
Blick vom Barockgarten zum Schloss
Ich bin ja ein Fan von großzügigen Parks und schönen Gartenanlagen. Deshalb bin ich nach Hannover gekommen, um die berühmten Herrenhäuser Gärten im Norden der Stadt zu besuchen. Dass ich zusätzlich einen Abstecher ins Stadtzentrum unternehmen würde (siehe oben), war gar nicht geplant und eine schöne Überraschung.
Die von den Welfen angelegten Herrenhäuser Gärten bestehen aus vier Bereichen: Dem eintrittspflichtigen Großen Garten als Barockgarten mit Wasserspielen, angrenzend an das Welfen-Schloss Herrenhausen, dann einem Berggarten mit mehr als 12.000 Pflanzen aus aller Welt, sowie den Georgengarten und den Welfengarten als öffentliche Parkanlagen, die bis ins Stadtzentrum reichen.Der Große Garten zählt zu den bedeutendsten Barockgärten in Europa. Die von einer Graft umschlossene Gartenfläche stellt das historische Kernstück der Herrenhäuser Gärten dar. Sein Ausbau ist mit dem Aufstieg der hannoverschen Linie der Welfen verbunden, denn die Erschaffung und Pflege großer Gartenanlagen besaßen einen hohen Rang im System der barocken fürstlichen Repräsentation. Und sie verschlang enorme Summen.
Drei Regenten prägten die Glanzzeit des Großen Gartens zwischen 1680 und 1755: Ernst August (1679–1698), der 1692 zum Kurfürsten von Braunschweig-Lüneburg ernannt wurde, sein Sohn Georg Ludwig, der 1714 als Georg I. zum König von England gekrönt wurde, und Georg II, der 1683 in Schloss Herrenhausen geboren wurde.

2001 statteten Mitarbeiter von Niki de Saint Phalle die Innenräume der Grotte nach den Entwürfen der Künstlerin aus. Damit setzte die Stadt noch einmal ganz eigene künstlerische Akzente in dem barocken Umfeld setzen.
Das Schloss beherbergt heute unter anderem ein Museum mit Ausstellungsgegenständen aus dem Besitz der Welfen, darunter vier goldene Prunkkutschen. Ein Besuch des Großen Gartens hat also viel zu bieten. Für mich eine wirklich beeindruckende Anlage.
