Drei-Besen-Tag in Büttgen

Drei-Besen-Tag in Büttgen
Büttgen, 16. März 2024

Heute begeht die Stadt Kaarst ihren alljährlichen „Drei-Besen-Tag“. Die Bürger in den fünf Ortsteilen sind eingeladen, Müll im öffentlichen Raum aufzulesen. Die Stadt spendiert Handschuhe und Müllsäcke und sammelt die Fundsachen hinterher ein.

Ich habe mich daran erinnert, dass Yogis aufgerufen sind, sich für die Gemeinschaft einzusetzen.

Viele, die ich in meiner Yogalehrer-Ausbildung kennengelernt habe, führen beim Wandern und Spazierengehen deshalb regelmäßig und ganz selbstverständlich einen Beutel zum Einsammeln fremden Mülls mit.

Heike begleitet mich, während ich eine Fläche an der Bahn in Richtung der Mühle durchkämme. Und wir sind beide völlig überrascht, auf welche Müllmengen wir stoßen.

Offensichtlich haben dort schon einmal Obdachlose Unterschlupf gesucht (Flaschen, Feuerzeuge, Friedhofslichter, ein vergammeltes Zelt, Sperrmüll).

Und es müssen dort auch schon Pflanzen gezüchtet worden sein, ich vermute Hanf (Plastikblumentöpfe, Tüten mit Blumenerde, Düngeflaschen). Binnen einer Stunde habe ich mehr zusammen, als in einen großen Müllsack passt. Wahnsinn!

( MITI )

Der Winter wird abgehangen

Der Winter wird abgehangen
Büttgen, 15. März 2024

Das Winterbild muss weichen …

Wenn es doch immer so einfach wäre, den Winter loszuwerden. Nachdem bereits die Magnolien blühen, habe ich das Winterbild bei mir im Flur abgehangen, um der kalten Jahreszeit Lebewohl zu sagen.

An gleicher Stelle hängt nun ein Frühlingsbild mit unserer feinen Doxi. Entstanden ist es im Frühjahr 2022 bei einer Womo-Tour durch den Spessart im Kurpark von Bad Orb, als gerade Tulpenzeit war.

Der Winter wird abgehangen

Der Frühling kommt an die Wand.

( MITI )

Barfuß durchs Grenswater

Barfuß durchs Grenswater
Walbek / Arcen, 14. März 2024

Hochstehende Wasserflächen an der Deutsch-Niederländischen Grenze

Den wettertechnisch schönsten Tag der Woche nutze ich für eine Wanderung mit Doxi in den niederländischen Maasdünen bei Arcen. Wir starten auf deutscher Seite am Freibad von Walbeck, wenige hunderte Meter vor der Grenze.

Walbeck ist weithin für seinen exzellenten Spargel bekannt, der auf den sandigen Böden der Maasdünen bestens gedeiht. Vorbei am Schloss Walbeck geht es in den Wald, wo wir sehr bald die Grenze zu den Niederlanden passieren.

Gleich dahinter findet seit vielen Jahrzehnten Sand- und Kiesabbau im Urstromtal der Maas statt. Die mittlerweile renaturierten Kiesgruben sind heute Naturschutzgebiete und bilden einen wertvollen Brut- und Rückzugsraum für viele Wasservögel.

Weil sich die Seen unmittelbar bis an die Grenze zur Bundesrepublik ziehen, werden sie auf Niederländisch als „grenswater“ bezeichnet.

Nach den intensiven Niederschlägen in Herbst und Winter steht das Grundwasser gerade sehr hoch. Die Wege zwischen den Seen sind stellenweise überflutet, dazwischen ist es richtig schön matschig.

Als wir an einer Stelle wegen Hochwasser nicht mehr weiterkommen, ziehe ich mir spontan Schuhe und Strümpfe aus und laufe barfuß durch das wadentiefe Nass, bis ich nach 200 Metern wieder Land erreiche.

Doxi ficht das alles natürlich nicht an. Sie stapft vergnügt durch das Wasser und rollt sich anschließend erst einmal gemütlich im Gras ab. Dabei wird sie neugierig von einer wilden Ziegenschar beobachtet, die in dem eingezäunten Naturschutzgebiet frei umherzieht.

( MITI )

Zeit zum Wiederholen

Zeit zum Wiederholen
Büttgen, 13. März 2024

Hier auf bloxi.de: Meine Favoriten der deutschen Lyrik von 1362 bis in die Gegenwart

In der Corona-Zeit, als nicht so viel lief, habe ich auf meinen Wanderungen regelmäßig Gedichte auswendig gelernt. Rund 70 Stück sind dabei zusammengekommen. Meine Favoriten sage ich auch jetzt noch gerne auf, wenn ich unterwegs bin oder mal irgendwo Wartezeit überbrücken muss.

Aber bei den anderen, die ich nicht so oft wiederhole, setzt langsam das Vergessen ein. Da fehlt mir hier mal ein Wort oder eine ganze Strophe oder ich komme nicht mehr auf den Anfang, ohne kurz im Blog nachzuschauen. Zeit zum Wiederholen also. Und wenn jetzt endlich der Frühling kommt, werde ich vermutlich erneut viel Zeit beim Wandern verbringen. Das passt also.

Alle meine Lieblingsgedichte gibt es übrigens hier.

( MITI )

Magnolien früh dran

Magnolien früh dran
Büttgen, 11. März 2024

Die Magnolie in unserem Garten

Als ich nach einem verlängerten Wochenende mit viel Sonnenschein nach Hause zurückkehre, staune ich nicht schlecht: Die Magnolienblüten haben sich geöffnet. Fast drei Wochen früher als sonst üblich. Das ist schon ganz schön krass, aber wie immer wunderschön anzuschauen. War aber auch ein extrem warmer Februar. Hat mit dem Klimawandel natürlich nichts zu tun (haha).

( MITI )

Osterspaier Langhalsweg

Osterspaier Langhalsweg
Osterspai, 10.03.2024

Blick auf den „Ritt im Rhein“

Vor einer Woche wollte ich mit dem Womo von Koblenz kommend nach Osterspai im Oberen Mittelrheintal. Damals hatte ich auf dem Weg eine Panne (Kupplungsseil gerissen) und kam nicht weiter. Nun ist das Fahrzeug repariert und ich bin endlich am Ziel. Diesmal von Wiesbaden kommend.

Osterspai hat einen schönen Womo-Stellplatz mit Blick auf den Rhein.  Doch wie überall im Mittelrheintal ist zwischen dem Fluss und den steil aufsteigenden Hängen wenig Platz.

Der reicht hier gerade einmal für die Bahnstrecke, einige Häuserzeilen, die Bundesstraße und das Rheinufer. So richtig leise ist es auf dem Stellplatz deshalb nicht. Und das wunderbare Wetter von gestern und vorgestern hat sich auch verzogen, aber egal.

Am Nachmittag wandere ich mit Doxi den Osterspaier Langhalsweg, einen 8 km langen und mit viel Liebe ausgestalteten Wanderpfad durch die Rheinhänge. Von verschiedenen Punkten des Weges hat man einen fantastischen Blick auf den Rhein, der hier eine Schleife macht.

Markant ist der knapp 2 Kilometer lange „Ritt“ im Rhein, eine schmale Landzunge, die mit Bäumen bewachsen ist. Der Ritt grenzt eine dahinter gelegene Sandbank „Auf der Schottel“ ab, die den im 19. Jahrhundert immer größer werdenden Rheinschiffen Probleme bereitete.

Deshalb wurde zwischen 1868 und 1875 der Ritt errichtet, um jenseits der Sandbank eine sichere Fahrrinne in der Flussmitte zu schaffen. Doch erst einhundert Jahre später wurde eine 300 Meter lange Verbindung zum Ort hergestellt, damit man den Ritt von Osterspai trockenen Fußes betreten kann – sofern die Landzunge nicht gerade vom Hochwasser überspült ist.

( MITI )