Schlagwort-Archive: kunst

Robert Smithson, Begründer der Nature-Art

Robert Smithson, Begründer der Nature-Art
Bottrop, 22. Februar 2026

Eines von Smithsons bekanntesten Werken: Broken Circle and Spiral Hill, Emmen, Niederlande

Als ich in meinen frühen Zwanzigern begann, mich für Kunst zu interessieren, war einer meiner erste Heroen der englische Landart-Künstler Andy Goldsworthy (*1956), der in der Natur vorkommende Materialien zur Erstellung seiner meist schnell vergänglichen Werke einsetzt und diese Arbeiten mit Hilfe der Fotografie dokumentiert. Goldsworthy gilt heute als einer der wichtigsten Vertreter der Natur-Kunst, einer Variante der Land-Art.

Begründet hat diesen Zweig der modernen Kunst der aus den USA stammende Robert Smithson (*1938), der 1973 im Alter von nur 35 Jahren bei einem Flugzeugabsturz tragisch ums Lebe kam. Seinem Werk ist nun eine Ausstellung im Museum Josef Albers in Bottrop gewidmet.

Smithson konstruierte seine Objekte in der Landschaft mit Spiegeln, Scherben, Neonröhren, Asphalt und Steinen. Aus Elementen dieser Kunstorte schuf er wiederum Objekte für Galerien und Museen. 1968 reiste er nach Deutschland, wo er zusammen mit Bernd Becher das Ruhrgebiet besuchte. Im selben Jahr veröffentlichte er seinen Aufsatz „A Sedimentation of the Mind: Earth Projects“, in dem er seine Kopnzeption der Land Art festschrieb.

Die Ausstellung in Bottrop zeigt Fotos und Videos von Smtihsons bekanntesten Werken, aber auch seine theoretischen Schriften und Konzeptzeichnungen. Es ist eine Ausstellung, für die man sich etwas Zeit nehmen muss, aber wer moderne Landart mag, wird hier eindrucksvoll an die Wurzeln dieser Kunstrichtung herangeführt.

( Michael )

Rundgang Kunstakademie 2026/I

Rundgang Kunstakademie 2026/I
Düsseldorf, 4. Februar 2026

Gemeinsame Klassenarbeit: Gerüstkonstruktion zur flexiblen Präsentation von Malerei

In der ersten Februarwoche zeigen die rund 500 Studenten der Kunstakademie Düsseldorf traditionell ihre Semesterarbeiten. Viele Klassenateliers im prächtigen Gründerzeitbau sind dann für Besucher geöffnet. Wir gehörten heute zu den ersten Kunstinteressierten, die bei herrlichem Sonnenschein durch die lichtdurchfluteten Etagen geschlendert sind. Und anders als an den Wochenenden war auch noch nicht übermäßig viel los. Hier kommen einige Arbeiten, die uns spontan angesprochen oder einfach neugierig gemacht haben.

( Michael )

HER. UN/SEEN

HER. UN/SEEN
Düsseldorf, 31. Januar 2026

Innen / Außen

Kaum zu glauben, dass sich die angesehene Düsseldorfer Künstlervereinigung Malkasten erst im Jahre 1977 auch für Künstlerinnen geöffnet hat,129 Jahre nach ihrer Gründung. Bis dahin war der Malkasten ein exklusiver Männerclub.

Eines der ersten weiblichen Mitglieder war damals die Malerin, Grafikerin und Illustratorin Helga Radener-Blaschke, die sich in den 1950er und 1960er Jahren deutschlandweit einen Namen mit Kunst-am-Bau-Projekten gemacht hatte.

Knapp 50 Jahre nach der entscheidenden Satzungsänderung würdigt der Verein die Arbeiten seiner Mitgliederinnen in einer Ausstellung unter dem Titel „HER. un/seen. Künstlerinnen im Malkasten 1977-1997″.

HER. UN/SEEN

Ausstellungsplakat

Die Ausstellung vermittelt einen Eindruck von der großen Bandbreite weiblicher Positionen im Malkasten in den ersten zwei Jahrzehnten nach der wegweisenden Satzungsänderung. Gezeigt werden die Werke von rund 40 ausgewählten Künstlerinnen, unter ihnen viele Neu- und Wiederentdeckungen.

Die Exponate – Gemälde und Fotografien, Zeichnungen, Collagen und Druckgrafiken, Skulpturen, Videoarbeiten und Installationen – stammen von den Künstlerinnen selbst, aus deren Nachlässen, aus Museen und Privatsammlungen sowie aus dem Archiv des Künstlerverein Malkasten. Zusätzlich belebt wird die Ausstellung durch Video-Interviews mit Künstlerinnen, die eigens aus diesem Anlass geführt wurden.

Während die Ausstellung einerseits die Vergangenheit des Vereins aufarbeitet, zeigt sie andererseits die aktuelle künstlerische Praxis von Frauen. Drei junge Künstlerinnen, Malkästnerinnen aus dem Umfeld der Kunstakademie, haben neue Arbeiten entwickelt, die Bezug nehmen auf drei der älteren Positionen in der Ausstellung.

Künstlerinnen der Ausstellung, die mit Werken und/oder Interviews vertreten sind: Ulrike Arnold, Ulrike Beckmann, Alice Blumberg, Dorothee Bouchard, Charlotte Buck-Bliesener, Adina Caloenescu, Antonia Dombrowski, Ilna Ewers-Wunderwald, Karin Flörsheim, Gretel Gemmert, Lenore Gerber-Sporleder, Maren Heyne, Nan Hoover, Setsuko Ikai-Kottmann, Anna Jocham, Ruth van Kampen, Claudia van Koolwijk, Elisabeth Köhler-Burtscheidt, Herma Körding, Kim-Camille Kreuz, Silke Leverkühne, Julia Lohmann, Marianne Mangold-Nienhaus, Edith Oellers, Elly Ohms-Quennet, Jeanette Plücken, Gerhild Poos, Lu Possehl, Helga Radener-Blaschke, Natascha Schmitten, Ina Seeberg, Brigitte Seeling-Fassbender, Hannelore Strohbach, Nobuko Sugai, Sabine Tschierschky, Ruth Weber, Brigitte Wiegmann, Annette Wimmershoff.

( Michael )

Pablo Picasso, die Zweite

Pablo Picasso, die Zweite
Kunst aus der KI, 25. Januar 2026

Alle Werke erstellt nach meinen Vorgaben

Upps, beim Aufräumen der Festplatte habe ich noch einige sehenswerte KI-Bilder im Stile von Pablo Picasso (1881-1973) gefunden, die ich bei meiner großen KI-Session im Herbst 2024 hatte produzieren lassen. Viel zu schade, um einfach im digitalen Nirvana zu entschwinden. Stecken bestimmt 20 Teraflops an KI-Leistung drin 😉

( Michael )

Junge Kunst aus Belgien

Junge Kunst aus Belgien
Kornelimünster, 13. Dezember 2025

Das Kunsthaus NRW in der ehemaligen Reichsabtei Kornelimünster

Immer wieder gerne von mir besucht: Das Kunsthaus NRW in der ehemaligen Reichsabtei Kornelimünster vor den Toren von Aachen. Nach dem Auftakt im vergangenen Jahr sind dort erneut Arbeiten junger belgischer Künstler aus den pulsierenden Kunstmetropolen Brüssel, Gent und Antwerpen zu sehen.

Gerade in der Grenzregion sind die Kunstszenen Deutschlands und Belgiens traditionell eng miteinander verbunden. Diesen Austausch und die Vernetzung der Kunstinteressierten und Kunstschaffenden möchte das Kunsthaus NRW weiter fördern.

Der Schwerpunkt der aktuellen Schau liegt auf der Vielfalt von Bildwerken und thematischen Ansätzen. Zu sehen sind gewebte „flämische“ Wandteppiche, die auf modernen digitalen Entwürfen basieren, Risografien in der Art früher Computergrafiken, treibende Videoinstallationen, szenografische und ortsspezifische Installationen und insbesondere Malerei in all ihren Erscheinungsformen: Als augentäuschende Trompe-l’œil-Malerei, als Bildobjekte und als Anlehnung an folkloristische und volkstümliche Kompositionen.

Das ehrwürdige Haus verwandelt sich in einen sinnlichen Parcours visueller Erlebnisse, dem auch überraschende Klangmomente entspringen. Eine vielfältige und äußerst anregende Schau im lieblichen Tal der Inde, mit einer interessanten Fortführung im Außenbereich des Museums.

( Michael )

Malen wie Christopher Wool

Malen wie Christopher Wool
Kunst aus der KI, 9. Dezember 2025

Alle Werke erstellt nach meinen Vorgaben

Neu aus der KI auf meiner Festplatte: Frisch imaginierte Bilder in der Art von Christopher Wool (*1955).

Schwarze Linien und Flächen auf weißem Grund – das zeichnet die aktuellen Arbeiten des New Yorker Künstlers Christopher Wool aus. Der Sohn eines Biologie-Professors und einer Psychiaterin wuchs in Chicago auf und gehörte in den späten 1980er Jahren zu einer New Yorker-Künstlergruppe rund um Jeff Koons, Haim Steinbach und Robert Gober.

Seine Stile und Motive durchliefen seitdem mehrere Wandlungen. In seinen neueren Arbeiten zeichnet Wool mit einer Sprühpistole spontan lineare Formen auf die Malfläche, die er anschließend mithilfe von Lösungsmitteln partiell wieder auswischt.

Wool war 1992 auf der documenta in Kassel vertreten und wurde bereits in zahlreichen renommierten Museen ausgestellt.

( Michael )