Kunst von Angelika Mark-Rintelen

Kunst von Angelika Mark-Rintelen
Neuss, 30. Juli 2026

Objekte aus Papier

Unter dem Titel „Garten der Erinnerung“ zeigt das Clements-Sels-Museum in Neuss derzeit ganz außergewöhnliche Arbeiten der Künstlerin Angelika Mark-Rintelen (*1952), die in den 1970er Jahren bei Timm Ulrichs an der Kunstakademie in Düsseldorf gelernt hat. Später studierte sie zusätzlich Biologie und Modegestaltung.

Heute verknüpft sie all diese Disziplinen in ihren Arbeiten, die die Pflanzenpräparation zu einer künstlerischen Ausdrucksform erhoben haben.

Ausgangspunkt dieser Entwicklung war die bedrohte Pflanzenwelt an ihrem Wohnort in der Vulkaneifel. Objekte wie „Fränkiches Gräberfeld“ oder „Märzenbecher“ zeigen von ihrem Anliegen der Künstlerin, den natürlichen Verfall von Pflanzen mittels Präparation aufzuhalten.

Seit den 2000er Jahren erweitert Mark-Rintelen diese „Bio-Rahmen“ um Tiermotive, die sie mit den Methoden der Papierschneiderei erstellt. Die Fragilität des Lebendigen im anhaltenden Kreislauf aus Werden und Vergehen sind so zu ihrem Thema geworden. Höchst spannend und originell wirkt das auf mich.

( Michael Tischer )