über Feldflächen zum Hof Schabernack und weiter in den Wald am Fuße des Reuschbergs zur Rodberghütte. Dort macht gerade der Waldkindergarten Frühstückspause.
Über den alten Steinbruch am Röderhof geht es steil hinauf durch den Wald zum Gipfel des Reuschbergs, dem wohlgeformten Hausberg von Schöllkrippen.
Dahinter steigen wir ab in den Taleinschnitt des Laudenbachs und umrunden den Laudenberg auf der Talseite.
Kurz vor Kleinkahl erreichen wir den Waldrand. Weil die Wolken mittlerweile der Sonne Platz gemacht haben und es stündlich wärmer wird, beschließe ich, die 23 km-Tour lange ein wenig abzukürzen.
In Kleinkahl steigen wir bis zum Ortskern im Talgrund hinab und auf der anderen Seite der Kahl wieder hinauf, um den offiziellen Rückweg der Tour zu erreichen. Von dieser Seite des Flusses hat man einen wunderbaren Blick auf den Reuschberg und die sich anschließenden Spessartberge südlich des „Kahlgrunds“, wie das Tal der Kahl genannt wird.
Mit tollen Ausblicken, aber auch ganz schön exponiert in der Sonne geht es anschließend zurück nach Schöllkrippen und zu unserem Womo-Stellplatz, den wir nach vier Stunden und 17 Wanderkilometern wieder erreichen.
Wanderkarte unserer Tour
Historische Häuser an Häuser an der Kahl
Das Alte Schloss in Schölkrippen
St. Lukas-Kapelle im Zentrum von Schöllkrippen
Auf dem Streuobst-Erlebnispfad
Blick beim Aufstieg zurück nach Schöllkrippen
Kapelle an der Rodberghütte
Wegweiser an der Rodberghütte
Alter Steinbruch am Röderhof
Infotafel am Steinbruch
Zeugnisse eines historischen Ringwalls oben auf dem Reischberg
Sendemast untehalb des Reuschberg-Gipfels
Doxi stärkt sich am Laudenbach
Zielschweine auf dem Wald-Bogenpfad oberhalb von Großkahl
kostenlos / kein Strom verfügbar (Daten vom 15.05.2022)
Zusatzinfo:
Großer Parkplatz für Busse und PKW untehalb der Burg im Zentrum von Alzenau. Im hinteren Bereich stören einige wenige Wohnmobile nicht. Keine Infrastruktur.
Tag 15Ein beliebtes Wanderziel im Vorspessart ist der Hahnenkamm, von dessen Gipfel man bei guter Fernsicht die Hochhaus-Skyline von Frankfurt in 30 km Entfernung sehen kann.
Dort will ich heute mit Doxi von Alzenau hinauf. Wir folgen dabei der Tour 1 aus dem Rother-Wanderführer „Spessart“ und starten im Ortsteil Wasserlos von Alzenau.
Aus dem verschlafenen Winzerdorf steigen wir zunächst in die Weinberge am Schanzenkopf auf. In deren Südlage hat man einen grandiosen Fernblick in die Ebene zwischen Main und Rhein. In der Ferne tauchen die großen Sendemasten bei Seligenstadt auf, die wir gestern besucht haben.
Weiter geht es durch den lauschigen Wald, der uns gut vor der starken Sonneneinstrahlung an diesem Sonntagnachmittag schützt. Über die Elbernhöhe und das Hemsbacher Kreuz steigen wir zum Gipfel des Hahnenkamms auf und folgen dabei dem Marienweg.
Oben erwartet uns nicht nur eine beliebte Waldschänke, sondern auch ein toller Ausblickvom Ludwigsturm in den Spessart und die Mainebene bis Frankfurt. Er wurde 1880 unter der Ägide des Bayernkönigs Ludwig I. erbaut, der dort gerne zur Jagd weilte.
Dann beginnt unser Abstieg durch den Wald ins Kahltal zum Alzenauer-Ortsteil Kälberau, wo wir uns die Marienwallfahrtskirche anschauen. Entlang des Flusses Kahl laufen wir weiter nach Alzenau und kommen unterhalb der Burg aus.
Die von den Mainzer Erzbischöfen ab 1395 im spätgotischen Stil errichtete Höhenburg Alzenau sitzt auf einem Bergsporn gleich neben dem Marktplatz. Sie ist nach aufwändigen Renovierungen in den 1970er Jahren gut erhalten. Der Palas ist Sitz des Amtsgerichts, die Kernburg und der Innenhof werden vor allem für kulturelle Veranstaltungen genutzt.
Bevor wir zu unserem Startpunkt im 2 km entfernten Wasserlos zurückkehren, schaue ich mir noch kurz den Innenraum der barocken Pfarrkirche St. Justinus am Marktplatz an. Die Kirche wurde 1758 errichtet und ist mit einem prächtigen barocken Hochaltar ausgestattet.
Nach elf Wanderkilometern erreichen wir am Ende eines heißen Nachmittags und ordentlich Höhenmeter wieder das Wohnmobil – reichlich verschwitzt, aber das gehört dazu 🙂
Wanderkarte unserer Tour
Barockkirche St. Katharina in Alzenau-Wasserlos
Hübsches Bürgerhaus in Wasserlos
Denkmal am Ludovica-Desborder-Brünnchen in Wasserlos
Hübsche Blüte in einem Garten
Weite Blick in die Mainebene aus den Weinbergen bei Wasserlos
Infotafel am Hahnenkamm
Ludwigsturm auf dem Gipfel des Hahnenkamms
Waldschänke auf dem Gipfel des Hahnenkamms
Blick vom Ludwigsturm in den Hochspessart
Blick vom Ludwigsturm auf Alzenau
Man ist das ein Pilz
Alte Marienkapelle in Kälberau
Moderne Marienkapelle in Kälberau
In Kälberau überqueren wir die Kahl
Kreuzweg an der Kahl
Wir erreichen Burg Alzenau, Ansicht von der Kahl
Burgtor auf der Stadtseite
Ansicht von der Stadtseite
Im Palas ist heute das Amtsgericht untergebracht
Barockkirche St. Justinius in Alzenau
Innenraum der Kirche St. Justinius
Detailansicht auf den Hochaltar
Blick hinauf zum Hahnenkamm zwischen Alzenau und Waserlos
kostenlos / kein Strom verfügbar (Daten vom 15.05.2022)
Zusatzinfo:
Großer Festplatz auf Schotter, ca. 1,5 km vom Zentrum entfernt. Wenn nicht für Veranstaltungen genutzt, stehen dort ganz viele PKW, Busse und LKW. Wohnmobile stören dort nicht. Keine Infrastruktur.
Tag 15Als erste Großstadt auf meiner Reise besuche ich Darmstadt. Was mich dorthin zieht, sind vor allem die berühmten Jugendstilbauten auf der Mathildenhöhe, die seit 2021 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören.
Darmstadt war von 1568 bis 1806 Residenz der Landgrafen von Hessen-Darmstadt. Danach bis 1919 Hauptstadt des Großherzogtums Hessen und von 1919 bis 1945 des Volksstaats Hessen.
Viele der Sehenswürdigkeiten der Stadt stammen aus den späten Jahren des Großherzogtums unter Großherzog Ernst Ludwig. Er war es, der 1899 die Darmstädter Künstlerkolonieauf der Mathildenhöhe gründete und so Darmstadt zu einem Zentrum des Jugendstils machte.
Die prächtige Residenzstadt wurde im Zweiten Weltkrieg durch schwere Bombenangriffe fast vollständig zerstört. Dadurch zeugen heute nur noch wenige Bauwerken vom reichen historischen Erbe der Stadt.
Bei einer dreistündigen Stadtwanderung mit Doxi versuche ich, möglichst viele Architekturhighlights – alte wie neue – zu sehen. Nicht alles können wir „mitnehmen“, aber die Mathildenhöhe toppt für mich als Jugendstilfan ohnehin alles. Wirklich beeindruckend.
Karte unserer Stadtwanderung
Infotafel an der Mathildenhöhe
Hochzeitsturm Frontansicht
Hochzeitsturm Seitenansicht
Lilienbecken vor dem Hochzeitsturm und der Russischen Kapelle
Portal des Ernst-Ludwig-Haus, geplant als Als gemeinschaftliches Ateliergebäude
Russische Kapelle St. Maria Magdalena
Haus Olbrich auf der Mathildenhöhe
Platanenhain auf der Mathildenhöhe
Haus Behrens auf der Mathildenhöhe
Kraftwerk der Technischen Hochschule, Ansicht von Norden
Kraftwerk der Technischen Hochschule, Ansicht von Osen
Jugendstilbad
Hessisches Landesmuseum
Turm am Hessischen Landesmuseum
Denkmal für Herzog Ludwig IV am Friedensplatz vor dem Hessischen Landesmuseum
Altes Rathaus
Kirche St. Ludwig, die Hauptkirche von Darmstadt
Marktbrunnen
Hessischer Löwe vor dem Landesmuseum
Ehemaliges Hoftheater, sogenannter Mollerbau
Rummel neben dem Mollerbau
Residenzschloss Südportal
Altes Hauptgebäude der Technischen Hochschule
Ehemaliges Kollegienhaus
Altes Pädagog, ehemalige Lateinschule
Tpyisches Bürgerhaus aus dem 19. Jahrhundert
Tpyisches Bürgerhaus aus dem 19. Jahrhundert
Bismarckdenkmal
Goethe-Denkmal im Herrengarten
Denkmal am Kant-Platz
Der Berserker vor dem Marktplatz
Keine Kunst, sondern Vandalismus
Abt-Vogler-Denkmal vor dem Park Mathildenplatz
Ludwigsmonument, Sogenannter Langer Ludwig
Hinweisschild im Herrngarten
Denkmal „Grande Disco“ vor den Kammerspielen
Begegnung am Denkmal „Grande Disco“
Kammerspiele am Georg-Büchner-Platz
Institutsgebäude der Technischen Hochschule
Wasserbauhalle der Technischen Hochschule
Wissenschafts- und Kongresszentrum Darmstadium
Denkmal am Hiroshima-Nagasaki-Platz hinter dem Darmstadtium
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