
Mein Studium-Quizsystem in Aktion (oben links) und der Programmcode, der dahinter steckt
Seit bald 50 Jahren programmiere ich am Computer. Heute nicht mehr für Geld, sondern wie zu Teenager-Zeiten wieder als Hobby. Es ist eine Beschäftigung mit hoher Selbstwirksamkeit, bei der man leicht in einen kreativen Flow gerät und die Zeit dabei völlig vergisst.
Derzeit wird das Feld der Software-Entwicklung durch das Thema künstliche Intelligenz mächtig durchgeschüttelt. Einfach, weil entsprechend trainierte KI-Systeme mittlerweile in der Lage sind, Programmcode nach Ansage der gewünschten Funktionsweise selbständig zu generieren.
Software-Entwickler setzen ihre Programme dann aus KI-produzierten Teilelementen zusammen, ergänzen eigenen Code, testen aus und beheben Fehler – denn auch die KI ist bekanntlich nicht perfekt. Das hat das Potenzial, die Software-Entwicklung radikal zu beschleunigen.
Nun habe auch ich zum ersten Mal mithilfe künstlicher Intelligenz kodiert, mit der Google-KI „Gemini“. Es ging um ein Projekt, das mich im Studium unterstützen soll: ein Quiz-System zum Testen von Vorlesungsinhalten. Denn regelmäßige Selbsttests gelten als eine der effektivsten Methoden, frisch erworbenes Wissen längerfristig in unserem Gehirn zu verankern.

Oben im grauen Kasten meine Ansage an Google Gemini, darunter Hinweise zum erzeugten Programmcode und der Code selbst
Knapp drei Tage habe ich mit der KI für mein kleines Studi-Quiz-System benötigt, und was soll ich sagen? Es war immer noch ordentlich Handarbeit und Wissen bei der Entwicklung erforderlich. Trotzdem hätte ich ohne KI sicherlich doppelt so lange für das Projekt benötigt. Und das ist doch schon ein bedeutender Fortschritt. Ich bin begeistert!
