
Im Neusser Hafen steht das Wasser sonst typischerweise fast zwei Meter höher und niemals ist hier der Beckenboden zu sehen
Durch die anhaltende Trockenheit und Hitze des Sommers 2026 werden gerade an vielen Flüssen in Deutschland historische Niedrigpegel beinahe täglich unterboten.
Die kommerzielle Flussschifffahrt ist auf den großen Wasserstraßen kaum mehr möglich oder zumindest stark eingeschränkt. NRW und Rheinland-Pfalz haben bereits das Sonntagsfahrverbot für LKW aufgehoben, weil derzeit viel weniger Güter auf Flüssen wie dem Rhein oder der Mosel transportiert werden können.Ich beobachte derzeit täglich den Rheinpegel rund um Neuss und Düsseldorf. Auf den Fotos vom Neusser und Düsseldorfer Hafen, sowie den Rheinstränden drumherum, sieht man jetzt erschreckend viel mehr Ufer und Spundwände als sonst – und viel weniger Schiffe.
Der Mittelwert für die Wasserstände am Pegel Düsseldorf (Rheinkilomter 744) für das Jahrzehnt zwischen 2010 und 2020 betrug 257 cm. Derzeit steht die Anzeige bei 16 cm, Tendenz weiter fallend. Das sind Werte, die man noch nie gesehen hat, seitdem die Pegelmessung im 19. Jahrhundert eingeführt wurde. Echt krass, und hat natürlich nichts mit dem menschengemachten Klimawandel zu tun.
[P.S.: Der höchste je gemessene Pegel in Düsseldorf betrug 1110 cm beim Winterhochwasser 1926. Das sind 11 Meter mehr als jetzt gerade, was man sich auf den Bildern hier kaum ausmalen kann.]
