Zwei ausgewiesene Womo-Stellplätze auf Asphaltparkplatz am Bahnhof. Nicht sehr hübsch, aber für eine Nacht okay.
Tag 8Nach sieben sehr intensiven Tagen bei Yoga Vidya im Grenzbachtal toure ich mit Doxi und dem Wohnmobil noch ein wenig durch den Westerwald.
Unsere erste Station ist die Kreisstadt Altenkirchen, die am Ende des Zweiten Weltkriegs durch Luftangriffe der Alliierten fast vollständig zerstört wurde. Die Stadt weist deshalb heute nur noch wenig historische Bausubstanz auf.
Altenkirchen befindet sich an der Einmündung des Erbachs in die direkt südlich der Kernstadt vorbeifließenden Wied.
Wir begegnen dadurch wieder dem Wiedweg, dem wir schon im Grenzbachtal gefolgt sind. Die Stadt bietet einen kostenlosen Womo-Stellplatz am Bahnhof, hat aber touristisch nicht wirklich viel zu bieten. Nach einem ausgedehnten Spaziergang durch die Innenstadt fahren wir deshalb weiter.
Tag 7Ich weile weiterhin bei Yoga Vidya im Westerwald und praktiziere fleißig Yoga und Meditation. Eigentlich wollte ich nur zwei Tage bleiben, doch nun bin ich schon seit sechs Tagen im Yoga-Ashram. Und im Moment möchte ich eigentlich gar nicht mehr weg 🙂
Dabei ist das Wetter wirklich ekelhaft. Es regnet und regnet und regnet. Und weil ich Doxi dabeihabe, muss ich trotzdem mindestens zwei Mal am Tag raus.
Also packe ich mich dick ein und laufe am Nachmittag mit Doxi im strömenden Regen durch das Grenzbachtal in Richtung Oberlahr.
Der Grenzbach hat in den letzten Tagen immer mehr Wasser aufgenommen und überflutet nun Teile des Talgrunds. Planmäßig verwandelt sich dieser dadurch in eine Auenlandschaft.
Die Heckrinder im Tal stehen zwar noch einigermaßen trocken, doch die Fläche rund um ihre Futterstelle hat sich mittlerweile in knietiefen Matsch verwandelt. Die stoischen Wiederkäuer scheint das allerdings nicht sonderlich zu stören. Sind sie vielleicht gewohnt.
Auf dem Weg ins drei Kilometer entfernte Oberlahr begegnen uns immer wieder Zeugnisse des Bergbaus, der die Region vom Mittelalter bis in die Neuzeit geprägt hat: Ein aufgelassener Stollen, der heute von Fledermäusen als Winterquartier genutzt wird, alte Loren und zahlreiche Hinweistafeln mit Details aus der langen Bergbaugeschichte in dieser Gegend, die einstmals als „Lahrer Herrlichkeit“ bekannt war. Interessant ist das.
Außenterrasse für die Yogaübungen bei gutem Wetter
Oberlahr, 4. März 2017
Hier haben wir gestanden:
Stellplatz:
Parkplatz am Haus Yoga Vidya (kein offizieller SP)
Ort:
Oberlahr
Adresse:
Gut Hoffnungsthal
57641 Oberlahr
Preis pro Nacht:
ab 35€ inklusive Yoga-Stunden und Verpflegung / Strom verfügbar (Daten vom 4.03.2017)
Zusatzinfo:
Ruhig und naturnah. Nur für Gäste des Hauses Yoga-Vidya, die dort als Seminarteilnehmer oder Individualgäste angemeldet sind.
Tag 1Om Namah Shivaya!Für sechs Tage war ich mit dem Wohnmobil und Doxi im Seminarzentrum von Yoga Vidya im Westerwald. Als Individualgast konnte ich an den Mediationen, Yoga-Sitzungen und Satsangs teilnehmen und das reichhaltige vegane Buffet genießen.
Dazwischen blieb viel Zeit, um mit Doxi die schöne Umgebung im Grenzbachtal und an der Wied zu erkunden. Leider wurde ich während meines Aufenthalts krank, so dass ich weniger Yoga praktizieren konnte, als ich mir das eigentlich vorgestellt hatte.
Aber so ist das halt manchmal und mir ging es auch vor allem darum, den Ashram im Westerwald kennenzulernen, nachdem ich bereits einmal bei einem anderen Yoga Vidya Zentrum im Teutoburger Wald war.
Das Haus liegt total idyllisch im Grenzbachtal, wo man außer dem Zwitschern der Vögel fast gar nichts hört. Der Grenzbach bildete über Jahrhunderte die politische und soziale Grenze zwischen den lokalen Zentren Neuwied und Altenberg. Am Talende mündet er in die Wied.
Heute weiden im Tal urige Rinder, die die Talwiesen vom Bewuchs durch Bäume und Sträucher freihalten. Sowohl der Wiedtalweg, als auch der Westerwaldsteig führen hier vorbei. Eine wirklich schöne Gegend und ideal geeignet für die innere Einkehr.
Das Seminarhaus von Yoga Vidya im Grenzbachtal
Ein Regenbogen am Ende des Weges
Auf dem Auerochsenweg im Grenzbachtal
März 2017: Doxi nimmt Kontakt auf
Total süß und freundlich dieser Rinder
Immer wieder kreuzen wir die Weideflächen
Am Wiedweg
Auenlandschaft im Grenzbachtal
Eine Etappe des Westerwaldsteigs kann wirklich nur mit Kletterausrüstung begangen werden
Blick vom höchsten Punkt des Klettersteigs in das Tal
Die Wied kurz bevor der Grenztalbach in sie mündet
Der Westerwald ist der rechtsrheinische Teil des Rheinischen Schiefergebirges – man sieht es
Doxi nimmt eine Wasserprobe
Blick von den Höhen hinunter zu einem Wehr der Wied
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