
László Moholy-Nagy, Spirals (Licht-Raum-Modulation), 1945
Als die Kunstbegeisterung mich in meinen frühen Zwanzigern so richtig packte, war der Ungar László Moholy-Nagy (1895-1946) einer meiner ersten Helden. Ich glaube, ich habe seine Arbeiten damals in einem Kunstbuch über den Konstruktivismus entdeckt und war total fasziniert.
Kein Wunder also, dass ich gleich ‚On‘ war, als ich am Wochenende bei meinem Besuch auf Schloss Moyland im Basement auf fotografische Arbeiten von Moholy-Nagy gestoßen bin. Die ausgestellten Werke im Besitz des Museums gehen auf die leidenschaftliche Sammlertätigkeit der Brüder Hans (1929–2002) und Franz Joseph (1933–2020) van der Grinten zurück, deren Engagement den Grundstein für das heutige Museum legte.
Die teilweise bereits 95 Jahre alten Fotos, die in Teilen dem Konstruktivismus zuzurechnen sind, haben für mich etwas Historisches und gleichzeitig ganz modernes. Sie werden auf Moyland zusammen mit Fotografischen Arbeiten von Hildegard Weber gezeigt, die 1964 Aufnahmen zur Aufführung von „Part of Sextett“ an der staatlichen Kunstakademie, Düsseldorf, erstellt hat. Die Begegnung mit diesen Werken hat meinen Besuch auf Moyland noch einmal zusätzlich versüßt.
