Bildmitte, oben: Kunstwerke im Stile von Nick Veasey (*1962), schön winterlich dunkel.
Heute in vier Wochen ist Frühlingsanfang. Man mag es kaum glauben, so grau und melancholisch, wie sich die vergangenen Tage präsentiert haben. Doch für das hoffentlich letzte Aufbäumen des Winters habe ich die richtige Kunst parat: Schwarzweißbilder im Stile von Nick Veasey, einem Pionier der Röntgenkunst. Man achte auf die verrückten Bildinhalte. Mehr davon gibt es auch hier.
Sieht nicht nur unglaublich gesund und lecker aus, sondern ist es auch
Dieser Tage habe ich ein Rezept entdeckt, das zwei meiner Lieblingsgemüse zusammenbringt: Rote Linsen und Rote Bete. Ist eigentlich als kühler Salat gedacht, aber funktioniert auch warm sehr gut, wie wir jetzt ausprobiert haben.
Zunächst etwas gutes Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Linsen darin mit Kreuzkümmel und Curry etwas andünsten. Das Ganze mit Gemüsebrühe ablöschen und ca. 12 bis 15 Minuten köcheln lassen, bis die Linsen die gewünschte Bissfestigkeit erreicht abhaben. Dann alles in ein Sieb abgießen. Wenn man den Salat warm genießen möchte, anschließend zurück in den Topf geben und beiseite stellen.
Die vorgekochten Rote Bete abtropfen lassen und in kleine Stücke schneiden. Anschließend Lauchzwiebeln waschen, putzen und in Ringe schneiden. Petersilie zupfen und grob hacken.
Nun geht es ans Dressing, das aus Senf, Honig, Essig, Salz, Pfeffer und Öl angerührt wird. Erst jetzt die Linsen mit Rote Bete und Lauchzwiebeln vermengen. Das Dressing und die Petersilie untermengen und mit Pfeffer und Salz abschmecken. Und wer mag, kann noch etwas Fetakäse oder Ziegenkäse in Stücken unterheben. Fertig ist ein wunderbar vitamin- und proteinreiches Wintergericht.
Für Architekturfotos ist der Winter oftmals eine gute Zeit. Wenn die Sonne tief steht und die Laubbäume ohne ihr Blattwerk selbst wie bionische Architektur wirken, gelingen regelmäßig schöne Aufnahmen. Heute habe ich den schönen Sonnenschein für eine 15 km Walkingrunde zur Langen Foundation bei Neuss genutzt, um dort die markante Architektur zu fotografieren.
Das von der Sammlerin Marianne Langen initiierte und gestiftete Ausstellungshaus liegt auf einer ehemaligen NATO-Basis inmitten der niederrheinischen Landschaft. Für dieses Gelände entwickelte der Sammler Karl-Heinrich Müller ab 1994 ein visionäres Projekt, bei dem Kunst und Natur zu einer einmaligen Synthese zusammengebracht wurden.
Einige Bauten wie das ikonische Museumsgebäude der Langen Foundation, wurden von dem berühmten japanischen Architekten Tadao Ando entwickelt. Charakteristisch für viele Bauten des Pritzker-Preisträgers ist die sichtbare Struktur der verbauten Schaltafeln aus geglättetem Beton. Sie orientieren sich an der Größe von Tatami-Matten und ergeben zusammen mit den Löchern der Schalungsanker ein markantes Bild. In dem Gebäude der Langen Foundation sind diese Strukturen durchgehend, zum Teil auch im Inneren, sichtbar.
Willkommen im Multiversum, bei einer Karnevalsparty der ganz besonderen Art. Im ehrwürdigen Gebäude des Düsseldorfer Kunstvereins Malkasten geht es an diesem Karnevalssamstagbunt, laut und schrill zu. Das Publikum: kunstaffin von Jung bis Alt, tanzbereit, ungehemmt und vor allem nicht so standardmäßig verkleidet, wie man es von bürgerlichen Karnevalsveranstaltungen kennt. Teilweise richtig schön fantasievoll und auch längst nicht alles Cis hier.
Im Multiversum läuft die Zeit mal vorwärts, mal rückwärts
Im Keller wechseln die DJs stündlich. Es läuft Techno, House, Electronic Dance, teilweise mit Gesangseinlagen vom DJ-Pult. Das Publikum geht ekstatisch mit. Heike und ich lassen uns auf der engen Tanzfläche schön in der Menge treiben. Und wir sind nicht die einzigen Oldies zwischen vielen jungen Leuten. Macht richtig Laune!
Oben im großen Saal wird es von 20:00 bis 22:00 sphärisch. Das Multiversum öffnet seine Tore. Man tanzt barfuß, Handys sind verboten. Die Leute gehen schön in Trance.
Anschließend läuft dort experimentelle Rockmusik live im Stile von Can, den Heroen des Krautrocks aus den Siebzigern. Eine treibende Mischung aus avantgardistischer Elektronik, Psychedelic Rock, Funk, Punk, Free Jazz und Weltmusik. Das alles unterlegt mit repetitiven, hypnotischen Grooves und richtig schön laut. Gefällt uns gut, die ganze Veranstaltung.
Hier entstehen Zitronen-Spaghetti mit Riesengarnelen
So anhaltend grau und kalt habe ich lange keinen Winter mehr erlebt. Sonnentage Mangelware. Da wird es Zeit, die warme Jahreszeit auf dem Herdfeuer herbei zu beschwören. Am Besten mit einem Essen, das intensiv nach Sommer duftet und schmeckt, genauer gesagt nach mediterraner Zitrone.
Bei uns gibt es heute Zitronen-Spaghetti mit Riesengarnelen, ein ganz einfaches, aber wirkungsvolles Rezept. Die Spaghetti normal kochen und nach dem Abseihen im Topf mit Sahne, geriebener Zitrusschale, Zitronensaft und geriebenem Parmesankäse vermengen. Dann noch etwas frisch gemahlenen Pfeffer und Chiliflocken dazugeben.
Obenauf kommen die Riesengarnelen, die wir in einer Pfanne mit gutem Olivenöl, gehacktem Knoblauch, Petersilie und frischem Rosmarin kurz und scharf angebraten haben. Das schmeckt, als säße man bei einer frischen Brise im Schatten eines duftenden Zitronenheins ganz nah am Meer und ließe es sich sommerlich gutgehen.
Unglaublich praktisches Werkzeug beim Hören und Lernen mit dem Smartphone unterwegs
Noch zwei Wochen bis zur nächsten Semester-Klausur, dann ist das Wintersemester 2025/2026 endlich Geschichte. Doch bis dahin muss ich noch ordentlich pauken, unter anderem auf meinen Walkingrunden.
Bewegung und Lernen, das passt gut zusammen, wie ich im Psychologie-Studium zunächst theoretisch erfahren und dann auch ganz praktisch erlebt habe. Und es ist auch nicht verkehrt, wenn man dabei die Sinne auf das Wesentliche fokussiert. Deshalb besser beim Walking im Dunkeln lernen, als im Hellen.
Wer steht denn da nachts so einsam in der Gegend rum?
Auf meinen Abendrunden lasse ich mir dazu meine Aufzeichnungen und Merksätze aus dem Studium vom Smartphonevorlesen. Und damit ich zwischendurch leicht pausierenund zurückspulen kann, habe ich mir einen kleinen, feinen Drücker besorgt, der per Bluetooth angebunden ist. So lässt sich das Abspielen bequem steuern, während das klobige Smartphone in der Hosentasche bleibt.
In der linken Hand den Drücker, in der rechten Hand die Taschenlampe, so kann man mich jetzt immer spätabends rund um mein Heimatdorf antreffen. Ist allerdings außer mir um diese Uhrzeit niemand mehr unterwegs. Obwohl, das stimmt nicht ganz: Die Schneeglöckchen sind auch noch am Start, wie ich heute im Schein der Taschenlampe entdeckt habe. Und im Chor flüstern sie mir leise zu: Halt durch, es lohnt sich ganz bestimmt. Na, ich hoffe, ihr behaltet Recht 🙂
Diese Website benutzt Cookies. Wenn du die Website weiter nutzt, gehen wir von deinem Einverständnis aus.