
Rückseite des Schauspielhauses
Wenn es für’s Wandern fast schon zu heiß ist, wird’s auf dem Motorrad oft richtig angenehm, sofern man luftig gekleidet ist. Perfektes Wetter, um sich bei mittleren Geschwindigkeiten vom Fahrtwind ein wenig abkühlen zu lassen – heute auf einer StreetArt-Tour durch Essen.
Ich hatte mir 48 sehenswerte Murals und Graffiti herausgesucht, viel zu viele, um sie in einer so großen Stadt wie Essen an einem Tag abzugrasen. Schnell stellte sich heraus: Essen ist ein gutes Pflaster für Kunst im öffentlichen Raum, u.a. weil es so viele Kilometer an Schallschutzwänden hat, die die Bewohner vor dem Lärm der zwei Stadtautobahnen A40 und A52 schützen sollen. Aber auch, weil es immer noch viel verlassene Industriearchitektur gibt, die sich hervorragend als Malfläche eignet.
Und dann scheinen die Menschen dort auch durchaus offen für Kunst am Bau zu sein. Immer wieder sind mir Wohnbauten begegnet, die komplett von StreetArt-Künstlern bemalt waren. Hier meine Ausbeute von vier Stunden kreuz und quer durch die Stadt.
