Wo gibt´s denn hier den SPIEGEL?

Wo gibt´s denn hier den SPIEGEL?
Horn-Bad Meinberg, 9. März 2025

Marktplatz von Horn mit dem historischen Rathaus von 1865

Sonntagnachmittag, das Wochenendseminar bei Yoga Vidya ist vorüber. Zeit sich endlich einmal etwas zu entspannen, bevor ich am nächsten Morgen mit dem Womo in Richtung Oberlausitz weiterfahren will.

In der letzten Woche ist weltpolitisch viel geschehen, deshalb würde ich gerne den aktuellen SPIEGEL lesen. Doch das erweist sich als unmöglich, obwohl ich alle Tankstellen in Horn und Bad-Meinberg abklappere. Kioske gibt es auch nicht, und die Supermärkte öffnen erst wieder am Montagmorgen.

Das war also nix, außer vielleicht eine yogische Übung in Demut. Aber immerhin bin ich bei dem schönen Wetter ein wenig mit dem Fahrrad gecruised und habe mir die Gemeinde Horn angeschaut, die ich bislang noch gar nicht kannte.

( MITI )

Yoga für die gute Laune

Yoga für die gute Laune
Bad Meinberg, 8. März 2025

Vorne Heike, hinten links der Bernd, ganz links Seminarleiter Christian Bliedtner

Das Ende meines ersten Studiensemesters feiere ich mit einem Besuch im großen Ashram von Yoga Vidya. Kaum 60 Minuten nach der Semesterabschlussklausur sitze ich im Wohnmobil und breche nach Bad Meinberg in Ostwestfalen auf. Gemeinsam mit Heike und meinem Kumpel Bernd habe ich für dieses Wochenende ein Seminar bei Christian Bliedtner gebucht.

Der Kurs mit dem schönen Titel „Yoga für die gute Laune“ passt wie die Faust aufs Auge. Denn die letzten sieben Wochen mit totalem Fokus auf die Klausurvorbereitung waren echt ein bisschen freudlos. Da gab es nicht viel zu lachen.

Doch das wird jetzt nachgeholt. Z.B. mit Lachyoga, stimmungsvollen Kirtans und ganz viel Yoga-Praxis. Es ist schön mal wieder im Ashram zu sein, dort, wo ich auch meine Yogalehrer-Ausbildung absolviert habe. Und Christian Bliedtner ist ein wirklich netter und sehr versierter Kursleiter.

Die totale Entspannung will sich allerdings nicht unmittelbar einstellen, dafür gibt es bei einem solchen kompakten Wochenendseminar zu viele Termine. Man hetzt ein wenig zwischen Workshop, Yoga-Stunde, Satsang und den Mahlzeiten hin und her. Und Doxi will zwischendurch ja auch noch bewegt werden. Aber egal, zum Erholen habe ich in den kommenden drei Wochen der Semesterferien noch genug Zeit. Jetzt wird erst einmal ausgiebig gelacht, bis das Bauchfell schmerzt, und positive Energie getankt.

( MITI )

Meine erste Uni-Klausur

Meine erste Uni-Klausur
Büttgen, 7. März 2025

Die 15 Kapitel des Kurses „Einführung in die Psychologie“, zusammen mehr als 800 Seiten, die wir quasi auswendig können sollen.

Heute ist es soweit. Ich schreibe zum ersten Mal im Leben eine Semesterabschlussklausur. Man sagt ja gerne: Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Aber hier muss es wohl heißen: Diesem Anfang wohnt ein Zittern inne.

Mehr als 750 Stunden habe ich in den vergangenen sechs Monaten für das erste Studiensemester aufgewandt und in den letzten sieben Wochen noch einmal intensiv mit meiner Studienkollegin Susanne gebüffelt. Trotzdem habe ich das Gefühl, es war nicht genug.

Aber egal, jetzt wird geschrieben. Es ist die einzige Open-Book-Klausur in diesem Studium, d.h. man darf in seinen Unterlagen nachschlagen. Bei mir sind das mehr als 1.400 Begriffe und Erklärungen aus den drei Kursen „Einführung in die Psychologie“, „Psychologie und kulturelle Vielfalt“, sowie „Forschungsmethoden der Psychologie“.

Doch was nützt das Nachschlagen, wenn dafür gar keine Zeit bleibt? 200 Fragen gilt es in 90 Minuten zu beantworten. Wenn man da nicht 80 oder 90 Prozent fast unmittelbar aus dem Kopf oder dem Bauch beantworten kann, kommt man sowieso nicht hin.

Allgemein herrscht bei meinen Kommilitonen das Gefühl vor, mit dieser Klausur soll ordentlich ausgesiebt und abgeschreckt werden. Ich bin ja sonst durchaus ehrgeizig, aber hier wäre ich einfach froh, wenn ich die Klausur bestünde. Note fast schon egal!

[Update 21.03.2025: Hurra, ich habe bestanden! Sogar ein klein wenig besser als der Durchschnitt. Da fällt mir ein Stein vom Herzen, dass ich dieses schwere Modul hinter mir habe und nicht im kommenden Semester erneut angehen muss.]

( MITI )

Rosenmontag 2025 ohne mich

Rosenmontag 2025 ohne mich
Rosenmontagszug Düsseldorf, 3.03.2025

Foto von Heike vom Düsseldorfer Rosenmontagszug 2025

Vor zwei Wochen habe ich die Ausstellung über die herrlich bissigen Karnevals-Mottowagen von Jaques Tilly im Stadtmuseum Düsseldorf besucht. Das hat Lust gemacht, die diesjährigen Kreationen beim Düsseldorfer Rosenmontagszug zu bestaunen. 

Doch das war leider nicht drin. In vier Tagen schreibe ich Semesterklausur und muss im Endspurt all meine Zeit zum Lernen aufwenden. Obwohl ich mit einer Studienkollegin bereits seit Wochen am Wiederholen bin, sind wir immer noch nicht durch. Wahnsinn, was man uns im ersten Semester abverlangt, um ordentlich auszusieben. Nur die Harten kommen in den Garten, und da wollen wir unbedingt dabei sein.

Aber der Karneval und das Semesterende fallen ja nicht immer zusammen. Im nächsten Jahr beginnt der Straßenkarneval bereits zwei Wochen früher. Dann bin ich beim Rosenmontagszug in Düsseldorf bestimmt wieder dabei.

( MITI )

Erich Kästner: Der Februar

Erich Kästner: Der Februar
28. Februar 2025

Heuer ziehen die Narren der Alemannischen Fastnacht erst im März, aber das konnte Erich Kästner ja nicht wissen.

In vier Tagen ist Rosenmontag, der Höhepunkt der Karnevalsaison. Reichlich spät in diesem Jahr, und deshalb kommt das obligatorische Februar-Gedicht auch erst jetzt, am letzten Tag des Monats. Schließlich dreht sich darin alles um den Karneval und der findet seinen Abschluss heuer erst im März. Aber ist ja nicht mehr weit. Alaaf und Helau!

Nordwind bläst. Und Südwind weht.
Und es schneit. Und taut. Und schneit.
Und indes die Zeit vergeht
bleibt ja doch nur eins: die Zeit.

Pünktlich holt sie aus der Truhe
falschen Bart und goldnen Kram.
Pünktlich sperrt sie in die Truhe
Sorgenkleid und falsche Scham.

In Brokat und seidnen Resten,
eine Maske vorm Gesicht,
kommt sie dann zu unsren Festen.
Wir erkennen sie nur nicht.

Bei Trompeten und Gitarren
drehn wir uns im Labyrinth
und sind aufgeputzte Narren
um zu scheinen, was wir sind.

Unsre Orden sind Attrappe.
Bunter Schnee ist aus Papier.
Unsre Nasen sind aus Pappe.
Und aus welchem Stoff sind wir?

Bleich, als sähe er Gespenster,
mustert uns Prinz Karneval.
Aschermittwoch starrt durchs Fenster.
Und die Zeit verläßt den Saal.

Pünktlich legt sie in die Truhe
das Vorüber und Vorbei.
Pünktlich holt sie aus der Truhe
Sorgenkleid und Einerlei.

Nordwind bläst. Und Südwind weht.
Und es schneit. Und taut. Und schneit.
Und indes die Zeit vergeht,
bleibt uns doch nur eins: die Zeit.

( MITI )

Malen wie Hans Hartung

Malen wie Hans Hartung
Kunst aus der KI, 26. Februar 2025

Alle Werke erstellt nach meinen Vorgaben

Neu aus der KI auf meiner Festplatte: Frisch imaginierte Bilder im Stile von Hans Hartung (1904-1989).

Hartung war ein deutsch-französischer Maler und Grafiker. Er gilt als einer der Wegbereiter der Kunstrichtung des Informel.

Der aus Sachsen stammende Hartung ging 1925 für ein Studium der Malerei an die Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und die Hochschule für Bildende Künste Dresden. 1928 setzte er seine Studien bei dem Maler Max Doerner in München fort.

In der Zeit des Dritten Reichs lebte er als Staatenloser in Frankreich und trat 1939 in die Fremdenlegion ein. Kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde er bei einem Einsatz als Sanitäter schwer verwundet und verlor ein Bein.

Nach dem Krieg erhielt Hartung die französische Staatsbürgerschaft und wurde in die Ehrenlegion aufgenommen. In den darauffolgenden Jahren entwickelte er sich zu einem der wichtigsten Vertreter des Informel.

Hartung war Mitglied der in München gegründeten Künstlergruppe ZEN 49 und Teilnehmer der documenta 1 (1955), der documenta II (1959) und der documenta III (1964) in Kassel. 1960 wurde er mit dem Preis der Biennale von Venedig ausgezeichnet.

( MITI )