Grüne Bohnen indisch

Grüne Bohnen indisch
Büttgen, 17. September 2024

Grüne Bohnen mit zerstampften Nüssen und reichlich Gewürzen

Stangenbohnen gehören eindeutig zu meinen Lieblingsgemüsen. Zum ersten Mal habe ich sie heute zubereitet, wie man es in Nordindien gerne macht: Mit Knoblauch und einer Mischung aus angerösteten und später im Mörser zerstampfen Sesamkernen plus Erdnüssen und Cashews.

Dazu Chilipulver, Koriander, Kreuzkümmel, Kurkuma, Garam Masala und Senfkörner als Gewürze. Ich muss zugeben, das schmeckt durchaus exotisch.

Serviert habe ich die Bohnen mit frisch gekochtem Basmatireis, ein wenig vorgekochtem Dal aus der Tiefkühltruhe und etwas Joghurt, um die Schärfe abzumildern.

Ich bin noch nicht ganz sicher, wie sehr mich dieses Rezept begeistert, aber ich habe ja noch drei Portionen übrig und somit ausreichend Gelegenheit, mir in den nächsten Tagen eine Meinung zu bilden.

Grüne Bohnen indisch

So wird’s serviert

( MITI )

Von Hombroich nach Hülchrath

Von Hombroich nach Hülchrath
Hülchrath, 16. September 2024

Schloss Hülchrath

Zum Wochenstart unternehme ich mit Doxi eine schöne 10 km lange Wanderung an der Erft zwischen Neuss und Grevenbroich.

Wir laufen von der Museumsinsel Hombroich entlang der Erft in den Kapellener Wald und weiter zum Kloster Langwaden. Das um 1145 gegründete Kloster war dem Erzstift Köln zu Lehen aufgetragen und genoss daher den Schutz des Kölner Erzbischofs. Heute ist Langwaden ein selbständiges Priorat im Zisterzienserorden.

Vom Kloster geht es entlang des lieblich rauschenden Gillbachs zum Schloss Hülchrath, einer ehemalige kurkölnische Landesburg.

Das Wasserschloss geht auf eine Burg des 12. Jahrhunderts zurück und hat einen großen Teil seiner mittelalterlichen Bausubstanz bewahrt. Regelmäßig finden dort Ritterspiele statt.

Wir durchqueren den kleinen Ort Hülchrath und laufen weiter zum strategischen Bahndamm, der vor dem Ersten Weltkrieg zwischen Neuss und Rommerskirchen errichtet wurde.

Das Ziel war, Soldaten aus dem Rheinland möglichst schnell an die französische Grenze bringen zu können. Heute ist er ein beliebter Rad- und Wanderweg, der kilometerlang leicht erhöht über der Landschaft schnurstracks geradeaus führt.

Gut, dass wir hier Schatten finden, denn mittlerweile steht die Herbstsonne hoch am Himmel und heizt uns ordentlich ein. Nach zwei Stunden erreichen wir schließlich wieder unseren Startpunkt in Minkel, der kleinen Siedlung am Rand des Museumsinsel Hombroich.

( MITI )

Fotografieren wie Duro Olowu

Fotografieren wie Duro Olowu
Kunst aus der KI, 15. September 2024

Alle Werke erstellt nach meinen Vorgaben

Neu aus der KI auf meiner Festplatte: Frisch imaginierte Modefotos in der Art von Duro Olowu (*1978).

Olowu ist ein britischer Modeschöpfer mit nigerianischen Wurzeln, der für seine innovativen Kombinationen von Stoffen und Mustern bekannt ist.

2004 wurde ein Kleid aus seiner Kollektion von der englischen und US-amerikanischen Vogue als „dress of the year“ gekürt und schnell als „Duro Dress“ bekannt. In den folgenden Jahren wurde er mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht, u. a. 2009 mit dem Titel „Best International Designer“ bei den African Fashion Awards,

Zu seinen Fans zählt auch die ehemalige First Lady der USA, Michelle Obama. Sie zeigte sich wiederholt in Kleidern von Olowu und ließ den Vermeil-Saal im Weißen Haus durch ihn dekorieren.

Seit 2012 stellt Olowu seine Entwürfe wiederholt als Fotoarbeiten in internationalen Museen aus und wurde dadurch auch über die Modewelt hinaus bekannt.

( MITI )

Auf dem Liedberger Mühlenturm

Auf dem Liedberger Mühlenturm
Liedberg, 13. September 2024

Ausblick aus dem Mühlenturm auf die Kirche und das Schloss

Mindestens einmal im Monat drehen wir eine Hunderunde um das schöne historische Örtchen Liedberg mit seiner bewaldeten Quarzitkuppe. Diese bildet eine der wenigen natürlichen Erhebungen in der ansonsten flachen Landschaft zwischen Düsseldorf und Mönchengladbach.

Im historischen Ortskern von Liedberg haben sich eine Reihe von sehenswerten Fachwerkbauten erhalten. Dort befindet sich auch das mittlerweile vollständig restaurierte Schloss Liedberg, das sich früher in kurkölnischem Besitz befand.

Gleich neben dem Schloss liegt die kleine mittelalterliche Kirche und der massive historische Mühlenturm, der sich fast zwanzig Meter hoch über das Ortszentrum erhebt. Der sieben Stockwerke umfassende Turm an der Ostkuppe des Liedbergs war einst der Bergfried der Festung von Liedberg.

Noch nie war ich oben auf dem Turm, den man gegen ein kleines Entgelt besteigen darf – heute aber.

Bei herrlichem Sonnenschein hat man von dort einen tollen Panoramablick von Mönchengladbach im Westen bis kurz vor Neuss im Osten. Aus dieser Perspektive habe ich unsere Heimat noch nie gesehen. Diese 50 cent haben sich wirklich gelohnt.

( MITI )

Lichtfestival Schloss Dyck 2024

Lichtfestival Schloss Dyck 2024
Jüchen, 12. September 2024

Nebel über den erleuchteten Teichen im Japanischen Garten

Ein fester Programmpunkt im September ist das alljährliche Lichtfestival auf Schloss Dyck. Die großzügige Anlage zwischen Neuss und Grevenbroich aus Wasserschloss und Park wird dann mit wechselnden Lichtinstallationen und Lichtobjekten bespielt.

Heuer sind es 15 Stationen entlang eines ausgeschilderten und von Kerzen beleuchteten etwa 2 km langen Rundwegs durch den Park.

An Wochenenden und in den Stoßzeiten zwischen 20 und 21 Uhr ist es hier unglaublich voll. Aber an einem Mittwochabend kurz nach 22 Uhr sind Heike und ich in dem weitläufigen Gelände fast allen unterwegs. Herrlich ist das!

Überall im Park laden Bänke und Stühle zum Verweilen ein. Wenn die mächtigen alten Bäume von großen Scheinwerfern in ein buntes Licht getaucht werden, sieht das wirklich magisch aus.

Die meisten Installationen werden zusätzlich mit Musik beschallt. Das intensiviert den Sinneseindruck, doch unser Geschmack ist das nicht unbedingt: zu kitschig, zu laut. Aber natürlich: Man kann es nicht jedem recht machen und das Zielpublikum ist weit gefasst.

Im Gedränge hätte mir dieser Rundgang vermutlich nicht gefallen, aber so war es ein tolles Erlebnis: Deshalb mein Tipp: Lieber etwas später anreisen.

( MITI )

Das Torten-Experiment ;-)

Das Torten-Experiment ;-)
Büttgen, 11. September 2024

Warm gegen kalt: links die angeflitschte Torte, rechts die Konkurrenz direkt aus dem Kühlschrank

Man, was haben wir für ein Glück, dass es bei uns im Dorf noch eine richtig gute Konditorei gibt. Das ist ja längst nicht mehr überall Standard. Unsere absoluten Favoriten in der Bäckerei und Konditorei Edmund Tockloth sind Marzipan-Wallnuss und Nougat-Praline, die vermutlich kalorienreichste Torte der Welt (oben im Bild).

Und da ich insbesondere Nougat und seinen zarten Schmelz so liebe, habe ich kürzlich die These aufgestellt: leicht angeflitscht in der Mikrowelle müsste diese Torte doch eigentlich noch viel intensiver schmecken, als direkt aus dem Kühlschrank. Schließlich ist Nougat aufgewärmt bekanntlich noch einmal wesentlich voller im Geschmack.

Das haben wir nun in einem hochwissenschaftlichen Experiment mit zwei unabhängigen Versuchspersonen (uns, haha) und zwei identischen Stücken Nougat-Praline aus derselben Produktionscharge untersucht. Wie es sich für ein gutes Experiment gehört, wurden dabei alle konfundierenden Variablen ausgeschlossen (ist klar).

Das obige Bild zeigt: Das linke Tortenstück ist leicht aus der Form geraten und scheinbar geschrumpft, nachdem es der Versuchsleiter für exakt 20 Sekunden bei protokollierten 800 Watt in der Mikrowelle erwärmt hatte.

Der sichtbare optische Unterschied erweist sich jedoch als marginal in Relation zur veränderten Haptik (zergeht unter der Kuchengabel) und dem unglaublich Aroma-entfalteten Geschmack.

Dieser ist um ein Vielfaches intensiver als bei dem rechten Stück im gekühlten Zustand. Eine wahre Geschmacksexplosion im Mund, wie beide Tester unabhängig voneinander bestätigen. Und das ist der Beweis: Nougat-Torte anwärmen bringt es voll! Einfach phänomenal! Ein Hoch auf die moderne Wissenschaft und die Erfindung der Mikrowelle 😉 Und auf unseren Dorf-Konditor natürlich auch.

Das Torten-Experiment ;-)

Auch die zweite Testperson bestätigt: Einfach köstlich

( MITI )