Deutsches Röntgen-Museum

Deutsches Röntgen-Museum
Lennep, 28. April 2026

Das Museum residiert in einem ehemaligen Patrizierhaus mit mehreren modernen Anbauten

Lennep ist der Geburtsort des Physikers Wilhelm Conrad Röntgen, der 1895 die nach ihm benannten Röntgenstrahlen entdeckte. Die Anwendung dieser „X-Strahlen“ (X für unbekannt) sollte später die medizinische Diagnostik, die Materialwissenschaft und die kosmologische Forschung revolutionieren.

Im Jahr 1901 erhielt Röntgen, ein äußerst bescheidener und gewissenhafter Mensch, für seine Entdeckung den ersten Nobelpreis der Physik. Die durchleuchtete Hand seiner Frau Bertha mit Ring ging als das erste Röntgenbild in die Menschheitsgeschichte ein.

In Lennep steht Röntgens Geburtshaus und hier residiert das Deutsche Röntgenmuseum, das ich bei meinem Rundgang durch die Altstadt von Lennep besucht habe.

In dem historischen Patrizierhaus mit mehreren modernen Anbauten wird Besuchern ein historischer und fachlicher Überblick über das Schaffen des berühmten Wissenschaftlers vermittelt. Außerdem wird die Nutzbarmachung der Röntgentechnik von ihrer Entdeckung bis in die Gegenwart dokumentiert. Zahlreiche interaktive Stationen laden zum Entdecken und experimentieren ein, ein Audioguide vermittelt auf Wunsch Hintergrundwissen.

Zur Sammlung des Museums gehören mehr als 150.000 Objekte, darunter Geräte und Apparate aus einer Zeitspanne von 100 Jahren zur Anwendung der X-Strahlen sowie persönliche Gegenstände aus dem Vermächtnis des Nobelpreisträgers. Zu sehen ist auch der Versuchsaufbau, mit dem Röntgen seinerzeit die Entdeckung der nach ihm benannten Strahlung gelang.

Ich habe das Museum, das von der Stadt Remscheid betrieben wird, als äußerst bereichernd und die Präsentation als absolut gelungen empfunden. Schön, dass ich diesen Abstecher noch unternommen habe, obwohl ich vom Wandern schon ein wenig k.o. war.

( MITI )