Schlagwort-Archive: wandern

Japanische Rhododendren

Japanische Rhododendren
Leverkusen, 11. Mai 2026

Das Teehaus im Zentrum des Japanischen Gartens Leverkusen

Im vergangenen Jahr habe ich zum ersten Mal den bezaubernden Japanischen Garten im Carl-Duisburg-Park Leverkusen besucht. Damals war ich drei Wochen früher dran, als jetzt, und das macht für die Frühjahrsblüte durchaus einen Unterschied.

Während seinerzeit noch die Japanischen Kirschen in voller Blüte standen, sind es nun die Rhododendren und Azaleen, die alle Blicke auf sich ziehen.

Und natürlich das knapp bekleidete Manga-Girl in fantasievoller Verkleidung, das begleitet von einem Fotografen im Park posiert, als ich dort eintreffe.

Bei so viel Freizügigkeit können die im Park verteilten Buddha-Figuren nicht mithalten – optisch zumindest. Spirituell liegen sie dafür ganz weit vorne, versteht sich 🙂

Der Park wurde vom Bayer-Konzern angelegt und wird aufwändig gepflegt. Nirgendwo eine verwelkte Blüte am Boden, alle Sträucher und Gehölze perfekt kupiert, die Skulpturen, Wege und Brücken top in Schuss. Wer noch nie da war, dem kann ich die Anlage wärmstens empfehlen. Einfach wunderschön dort.

( Michael Tischer )

Obstweg Witzhelden

Obstweg Witzhelden
Witzhelden, 10. Mai 2026

Der Obstweg Witzhelden stellt Streuobstwiesen in den Mittelpunkt

Keine 15 km entfernt von den beliebten Obstwanderwegen am Rand von Leverkusen und Leichlingen hat auch der kleine Ort Witzhelden einen Obstweg ausgeschildert. Zwar wurden hier nicht extra Obstbäume alter Sorten in die Landschaft gesetzt, dafür führt der Weg an einigen Streuobstwiesen vorbei.

Die 11 km lange Wanderung startet an der Halbachtalsperre unterhalb von Diepental, einem beliebten Freizeitrevier. Zunächst folgt die Tour dem etwas nördlich gelegenen Weltersbach durch das schöne Naturschutzgebiet bis zum Diakoniewerk Weltersbach mit zahlreichen Wohnheimen, einem liebevoll angelegten Bibelgarten und der Christuskirche.

Immer weiter ansteigend geht es nun parallel zum Weltersbach bis zum Ort Witzhelden, dem höchsten Punkt der Tour. Am hübschen Markt von Witzhelden mit der ev. Kirche und einer Reihe denkmalgeschützter Fachwerkhäuser habe ich ein Deja-Vu: Dort bin ich schon manches Mal mit dem Auto entlang gekommen wenn ich auf dem Weg zu Wandertouren tiefer im Bergischen Land war. Doch nie hatte ich Gelegenheit, spontan zu parken und einige Fotos zu machen. Jetzt aber.

Die Hälfte der Strecke ist damit passiert. Nun dreht der Wanderweg wieder Richtung Süden ab. Am Ortsrand von Witzhelden bieten sich tolle Fernblicke hinunter ins Rheinland nach Leverkusen und Köln in ca. 25 km Entfernung. Deutlich kann man einige Landmarken wie den Kölner Funkturm Colonius ausmachen.

Obstweg WitzheldenDann geht es in den Wald am Liesendahls Bach. Die Sonne strahlt durch die frisch ergrünten Buchen, und intensives Vogelgezwitscher aus allen Richtungen begleitet mich – einfach herrlich.

Als ich im kleinen Ort Oberwietsche den schmalen Pfad am Wersbach erreiche, trifft mich das zweite Deja-Vu auf dieser Tour: Hier bin ich letztens schon einmal gelaufen, als ich auf einer ganz anderen, deutlich südlich gelegenen Wanderung rund um Burscheid unterwegs war. Lustig!

Am Ende des Wersbachtals sind es nur noch 1,5 km bis zu meinem Startpunkt an der Halbachtalsperre. Mein Fazit: Wahnsinnig viele Obstbäume habe ich auf dieser zweieinhalbstündigen Wanderung nicht gesehen, und für die Obstblüte war ich auch sein ein wenig spät dran, aber landschaftlich war die Tour ganz hervorragend gestaltet.

( Michael Tischer )

Landesgartenschau Neuss

Landesgartenschau Neuss
Neuss, 8. Mai 2026

Von der Innenstadt sind es nur wenige hundert Meter zur Landesgartenschau

Anlässlich des 75. Geburtstags meiner großen Schwester haben wir heute mit der gesamten Familie die Landesgartenschau Neuss besucht. Das Wetter war lieblich, das Gelände gut besucht und die Stimmung fröhlich floral – ein schöner halber Tag auf dem Gelände der ehemaligen Trabrennbahn.

Das Gartenland und die umgebenden Flächen sind ein zentrales Element der LAGA Neuss. Auf der rund 20.000 m² großen Fläche zeigen 50 Ausstellungs­beiträge Gartenkunst und Inspirationen für das eigene Zuhause.

Römischer Garten, Olivengarten, Zukunftsgarten NRW, Hängender Garten, Naturgarten Neuss, Mitmach-Garten, Welcome Garden oder natürlich die inspirierenden Wohlfühlgärten laden zum Staunen und Flanieren ein.

Leider waren wir für den Rosengarten mit 70 verschiedenen Sorten unweit der Teichterrassen noch ein wenig zu früh im Jahr dran. Aber ansonsten konnten wir viele bunte und blühende Pflanzen genießen. Zuletzt hatten wir gemeinsam 2020 eine Landesgartenschau besucht, damals in Kamp-Lintfort. Schön, dass wir das heute noch einmal gemeinsam geschafft haben.

( Michael Tischer )

Wuppertalsperre im Frühling

Wuppertalsperre im Frühling
Wuppertalsperre, 25. April 2026

Blick auf die Wuppertalsperre

Perfektes Wanderwetter heute. Ich laufe eine schöne Runde im Bergischen Land an der Wuppertalsperre zwischen den Städten Remscheid, Radevormwald und Hückeswagen. Startpunkt ist die Dörperhöhe, kurz vor der einzigen offiziellen Badestelle und Marina an der Wuppertalsperre. Dort gibt es auch einen kostenlosen Womo-Stellplatz.

Unter ständigem Auf und Ab geht es zunächst ins Feldbachtal und anschließend quer zum Dörpetal hinunter zur Hangberger Mühle am Zusammenfluss von Mühlbach und Dörpe.

Wie viele Bäche in der Region, strebt auch die Dörpe der Wuppertalsperre zu, die zwischen 1960 und 1987 errichtet wurde und im Wesentlichen der Niedrigwassererhöhung, dem Hochwasserschutz der Wupper und der Wasserkrafterzeugung dient

Nach einem steilen Anstieg erreiche ich die hübsche Friedenskapelle am „Großen Berg“ mit Blick auf die Wuppertalsperre im Hintergrund. Ich bin kurz versucht, die Glocke am äußeren Glockenturm zu läuten, aber das lasse ich dann doch lieber.

Von dort geht es durch das Naturschutzgebiet Dörpetal hinunter zur Dörpetalsperre, die in die Wuppertalsperre mündet. Anschließend steige ich wieder zu meinem Startpunkt an der Dörperhöhe auf, den ich nach zwei Stunden und sieben Wanderkilometern wieder erreiche. Eigentlich war die Wanderung noch etwas länger geplant, doch ich bin nach einer intensiven Woche der Handwerkerei ein wenig schlapp in den Beinen. Reicht aber auch.

( Michael Tischer )

Heidewanderung zum Heusselberg

Heidewanderung zum Heusselberg
Südheide, 10.04.2026

Heideflächen und Waldflächen wechseln sich ab

Die höchste Erhebung in der mittleren Südheide weit und breit ist der Heusselberg mit einer Höhe von 118 Meter ü.N.N. Für die erstmalige exakte Vermessung Niedersachsens durch den Naturwissenschafter Carl Friedrich Gauß im Jahre 1820 spielte der Berg deshalb eine wichtige Rolle.

Außerdem soll man von dort einen tollen Fernblick in die umliegenden Heideflächen haben, hatte ich gelesen. Deshalb habe ich mich mit Doxi heute zu einer knapp sieben Kilometer langen Wanderung auf den Heusselberg aufgemacht.

Unsere Rundtour startet bei der kleinen Siedlung Gerdehaus. Von dort führen zahlreiche Wander- und Wirtschaftswege durch die Heide.

Und tatsächlich, auf der Spitze des Heusselbergs, den wir nach knapp einer Stunde erreichen, steht ein Gedenkstein an die Landesvermessung, dazu eine Infotafel neben einer Schutzhütte.

Doch von schönen Fernblicken kann leider keine Rede (mehr) sein. Die umliegenden Fichten sind viel zu hoch gewachsen und von einem früher dort vielleicht vorhandenen Aussichtsturm fehlt heute jede Spur.

Haben wir den Weg in gewisser Weise umsonst gemacht, aber eigentlich auch nicht, denn es war eine nette kleine Wanderung durch die typische Landschaft des Nationalparks Südheide. Und ich glaube, Doxi hat es auch gefallen.

( Michael Tischer )

Aschau und Aschauer Teiche

Aschau und Aschauer Teiche
Eschede, 10.04.2026

Einer von rund 50 Fischteichen an der Aschau bei Eschede

Von Hannover bin ich 60 km in nordöstlicher Richtung weitergefahren, in den Naturpark Südheide, dem südlichen Teil der Lüneburger Heide. Wir stehen auf einem süßen kleinen Stellplatz in der Natur am Ortsrand von Eschede, bekannt geworden durch das fürchterliche ICE-Zugunglück mit 100 Toten im Jahre 1998.

Unmittelbar am Stellplatz fließt die Aschau vorbei, ein 20 km langer Nebenfluss der Lachte, die in die Aller mündet. Drei Kilometer flussaufwärts wird die Aschau in den Aschauer Teichen aufgestaut. In den rund 50 künstlich angelegten Becken werden seit Anfang des 20. Jahrhundert kommerziell Forellen, Karpfen, Schleie, Hechte, Goldorfe, sowie Signal- und Edelkrebse gezüchtet.

Normalerweise würde ich Doxi die Strecke von 6 km hin und zurück gar nicht mehr unbedingt zumuten, doch in der letzten Woche hat sie noch einmal eine Librela-Spritze bekommen und in den letzten Tage ist sie gut und problemlos gelaufen. Tatsächlich schafft sie die Strecke ohne große Anstrengung. Einmal knickt sie in den Vorderläufen weg und muss sich wieder aufrappeln, zeigt aber danach weder Schmerzen noch Humpeln.

Es ist eine schöne Tour durch Wald und Feld, fast immer am Fluss entlang, der hier lieblich durch die Landschaft mäandert. Wir begegnen keiner Menschenseele, dafür mehreren Rehen, die uns neugierig anstarren, bevor sie weglaufen. Auch Wölfe soll es rund um Eschede wieder geben, doch die kreuzen heute glücklicherweise nicht unseren Weg.

( Michael Tischer )