Doxi am Rheinufer. Auf der anderen Flussseite: Krefeld-Uerdingen
Immer auf der Suche nach schönen Hunderunden in meiner Region war ich heute mit Doxi am Rhein zwischen Krefeld-Uerdingen und Duisburg-Mündelheim unterwegs. Trotz strahlender Herbstsonne war es am Flussufer richtig windig und kalt. Gut, dass ich meine Mütze vorsorglich eingesteckt hatte.
Der Rhein macht hier einen Bogen zwischen dem Chemiepark Uerdingen (ehemals Bayer-Uerdingen) auf der linken Flussseite und dem Stahlwerk in Duisburg-Hüttenheim auf der rechten. Ein vorderer Deich unmittelbar am Rhein und ein hinterer Deich kurz vor der Siedlung Mündelheim riegeln das Vorland ab. Dazwischen befinden sich landwirtschaftlich genutzte Flächen.
Ich glaube, wir waren hier schon einmal bei einem Welpentreffen mit den Hunden aus unserem A-Wurf und deren Besitzern spazieren. Ist aber schon mehr als zehn Jahre her. Heute bin ich mangels Zeit auch nur die halbe Rheinaue abgelaufen. Müssen wir demnächst noch einmal wiederkommen.
Stählernes Wahrzeichen von Krefeld: Die Uerdinger-Rheinbrücke von 1933
Das ehemalige Bayer-Werk Uerdingen, heute Lanxess
Kais am Chemiepark
Sogar Ende Oktober blüht hier noch etwas: Trocken gefallener Kiesstrand am rechten Rheinufer
Hinter dem Chemiepark beginnen auf der linken Rheinseite die Rheinauen Friemersheim
Blick durch die Rheinauen Ehingen zum Stahlwerk in Duisburg-Hüttenheim
Panoramablick durch die Rheinauen Ehingen hinüber zum Chemiepark Uerdingen
Doxi in Duisburg-Ruhrort an der Mündung der Ruhr in den Rhein
Schon zehn Tage waren wir nicht mehr wandern. Dabei ist seit drei Tagen offiziell Frühling. Jetzt wird es aber Zeit!
Unsere Wandertour führt uns heute in den Duisburger Hafen zur Mündung der Ruhr in den Rhein. Wir starten auf „unserer“ linksrheinischen Uferseite im grünen Duisburger-Stadtteil Homberg und laufen in südlicher Richtung rheinaufwärts an alten Industrieanlagen vorbei.
Bald erreichen wir die große Rheinbrücke der Autobahn A40 und queren auf ihr den Rhein. Dann geht es rheinabwärts in Richtung des Duisburger Hafens („Duisport“), wo die Ruhr nach 220 Km Flusslauf in den Rhein mündet.
Doxi lässt es sich natürlich nicht nehmen, das Wasser des Rheins und der Ruhr zu kosten. Früher hätte ich mir anschließend wahrscheinlich Sorgen um ihre Gesundheit machen müssen, aber heutzutage ist das glücklicherweise kein Problem mehr.
Wir laufen ein Stück die Ruhr stromaufwärts in Richtung der Innenstadt von Duisburg, nehmen aber gleich die erste Brücke über die Ruhr und die parallel verlaufenden Hafenbecken, um wieder dem Rhein zuzustreben.
An der Hafenpromenade in Duisburg-Ruhrort schlendern wir an schönen alten Museumsschiffen vorbei. Sie machen die bewegte Geschichte des Duisburger Binnenhafens erlebbar.
Schließlich wechseln wir auf der Friedrich-Ebert-Brücke zurück auf die Homberger Rheinseite und erreichen nach rund zweieinhalb Stunden wieder unseren Startpunkt. Das war ein wirklich sehr schöne Tour mit ganz viel Grün und ganz viel Wasser vor einer geschichtsträchtigen Industriekulisse.
Wanderkarte unserer Tour
Alter Hebeturm der Homberg-Ruhrorter Rheintrajektanstalt
Am kleinen Hafenbecken von Duisburg-Homberg
Blick in das Hafenbecken von Duisburg-Homberg
Doxi am Uferweg in Duisburg-Homberg
Die Binnenschiffe auf dem Rhein kommen nah an uns heran
Mächtiger Hafenkran
Denkmal für die Wacht am Rhein aus der Kaiserzeit
Blick von der Autobhanbrücke der A40 auf Duisburg-Homberg
Karte mit der Ruhrmündung und den Duisburger Hafenbecken
Mündung der Ruhr in den Rhein
Doxi mit Stöckchen in der Ruhrmündung
Containerhafen im Duisport
Stromkasten im Duisburger-Hafen
Alter Hafenkran in Duisburg-Ruhrort
Museumsschiffe in Duisburg-Ruhrort
Schubschiff an der Anlegestelle in Duisburg-Ruhrort
Hafenmeisterei von Duisburg-Ruhrort mit Pegelmeßstelle an der Friedrich-Ebert-Brücke
Blick von der Friedrich-Ebert-Brücke zur Ruhrmündung in den Rhein
Blick von der Homberger-Rheinpromenade zur Ruhrmündung
Ende Dezember war ich zum ersten Mal auf der Halde Rheinpreußen an der Stadtgrenze zwischen Duisburg und Moers. Damals war es ein trocken-sonniger Wintertag und ich konnte den weiten Blick von der Halde in das Ruhrgebiet richtig genießen.
Jetzt ist der Frühling da und ich bin zum zweiten Mal hier, diesmal mit Jutta. Wieder scheint die Sonne, doch es ist fast zwanzig Grad wärmer und die ersten Bäume treiben aus. Viele Pflanzen und Sträucher blühen gerade in voller Pracht, sodass ein ganz lieblicher Duft in der Luft liegt. Herrlich ist das!
Oben am Geleucht, dem Wahrzeichen der Halde, treffen wir auf eine Gruppe von Bikern auf Motorrad-Ausflug. Unter Aufsicht der Polizei sind sie den Schotterweg bis zur Haldenspitze hinauf gefahren.
Mit dem Fernglas suche ich den Horizont ab. Ich kann Duisburg, Mülheim, Essen und sogar den UKW-Sender Langenberg auf den Wupperhöhen hinter Velbert ausmachen. Dazwischen in der Ferne ein großer Zeppelin, der über dem Ruhrgebiet zu Werbezwecken seine Kreise zieht.
Wir steigen über die Serpentinen am Ostrand der Halde zum angrenzenden Waldsee im Baerler Busch hinab und umrunden den See auf seinem schönen Uferpfad. Anschließend machen wir mit dem Auto noch einen kleinen Abstecher zum Kloster Kamp, das von hier gerade einmal 12 Kilometer entfernt ist. Im berühmten Barockgarten lässt sich gerade ein türkisches Brautpaar in festlicher Kleidung fotografieren. Und die Gartenbesucher schauen staunend zu …
Puh, ist das ein grauer und nasskalter Tag. Ich bin mit Doxi auf der linken Rheinseite bei Duisburg-Baerl unterwegs.
Die Wanderung trägt den schönen Titel „Hüttenwerkspanorama am Rhein“, doch von den Hüttenwerken auf der anderen Rheinseite bei Duisburg ist nichts zu sehen. Es ist einfach zu diesig heute.
Vor allem ist es ganz schön laut hier, zwischen Eisenbahnbrücke, Autobahnbrücke der A42 und den vielen Rheinschiffen, die sich laut stampfend gegen die Flussströmung in der Rheinbiegung vorankämpfen.
Nein, da haben wir uns den falschen Tag ausgesucht. Aber egal, es kann schließlich nicht immer die Sonne scheinen. Und Doxi macht das Wetter ohnehin nichts aus, solange nur die Stöckchen fliegen …
Und dann tauchen die Hüttenwerke plötzlich doch noch auf: Als Gemälde auf einem Transformatorenhäuschen in Duisburg-Baerl. Na, wer sagt’s denn 🙂
Wanderkarte unserer Tour
Die Autobahnbrücke der A42 über den Rhein
Im Naturschutzgebiet Bearler Busch
Die einzigen starken Farben heute: Gemälde auf einem Transformatorenhäuschen
Der fünfgliedrige Bürokomplex „Five Boats“ im Innenhafen Duisburg vor der Marina
Nach unserer Wanderung an der Halde Rheinpreussen fahren wir 15 Kilometer weiter in östlicher Richtung bis zum Innenhafen von Duisburg und drehen dort an historischer Stelle eine kleine Runde.
Seit dem Beginn der Industriellen Revolution im 19. Jahrhundert war der Innenhafen für mehr als einhundert Jahre der zentrale Hafen- und Handelsplatz der Ruhrgebietsstadt. Nur wenige hundert Meter nördlich fließt die Ruhr vorbei, um kurz darauf in den Rhein zu münden.
Doch ab der Mitte der 1960er Jahre verlor der Innenhafen zunehmend an Bedeutung und lag 20 Jahre nahezu brach, bis das Areal ab dem Ende der 1980er Jahre neu entwickelt wurde. Heute gilt der Innenhafen Duisburg als Musterbeispiel für den Strukturwandel im Ruhrgebiet, mit zahlreichen beeindruckenden Bauten u. a. vom britischen Stararchitekten Lord Norman Foster.
Nicht weit entfernt steht das historische Rathaus von Duisburg am alten Marktplatz, an den sich mit der Königstraße die Haupteinkaufsstraße von Duisburg anschließt. Direkt am heutigen Innenhafen floss viele Jahrhunderte der Rhein vorbei und bildete bis ins 5. Jahrhundert n. Chr. die Grenze zum römischen Reich.
Im frühen Mittelalter befand sich an dieser Stelle ein fränkischer Königshof. Später entstanden dort die alte Duisburger Stadtkirche, die Salvatorkirche, der Burgplatz, die Duisburger Markthalle und die Stadtmauer, die im Bereich des Innenhafens noch heute teilweise erhalten ist.
Etwa im Jahre 1000 n. Chr. verlagerte der Rhein sein Bett westwärts. Die Stadt lag dadurch nicht mehr unmittelbar am Rhein, war jedoch noch für mehrere hundert Jahre über einen schiffbaren toten Rheinarm mit dem Fluss verbunden. Danach wurde aus der ehemals sehr bedeutenden Handelsstadt ein kleines Ackerbürgerstädtchen.
Erst im 19. Jahrhundert war eine Initiative zur Wiederbelebung der Verbindung zum Rhein erfolgreich. Zunächst wurde der Außenhafen vom westlich gelegenen Rhein bis zur heutigen Marientorbrücke gegraben, anschließend wurde die östliche Erweiterung gebaut, der Innenhafen.
Nach dem Ende der fast einhundertjährigen industriellen Nutzung hat sich das Areal in den letzten 25 Jahren zu einem Ort entwickelt, der Wohnen, Arbeiten, Kultur und Freizeit am Wasser erfolgreich verbindet. Schön, das endlich einmal gesehen zu haben.
Blick in die Marina am Innenhafen
Bronzemodell der historischen Altstadt von Duisburg am heutigen Innenhafen
Reste der historischen Stadtmauer im Innenhafen
Blick über den Innenhafen zum Landesarchiv NRW
Infotafel am Innenhafen
Skulptur am „Garten der Erinnerung“, dahinter das neue jüdische Gemeindezentrum
Karte unserer Stadtwanderung
Das neue jüdische Gemeindezentrum am Innenhafen
Blick vom Altstadtpark zum Innenhafen
Ausflugsschiffe der „Weiße Flotte“ am Anleger im Innenhafen
Die gotische Salvatorkirche, die im 14. Jahrhundert errichtet wurde
Portal des historischen Rathauses
Rolandfigur am Rathaus
Rückseite des historischen Rathauses am Alter Markt
Figuren am Rathausdurchgang zum Alter Markt
Brunnen vor dem Rathaus
Mahnmal für die von den Nationalsozialisten ermordeten Gewerkschafter vor dem Rathaus
Fassade des Landgerichts an der Königstraße
Sichtachse von der Königstraße zum Theater Duisburg
Noch geöffnet: Der Weihnachtsmarkt auf der Königstraße
Brunnenplastik von Nicki de Saint-Phalle auf der Königstraße
Die Leuchte auf der Spitze der Halde Rheinpreussen bei Duisburg
Endlich wieder wandern! Nach fast einer Wache mit zahlreichen Weihnachtsfeierlichkeiten und einer großen Weihnachtsparty bei uns zu Hause geht es wieder hinaus in die Natur. Und wir haben sogar schönes Wetter, wenn auch nur für ein paar Stunden.
Unser Ziel heute ist die Halde Rheinpreussen bei Duisburg mit einem weithin sichtbaren Leuchtturm als Landmarke auf ihrer Spitze. Schon oft habe ich dieses merkwürdige rot leuchtende Objekt von der nahegelegenen Autobahn A42 aus gesehen und mich gefragt, was das wohl ist.
Es handelt sich um den stilisierten Nachbau einer Grubenlampe mit dem Titel „Das Geleucht“, geschaffen vom Künstler Otto Piene, einem der Wegbereiter moderner Lichtkunst. Das Objekt wurde im Jahre 2007 eingeweiht. Seitdem tauchen 35 Leuchtmasten einen Teil der Halde allabendlich in rotes Licht.
Wir parken am Fuß der 74 Meter hohen Halde, die aus dem Abraum der nahen Zeche Rheinpreussen aufgeschüttet wurde. Rheinpreussen war das erste linksrheinische Bergwerk im Ruhrgebiet. Es erstreckte sich auf einer Fläche von rund 90 km² zwischen Duisburg-Homberg und Moers-Rheinkamp und förderte ab dem Jahre 1877 Steinkohle zunächst aus einer Tiefe von rund 130 Metern.
Die Zeche war bis Ende der 1970er Jahre in Betrieb und hatte auf dem Höhepunkt der Förderung Mitte der 1960er Jahre eine Förderleistung von mehr als vier Millionen Tonnen Steinkohle jährlich bei fast zehntausend Beschäftigten. Nach der Zechenstilllegung wurde die zugehörige Halde als eine der ersten Halden im Ruhrgebiet begrünt.
Auf der Haldenspitze am Geleucht erwartet uns ein fantastischer Panoramablick hinüber nach Duisburg und in das Ruhrgebiet. Wir blicken auf den Rhein und die Mündung der Ruhr, auf die großen Stahlwerke in Duisburg und mehrere Kraftwerke im nördlichen Ruhrgebiet. Von hier sieht man ganz deutlich, wie grün das Ruhrgebiet tatsächlich ist.
Nach dem Abstieg von der Halde umrunden wir den angrenzenden Waldsee mit seinem schönen Uferpfad. Viele Hundehalter sind hier unterwegs und Doxi hat mächtig Spaß dabei, mit einigen ihrer Artgenossen herumzutollen. Es macht richtig Freude, den Hunden dabei zuzuschauen.
Wanderkarte unserer Tour
Blick von der Halde Rheinpreussen Richtung Duisburg
Doxi auf der Haldenspitze
Infotafel am Geleucht
Das Geleucht, ein Kunstwerk von Otto Piene, das an eine Grubenlampe erinnern soll
Erster Blick auf den Waldsee unterhalb der Halde
Doxi am Waldsee
Schilfbewuchs am Ufer
Panoramaaufnahme von der Haldenspitze
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