Mit den alten, nun abgehängten Fahnen wird auch der Winter verabschiedet. Die neuen Fahnen stehen für die Lebenskraft des Frühlings.
Einmal im Jahr muss ich die tibetischen Gebetsfahnen bei mir im Garten wechseln, weil der Wind sie über die Zeit zerfasert hat. Freunde fragen mich manchmal, warum ich nicht stabilere Fähnchen kaufe, aber genau darum geht es ja: Die Fähnchen als Symbole der Vergängnis, und es ist der Wind, der die darauf gedruckten Mantras und Segenswünsche in die Welt trägt. Auf dass sie Glück und Wohlergehen bringen mögen. Die Farben Blau, Weiß, Rot und Grün und Gelb sind dabei übrigens nicht willkürlich gewählt, sondern stehen nach tibetischer Tradition für die fünf Elemente Wasser, Äther, Feuer, Luft und Erde.
So sehen sie nach einem Jahr aus
Auf dass wir auch unsere Vergänglichkeit nie vergessen
Den Spargel sieht man hier gar nicht, weil er sich unter dem Rucola versteckt …
Heute gibt es bei uns eine ganz besondere Kombination aus den drei In-Gemüsen der Saison:Weißer Spargel, grüner Spargel und Erdbeeren. Das Ganze auf Rucola-Salat mit Pinienkernen garniert und einer zuckersüßen weißen Vinaigrette. Obenauf gibt’s ordentlich frisch gemahlenen Pfeffer. Hört sich exotisch an und schmeckt auch durchaus ungewohnt – aber mundet!
Sonnenuntergang nach einem herrlichen Frühlingstag
Heute Nachtgeht mit einem strahlenden Vollmond ein außergewöhnlicher April zu Ende. Ich kann mich nicht erinnern, wann wir im Ostermonat zuletzt so viel Sonne, blauen Himmel und so wenig Regen hatten. Das Wetter war einfach durchweg bezaubernd, während sich die Natur voll entfaltet hat. Überall blüht es und dazwischen die Vöglein voll am Zwitschern, auch in unserem Garten.
Lange Hochdruckphasen in Verbindung mit trockener Festlandsluft sorgten nicht nur für außergewöhnlich viele Sonnenstunden, sondern in vielen Regionen auch für wenig Niederschlag. Auch bei uns muss es bald mal wieder regnen. Die ersten Bauern haben bereits begonnen, die künstlichen Beregnungsanlagen auf ihren Feldern in Gang zu setzen. Genügend Grundwasser dafür ist nach einem feuchten Winter glücklicherweise vorhanden.
Die Temperaturen in den vergangenen Wochen waren vor allem tagsüber frühlingshaft mild, wohingegen sie nachts bei klarem Himmel deutlich abfielen. Mir ist auf meinen Abendrunden nach Sonnenuntergang manchmal ganz schön frisch geworden. Aber es war herrlich draußen bei uns in den Feldern und den Baumschulen. Auch wenn ich gerade schwer mit Liebeskummer zu kämpfen habe, dieses Aprilwetter konnte ich wirklich genießen.
Stahl hält hundert Jahre, Kirschblüten nicht einmal zehn Tage
Nach ihrer viel beachteten Präsentation in der Berliner Nationalgalerie ist die bedeutendste deutsche Privatsammlung des französischen Impressionismus und Post-Impressionismus derzeit im Düsseldorfer Kunstpalast zu sehen – ergänzt um zahlreiche Exponate aus der hauseigenen Sammlung.
Die Scharf Collectiongeht auf einen Zweig der renommierten Berliner Sammlung Otto Gerstenbergs (1848–1935) zurück. Gerstenberg trug hochkarätige Werke unter anderem von Edgar Degas, Claude Monet und Auguste Renoir zusammen, welche später an die Scharf-Famile verkauft wurden und die Ausrichtung der heutigen Scharf Collection auf den französischen Impressionismus begründeten.
Tatsächlich gibt es kaum einen wegweisenden Namen der Moderne, der nicht in dieser Sammlung vertreten ist, die vom frühen 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart reicht. Neben Meisterwerken von Claude Monet, Auguste Renoir, Paul Cézanne und Pierre Bonnard werden auch Arbeiten von Henri de Toulouse-Lautrec und Henri Matisse gezeigt.
Die Ausstellung in Düsseldorf versammelt mit rund 180 Objekten Gemälde, Arbeiten auf Papier und Skulpturen aus drei Jahrhunderten. Sie zeigt nicht nur eine Bandbreite von Möglichkeiten der Malerei, sondern auch, wie Künstler und Künstlerinnen immer wieder voneinander lernen, aufeinander Bezug nehmen und künstlerische Ideen weiterentwickeln.
Beta-Glucane sind in der Hülle von Hafer, Gerste und Hefe enthalten
Nahrungsergänzungsmittel sind ein riesiger Markt. Mir fiel das erstmals in den frühen 2000er Jahren auf, als ein Anbieter aus diesem Segment begann, regelmäßigeinen der teuersten Werbeplätze im deutschen Print-Bereich mit seinen Anzeigen zu füllen: die Rückseite des ADAC-Magazins.
Durch das wachsende Gesundheitsbewusstsein ist die Nachfrage seitdem noch einmal explosionsartig angestiegen. Der Umsatz mit Nahrungsergänzungsmitteln für das Jahr 2026 wird allein in Deutschland auf 2 Milliarden Euro taxiert.
Ich halte eigentlich nichts davon. Viele versprochene Wirkungen sind medizinisch fragwürdig und in den meisten Bereichen liefert eine ausgewogene und vernünftige Ernährung unserem Körper alles, was er braucht.
Doch nun bin ich selbst auf ein Nahrungsergänzungsmittel gekommen, und zwar auf eines, dessen Wirksamkeit von der EU-Gesundheitsbehörde amtlich testiert ist: Beta-Glucan.
Das ist der Stoff aus der Schale von Gerste, Hefe und Hafer, der maßgeblich zur Gesundheitswirkung eines täglichen Haferfrühstücks beiträgt. Beta-Glucane legen sich wie eine Schutzschicht um die innere Darmwand. Wissenschaftlich nachgewiesen sind die positiven Auswirkungen auf Verdauung, Cholesterinspiegel und Immunsystem,
Das will ich jetzt einmal ausprobieren. Und weil ich nicht frühstücke und Haferbrei deshalb für mich nicht infrage kommt, nehme ich stattdessen täglich 1,5 Gramm Beta-Glucan in Kapselform zu mir. Der nächste große Blut-Check beim Hausarzt wird zeigen, ob sich dadurch tatsächlich eine Veränderung ergibt. Bis dahin bleibe ich in diesem Selbstversuch neugierig, aber skeptisch.
[Update Mai 2026: Jetzt wo ich meine Ernährung umgestellt habe und täglich ein Haferfrühstück zu mir nehme, habe ich das Beta-Glucan wieder weggelassen.]
Das Museum residiert in einem ehemaligen Patrizierhaus mit mehreren modernen Anbauten
Lennep ist der Geburtsort des Physikers Wilhelm Conrad Röntgen, der 1895 die nach ihm benannten Röntgenstrahlen entdeckte. Die Anwendung dieser „X-Strahlen“ (X für unbekannt) sollte später die medizinische Diagnostik, die Materialwissenschaft und die kosmologische Forschung revolutionieren.
Im Jahr 1901 erhielt Röntgen, ein äußerst bescheidener und gewissenhafter Mensch, für seine Entdeckung den ersten Nobelpreis der Physik. Die durchleuchtete Hand seiner Frau Bertha mit Ring ging als das erste Röntgenbild in die Menschheitsgeschichte ein.
In Lennep steht Röntgens Geburtshaus und hier residiert das Deutsche Röntgenmuseum, das ich bei meinem Rundgang durch die Altstadt von Lennep besucht habe.
In dem historischen Patrizierhaus mit mehreren modernen Anbauten wird Besuchern ein historischer und fachlicher Überblick über das Schaffen des berühmten Wissenschaftlers vermittelt. Außerdem wird die Nutzbarmachung der Röntgentechnik von ihrer Entdeckung bis in die Gegenwart dokumentiert. Zahlreiche interaktive Stationen laden zum Entdecken und experimentieren ein, ein Audioguide vermittelt auf Wunsch Hintergrundwissen.
Zur Sammlung des Museums gehören mehr als 150.000 Objekte, darunter Geräte und Apparate aus einer Zeitspanne von 100 Jahren zur Anwendung der X-Strahlen sowie persönliche Gegenstände aus dem Vermächtnis des Nobelpreisträgers. Zu sehen ist auch der Versuchsaufbau, mit dem Röntgen seinerzeit die Entdeckung der nach ihm benannten Strahlung gelang.
Ich habe das Museum, das von der Stadt Remscheid betrieben wird, als äußerst bereichernd und die Präsentation als absolut gelungen empfunden. Schön, dass ich diesen Abstecher noch unternommen habe, obwohl ich vom Wandern schon ein wenig k.o. war.
Geburtshaus von Röntgen
Versuchsaufbau bei der Entdeckung der X-Strahlen
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