Alles Wellant, oder was? 23 Millimeter misst der aktuell prallste Jungapfel bereits
Wow, 42 kleine Wellant-Äpfelchen trägt der im Herbst 2025 gesetzt Apfelbaum bereits nach der ersten Blüte in meinem Garten. Und das ist doch schon die korrekte Antwort auf alle Fragen, wie man seit Douglas Adams weiß (haha). Damit hätte ich überhaupt nicht gerechnet. Und die dicksten „Ebbelsche“ messen sogar schon über 2 cm im Durchmesser. Ich glaube, dieses Maß werde ich jetzt bis zur Ernte im Herbst regelmäßig festhalten und schauen, wie sich die Früchte Woche für Woche entwickeln und ob der kleine Baum sie nicht vorzeitig zur eigenen Entlastung abwirft („Junifall“). Finde ich spannend.
Der indisch-britische Bildhauer Anish Kapoor (*1954) gehört zu den weltweit angesehensten Künstlern unserer Zeit. Er ist Trägerbegehrter Kunstpreise und hoher ziviler Auszeichnungen. In diesem Jahr ist mit dem Wilhelm-Lehmbruck-Preis, gestiftet von der Stadt Duisburg und dem Landschaftsverband NRW, eine weitere bedeutende Ehrung hinzugekommen.
Aus diesem Anlass zeigt das Lehmbruck-Museum Duisburg eine Sonderausstellung mit Werken Kapoors. Die Ausstellung ist eine seltene Gelegenheit, Kapoors Schaffen in seiner ganzen emotionalen und philosophischen Tiefe zu erleben. Sie lädt dazu ein, sich intensiven Sinneseindrücken zu öffnen und das Unmögliche für möglich zu halten.
Systematisch und mit visionärer Kraft erforscht Kapoor die Grundbedingungen des Menschseins. Im Mittelpunkt stehen Phasen des Übergangs, Kipppunkte unseres Lebens. Im Parcours durch die Ausstellung begegnet man Werken, die wie Schwellen zu anderen Dimensionen wirken – geheimnisvoll und von unmittelbarer Präsenz.
Tatsächlich sind es gar nicht wahnsinnig viele Exponate, die in Duisburg zu sehen sind, aber die haben eine ungeheure Strahlkraft und Tiefe. Viele seiner Skulpturen sind keine statischen Objekte, sondern pulsierende Organismen und Orte des Werdens, wie bei seiner riesigen, selbst-transformativen Skulptur „Past, Present, Future“, aus Tonnen von Wachs und Parafin, die jetzt ebenfalls in Duisburg zu sehen ist.
An anderer Stelle verwandeln riesige gebogene Spiegelwände, die einen ganzen Saal füllen, die Architektur des Lehmbruck Museums in einen Resonanzraum für Kapoors Ideen: Licht und Schatten. Das Ganze ist so wirkmächtig, dass ich mir die Ausstellung wohl noch einmal ansehen werde. Für die kommenden Monate sind mehrere Führungen angesetzt. Ich hoffe, ich kann irgendwie dabei sein, einmal mindestens.
Glashalle des Lehmbruck Museums, Duisburg
Anish Kapoor, 1st Body, 2013
Anish Kapoor, 1st Body, 2013
In der Glashalle (Bildmitte), „Spire“ von Anish Kapoor, 2014
Anish Kapoor, Mother as Mountain, 1985
Anish Kapoor, When I am Pregnant, 1992
Anish Kapoor, Skulpturen aus pinkem Onyx, 2014-2020
Das Blech mit Gemüse und Thunfisch, bevor es in den Ofen geht
Wir lagen vor Madagaskar und hatten zu viel Gemüse an Bord: Süßkartoffeln, Kirschtomaten, Spitzpaprika, Zucchini, Champignons, Möhren, Erbsen, Zwiebeln, Spargel und ein kleiner Rest Blumenkohl. Das reicht locker für zwei Bleche mit Ofengemüse, eines mit Thunfisch und eines mit Schafskäse.
Zur „Strafe“ gibts nun drei Tage das Gleiche zu essen, sofern ich nicht doch noch zurückrudere und den Überschuss einfriere 🙂 Ist aber sehr lecker. Und sicher auch gesund.
Zwei Schalen, das ergibt zwei Bleche – und eine Stunde Schnippelei.
Neue Bilder im Format 120×90. Da staunt sogar Harry, der Hirsch.
Vor zwei Wochen hatte mein ohnehin günstiger Lieblings-Leinwanddrucker eine seiner legendären 50%-Rabattaktionen. Da habe ich bei den Großformaten gleich mit einigen KI-Motiven und Fotografien aus Museen zugeschlagen.
Okay, ich habe zwar eigentlich schon genügend Kunstwerke für alle Wände im Haus, aber ich möchte ja auch regelmäßig wechseln. Und solange mein Kellerlager noch nicht randvoll ist, treibe ich das Spiel noch etwas weiter. Ich stehe einfach zu sehr auf moderne Kunst.
Mein Studium-Quizsystem in Aktion (oben links) und der Programmcode, der dahinter steckt
Seit bald 50 Jahren programmiere ich am Computer. Heute nicht mehr für Geld, sondern wie zu Teenager-Zeiten wieder als Hobby. Es ist eine Beschäftigung mit hoher Selbstwirksamkeit, bei der man leicht in einen kreativen Flow gerät und die Zeit dabei völlig vergisst.
Derzeit wird das Feld der Software-Entwicklung durch das Thema künstliche Intelligenz mächtig durchgeschüttelt. Einfach, weil entsprechend trainierte KI-Systeme mittlerweile in der Lage sind, Programmcode nach Ansage der gewünschten Funktionsweise selbständig zu generieren.
Software-Entwicklersetzen ihre Programme dann aus KI-produzierten Teilelementen zusammen, ergänzen eigenen Code, testen aus und beheben Fehler – denn auch die KI ist bekanntlich nicht perfekt. Das hat das Potenzial, die Software-Entwicklung radikal zu beschleunigen.
Nun habe auch ich zum ersten Mal mithilfe künstlicher Intelligenz kodiert, mit der Google-KI „Gemini“. Es ging um ein Projekt, das mich im Studium unterstützen soll: ein Quiz-System zum Testen von Vorlesungsinhalten. Denn regelmäßige Selbsttests gelten als eine der effektivsten Methoden, frisch erworbenes Wissen längerfristig in unserem Gehirn zu verankern.
Oben im grauen Kasten meine Ansage an Google Gemini, darunter Hinweise zum erzeugten Programmcode und der Code selbst
Knapp drei Tage habe ich mit der KI für mein kleines Studi-Quiz-System benötigt, und was soll ich sagen? Es war immer noch ordentlich Handarbeit und Wissen bei der Entwicklung erforderlich. Trotzdem hätte ich ohne KI sicherlich doppelt so lange für das Projekt benötigt. Und das ist doch schon ein bedeutender Fortschritt. Ich bin begeistert!
Die Ausstellung in der Langen Foundation zeigt rund 80 Werke des Künstlers, hier die Untere Galerie 1
Adam Pendleton (*1984) ist ein schwarzer US-amerikanischer Konzeptkünstler, der für seine multidisziplinäre Praxis bekannt ist, die Malerei, Siebdruck, Collage, Video, Performance und Wortkunst umfasst.
Viele von Pendletons Arbeiten sind vom Konzept des „Black Dada“ durchdrungen, das der Künstler beschreibt als „eine Möglichkeit, über die Zukunft zu reflektieren, während man über die Vergangenheit spricht. Es ist unser gegenwärtiger Moment.“ Der Begriff stammt aus dem Gedicht „Black Dada Nihilismus“ von Amiri Baraka aus dem Jahr 1964. Er dient Pendleton als Bezugsrahmen, mit dem er die Schnittstellen von Blackness, Abstraktion und den historischen Avantgarden untersucht.
Pendleton war bereits mit Ausstellungen in renommierten Museen vertreten. Werke von ihm sind u.a. im Museum of Modern Art, dem Solomon R. Guggenheim Museum, der Tate Gallery sowie die Pinakothek der Moderne in München zu sehen. Zu seinen bekanntesten Sammlern zählen Steven A. Cohen, Leonardo DiCaprio und Venus Williams.
In der Langen Foundation, Neuss, werden derzeit 80 Arbeiten von ihm gezeigt, die ein breites Spektrum seines Schaffens abdecken. Abstraktion erscheint hier als eine aktive, produktive Kraft – fähig, Geschichte, Politik und Wahrnehmung in einer dynamischen Spannung zusammenzuhalten. Im Dialog mit der wunderbar reduzierten Museumsarchitektur von Tadao Ando kommen die Werke Pendletons hervorragend zu Geltung, wie ich finde.
Video-Arbeit „Toy Soldier“ (2021)
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