Schlagwort-Archive: Heike

Ankochen gegen den Winter

Hier entstehen Zitronen-Spaghetti mit Riesengarnelen

 Büttgen, 13. Februar 2026

So anhaltend grau und kalt habe ich lange keinen Winter mehr erlebt. Sonnentage Mangelware. Da wird es Zeit, die warme Jahreszeit auf dem Herdfeuer herbei zu beschwören. Am Besten mit einem Essen, das intensiv nach Sommer duftet und schmeckt, genauer gesagt nach mediterraner Zitrone.

Bei uns gibt es heute Zitronen-Spaghetti mit Riesengarnelen, ein ganz einfaches, aber wirkungsvolles Rezept. Die Spaghetti normal kochen und nach dem Abseihen im Topf mit Sahne, geriebener Zitrusschale, Zitronensaft und geriebenem Parmesankäse vermengen. Dann noch etwas frisch gemahlenen Pfeffer und Chiliflocken dazugeben.

Obenauf kommen die Riesengarnelen, die wir in einer Pfanne mit gutem Olivenöl, gehacktem Knoblauch, Petersilie und frischem Rosmarin kurz und scharf angebraten haben. Das schmeckt, als säße man bei einer frischen Brise im Schatten eines duftenden Zitronenheins ganz nah am Meer und ließe es sich sommerlich gutgehen.

( MITI )

Wanderung rund um Epen

Weite Blicke über das Tal der Geul

 Epen (NL), 7. Februar 2026

Heute waren wir bei herrlichem Sonnenschein im höchstgelegenen Teil der Niederlande im Tal der Geul unterwegs. Das Heuvelland (dt. Mergelland) befindet sich ganz im Süden von NL in der Provinz Limburg. Nördlich grenzt es an Belgien, westlich an die deutsche Region Aachen. Die Hügel bilden praktisch das nördliche Vorfeld der Eifel bzw. der Ardennen. Im englischen Sprachgebrauch wird die Region oft als „Dutch Mountains“ bezeichnet.

Das Mergelland ist touristisch gut erschlossen und für Niederländer eines der beliebtesten Urlaubsziele für Inlandsreisen. Mehrere hundert Kilometer Wanderwege und Radwege, darunter die „Mergellandroute“, ziehen sich durch das hügelige Gebiet.

Die größten Ortschaften sind Vaals, Simpelveld, Gulpen-Wittem und Valkenburg. Wir waren auf einer 11 km langen Wanderung rund um Epen unterwegs, das zur Verbandsgemeinde Gulpen-Wittem gehört.

Vielfach führte uns die Tour über feuchte und in dieser Jahreszeit matschige Wiesen entlang der mäandernden Geul, dann aber auch auf die Höhen am Elzetterbosch mit tollen Fernblicken in das Geultal. Eine wunderbare Runde.

( MITI )

Wintersonne an der Ahr

Blick von den Ahrhöhen hinunter zur Ahrschleife in Schuld. Die leeren Flächen am Fluss waren vor der Flut komplett bebaut.

 Schuld / Ahr, 17. Januar 2026

Nach zwei frostigen Wochen mit Schnee in ganz Deutschland bekommen wir an diesem Wochenende einen ersten Vorgeschmack auf den Frühling. Volle Sonne, acht Grad, das fühlt sich doch schon ganz anders an, als Schneeschaufeln bei Minustemperaturen im Wintersturm.

Wir nutzen das einladende Wetter für den Wanderauftakt 2026, heuer im hinteren Teil der Ahreifel zwischen Schuld, Winnerath und Insul. Hier sieht man den Orten die Beschädigungen durch die Flut von 2021 noch an.

Die meisten der betroffenen Häuser sind längst abgerissen oder wieder aufgebaut, auch relativ nah am Fluss. Doch einige Brücken und Uferbefestigungen wurden immer noch nicht vollständig wiederhergestellt. Dort wird noch gebaut.

Der wunderschöne Schuld-Panoramaweg No 6 führt Heike und mich auf einer Länge von 12 km erst von Schuld entlang des Ahrsteigs steil hinauf auf die Ahrhöhen in Richtung Winnerath. Auf den Feldern zwischen Winnerath und Insul genießen wir die einladenden Strahlen der Wintersonne und weite Fernblicke in die Ahreifel. Bis auf die Schüsse der Jäger und das Gebell ihrer Hunde in der Ferne ist es hier oben ganz still. Nur ab und zu hört man die ersten Vöglein zwitschern.

Vor Insul geht es auf einem schmalen Kammweg von den Höhen wieder hinunter zur Ahr. Dann laufen wir von Insul über den Ahrtalweg zurück nach Schuld. Die Häuser auf dem Bergsporn in der Dorfmitte von Schuld sind von der Flutkatastrophe verschont geblieben, doch unten im Tal, wo die Ahr eine doppelte Schleife schlägt, haben die Wassermassen brutal gewütet. Teile des Dorfes, das sich jahrhundertelang eng an den Fluss schmiegte, werden wohl für die kommenden Jahrzehnte unbewohnt bleiben.

( MITI )

Jazz-Auftakt 2026 ein Hit

Das Clemens Orth-Trio in der Jazz Schmiede

Das erste Jazz-Konzert für Heike und mich in diesem Jahr war gleich ein echter Hit. Das Clemens Orth Trio mit Hendrik Smock an den Drums, Bruno Müller an der Gitarre und Clemens Orth an der Orgel hat in der Jazz-Schmiede in bester Hammond-Jazz-Tradition der 50er- und 60er-Jahre vortrefflich aufgespielt: dynamisch, energetisch, mitreißend und virtuos, jeder auf seinem Instrument.

Clemens Orth, Bruno Müller und Hendrik Smock v.l.n.r

Dabei konnte sich die Kölner Formation einer wunderbar restaurierten Original Hammond-Orgel bedienen, die die Jazz-Schmiede regelmäßig leihweise von einem Sammler zur Verfügung gestellt bekommt. Das Instrument muss klanglich eine solche Perle sein, dass es Orgel-Virtuosen von nah und fern zum Aufspielen in die Jazz-Schmiede lockt.

Die Musiker des Clemens Orth Trios kennen sich seit ihrem Studium an der Musikhochschule Köln und waren schon auf zahlreichen Bühnen im In- und Ausland zu hören. Ihr Repertoire ist geprägt von Ikonen wie Jimmy Smith, Les Strand, Jack McDuff oder Shirley Scott. An diesem Abend waren es aber auch Songs von Earth, Wind & Fire und zeitlose Soul- und RnB-Themen, die die Zuschauer von den Stühlen gerissen haben. Ein tolles Konzert in kleiner Besetzung.

( MITI )

Der Winter ist da

Winterwolken verdecken die Sonne beim Blick Richtung Dyck

 Liedberg, 2. Januar 2026

Pünktlich zum Start des neuen Jahres hat auch der Winter in ganz Deutschland Einzug gehalten. In fast allen Landesteilen liegt ein wenig Schnee, nur bei uns, ganz im Westen, ist es lediglich eine dünne Schicht Raureif. Dabei ist es windig und eisig kalt. Daran werden wir uns in den kommenden Wochen wohl gewöhnen müssen.

( MITI )

Junge Kunst aus Belgien

Das Kunsthaus NRW in der ehemaligen Reichsabtei Kornelimünster

 Kornelimünster, 13. Dezember 2025

Immer wieder gerne von mir besucht: Das Kunsthaus NRW in der ehemaligen Reichsabtei Kornelimünster vor den Toren von Aachen. Nach dem Auftakt im vergangenen Jahr sind dort erneut Arbeiten junger belgischer Künstler aus den pulsierenden Kunstmetropolen Brüssel, Gent und Antwerpen zu sehen.

Gerade in der Grenzregion sind die Kunstszenen Deutschlands und Belgiens traditionell eng miteinander verbunden. Diesen Austausch und die Vernetzung der Kunstinteressierten und Kunstschaffenden möchte das Kunsthaus NRW weiter fördern.

Der Schwerpunkt der aktuellen Schau liegt auf der Vielfalt von Bildwerken und thematischen Ansätzen. Zu sehen sind gewebte „flämische“ Wandteppiche, die auf modernen digitalen Entwürfen basieren, Risografien in der Art früher Computergrafiken, treibende Videoinstallationen, szenografische und ortsspezifische Installationen und insbesondere Malerei in all ihren Erscheinungsformen: Als augentäuschende Trompe-l’œil-Malerei, als Bildobjekte und als Anlehnung an folkloristische und volkstümliche Kompositionen.

Das ehrwürdige Haus verwandelt sich in einen sinnlichen Parcours visueller Erlebnisse, dem auch überraschende Klangmomente entspringen. Eine vielfältige und äußerst anregende Schau im lieblichen Tal der Inde, mit einer interessanten Fortführung im Außenbereich des Museums.

( MITI )