Historisches Kaiserserswerth

Historisches Kaiserserswerth
Kaiserswerth, 11. August 2026

St. Suibertus-Kirche am Stiftsplatz

Meinen Besuch auf dem Open-Air-Kunstmarkt „klein Montmartre“ habe ich für einen Rundgang durch die historische Altstadt von Kaiserswerth genutzt, einem Nobel-Vorort von Düsseldorf mit langer und traditionsreicher Geschichte, denn hier stand einst eine heute nur noch in Ruinen erhaltene Pfalz von Kaiser-Barbarossa unmittelbar am Rhein.

Aufgrund seines gehobenen, aber immer noch dörflichen Flairs, der Lage direkt am Rhein und einem hervorragenden gastronomischen Angebot ist Kaiserswerth ein beliebtes Ausflugsziel.

Am historischen Markplatz mit vielen Barockhäusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert entdecke ich an diesem belebten Samstagnachmittag Kfz-Kennzeichen von nah und fern.

Aber auch mit den Ausflugsschiffen der Weißen Flotte kann man von Düsseldorf hierherkommen – wenn der Rhein nicht gerade zu niedrig steht, so wie im Moment.

Am historischen Stiftsplatz, angeblich einer der schönsten baumbestandenen Plätze in NRW, steht die romanische Pfeilerbasilika St. Suitbertus, in der die Gebeine des Heiligen Suitbertus in einem vergoldeten Schrein ruhen.

Wenige Schritte weiter befinden sich die architektonisch markanten Gebäude der 1836 gegründeten Kaiserswerther Diakonie, die heute ein Krankenhaus beherbergen. Das 19. Jahrhundert war auch die Zeit, in der viele der reichen Textilfabrikanten aus dem nahe gelegenen Krefeld hier ihre Villen errichten ließen. Sie prägen bis heute das Stadtbild von Kaiserswerth und verleihen dem Ort stellenweise einen noblen Charakter.

( Michael Tischer )