
Am Startpunkt oben auf dem Deich
Gestern war ich in einem ganz spannenden Naturschutzgebiet in den Niederlanden am Rhein unterwegs, kurz nachdem dieser das Deutsche Staatsgebiet verlassen und sich auf holländischer Seite in Waal und Pannerdensch Kanaal aufgespalten hat.
Beim Eintreffen am Wanderparkplatz zwischen den niederländischen Gemeinden Kekerdom und Millingen aan de Rijn trifft mich ein Deja-Vu: Hier war ich doch schon einmal!?Und tatsächlich, ein Blick in den Blog erinnert mich daran, dass ich hier im Spätherbst 2008 schon einmal wandern wollte. Nur war es damals so kalt, matschig und stürmisch, dass ich die Wanderung nach kurzer Zeit abgebrochen habe.
Also, heute auf Neues, und das bei perfektem Wanderwetter, entlang einer knapp 10 Kilometer langen Route, die einmal rund um die Millinger Waard und entlang des Rheins führt. Das Gebiet dient als Überflutungsfläche bei Rheinhochwassern, um die angrenzende Großstadt Nijmegen zu schützen.

Skulptur im Theetuin
Es ist durchzogen von Wald, Seen, Kanälen und Weideflächen, die von Wildrindern und Wildpferden beweidet werden. Von den Tieren bekomme ich heute aber nichts zu sehen.
Dafür machen die Führungsdalen (Gleitstäbe) an einer schwimmenden Vogelbeobachtungshütte deutlich, wie hoch das Wasser hier steigen kann: Bestimmt sieben Meter ragen sie beim aktuellen eher niedrigen Wasserstand in die Lüfte. Dann stehen aber auch alle Wege metertief unter Wasser.
Mein Ziel auf halber Strecke ist der weithin bekannte Theetuin (Teegarten) ein privat geführter Park mit Gastronomie am Rheinufer, der viele Besucher anzieht und im Prinzip nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar ist. Als ich dort eintreffe, öffnet die Anlage gerade und auf einer der Zierflächen wird noch fleißig Yoga praktiziert. Könnte ich doch eigentlich mitmachen … 🙂
