Wenn das Wetter schön ist und die Vöglein fleißig zwitschern, können auch ganz unspektakuläre Wanderungen durch Wald und Feld ihren Reiz haben. Eine solche Tour bin ich heute auf niederländischer Seite an der deutsch-niederländischen Grenze zwischen Heinsberg und Roermond gelaufen.
Die Grenze verläuft hier entlang eines langgezogenen, bewaldeten Hangs, der den Bruch zum Urstromtal der Maas markiert.
Auf einer Länge von 13 km geht es durch lichtdurchfluteten Wald „Annadaalsbosch“, dann über Feldflächen und schließlich wieder in den Wald in Richtung der deutschen Grenzgemeinde Haaren.
Nach der Tour besuche ich noch den nur wenige Kilometer entfernten Ort St. Odilienburg an der Rur, kurz vor Roermond.
Dort gibt es einen historischen Ortskern rund um zwei Kirchen aus dem 11. Jahrhundert, die auf einem flutsicheren Hügel neben der Rur stehen: eine zweitürmige romanische Basilika, die den Heiligen Wiro, Plechelmus und Otgerus geweiht ist und die kleine „Onze Lieve Vrouwekapel“. Ein malerischer Flecken, fünf Kilometer vor der Mündung der Rur in die Maas im alten Zentrum von Roermond.
Wanderkarte der Tour
Im Annadaalsbosch an der deutsch-niederländischen Grenze
Feldflächen am Rande des Annadaalsbosch, hier brütet schon der Storch
Der Putbeek entwässert die Feldflächen
Gepflege Bauernhöfe am Putbeek
Eine mittelterliche Landwehr mitten in der Landschaft
So große Löcher, so viel Erdaushub: Das kann nur ein Daxbau sein
Im Umkreis von 15 m um den Bau, überall Löcher
Japanische Kamelie
Purpur-Magnolie: Bereits im Verblühen begriffen
Gaststätte an der deutsch-niederländischen Grenze bei Haaren
Niederländische Wegweiser überall entlang der Strecke
Kniefall am Rande des Annadaalsbosch
Kurz vor Haaren: Der Winterraps ist fast schon reif
Während Heike mit einer Freundin über das Wochenende die Ewige Stadt Rom heimsucht 😉 ,halte ich die Stellung am Niederrhein und nutze den wunderbaren Frühlingssonntag für eine ausgedehnte Wanderung rund um Brüggen. Das beliebte Ausflugsziel nahe der niederländischen Grenze in Höhe von Roermond hat mit seiner Altstadt, der historischen Burg und der angrenzenden Wassermühle viele pittoreske Ecken zu bieten.
Vor allem wird der Ort von der Schwalm und ihren Nebenarmen durchflossen, die in mehreren Seen aufgestaut werden.
Ich laufe vom Ortszentrum zunächst in östlicher Richtung zum Nachbardorf Born und dem Borner See. Dabei folge ich dem Narzissenweg, der jetzt, kurz vor Ostern, von unzähligen gelb blühenden Narzissen gesäumt wird.
Anschließendorientiere ich mich entlang der Schwalm in westlicher Richtung zurück zum Ortskern und laufe darüber hinaus. Diesmal leitet mich der Planetenweg über den Dahmensee zum Venekotensee, nur wenig Kilometer vor der Deutsch-niederländischen Grenze.
Der hübsche See ist heute mein Wendepunkt. Anschließend geht es durch die Felder zurück zu meinem Startpunkt an der Burg Brüggen, den ich nach 16 km Strecke und etwas weniger als drei Stunden wieder erreiche. Eine ganz bezaubernde Wanderung, gerade zu dieser Jahreszeit mit den vielen Narzissen am Wegesrand.
Wanderkarte der Tour
Startpunkt an der historischen Wassermühle im Ortskern von Brüggen
Das Mühlrad dreht sich noch
Die historische Burg Brüggen
Der Fluss Schwalm prägt die Region
Uferwege an der Schwalm
Blut-Johannisbeere
Hier hat sogar der Kindergarten seinen eigenen Teich
Blick hinunter zum naturbelassenen und noch winterlich verschlafenen Wald-Campingplatz im Wersbachtal
Den Frühlingsanfang heute wollte ich keinesfalls ohne eine schöne Wanderung verstreichen lassen. Meine Wahl fällt auf eine 11 km lange Runde bei Burscheid zwischen Solingen und Leverkusen, 60 km von meinem Zuhause entfernt. Hier zeigt das Bergische Land bereits sein markantes Landschaftsbild.
Bei frischer Luft und herrlichem Sonnenschein führt mich die Tour durch mehrere lauschige Bachtäler und über die Höhen, die sie trennen. Los geht es am mäandernden Murbach nördlich von Burscheid.
Ich laufe zunächst stromaufwärts in östlicher Richtung durch das Murbachtal bis zur Classmühle und schwenke dort nach Norden ein.
Am Naturschutzgebiet Herkensiefen führt mich der Weg erst auf die Höhen mit weiten Fernblicken und anschließend hinunter in das Wersbachtal, dem ich nun in westlicher Richtung folge.
Bald erreiche ich den hübschen kleinen Wersbachstausee und dahinter einen naturbelassenen Campingplatz im Talgrund.
Es folgen die hübschen kleinen Siedlungen Oberwetsche und Unterwetsche, bevor ich wieder auf den Murbach treffe. In den Dörfern dominiert die typische bergische Architektur mit Fachwerk und schieferverkleideten Fassaden, sowie den markanten Hauseingängen, das alles in Schwarz, Weiß und Grün.
Dem Murbach stromaufwärts folgend, gelange ich über die Siedlung Grünscheid und die Mummekampsmühle wieder zu meinem Startpunkt. Obwohl die Tour nur 200 Höhenmeter im Aufstieg abruft, bin ich am Ende überraschend k.o. Vielleicht, weil ich in den letzten Tagen intensiv körperlich an Haus und Garten gearbeitet habe. Aber kein Problem, trotzdem eine herrliche Tour.
Wanderkarte der Tour
Panorambild vom mäandernden Murbach
Portal an der Irlermühle
Kirschblüte im Murbachtal
Hier muss der Murbach ohne Brücke überquert werden
Mittagsmahlzeit an der Classmühle
Auf den Höhen: Fernblick zum UKW-Sender Langenberg
Zufahrt zu Schloss Nörvenich, die frühere Burg Gymnich
Für den 100 km langen Rückweg von Gemünd/Schleiden nach Neuss habe ich heute einmal nicht wie gewohnt die Autobahnen A1 und A61 gewählt. Vielmehr bin ich quer durch die Zülpicher Börde über die Bundesstraße 477 gefahren, die von Neuss nach Tondorf verläuft. In wesentlichen Teilen folgt diese moderne Bundesstraße der Route einer alten römischen Heerstraße von Neuss nach Trier, die zwischen 22 und 19 v. Chr. von Marcus Vipsanius Agrippa erbaut wurde.
Für mich ist die B477 eine legendäre Straße, weil ich darüber in der Kindheit mit meinen Eltern gerollt bin, wann immer wir Tagesausflüge in die Eifel unternommen haben.
Kurz hinter Neuss ging es rauf auf die Bundesstraße und dann immer weiter einfach geradeaus, bis wir nach zwei Stunden in einer fremden Welt ausstiegen – in der Eifel. Dort gab es viel zu sehen und zu erleben und immer auch ein feines Picknick mit kalten Schnitzelchen und Muttis geliebten Blechkuchen. Unvergessliche Eindrücke, die ich heute nach einmal nacherleben wollte.
Vor allem wollte ich das Dörfchen Nörvenich auf halber Strecke der B477 besuchen, an dem ich bislang immer vorbeigefahren bin. Bekannt ist Nörvenich vor allem für den Fliegerhorst Nörvenich, auf dem heute das Taktische Luftwaffengeschwader 31 „Boelcke“ mit seinen 30 Eurofightern stationiert ist.
Doch ich habe ich mir das hübsche Schloss am Nesselbach in der Nähe des Marktplatzes angeschaut und bin ein wenig mit Doxi im angrenzenden Wald spazieren gegangen. Alles nichts Besonderes, aber irgendwie ganz süß dieses Nörvenich, eine „Kleine Gemeinde mit großem Herz“, wie sich der Ort selbst beschreibt.
Das Schloss befindet sich seit 1980 im Besitz der Familie Bodenstein, die die ursprüngliche „Gymnicher Burg“ in jahrelanger Arbeit vollständig renoviert und darin unter dem Namen „Museum Arno Breker Schloß Nörvenich“ die einzige öffentlich zugängliche Sammlung von Kunstwerken des Bildhauers Arno Breker in Deutschland eingerichtet hat. Doch die habe ich heute leider verpasst.
Der Neffelbach durchläuft Nörvenich von Süd nach Nord
Heute trockengefallener Wassergraben um das Schloss
Blick von der Kickley hinunter ins Urfttal Richtung Gemünd
Vor anderthalb Jahren bin ich zuletzt den Katzentrail von Gemünd hinauf zur Burg Vogelsanggewandert und entlang der Urft durchs Urfttal zurück. Damals hat Doxi die Strecke mit 500 Höhenmetern in ihrem elften Lebensjahr noch geschafft, heute leider nicht mehr. Dafür sind die Hinterläufe der alten Dame nun zu schwach und ihre Hüfte zu wackelig. Aber sie hat fein draußen vor dem Wohnmobil auf mich gewartet und lag dort ganz entspannt, als ich nach knapp drei Stunden Wanderung zurückgekehrt bin.
Wanderkarte unserer Tour
Überquerung des Laßbachs auf halber Strecke zur Vogelsang
Aufstieg vom Laßbachtal Richtung Morsbach
Blick vom Modenhübel zur Burg Vogelsang
Aufstieg über Treppen am Hang des Morsbachs
Eingangsportal zur Vogelsang
Der weithin sichtbare Turm der Vogelsang
Blick von der Vogelsang zum Urftsee
Blick von der Vogelsang zum Urftsee
Victor-Neels-Brücke am Beginn des Urftsees
Der Urftsee ist wieder gut gefülllt
Im Ufrttal zuwischen Vogelsang und Gemünd
Oben die Kickley vom Ufrttal aus gesehen
Panoramabild mit Blick von der Vogelsang zum Urftsee
Zahlreiche Bäume auf dem riesigen Parkgelände werden jetzt bunt angestrahlt, dazu gesellen sich künstlich geschaffene Lichtobjekte
Am letzten Abend des Essener Parkleuchtens habe ich es doch noch zum Grugapark geschafft, und mit mir tausende weiterer Besucher. War aber auch lange nicht das Wetter dafür und speziell bei mir auch nicht die Zeit, weil ich so viel für die Klausurvorbereitung (Prüfung gestern) lernen musste. Aber dieses Thema ist nun erst mal durch, hurra!
Für mich ist es das erste Grugaparkleuchten ever, aber nicht die erste Lichtveranstaltung überhaupt. Regelmäßig besuchen wir das jährliche Lichterfestival im Gartenpark von Schloss Dyck sowie das Glow!-Festival im niederländischen Eindhoven.
Im Vergleich dazu erstreckt sich das Gelände in Essen über eine noch größere Fläche, so kommt es mir zumindest vor. Allerdings sind hier etwas weniger spektakuläre und bislang ungesehene Lichtinstallationen im Start. Vieles ist ein wenig Standard der Lichtkunst: Bunt angestrahlte Bäume, dazu leuchtende, künstlich geschaffene Pflanzen und Tiere. Aber das soll keine Kritik sein. Der Bummel durch den illuminierten Park macht wirklich Freude und ich kann beobachten, dass die Veranstaltung viele Menschen begeistert – von ganz jung bis ganz alt.
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