
Die Wartburg, UNESCO Weltkulturerbe am Nordrand des Thüringer Waldes
Eisenach, 11. April 2016
Tag
11Die Wartburg, auf der einst Martin Luther Zuflucht fand, ist heute eines der meistbesuchten touristischen Ziele Deutschlands. Das UNSECO-Weltkulturerbe war im Mittelalter der Stammsitz der Landgrafen von Thüringen.
Von der
Eisenacher Altstadt erreicht man die Burganlage zu Fuß in rund 25 Minuten.
Als Kind war ich das erste Mal dort, im Rahmen eines DDR-Besuchs bei unseren „Ost-Verwandten“ in Erfurt. Damals war die Burg zwar geschlossen, die Gaststätte unterhalb der Burg aber geöffnet.
Bis heute erinnere ich mich an das große Glas Himbeer-Brause, das ich dort getrunken habe. So etwas kannte ich aus dem Westen nicht.
Vierzig Jahre später stehe ich wieder vor der Wartburg, und diesmal ist sie geöffnet.
Früh am Morgen bin ich mit Doxi von unserem Stellplatz am Automuseum losmarschiert, um dem ganz großen Besucherandrang vorzukommen. Und tatsächlich sind wir fast die Ersten an diesem Morgen.
Leider ist der Himmel bedeckt und das Licht für Fotoaufnahmen nicht so schön. Aber egal. Endlich auf der Wartburg!
Nach einem Rundgang durch die Burganlage geht es von dort auf eine 15 Km-Wanderung durch die angrenzenden Ausläufer des Thüringer Waldes.
Wir steigen zunächst hinab zur „Sängerwiese“ unterhalb der Wartburg. Dann geht es weiter durch das Naturschutzgebiet „Wartburg – Hohe Sonne“ hinab in die Drachenschlucht, einem wirklich faszinierenden Ort.

Nur oberhalb des Baches ist hier Platz für Fußgänger
Denn die drei Kilometer lange, von einem Bach durchflossene Schlucht verengt sich immer wieder so stark, dass der Bach mit Holzstegen oder Eisengittern überdacht werden musste, damit man als Fußgänger überhaupt weiterkommt.
An der schmalsten Stelle ist der Durchgang nur 68 Zentimeter breit. Links und rechts erheben sich steile Felswände, die mit Moosen bewachsen sind und von denen es herabtropft.
Unter den Füßen der tosende Bach. Doxi findet es ein wenig unheimlich, aber ich finde es ganz toll.
Wir folgen dem Bach und der Schlucht stetig aufwärts, bis wir am Ende den berühmten Rennsteig erreichen, der der Kammlinie des Thüringer Waldes folgt. Dem Rennsteig folgend gelangen wir nach einigen Kilometern wieder zur Sängerwiese und von dort über die Wartburg zurück nach Eisenach. Eine tolle Wanderung!
Wanderkarte unserer Tour
Der große Reformator
Vorhof der Burg
Alter Brunnen im Vorhof der Burg
Übergang von der Vorburg zur Hauptburg
Modell der Burg: Westseite
Modell der Burg: Ostseite
Im Innenhof der Wartburg
Das ritterliche Bad
Gaststätte innerhalb der Burganalage
Gaststätte unterhalb der Burg
Die Wartburg vom Naturschutzgebiet „Hohe Sonne – Wartburg“ aus gesehen
Beim Aufstieg von Eisenach zur Burg zeigen Schautafeln Motive aus dem Leben Luthers
Blick in die „Hänge des Thüringer Waldes
In der Kernzone des Naturschutzgebiets bleibt der Wald sich selbst überlasse
Die Wände der Schlucht sind stark mit Moosen bewachsen
Unter unseren Füßen rauscht das Wasser hinweg
Wir nähern uns der engsten Stelle der Drachenschlucht
Das weiße R markiert den Rennsteig
Ein Stöckchen nach Doxis Geschmack